News Breitbandausbau: Engpässe beim Tiefbau verhindern Glasfaser-Ziele

Andy

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#1
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#2
Wundert mich nicht, dass die Ziele für 2025 verfehlt werden könnten. Wie war das noch mit flächendeckenden 50 MBit/s zum Ende 2018? :evillol:
 

Axxid

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#3
Mit einem ‚Weiter so‘ besteht die Gefahr, dass maximal die Hälfte aller deutschen Haushalte bis 2025 mit direkten Glasfaseranschlüssen versorgt werden können
Mit einem "Weiter so" wird deutschlandweit in allen Bereichen nichts erreicht. Sehen die Waehler ja Gott sei dank langsam auch so.
In der Praxis würden Kommunen diese häufig noch ablehnen oder die Genehmigungsverfahren nehmen sehr viel Zeit in Anspruch.
Das in Deutschland jedes Dorf gegen alles und jeden klagen kann sehe ich als eine der groessten Bremsen. Jeder will Oekostrom, aber jedes Dorf klagt einzeln dagegen, Massnahmen zu bauen. Es sei denn, auf irgendwelchen Huegeln, die damit man es nicht mehr sehen kann.
Irgendwo liegt eine Ost/West-Autobahn, die 1940 schon angefangen wurde. Seit der Wiedervereinigung wird da gegen jeden neuen Meter geklagt. Jeder Meter Strasse und jeder Strom- Funkmast ist ein Kampf.
eine vereinfachte Bürokratie, durch die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Hilfreich wäre es bereits, wenn Kommunen einen festen Ansprechpartner benennen.
Das ist die zweite grosse Bremse gegen jede Innovation im Land.
 
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#4
Sein wir doch mal ehrlich bei der aktuellen Regierung kommt die ganze 5G Geschichte nur in Gang weil die Autolobby die Technik für das Autonome fahren braucht. Sonst wäre das alles noch in weiter Ferne seitens Telekom und Co
 

sini

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#5
Meine Fresse, das ist doch wahrlich kein Hexenwerk. Die Netzbetreiber sollten gemeinsam eine zentrale Firma gründen die alle Netze verwaltet. Dann gibt es eine zentrale Anlaufstelle welche Ausbau, Betrieb und Instandhaltung handhabt. Dann wird auch nicht 3x das der gleiche Graben aufgebuddelt. Am besten gleich noch eine Tiefbau-Sparte aufbauen. Das Ergebnis wäre ein einheitliches Netz, egal ob Kupfer, Glasfaser oder Coax. Der Ausbau könnte gezielt vorangetrieben werden.

Im Gegenzug Zahlen die Anbieter für die Nutzung des Netztes entsprechende Beiträge.

Hier da den Masterplan gibt es gratis, jetzt macht endlich hinne.
 
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#6
Das in Deutschland jedes Dorf gegen alles und jeden klagen kann sehe ich als eine der groessten Bremsen. Jeder will Oekostrom, aber jedes Dorf klagt einzeln dagegen, Massnahmen zu bauen.
Und da muss ich auch mal Ausnahmsweise die Mobilfunkanbieter in Schutz nehmen. Ich weiss noch wie viele Klagen es gab und wahrscheinlich immer noch gibt. Jeder will Mobilfunk, aber keiner wollte einen Masten in seiner Nähe haben. Ist sicher auch einer der Hauptgründe für unsere Funklöcher.

In China schaffen die es Infrastruktur zu bauen wie nichts, davon profitiert halt ein Großteil der Bevölkerung. Halt Pech wenn es dich erwischt und du auf einmal wegen einer Straße ausweichen musst. Dafür haben 100 Millionen andere etwas davon.
 

Burner87

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#7
Der Zug ist schon lange abgefahren, den Glaserausbau hätte man vor 10 Jahren in die Hand nehmen müssen. Die Politik ist in dieser Hinsicht einfach unfähig. Die gesetzten Ziele - und selbst die waren ja schon nicht sonderlich ambitioniert - werden nie rreicht.
 
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#8
Wenn ich sowas lese könnte ich kotzen.
Bei uns im Ort wird gerade Glasfaser von der Deutschen Glasfaser ausgebaut.
Natürlich bauen die nur da wo es sich lohnt (dichte Besiedelung) der ganze Außenbereich bleibt natürlich außen vor.
Als die Deutsche Glasfaser vor 2 Jahren mit den Umfragen für den Ausbau gestartet hatte, hat die Telekom ganz schnell für VDSL gebuddelt und auch den inneren Bereich natürlich dann auch mit 100Mbit versorgt.
Und dieser Bereich bekommt jetzt auch Glasfaser sodass der Außenbereich noch immer nur mit ISDN oder max 6Mbit versorgt wird.
Ich habe vor etwa einem Jahr dann auch bei der Verwaltung angefragt, warum keine Fördergelder für den Ausbau
im Aussenbereich beantragt wurden sind. Da wurde mir eine Karte gezeigt welche Bereiche im Jahr 2018 dort mit VDSL, welcher mit diesen Fördergeldern realisiert werden soll, versorgt werden sollen.

