Brauchen wir eine Impfpflicht für Kinder?

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Schackeline schrieb:
Definiere doch erst mal den Begriff Verschwörungstheoretiker.

Das werde ich nicht tun weil diese Definition nichts mit meinem Posting zu tun hat.
Wenn Du darauf bestehst könntest Du aber mal erklären was Deine Definition einer Nebelkerze ist.
Ergänzung ()

Teralios schrieb:
Für die betroffenen Personen dieser Nebenwirkungen hat es keine Relevanz, dass du, er oder ich nicht betroffen wären von entsprechenden Symptomen.

Ok, dann sind wir uns in dem Punkt einig.

Nur kann man hier die Gegenfrage genau so stellen: Welche Relevanz hat es für die Allgemeinheit, wenn ein Bruchteil der Patienten starke und ein noch kleinere Bruchteil besonders starke Nebenwirkungen hat?

Diese Frage kann und muss man natürlich auch stellen. Genau genommen werden die (berechtigten!) Interessen der Allgemeinheit ja auch immer wieder ins Feld geführt wenn es um die Forderung nach einer Impfpflicht geht.

Hier ging es aber bis eben gerade noch um die Persönlichkeitsrechte des Individuums, darum ob es sich bei der zwangsweisen Impfung um einen Eingriff in sein Recht auf persönliche Unversehrtheit handelt. Du hast bei mir den Eindruck erweckt als ob Du den Eingriff selbst bestreitest mit dem Argument dass Du keine Nebenwirkungen beobachtet hast. Darauf habe ich geantwortet, das habe ich versucht etwas gerade zu rücken.

Wie man die Interessen der Gesellschaft vs. dem Recht des Einzelnen wichtet darüber können wir uns gerne unterhalten. Völlig inakzeptabel ist aber das überbügeln mit "da passiert doch nix". Denn es passiert in Einzelfällen halt eben doch "was". Nicht oft. Aber eben öfter als gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hayda Ministral schrieb:
Du hast bei mir den Eindruck erweckt als ob Du den Eingriff selbst bestreitest mit dem Argument dass Du keine Nebenwirkungen beobachtet hast.
Du verwechselst mich in dem Fall mit einer anderen Person, ich habe aktuell gerade erst einen Beitrag geschrieben. Ich kann also bei dir überhaupt keinen Eindruck wecken können.

Ich habe damit auch nichts bestritten, sondern bin explizit nur auf deinen Text eingegangen. Ich verfolge dabei das Thema seit einiger Zeit und muss sagen - und wir reduzieren hier mal auf das grundlegende Problem: Es geht hier primär um die Angst, dass man selbst oder das eigene Kind einer der Person sein kann, bei der es Komplikationen gibt, die Vorteile werden dabei oft ausgeblendet oder klein geredet.

Ein zu tiefst menschlicher Zug, gleichzeitig aber eben absolut irrational und seit es das Internet gibt und dieses in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, kann man alles mögliche an Information finden. Mit "Doktor-Google" macht man sich oft selbst mehr Angst als notwendig ist, da man als Laie anfängt alles mögliche an Symptomen falsch deutet.

Klar, auch Ärzte machen Fehler - Menschen - aber weit mehr Fehler macht man, wenn man sich versucht selbst zu diagnostizieren.

Und hier verhält es sich ähnlich. Man selbst muss sich immer die Frage stellen: Gehöre ich zu diesen Menschen x der ersten Nachkommastelle. Und genau diese Frage kann man nicht mit Gewissheit beantworten.

Das Paradoxe an dieser ganzen Situation ist aber folgendes: Während man bei der Impfung annimmt, dass man einer von 1000, 10000 oder gar 100000 ist, schließt man oft für sich kategorisch aus, dass man ja - und da verweist man dann auch auf Statistiken - ganz sicher nicht zu diesen wenigen Menschen gehört, die Krank werden können. Das die zahl in der Form nur so niedrig ist, weil die meisten Menschen sich impfen lassen ist dann egal. Oder, dass die Krankheit bei einem eben eine der wirklich tragischen Verläufe nimmt.

