Computer - Wie weit wird die Entwicklung noch gehen?

insane42

Lieutenant
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Achtung Philosophie! ;)

Ich habe mir vor kurzem mal nach langer Zeit wieder ein Spiel gekauft. (Es war HL2). Und ich war ziemlich erschlagen, wie realistisch solche Spiele mittlerweile geworden sind. Die Figuren, die Wassereffekte etc. Und die Entwicklung geht ständig weiter. SLI, Mehrfachprozessoren (die nächste Playstation soll 8 Prozessorkernen haben!)

Und da kam mir der Gedanke: Wie wird das ganze weitergehen, wie weit wird die Entwicklung noch gehen? Wie wirds in 10 Jahren sein? Hättet ihr euch vor Zehn Jahren mal träumen lassen, dass es heute so ist, wie es ist? Bin auf eure Meinungen gespannt
 

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tolle frage; aber ich denke ist gibt keine antwort.
Vlt werden GPUs 1Ghz haben, die irgendeine neue Kühltechnik besitzen ?
Wer weiß das schon...
 
Habe mir auch schon einige Gedanken zum Thema gemacht. Aber ich habe dann gemerkt, dass ich mich immer an Technologien der Gegenwart bzw. der Vergangenheit orientiert habe.
Ähnliches bemerkt man beim lesen von alten Science-Fiction-Büchern. Da werden klobige Apparaturen, Flaschenpost, Mikroröhren, gigantische Computerkomplexe, Lochkarten, usw. in zukünftigen Geschichten beschrieben, so wie wir sie heute nur noch aus der Vergangenheit kennen.
Ich denke mir, dass wenn es also um zukünftige Entwicklungen geht, können wir uns diese heute teilweise noch gar nicht vorstellen, weil sie erst jemand erfinden bzw. per Zufall darauf stossen muss (Was kommt nach der Quantencomputern, Superstings?).

Auf jeden Fall, wird die Miniaturisierung weitergehen und dass solange, wie wir es uns heutzutage gar noch nicht vorstellen können. Auch andere Dimensionen der Quantentechnologie, geistige Fähigkeiten und Loslösung vom Körperlichen oder biologische bzw. gentechnische "Fortschritte" (Mutanten, Mutationen, Metamorphose, usw.) könnten Wege sein um die "Entwicklung" voranzutreiben.

Die Entwicklung wird meiner Meinung nach niemals stoppen, vielleicht wird sie sich aber auch nur für alle Zeiten wiederholen.
Schlussendlich werden wir aber erst zur Ruhe kommen, ob freiwillig oder unfreiwillig, wenn wir uns selbst mit unseren Produkten, unseren Möglichkeiten überflügelt haben bzw. wenn es "Dinge" gibt, die uns in allen Bereichen überlegen sind, wenn wir selbst zu Göttern geworden sind. Dann geht die ganze Geschichte von neuem Los und unwissende, neue Wesen werden sich fragen, ob ihre Erde wirklich flach ist.

So, ich habe das jetzt mal ein wenig überdehnt, aber ich denke man sollte diese Dinge in einem grösseren Zusammenhang sehen, als bloss aus dem Blickwinkel der Unterhaltungsindustrie.
 
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Wie weit die Entwicklung gehen wird? Das wird die Zeit zeigen. :)

Wer weiß schon was heute in irgendwelchen Labors in der entwicklung ist oder sogar schon funktionsfähig ist.

Wenn man bedenkt das Intel 1974/75 schon den erste 32Bit Prozessor hatte, ihn aber niemand wollte.
Erst 10 Jahre später, 1985, war die Kundschaft dafür bereit, mit dem Intel386er der natürlich nicht mehr der 32Bit CPU von 74/75 entspricht.
Die entwicklung ging ja weiter.

Wer weiß wie weit wir dann heute schon wären wenn diese Prozessoren mit 32Bit schon 74/75 auf den Markt gekommen wären, 128Bit vielleicht?

Von 1985 bis 2001 hat es dann gedauert bis die erste 64Bit CPU kam, der Intel Itanium.
Allerdings eine reine 64Bit CPU ohne 32Bit kompatibilität, nur für den Professionellen einsatz gedacht.

Tja und dann 2004, die erste 64Bit CPU auch für den Heimanwender, dieses mal von AMD.

Aber wer weiß, vielleicht passiert in den nächsten 10 Jahren aber auch gar nichts wirklich bahnbrechendes.
Weil sich irgendwelche schwierigkeiten ergeben, hürden sich in den weg stellen die erst mal überwunden werden müssen.
Bis einer komt und die zündende idee hat.
 
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insane42 schrieb:
Achtung Philosophie! ;) ...
Nö ... reine Technologie :D

Stand der Technik ist, dass nun schon an Strukturen von 65nm und kleiner seriennah gebastelt wird.

Bei 32nm wird vermutlich EUV eingesetzt. Das bedeutet, dass sehr energiereiches Licht nahe dem Röntgenlicht eingestzt wird. Was die Energiedichte angeht scheint man EUV fast im Griff zu haben. die Ausssicht, dass es also weiter schrumpfen wird ist gegeben.