Naja wie es halt so ist. Bis jetzt ist leider nichts passiert!!!!!

Die Regierung hätte die Post (Telekom) nie privatisieren dürfen, da eine schnelle Internetverbindung in meinen Augen wie Strom und Wasser in der heutigen Zeit zur Grundversorgung gehört.
Dann wäre ein flächendeckender Ausbau vielleicht auch realisierbar gewesen.
 
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#10
Immer gibt es neue Ausreden. Kein Wunder das wir digital immer weiter abgehängt werden. Wenn man alleine mal sieht, was ein Unternehmen / Startup für eine 1 Gigabit Leitung in Berlin berappen (Bis zu 3.000,00€ pro Monat) darf, ist es nicht verwunderlich, wenn über die nächsten Jahre auch der "Startup" Boom in ein anderes Land oder einer Stadt außerhalb von Berlin oder Deutschland verlegt werden wird. "Noch" ist Berlin die Europäische Hauptstadt der Startups - Theoretisch die perfekte Möglichkeit, darauf aufbauend die Wirtschaft und auch das "Netzwerk" zu fördern - Wie immer passiert hier wiederrum nichts.
 

Mustis

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#11
Halt Pech wenn es dich erwischt und du auf einmal wegen einer Straße ausweichen musst. Dafür haben 100 Millionen andere etwas davon.
Krasse Rechtsauffassung! Gilt vermutlich auch nur solange der Betroffene nicht man selbst oder die Familie ist. Gott sei Dank ist das in DE möglich, auch wenn es bremst. Alles andere wäre nämlich Entrechtung und eine Diktatur der Masse. Gott sei Dank muss in Deutschland auch ein Einzelner nicht auf seine Rechte verzichten zu Gunsten von Vielen.

Tja, warum sollte es beim Tiefbau anders sein als nahezu überall sonst auch derzeit in der Wirtschaft. Alle jammern, dass die Auftragsbücher voll sind, sie nicht genügend Leute haben und die Lieferzeiten explodieren. Gleichzeitig jammert man, dass die Wirtschaft schwächer wächst. Gleichzeitig stellt aber auch keiner ein und erhöht seine Kapazitäten oder bezahlt anständig, dass die Leute auch unbeliebtere Jobs machen. Na Teufel noch eines....
 
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#12
Für alle wird das sowieso nie etwas werden.
War gestern noch bei einem Bekannten, der wollte mal wieder nen Neustart mit seiner EDV hinlegen.
DSL Geschwindigkeit: 1 Mbit/s
Ausbauplanung Fehlanzeige, LTE mitten im Ort nicht verfügbar.
Aber die Telekom hatte ihn für VoIP Umstellung angeschrieben.
 
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#13
Die Story erzählen sie doch seit vielen Jahren. Wenn ordentlich ausgebaut würde und Aufträge da wären, dann würde auch das eine oder andere Bauunternehmen darauf setzen und den Ausbau vornehmen. Schwaches Argument.

Allen nicht-ausgebauten: Tut euch zusammen, macht ein WLAN Mech oder gründet ne Bürgerinitiative, dann klappt das auch.
 
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#14
Nicht umsonst macht der ex Executive Chairman von Google Witze über die Geschwindigkeit unseres Internets. Das wird auch noch Jahre lang so bleiben, während hier erstmal diskutiert wird, wie viele Leute wirklich schnelles Internet bekommen sollten.
 

Palmdale

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#15
Hm, etwas bestätigen kann ich diese Tiefbau Problematik schon. Von Zuschlag bis tatsächlicher Bauausführung hats ewig gedauert und bei der dann erfolgten ftth Buddelei auf dem eigenen Grundstück war hörbar, dass es Bauarbeiter aus Polen waren (gibt es also Engpässe in deutschen Firmen im Bereich Privathaus ftth?). In Zeiten ohne Anwesenheit des Vorarbeiters war da keine Kommunikation möglich. Die Arbeit selbst wurde top erledigt.