Etwas plakativ auf eine andere Situation übertragen: Viele Menschen haben Angst vor Zugfahrten oder vor dem Weihnachtsmarkt oder anderen Großveranstaltungen, weil sie fürchten Opfer eines Terroranschlags zu werden. Hier sprechen wir von 142 Toten in 50 Jahren (1969) oder eben von 3 Toten pro Jahr durch einen Terroranschlag, dagegen stehen ca. 3100 Verkehrstote oder knapp 10000 Tote durch Unfälle im häuslichen Raum.

Die Angst, die verbreitet wird ist - gerade was die Standardimpfungen angeht - wirklich irrational. Da gibt es ganz andere Impfungen, die weit schlimmer sein könnten und genau diese Impfungen werden zum Beispiel auch nur im absoluten Notfall oder wenn sie wirklich unbedingt benötigt werden, durch geführt. Dazu gehören so einige Tropenkrankheiten und Co.

Das primäre Problem dieser Diskussion ist Angst. Man kann versuche diese Angst zu nehmen, das wird aber nicht immer klappen und erst dann kommen wir zu den abstrakteren Punkten des Allgemeinwohls und des persönlichen Rechts auf Unversehrtheit und was dann stärker wiegt, das ist eine philosophische Diskussion und ich zitiere mal Spock: "Das Wohl von Vielen, es wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen."

Ob man jetzt eine Impfpflicht einführen muss - also gesetzlich - oder ob es eben andere Möglichkeiten gibt, das muss man sehen, ich persönlich befürworte aber durchaus die Tatsache, dass Kindergärten und Schulen aber auch Tagesstätten eben Impfnachweise fordern, denn dort sind eben auch andere Menschen die ebenso ein Recht auf körperliche Unversehrheit besitzen und da sind wir bei einem anderem Zitat von Immanuel Kant: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt."

Am Ende finden wir also Argumente, die dafür sprechen, dass man selbst sich dem Impfen verweigert, aber ebenso Argumente, dass man in diesem Fall selbst eben mit Einschränkungen leben muss und beides schließt sich eben nicht aus.
 
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Teralios schrieb:
Du verwechselst mich in dem Fall mit einer anderen Person

Ok. Das war keine Absicht. Ändert aber auch nichts an meiner Erklärung.

Ich habe damit auch nichts bestritten

Und erneut: Ob Du persönlich das warst ist (mir) nicht wichtig, meine Erklärung war allgemein genug gehalten.

Am Ende finden wir also Argumente, die dafür sprechen, dass man selbst sich dem Impfen verweigert

Hier geht es aber nicht um eine Impfpflicht für Erwachsene, "sich selbst". Hier geht es um eine Impfpflicht für Kinder.
 
Hayda Ministral schrieb:
Hier geht es aber nicht um eine Impfpflicht für Erwachsene, "sich selbst". Hier geht es um eine Impfpflicht für Kinder.
Entschuldige, wenn du von anderen erwartest, dass sie deine Erklärungen für allgemein genug halten, damit man sie einfach "übergeht" - auch wenn man es anders lesen kann - sollte man selbst anschließend das auch der Gegenseite gestatten.

Denn was du jetzt machst ist Haarspalterei und in der Form nicht relevant. Es ist egal ob wir hier von Kindern sprechen oder von Erwachsen.

Wenn die Eltern für ihr Kind entschließen, dass dieses nicht geimpft wird, dann müssen die Eltern akzeptieren und das Kind leider ertragen, dass dieser Entschluss mit gewissen Einschränkungen einher geht, denn so wie das Kind das Recht auf Unversehrheit besitzt - das in dem Fall die Eltern stellvertretend wahrnehmen - besitzen es andere Kinder aber auch andere Menschen ebenso. Immanuel Kant habe ich bereits zitiert und das Zitat trifft eben auch weiterhin zu.