Dieses High-Tech wird für CPUs vom Schlage der Pentium 4, Pentium M, Athlon 64 verwendet, aber auch für die Handychips der aktuellsten Generation. Neben dem Handy mit 1000 Funktionen zu Phantasiepreisen wird es auch Wegwerfhandys zum Spotpreis geben. TI (Omap-Serie) und Infineon sind dabei solche Low-End Handys bald auf den Markt zu bringen.

Wohin das weiter führt? Ich nehme an, dass in 10 Jahren noch mehr Elektronik im Haus, Auto und am Körper getragen wird. Wohin das weiter führt, dass wir freiwillig Borgimplantate kaufen? -> Siehe dort [Unimatrix001.de] :D

MFG Bobo(2005)
 
Die Entwicklung wird sich netto etwas verlangsamen. Gründe sind schnell ausgemacht:

- Probleme bei der Lithographie-Weiterentwicklung(Strahlungsquellen, Ende des klassischen CMOS)
- erhöhte Fehleranfälligkeit der immer komplexeren Designs in Hard- und Software
- verringerte Marktnotwendigkeit: bereits preiswerte Computersysteme eignen sich für fast alle aktuelle Aufgaben

Im Bereich CPU kann man mal AMD anführen:
- 65nm, CMOS modificato, neue Sockel mit DDR2 und FB
- neues Design > K9, mutmaßlich AMD64-2, etwas verlängerte Pipe(höherer Takt), neue Stromspartechniken und schnellerer HTT, Quadcore
- 45nm Multigate > CMOS R.I.P.; geht wohl noch mit dem 193er, danach EUV

Das dürfte mindestens die nächsten 5 Jahre abdecken. Da müssen sich dann erstmal die Softwareentwickler strecken, um das Potential auch halbwegs auszuschöpfen.

---

Daneben wird es etwas spannender: schnelle Speicher auf Magnetbasis > nicht flüchtig > booten fällt weg. Im Bereich langsamerer Festspeicher wird es sich wohl weiter Richtung Photonik bewegen. Ebenso die Datenübertragung. Hinzu kommen Organiktechniken: LEDs(neue Displays), nervensensitive Steuerungen(>Medizin).
 
wirklich eine spannende frage: wie sieht die zukunft aus?

ich denke mal dafür dürfte sich jeder interessieren. wenn man an zukunftsvision denkt wie es sie ja schon immer in filmen gab und die später sogar überflügelt wurden (normal, is klar) dann kann man sich garkeine gedanken machen bzw. man kann sich garnicht erträumen was in der zukunft auf uns wartet bzw. wie lange es noch dauern wird.

wie Gonzo71 schon gesacht hat, man weiß nie was für hürden auf uns zu kommen. denkt mal darüber nach das es bereits seit jahrzehnten den traum von fliegenden autos gibt (im jahr 2000 werden autos fliegen, etc) und es ist bis jetzt nichtmal annähernd soweit... aber wir können computerprogramme schreiben in denen ganze leben von menschen simuliert werden können die dann als spiele verkauft werden.


man kann sich eigentlich nur überraschen lassen.




man sieht in filmen doch auch immer die intelligenten häuser. sie reagieren auf ihren besitzer in dem sie seine music anmachen wenn er nach hause kommt und die temperatur selber regeln. sowas ist heutzutage ja sogar schon möglich. denkt nur an die bude von bill gates. komplett verdrahtet das ganze anwesen... jedes zimmer einzelnd steuerbar... automatische temperatur regelung für jede einzelne person (vorrausgesetzt sie ist alleine im raum natürlich), music und licht auf jede person per mikrochip und sensoren genau abgestimmt.
 
Ich vermute in 10 Jahren wird die technik so weit sein das so ziemlich alles vernetzt werden kann, schnurlos natürlich. Vermutlich wird es neuartige 3D Projektionstechniken geben und Rechner werden max. noch Barebonegröße haben und sich perfekt in die einrichtung integrieren lassen. jedem steht ein breitbandanschluss zur verfügung, evtl. sogar mit fester adresse. Dank der neuen techniken die sich jeder freiwillig anschaffen wird ist jeder mensch fast zu 100% überwachbar, man kann dank RFID feststellen wann er das haus verlässt, mit welchen verkehrsmitteln er reist, auf welchen strecken er fährt was er kauft, was er sich in seinem vernetzten ofen zubereitet und wie voll sein kühlschrank ist.
Interaktivität wird sich durchsetzen, es wird kein reines fersehen mehr geben, der trend wird zu video on demand gehen. Alles wird online verfügbar sein, bezahlt werden kann womöglich mit fingerabdruck oder irisscan, da alle diese daten ja zentral erfasst sind.
Autos werden nur noch starten wenn man sich autentifiziert, evtl. auch mit seinem ausweis.
Für jeden passagier kann eine eigene sitzeinstellung und ein custom amaturenbrett gespeichert werden, die autos sind auch allesamt online. Ein paar jährchen in der Zunkunft werden uns unsere fortbewegungsmittelöglich eigenständig ins ziel bringen, ki machts möglich. Gibt ja heute schon genug tests wo es klapp. überhaupt wird vieles von der ki geregelt werden.
Ich gehe auch davon aus das in 5-10 Jahren spiele auf dem Markt sind die man nicht mehr von der Realität unterscheiden kann. Physik, KI, Grafik, alles wird perfekt sein.
 
