xdjbx schrieb:
Wenn es doch für 6 Wallboxen (je 22kw?) reicht, dann sind das 132kw.
Leider nein, nur 11 kW und nur nach Aufrüstung des Anschlusses. Aktuell liegt in der Garage eine Leitung, um die Beleuchtung sowie zwei simple Steckdosen zu betreiben. Wie hoch die aktuelle Anschlussleistung ist, weiß ich nicht mehr, aber man konnte uns eben max 6 Boxen für 40 Fahrzeuge anbieten, nachdem der Anschluss entsprechend ausgebaut wurde. Mehr geht nicht.
xdjbx schrieb:
Damit bekommst Du eigentlich jedes Elektroauto soweit fahrbereit, um zu einem Schnelllader zu kommen, ansonsten bekommt jeder Parkplatz halt eine normale Steckdose, die auf Dauerlast ausgelegt ist, dann brauchst Du kein Lademanagement.
Lies dir bitte mal objektiv durch ob du das als brauchbaren Zustand bezeichnen würdest. Minimalladung damit man es zum nächsten Schnelllader schafft? Das ist absurd
KitKat::new() schrieb:
Ok, ich schaue also nur auf mich selbst, weil ich vorschlage sich anzupassen statt zu fordern, dass es neben der BEV-Infrastruktur auch noch eine für H2 gibt.
Nochmal: Ich habe nirgendwo etwas
gefordert, sondern einen
Wunsch geäußert.
Auf eine einzelne Technologie zu setzen, ist grundsätzlich potentiell problematisch, egal von welcher Branche wir sprechen. Ein Technologiemix ermöglicht es, grundverschiedene Szenarien zu bedienen und vor allem minimiert man das Risiko, in eine technologische Sackgasse zu rennen. Das wären im Falle von reinen Batteriefahrzeugen beispielsweise die nötigen Rohstoffe wie Lithium und Kobalt, die in unfassbaren Mengen benötigt, aber auf teils dramatisch umwelt- und menschenschädliche Art gefördert werden - und das schon jetzt wo wir nur einen Bruchteil der angepeilten Stückzahlen auf den Straßen sehen. Natürlich nutzen auch Fahrzeuge mit Brennstoffzelle Akkus, aber in deutlich kleineren Dimensionen mit entsprechend niedrigerem Materialbedarf. Dafür werden selbstredend andere Rohstoffe benötigt (zB Platin), was aber den Bedarf an Rohstoffen grundsätzlich
verteilt und nicht
konzentriert. Wenn beispielsweise durch Rohstoffmangel an Kobalt die Preise durch die Decke schießen, kann sich am Ende
niemand mehr ein Auto leisten, weil es zu teuer wird und keine Alternativen gibt. Eine Antriebstechnologie, die von diesem Rohstoffmangel nicht so sehr betroffen ist, kann ausgleichend wirken.
Ein Beispiel für einen Technologiemix sind Internetanschlüsse. Da jede Stadt und jedes Haus unterschiedliche Anbindungen hat, können jene, für die (V)DSL nicht in Frage kommt, auf Kabelinternet oder ggfs LTE ausweichen. Monotechnologie würde bedeuten: DSL all the way und wer dann nur 1 Mbit/s bekommen kann, hat eben Pech gehabt?
KitKat::new() schrieb:
Ich verrat dir mal drei Geheimnisse:
Für mich funktioniert eine H2-only Infrastruktur.
Für mich funktioniert eine BEV-only Infrastruktur.
Für mich funktioniert eine Doppelinfrastruktur.
Für dich, ja. Schön für dich. Stell dir aber vor, dass das nicht für alle gilt. Stand heute kann ich mit einem BEV nichts anfangen, auch wenn ich es wollte. Der Verwaltungsaufwand mit dem hin und her zum Laden, die eingeschränkte Reichweite, die die Ladeproblematik nochmal verstärkt, macht das E-Auto mit Batterie sehr unbequem,
wenn die Rahmenbedingungen nicht passen. Für Wasserstoff gilt das aufgrund der quasi nicht existenten Tankinfrastruktur natürlich noch mehr - die nächste H2-Tankstelle wäre 30 Minuten Fahrt nach Hamburg rein und wieder 30 Minuten zurück.
Es wird mit der Zeit immer deutlicher werden, dass viele Leute vom vorgegebenen und in absehbarer Zeit auch erzwungenen Kurs abgehängt werden. Vielfahrer - aus welchen Gründen auch immer, beruflich, Hobby, what ever - die Fahrzeuge mit 1000 km benötigen, haben elektrisch zumindest noch keine Chance, vielleicht mal von nem E-Auto für 100.000€ abgesehen... Jene ohne Lademöglichkeit gucken wie gesagt ebenfalls in die Röhre. Beide Gruppen werden aber zwangsläufig mit den Nachteilen konfrontiert werden und das wird nicht schön :-/