Ebenso trifft auch die Aussage von Spock weiterhin zu.

Und auch wenn das Kind nun selbst nichts dafür kann - die Eltern haben die Entscheidung getroffen - wiegt das Wohl vieler mehr als das Wohl weniger oder eines einzelnen.

Und damit sind wir bei einem weiterem Problem dieser Diskussion und ich drücke es nun recht unverblümt aus: Selbstsucht - egal ob jetzt als Erwachsener für sich selbst oder für das eigene Kind.

Es ist verständlich, wenn einem das eigene Wohl oder das Wohl des eigenen Kindes wichtig ist, nur muss man eben akzeptieren, dass das Wohl der anderen und das Wohl der anderen Kinder den anderen eben genau so wichtig ist, wie eben einem selbst das eigene. (Was für ein Satz.)

Und bei der körperlichen Unversehrtheit reden wir eben nicht mehr davon, dass Kinder laut sein dürfen, dass sie toben dürfen und dass man als Erwachsener für so manche Sachen Verständnis aufzubringen hat.

Egal wie wir es hier drehen und wenden, das primäre Problem hier bleibt die Angst - ob man selbst davor Angst hat, dass man zu der kleinen Gruppe gehören kann, die schwere bis sehr schwere Schäden nehmen könnten, oder das eigene Kind ist hier fakultativ für die Diskussion und kann absolut als äquivalent angesehen werden.

Wir befinden uns also hier an einem Punkt, an dem man sehr wohl Argumente für die eine als auch die andere Ansicht haben kann und beide Argumente sind zum Teil durch Angst getrieben und dass eben das eigene Wohl in Gefahr ist und hier kann man - muss aber nicht - zum Beispiel auch die Potentiale der Gefahren abwägen und gegenüberstellen und dann ist es halt eben wieder Immanuel Kant, denn man zitieren kann oder eben Spock aus StarTrek.

Um es wirklich radikal zu sagen: Diese Diskussion wird primär von irrationalen Prämissen getrieben, den man in der Regel mit rationalen Argumenten nicht bei kommen kann. Der Ausgang steht damit eigentlich schon von
Beginn an fest: Es wird und kann am Ende keinen auf Vernunft basierenden Konsens geben, sondern im besten Fall die Erkenntnis, dass man sich nicht wirklich einigen werden kann und im schlimmsten Fall dreht sich die Diskussion im Kreis, so wie es hier eben der Fall ist.

Wie geschrieben im vorherigen Beispiel: Ich gestehe jedem zu, dass er für sich oder sein Kind die Entscheidung trifft, dass keine Impfung erfolgt, gleichzeitig gestehe ich es aber der Gesellschaft ebenso zu, dass diese gewisse Regeln aufstellt um eben andere vor dieser Entscheidung zu schützen.

Und damit zum Abschluss noch mal Immanuel Kant, nur etwas abgewandelt: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die körperliche Unversehrheit des Anderen beginnt."
 
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Teralios schrieb:
Und damit zum Abschluss noch mal Immanuel Kant, nur etwas abgewandelt: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die körperliche Unversehrheit des Anderen beginnt."
Endlich mal ein Mensch mit Verstand.
Besser kann man es nicht zusammenfassen.

Und wem die Gesetze hier nicht passen, der kann jederzeit in ein Land seiner Wahl ziehen.
 
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Teralios schrieb:
Es ist egal ob wir hier von Kindern sprechen oder von Erwachsen.

Genau das sehe ich nicht so. Kinder sind ein Sonderfall.

Im übrigen um das nochmal klar zu stellen: Ich selbst befürworte die Impfung. Aber eben nicht die Impfpflicht, die meines Erachtens tief in das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Selbstbestimmungsrecht des Individuums und das Sorgerecht der Eltern eingreift.
 