Verschärft wurde dieser Engpass durch das Förderprogramm ("schnelles Internet in Bayern") des Freistaats Bayern, der Glasfaser für kleine, noch nicht angebundene Gemeinden massiv subventioniert. Aufgrund dessen wird das Kuhkaff meiner Eltern nun mit bis zu 1000 MBit beliefert. Und ja, trotz aller Warterei bin ich dankbar, dass es gemacht wurde :)
 

Fliz

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#16
Was will man auch erwarten, wenn nur unfähige Politiker an der Macht sind, die nicht mal selbst einen Computer bedienen können. Es kam und kommt ja auch so unerwartet, das die Leute jetzt mal so langsam Internet wollen und nicht bloß 1 MBit, sondern mehr..
Hier hilft nur ein radikaler Neustart mit Leuten vom Fach, Netze verstaatlichen und ner Menge Geld. Nicht irgendwelchen Bankern den Arsch retten, jetzt ist mal die eigene Bevölkerung dran.
 
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#17
Jaja, der liebe Tiefbau. Ein bekanntes Problem...wenn nötig einfach nicht so schnell zu bekommen.

Was ich für einen Witz halte ist die Aussage, das man sich die vor Ort Termine schenken kann/soll. Die sind da teils das wichtigste überhaupt. Gerade durch reine Fotoplanung kommt soviel Mist zusammen.

Das schlimmste ist wie immer der Brechreiz der fehlenden Fachkräfte. Fällt sonst nichts mehr ein, das ist das das Standard Argument. Kenne so viele die sofort Buddeln (aber auch anders fachliche Tätigkeiten) machen würden. Aber dann sind die Leute den Firmen entweder zu alt, zu jung und wollen dann auch noch bezahlt werden. Und teils müsste man die auch noch Schulen...
 

Backes

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#18
Bald kommen se noch mit der Ausrede, wenn ich mir die letzte News von gestern angucke, dass die langsame Geschwindigkeit Prävention vor Hackerangriffen ist. Wundern würde mich bei der Politik nichts mehr.

Und zum Thema Enteignung und jeder Furz darf klagen... MMn müsste hier auch das Thema gelockert werden. Wenn ich im Moment sehe was bei uns in der Ecke wegen ner Stromtrasse los ist (Bereich Attendorn) würde ich den Leuten am liebsten nen Brett vor en Kopf hauen. Alle wollen se Strom, aber keine ne Trasse. Irgendwo muss jeder seine Komfortzone etwas auflockern und damit leben.

In diesem Sinne... Leben und Leben lassen...
 
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#19
"Mangel an Fachkräften". Jetzt bekommen wir die Quittung dafür, dass niemand mehr auf dem Bau arbeiten will und alle unbedingt studieren müssen.;)

Ist leider wirklich so. Heute macht jeder Hans und Franz Abi und studiert danach. Am besten BWL, weil einem sonst nichts einfällt und alles andere zu anspruchsvoll ist. Und dann wundern sie sich, dass sie in der Sparkasse sitzen und nur minimal mehr verdienen, als jemand der da ne Bänkerausbildung gemacht hat.

Gerade das Handwerk stirbt in Deutschland leider zunehmend weg. Viele Betriebe (auch erfolgreiche) finden keine Nachfolger. Im Tiefbau herrscht aktuell wirklich ein großer Mangel. Zum einen fehlt es an Leuten, zum anderen scheitert es oft auch einfach an einer vernünftigen Ressourcenplanung.
 
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#20
... Dabei hätten sich „keine generellen Rückschlüsse auf mögliche Engpässe“ ergeben...
Ebenso wenig gebe es „Erkenntnisse über Marktpreissteigungen im Tiefbaubereich“.
Haha. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass beide Aussagen falsch sind.
Es gibt definitiv Engpässe.
Nicht umsonst werden Aufträge mittlerweile auch an ausländische Firmen vergeben.
Wenn es auf dem deutschen Markt keinen Mangel geben würde, wäre das nicht nötig.

Und teurer wird der Tiefbau auch.
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis und die Nachfrage übersteigt aktuell ganz einfach das Angebot.

Aber die Politik macht politische Aussagen. Kann ja nicht sein, dass man zugibt, dass es in der deutschen Wirtschaft irgendwo nicht so rund läuft.

Die Story erzählen sie doch seit vielen Jahren. Wenn ordentlich ausgebaut würde und Aufträge da wären, dann würde auch das eine oder andere Bauunternehmen darauf setzen und den Ausbau vornehmen. Schwaches Argument.
Das Tiefbaugewerbe ist ein hartes Pflaster.
Sub-Sub-Unternehmer-Strukturen, harter Wettbewerb, viel hin- und herfahren, körperlich anstrengend, unbeliebt bei Anwohnern, Vandalismus an Maschinen usw.
Will sich nicht jeder antun.

Außerdem kannst du dir ja gerne mal angucken, wie viele Kilometer Glasfaser vor 5 Jahren verlegt wurden und wie viele heute.
Die Mengen sind massiv gestiegen (allein die Telekom hat die Menge verdoppelt, 2017 über 40.000 km)!
So schnell kommt der Markt nicht hinterher.
 
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