Die Frage ist doch wo für man so eine Technologie gebraucht. Wozu brauch ich ein noch schnelleres System wenn ich keinen Unterschied zwischen Spiel und Realität mehr sehe ? :D
Und hier fängt das Ganze auch an zu einer Moralfrage zu werden: Wie weit werden die Spieleentwickler gehen ? Werden noch Realistischere Todesanimationen das Ziel der Technologien sein ?
 
Die Entwicklung wird so lange voranschreiten bis der Mensch an neueren Entwicklungen keinen Unterschied zu den Alten erkennt. Das wird aber noch eine Weile dauern...
 
daemon777 schrieb:
Die Frage ist doch wo für man so eine Technologie gebraucht. Wozu brauch ich ein noch schnelleres System wenn ich keinen Unterschied zwischen Spiel und Realität mehr sehe ? :D
Und hier fängt das Ganze auch an zu einer Moralfrage zu werden: Wie weit werden die Spieleentwickler gehen ? Werden noch Realistischere Todesanimationen das Ziel der Technologien sein ?
Ist das wirklich eine Frage wofür eine Technologie gebraucht wird?

Bislang gelang es immer Bedürfnisse zu wecken, wenn scheinbar vorher die Technologie ausreichte.

Aktuelles Beispiel ist Virtualisierung mit den Marketingschlagworten Vanderpool (Intel) und Pazifika (AMD). Technologie, die prima für IBM, SUN, HP für dicke Eisen gebrauchen können.

Virtualisierung, Partitionierung von Rechenkraft war für die Enterprise Klasse (ja so nennt sich dieses Marktsegment tatsächlich) schön länger möglich, mit x86 CPUs wird dies leichter und billiger möglich.

In einem Jahr wird dies als notwendiges Feature für die Heimserver gepriesen, da dort dies die Schnittselle aller möglichen anderen Kleinrechner ist. Zudem wird Virtualisierung gerne die zusätzlichen Rechnerresourcen bei Dual-Core (-> Multicore?) nutzen.

Die Werbeaktionen der nächsten Zeit, und nächsten Benchpakete werden auf Dual-Core zugeschnitten und schwupps wird Dual-Core als "lebensnotwendiges" Feature hingestellt. So schnell schafft man Bedürfnisse bei Verbrauchern, die die ganzen Jahre zuvor ohne Dual-Core leben konnten.

Und "Realistischere Todesanimationen als das Ziel der Technologien" anzunehmen halte ich da für abwegig. Da wird wohl kaum eine CPU-Entwicklerschmiede als Designziel "Realistischere Todesanimationen" bekommen. Damit bekommt man garantiert kein gelungenes Transistordesign hin.

Beschleunigung von Softwarealgorithmen hingegen wird weiterhin lange ein Thema der Entwickler sein. ARM sucht da nach Lösungen für DSPs, Java-Beschleunigung, Kompression und weiterer Integration (LAN, Grafik, Kryptologie on Chip). Aber nicht nur ARM, sondern so ziemlich alle Entwicklerstuben überlegen da in diese Richtung ...

zu einem Worpantrieb, einen Teleportationstransporter, oder einem Replikator wird es aber noch ein sehr weiter Weg werden. Die werden auch in 10 Jahren noch mehr "Fiction", als Wissenschaft sein.

MFG Bobo(2005)
 
Es wird so lange weiter gehen bis entweder

- Mensch und Maschine zusammen Gott sind - oder sich so sehr dafür halten, dass es keinen wirklichen Unterschied mehr macht (vielleicht auch die Maschine eines Tages vor uns und alleine*g*), oder

- unser Sein und unsere Zeit vorher genauso zu Grunde gehen, wie das Römische Imperium und alle anderen Kulturen bislang auch.
 
@ (c)

Die EUV-Quellen werden für den Großeinsatz noch etwas auf sich warten lassen. Es scheint aber, dass die Laserproduzierten EUV-Quellen das Rennen machen werden...
45nm Strukturbreite mit einem ArF-Laser sind auch schon etwas abenteuerlich. Da hat schon lange die Abbe-Bedingung aufgehört zu gehorchen, auch wenn man Nahfeldbeugung etc ausnutzen sollte ;)

Übrigends sind aktuelle Rechner schon recht anfällig für Störungen. Neue Speicher sind selbst gegen Höhenstrahlung redundant gebaut. Hierbei ist man aber noch "weit" weg von 45nm Gatebreite.

Eines ist sicher : Irgendwann hört das Moor´sche Gesetz auf, weil man die Strukturgröße nicht mehr beliebig klein machen kann, denn irgendwann haut einen die Quantenmechanik eine ins Gesicht, wenn man versucht sie zu umgehen.
 
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