Hayda Ministral schrieb:
Genau das sehe ich nicht so. Kinder sind ein Sonderfall.
Du willst es also der Gesellschaft verbieten, weil es sich um Kinder handelt, deren Eltern eine Entscheidung getroffen haben, ggf. die Allgemeinheit vor solch einer Entscheidung zu schützen?

Nun, da sind wir dann bei dem Punkt der Selbstsucht nach dem Motto: Hoppla, hier komm ich und mein Kind. Es ist leider normal geworden in unsere Zeit das viele Menschen zu erst an sich und ihre Kinder denken und meinen jeder muss auf sie absolute Rücksicht nehmen. Gleichzeitig nehmen diese Menschen aber auf niemanden sonst Rücksicht, sondern verhalten sich absolut selbstsüchtig und zwar oft in der schlimmsten Sorte.

Das Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen wollen, weil sie irrationale Ängste habe, kann ich noch verstehen und es wäre kein Problem, wenn Eltern dann ihre Kinder zu hause lassen würden, wenn sie wirklich krank geworden sind. Das tun die meisten Eltern aber heute leider nicht mehr. Da werden Kinder mit Masern, Keuchhusten, Windpocken, Scharlach und Co in Kindergärten und Schulen geschickt, mit in Kaufhäuser genommen, zum Einkaufen und Co, weil man ein Kind keine Minute alleine lassen kann. Man hat dafür dann Verständnis aufzubringen, die Kinder können sich zwar selbst kaum auf den Beinen halten, aber hey es sind Kinder und die Eltern haben beschlossen, dass wegen dem Wohl des Kindes keine Impfung erfolgt und weil es das Wohl des Kindes ist, muss es jetzt überall hin mit. Dass man andere Menschen dabei in Lebensgefahr bringt: Scheiß drauf, es sind ja nur die anderen.

Und da fängt es eben an: Als ich als kleiner Junge krank wurde und meine Mutter einkaufen musst - und da war ich 3 - 4 Jahre - dann ist meine Mutter zu mir gekommen, hat gesagt dass sie kurz ein kaufen ist, hat die Einkäufe schnell erledigt und war spätesten nach 30 bis 40 Minuten wieder da. Wenn es länger dauerte hat man die Nachbarn gefragt oder man hat auf den Einkauf oder sonstige Besorgungen verzichtet oder Freunde gebeten etwas mit zu bringen, eben damit man nicht das kranke und hoch ansteckende Kind durch die halbe Stadt transportiert.

Nun gut, aber wie ich bereits angedeutet habe: Man dreht sich hier im Kreis bei der Diskussion. Würde man die Fakten nehmen und die Gefährdungspotentiale gegeneinander aufwiegen, wäre die rationale und einzig richtige Entscheidung: Impfpflicht.

Da es hier aber auf Grund der Ängste keine rationale Entscheidung am Ende der Diskussion geben kann, bleibt hier nur folgendes: Man wird sich darüber klar, dass man keinen Konsens finden kann. Denn ich werde dich nicht überzeugen und du wirst bis auf irrationale Argumente und hypothetische Schauermärchen über die große Gefahr von Impfungen nicht viel bringen können.

Daher auch an der Stelle: Du hast deine Meinung, die ist zu akzeptieren und zu respektieren, ich sehe es in dem Fall aber anders und das HAST du ebenso zu akzeptieren und ebenso zu respektieren. Wir werden hier auf keinen gemeinsamen Nenner kommen und damit ist jede weitere Diskussion verschwendete Zeit.

P.S. Ich merke gerade, dass eine Diskussion mit dir ohnehin keinen Sinn zu haben scheint, weil du Beiträge der anderen nicht wirklich liest und Aussagen unterstellst, die andere nicht getätigt haben, nur damit du am Ende wieder deine Meinung ohne jegliche wirkliche Argumentation darlegen kannst. Du greifst andere Meinungen, die nicht deiner Sichtweise entsprechen an, dazu greifst du dir einzelne Sätze heraus, greifst diese an in dem du den anderen die konträre Meinung zu deiner unterstellst, statt dich mit den Aussagen des Gegenüber wirklich zu befassen, erwartest das aber von anderen? Wenn man dich dann darauf hinweist flüchtest du dich in die Ausrede, dass du es ja nur allgemein gehalten hast.

Gut, dass ist durchschaubar, auch wenn man erst mal deine Beiträge und die eigenen noch mal lesen muss um wirklich zu wissen was man geschrieben hat.

Nun gut, dass macht wirklich jede weitere Diskussion mit dir zur Zeitverschwendung. Ich wünsch dir viel Spaß, aber ich bin an der Stelle mit dir raus, da wir uns im Kreis drehen.
 
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Teralios schrieb:
und ich zitiere mal Spock: "Das Wohl von Vielen, es wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen."
Mit Verlaub, aber das ist eine notwendige Bedingung von Diktaturen, vor allem wenn abweichende Positionen durch Zwangsmaßnahmen beseitigt werden sollen. Eine demokratische und pluralistische Gesellschaft muss Abweichler tolerieren, egal wie dumm oder gefährlich sie sein mögen. Es muss möglich sein sich nicht impfen lassen zu MÜSSEN, OHNE gleich mit drakonischen Sanktionen wie Job- oder Kitaplatzverlust belegt zu werden.
Ergänzung ()

Teralios schrieb:
m es wirklich radikal zu sagen: Diese Diskussion wird primär von irrationalen Prämissen getrieben, den man in der Regel mit rationalen Argumenten nicht bei kommen kann.

Und jetzt? Wo positionierst du dich? Beide Lager untertliegen der Hegelschen Dialektik. Das alte Spiel von teile und herrsche, These/Antithese/Synthese. Du kannst dich aus dem Spiel versuchen rauszuhalten und behaupten, nicht tangiert zu sein, aber eben nur so lange bis der gute Spock mit der Spritze vor dir steht und nur dein bestes will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorab: Ich finde es gut, dass du hier zum ersten Mal die Haltung einnimmst, dass ein nicht impfen dumm oder gefährlich ist.

Was ich nicht direkt verstehe bzw. gerne näher von dir ausgelegt haben möchte ist warum das durchs nichtimpfen geschaffene Potential andere zu gefährden nicht belangt werden soll? Wenigstens ein Bußgeld sollte da doch drin sein, nicht wahr? ;)
 
strempe schrieb:
Wenigstens ein Bußgeld sollte da doch drin sein, nicht wahr? ;)
Du gerne, dann will ich aber auch ein Bußgeld für alle Beschäftigten der Metall-Elektroindustrie, da sie nachweislich die Rüstungsindustrie fördern und Fluchtursachen in der sog. 3ten Welt erzeugen. Nur zu!
 
Teralios schrieb:
Man hat dafür dann Verständnis aufzubringen, die Kinder können sich zwar selbst kaum auf den Beinen halten
Ach komm, zumindest soweit ich mich noch an die Windpocken erinnere, konnte ich mich sehr gut auf den Beinen halten und sogar im garten mit einem Nachbarskind spielen.
Gut, meine Erinnerung ist auch nicht viel mehr als der kurze Zeitraum :D insbesondere war die Krankheit zu dem Zeitpunkt beinahe schon wieder verschwunden.

Teralios schrieb:
Und da fängt es eben an: Als ich als kleiner Junge krank wurde und meine Mutter einkaufen musst - und da war ich 3 - 4 Jahre - dann ist meine Mutter zu mir gekommen, hat gesagt dass sie kurz ein kaufen ist, hat die Einkäufe schnell erledigt
Ich verstehe auch nicht, warum das heute nicht mehr funktionieren sollte. Bei mir hat meine Mutter das auch so gehandhabt.

Teralios schrieb:
wäre die rationale und einzig richtige Entscheidung: Impfpflicht.
Ich würde eher sagen, die einzig rationale Entscheidung wäre: Keine Impfpflicht, da eh alle, die geimpft werden dürfen geimpft sind. Aber so rational sind die Menschen (hier) nicht.

Schackeline schrieb:
Mit Verlaub, aber das ist eine notwendige Bedingung von Diktaturen, vor allem wenn abweichende Positionen durch Zwangsmaßnahmen beseitigt werden sollen.
Sowas ist in Deutschland aber durchaus möglich. Nicht bei der Impfpflicht, aber in dem Szenario, dass ein Großes Verkehrsflugzeug entführt und auf Kurs Vollbesetztes Stadion gebracht wird.
Sofern die gesamte Bundesregierung dem Abschuss zustimmt, darf die Bundeswehr das Flugzeug abschießen und damit wenige zur Sicherheit vieler töten.
(Bundesverfassungsgerichtsurteile 2012 und 2013)
Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Schackeline schrieb:
Es muss möglich sein sich nicht impfen lassen zu MÜSSEN, OHNE gleich mit drakonischen Sanktionen wie Job- oder Kitaplatzverlust belegt zu werden.
Die Möglichkeit gibt es. Du musst es nur rational Begründen.
Kleiner Tipp: "Dieser Nicht-mehr-Arzt, der durch die 'MMR-löst-Autismus-aus-Lüge' überhaupt erst viele Impfgegner erschaffen hat und wegen Bestechlichkeit verurteilt wurde hat gesagt, dass" ist absolut irrational.

Und bei vielen, die sich nicht impfen lassen wollen habe ich genau ein Argument dieser Art gehört.

Und die unglaublich hohe Zahl von EINER Person hat mir gesagt, dass sie eine durch eine frühere Impfreaktion in Rücksprache mit dem Arzt sich nicht mehr Impfen lässt.

Schackeline schrieb:
[...] alle Beschäftigten der Metall-Elektroindustrie haben, da sie nachweislich die Rüstungsindustrie fördern [...]
Genau ALLE beschäftigen dort arbeiten nur für die Rüstungsindustrie oder werden sicherlich NIEMALS was sinnvolles herstellen. :rolleyes:
Infektionskrankheiten haben dagegen wirklich nichts sinnvolles an sich.
(Achtung Gefahr von starker/m Ironie oder Sarkamus oder Zynismus oder schwarzem Humor möglich): Außer vielleicht das Ebolafieber und du möchtest Postnatal abtreiben. Der rest ist dafür ja nicht tödlich genug.
 
Die Frage ist doch, warum ist das Wohl des eigenes Kindes die körperliche Unversehrtheit aufrecht zu erhalten höher gestellt, als das Wohl des Kindes, dass sich nicht impfen lassen kann und potentiell gefährdet ist?

Warum muss ich darauf Rücksicht nehmen, dass ein krankes Kind mein Kind anstecken kann? Wieso steht das Wohl dieses Kindes über meinem?

Wenn ich als nicht geimpfter erkranke und dadurch Menschen in Gefahr bringe, die sich nicht impfen lassen können, warum ist das zu tolerieren?
 
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Der-Orden-Xar schrieb:
Genau ALLE beschäftigen dort arbeiten nur für die Rüstungsindustrie oder werden sicherlich NIEMALS was sinnvolles herstellen. :rolleyes:
Ja, dann guckst du mal in welchen Bereichen alle großen Unternehmen so tätig sind, wenn du das nicht weißt dann hast du noch ein bisschen Recherchetätigkeit vor dir!
 
Schackeline schrieb:
Du gerne, dann will ich aber auch ein Bußgeld für alle Beschäftigten der Metall-Elektroindustrie, da sie nachweislich die Rüstungsindustrie fördern und Fluchtursachen in der sog. 3ten Welt erzeugen. Nur zu!

Whataboutism at its best
 
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Flomek schrieb:
Warum muss ich darauf Rücksicht nehmen, dass ein krankes Kind mein Kind anstecken kann? Wieso steht das Wohl dieses Kindes über meinem?

Weil du auch nicht mit 100% Sicherheit sagen kannst, dass das alles ganz arg gesund ist, was in der Spritze drin ist und du daher dem anderen zugestehen musst, dass er sich dagegen entscheidet.
 
@Schackeline Unter anderem gehören der Branche Hersteller von Medizintechnik an. Ganz ganz böse Rüstungsgüter sind das, oder? Wenn nicht, war das nur eine unnötige und alberne Verallgemeinerung von dir.

Und gibt es etwas konkretes, dass du an den Inhaltsstoffen auszusetzen hast?
Abgesehen davon: Gibt es eine 100%ige Sicherheit, dass der Friseur beim Haareschneiden nicht meine Halsschlagader erwischt? ich glaube nicht, weil 100%ige Sicherheit nicht existiert, insbesondere nicht im medizinischen Bereich.

Flomek schrieb:
Warum muss ich darauf Rücksicht nehmen, dass ein krankes Kind mein Kind anstecken kann? Wieso steht das Wohl dieses Kindes über meinem?
Weil die Gesundheit ein hohes Gut ist. Wieso sollte man das eigene Kind nicht auf einfache Art vor ein paar Infektionskrankheiten schützen?
 
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Also muss ich nach deiner Logik akzeptieren, das mein Kind an Masern erkranken kann, weil du nicht willst, das dein Kind geimpft wird.

Es ist ja ne einfache Rechnung, 1 Mensch der sich nicht impfen lassen kann hat Kontakt mit 9 geimpften Menschen = unglaubliche geringe Gefahr einer Erkrankung. Nicht gleich Null, aber gering.

1 Mensch der sich nicht impfen lassen kann hat Kontakt mit 4 Menschen die sich nicht impfen lassen wollen und 5 Menschen die geimpft sind = Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung wesentlich höher. Nicht gleich 100% aber trotzdem wesentlich größer als in oberem Beispiel.
 
Schackeline schrieb:
Es muss möglich sein sich nicht impfen lassen zu MÜSSEN, OHNE gleich mit drakonischen Sanktionen wie Job- oder Kitaplatzverlust belegt zu werden.
Es ist also - die gleiche Frage wie zur anderen Person - für dich okay, wenn sich Eltern wegen ihrem eigenen Wohl dazu entschließen, dass sie ihre Kinder oder sich selbst nicht impfen lassen, die Kinder unter Umständen krank in eine Kita oder Behörde mit bringen und man so andere Menschen der Gefahr von schweren bis schwersten Folgen sowie möglicherweise Tod auszusetzen?

Wer übernimmt für diesen Fall dann die Verantwortung? Der Staat? Die Gesellschaft? Die Eltern, die beschlossen haben ein Kind nicht zu impfen? Das Kind selbst, obwohl es für all das nichts kann? Oder man vergisst das ganze dann und lässt es als tragischen Unfall in die Statistik eingehen? Ich lese hier als auch auf anderen Seiten und höre bei solchen Diskussionen - jetzt nicht speziell Impfpflicht - immer wieder davon, dass es in unsere Gesellschaft gerecht zugehen soll und dass eben Täter für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden sollen.

Wie willst du hier Gerechtigkeit walten lassen? Denn im Endeffekt nehmen solche Eltern in Kauf, dass andere Menschen wegen ihrer eigenen Selbstsucht Schaden davon tragen. Kann man dann in Zukunft Eltern auf Schadensersatz sowie Schmerzensgeld verklagen? Oder wäre das ungerecht?

Wir sprechen hier nicht mehr von Fahrlässigkeit, sondern von einer bewusst getroffenen Entscheidung bei der auch alle Gefahren bekannt sind! Das Thema nun erneut: Selbstsucht!

Im übrigen habe ich mich hier relativ klar positioniert: Keine Impflicht, aber die Eltern sowie deren Kinder müssen eben mit gewissen Einschränkungen leben, damit andere Menschen eben geschützt werden können. Wir zitieren erneut Immanuel Kant: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt." Dieses Zitat ist heute in Deutschland und in der EU sowie vielen anderen Ländern der grundlegende Konsens des Zusammenlebens: Ich darf mich solange frei entfalten, bis ich andere in ihrer Entfaltung störe oder eben auch gefährde. Punkt!

Der-Orden-Xar schrieb:
Ach komm, zumindest soweit ich mich noch an die Windpocken erinnere, konnte ich mich sehr gut auf den Beinen halten und sogar im garten mit einem Nachbarskind spielen.
War auch eher allgemein gesprochen, ich hatte mal eine Mutter in der Institution, die hatte einen 4 Jährigen mit massiver Grippe dabei - das hat mich schon gestört, aber okay. Als der Kleine noch darauf bestand, dass er die Bücher zurückgeben darf, passierte natürlich genau das, was nicht hätte passieren dürfen: HATSCHIII, HUST HUST HUST, ROTZ. Die Bücher waren mit Schmodder überzogen. Statt das die Mutter die dann wieder an sich nimmt, sauber macht, legt sie die halt hin. Auf den Hinweis, dass man die Bücher sauber machen kann mit nem Tuch: Ja das ist doch ihre Aufgabe hier. Zum Glück hatte ich für solche Fälle entsprechende Desinfektionsmittel da, die Bücher sind auch alle brav desinfiziert worden, also der Umschlag, dennoch reichte es, dass eine Kollegin am Abend schon über Symptome klagte.

Der-Orden-Xar schrieb:
Ich würde eher sagen, die einzig rationale Entscheidung wäre: Keine Impfpflicht, da eh alle, die geimpft werden dürfen geimpft sind. Aber so rational sind die Menschen (hier) nicht.
Wenn alle Menschen, die sich impfen lassen könnten, es wirklich tun würden, dann würden wir diese Diskussion ja in der Form nicht führen.

Es kommt halt jetzt drauf an, wovon wir aus gehen, handeln alle rational, ist diese Pflicht unnötig. Da aber eben alle nicht rational handeln, müsste man sie dazu verpflichten rational zu handeln, was ja die Pflicht wieder begründet.

Am Ende sag ich mir aber: Sollen die Menschen selbst entscheiden, sie müssen aber eben mit den Konsequenzen leben.
 
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Teralios schrieb:
Keine Impflicht, aber die Eltern sowie deren Kinder müssen eben mit gewissen Einschränkungen leben, damit andere Menschen eben geschützt werden können.

Das ist nicht ganz so einfach da wir ja noch so etwas wie Schulpflicht haben. Setzt man als Bedingung (Einschränkung) des Schulbesuchs nun eine Impfung resultiert daraus wieder eine Impfpflicht. Es sei denn Privatschulen o.Ä. sind von der Regelung ausgenommen (Da weiß ich jetzt nicht genau Bescheid). So können aus Einschränkungen schnell Pflichten werden, auch wenn man das Kind anders nennt.
 
Der-Orden-Xar schrieb:
Sowas ist in Deutschland aber durchaus möglich. Nicht bei der Impfpflicht, aber in dem Szenario, dass ein Großes Verkehrsflugzeug entführt und auf Kurs Vollbesetztes Stadion gebracht wird.
Sofern die gesamte Bundesregierung dem Abschuss zustimmt, darf die Bundeswehr das Flugzeug abschießen und damit wenige zur Sicherheit vieler töten.
(Bundesverfassungsgerichtsurteile 2012 und 2013)
Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Zur Klarstellung: Von Terroristen gekaperte Flugzeuge mit Zivilisten an Bord dürfen aber weiterhin nicht abgeschossen werden. Im o.g. Fall dürfen nur Flugzeuge abgeschossen werden, in denen sich ausschließlich Terroristen befinden.
 
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