Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?

Wirst du dich impfen lassen und welcher Impfstoff wäre dir am liebsten? (2 Stimmen)

  • Nein

    Stimmen: 174 22,6%
  • Ja (Biontech & Pfizer)

    Stimmen: 236 30,6%
  • Ja (Astra Zeneca)

    Stimmen: 10 1,3%
  • Ja (Sputnik V)

    Stimmen: 7 0,9%
  • Ja (Moderna)

    Stimmen: 48 6,2%
  • Ja (Johnson & Johnson)

    Stimmen: 20 2,6%
  • Ja (Impfstoff egal)

    Stimmen: 111 14,4%
  • Anderes (Antwort im Thread)

    Stimmen: 12 1,6%
  • 1. Impfung erfolgt

    Stimmen: 97 12,6%
  • 2. Impfung erfolgt

    Stimmen: 321 41,6%
  • 3. Impfung erfolgt

    Stimmen: 28 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    771
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Naja, die Stigmatisierung hängt aber auch mit der Berichterstattung der Medien und der Kommunikation der Politik zusammen. Man kommt dann, um es mal überspitzt zu sagen, schnell in den Verdacht, Querdenenker oder Maskenverweigerer zu sein, oder Partys zu feiern, oder Rodeln zu geen usw. Es entsteht der Eindruck, man müsse sich nur an die Regeln halten und sei dann mehr oder weniger sicher. Jedenfalls wird es einem so suggeriert.
Und die Tagebuchfunktion der App kam letztendlich viel zu spät. Wir nutzen an der Arbeit schon lange die App Cluster Diary, da meine Mitarbeiter überwiegend ambulant tätig sind. Unser Datenschutzbeauftragte hatte zwar bedenken, aber da die App alle nutzen wollten, war es dann kein Problem.
Zugegeben wir sind seit einem Jahr sehr vorsichtig und hatten zu Beginn des ersten Lockdowns auch keine Materialprobleme. Ich hatte schon Anfang Februar Masken, Desinfektionsmittel usw. in großen Mengen angeschafft. Mir war damals schon klar, dass sich die Frage ob es uns trifft sondern nicht stellt sondern nur wann. Wir haben auch seit März letzten Jahres Maskenpflicht im Büro. Im Mai war es dann möglich unsere Software auch zu Hause nutzen zu können. Mitarbeiter mit Erkältungserscheinungen dürfen auch nicht zur Arbeit erscheinen. Auch Kontaktpersonen 2 Grades werden frei gestellt bis ein negativer Test vorliegt. Es gibt Lüftungs- Desinfektionspläne für das Büro (alle Aufgaben lassen sich leider nicht ins Homeoffice verlagern). Teambesprechungen finden zwar statt aber seit 9 Monaten nur noch digital. Selbst unsere monatliche Supervision konnten wir digital organisieren. Solche Regelungen hätte ich mir verbindlich für alle gewünscht und nicht vertraut, dass Arbeitgeber so umsichtig sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich las/hörte in diesem Zusammenhang öfter von Faxgeräten, schritlichen Notizen auf Papier und fehlender Anbindung an IT-Infrastruktur. Deshalb gibt es wohl auch die inzwischen ritualisierten montäglichen Meldeverzögerungen ans RKI, welches ja auch nicht so gut ausgestattet sein soll, so IT Infrastruktur mäßig.
Meine Quellen dazu sind verschiedene, ich meine das die Thematik entweder bei ukw oder logbuch-netzpolitik besprochen wurde. Weiß ich aber gerade nicht sicher. Zumindest eine LNP Folge ist mir eingefallen.
https://ukw.fm/
https://logbuch-netzpolitik.de/lnp371-der-kunde-will-es-ohne-fehlstelle-haben

Die LNP RKI Quellle ist hier:
https://www.welt.de/politik/deutsch...rweigert-Robert-Koch-Institut-IT-Kraefte.html
Traurige Highlights:
Der Haushaltsausschuss des Bundestags bewilligte dem RKI für den IT-Bereich nach Informationen von WELT AM SONNTAG Ende November lediglich vier neue Stellen – von 68, die das Institut beantragt hatte.
Andrew Ullmann, Obmann der FDP-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss, sagte, in der Pandemie zeige sich, dass die IT-Abteilung des Instituts über Jahre hinweg zu schlecht ausgestattet wurde. „Dafür kriegen wir jetzt die Quittung in der Pandemie“, sagt Ullmann. So seien die Meldungen per Fax, telefonische Quarantänekontrollen und die Zettelwirtschaft mit dafür verantwortlich, dass Gesundheitsämtern schon bei vergleichsweise geringen Fallzahlen „die Überlastung droht“.
Der Artikel ist von 06.12.20 – Hervorhebung von mir.

Tja.

Zur Corona-Warn App.
Die muss schon auch installiert werden, durch die Mehrheit der Bevölkerung der Smartphone-Nutzenden. Aber gut, daß die Compliance hier und allgemein nicht so hoch ist wie erforderlich hat sich ja schon mehrfach herausgestellt. Dann aber über die App zu meckern ist ziemlich frech. Die App funktioniert innerhalb der gestellten Anforderungen. Könnten da noch mehr Funktionen drin sein? Sicher. Immerhin gibts ja jetzt ein Kontakttagebuch. Für deutsche Verhältnisse ist die App aus meiner Sicht revolutionär gut.

Müsste ich meinen Namen plus zusätzliche Informationen angeben würde ich die App dann auch deinstallieren. So groß ist mein Vertrauen in Staat und IT langfristig dann doch nicht.

Die Kommunikation mit dem Gesundheitsamt hat bei meinen Eltern ganz gut geklappt, per Telefon, also Anruf direkt beim vermeintlich zuständigem Amt. Für Verwirrung sorgte, daß meine Eltern mehr als einen Wohnsitz haben, letzlich gab es von mehreren Gesundheitsämtern postialisch an mehrere Adressen zugestellte Hinweise und Auflagen bezüglich Quarantäne(-zeiten). Kann passieren, ist kein Drama, lies sich im Nachhinein klären – ein bisschen befremdlich fand ich es.
 
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Wirkungslos würde ich die App nicht bezeichnen, aber der doch sehr eingeschränkte Nutzen lag nicht an der App selbst, sondern vor allem auch am (Nicht-)Nutzer.
Dazu haben die Defizite relativ wenig mit Datenschutz zu tun, dies wurde auch in der vor bzw. vor-vor letzten Ausgabe des hier mehrfach empfohlenen LNP Podcasts erläutert.
Und so viel dann auch zum Impfstoff, die Impfbereitschaft ist aktuell ohnehin nicht die beste und gäbe es hier dann auch Sonderzulassungen würde sie kaum besser. Genau so ist Deutschland zwar ein großer Profiteur der EU, im gleichen Maße aber auch abhängig von dieser. Ein Alleingang in der Impfstoffbeschaffung würde also keineswegs unbeachtet bleiben und die Folgekosten weiterer innereuropäischer Zerwürfnisse gilt es daher genau so zu berücksichtigen.
isostar2 schrieb:
Meine Einstellung ist Deckungsgleich wie mit der eines Richters:
Das Sprichwort von Amtsgerichten und Losbuden kommt nicht von ungefähr ;)
 
Ich las/hörte in diesem Zusammenhang öfter von Faxgeräten, schritlichen Notizen auf Papier und fehlender Anbindung an IT-Infrastruktur. Deshalb gibt es wohl auch die inzwischen ritualisierten montäglichen Meldeverzögerungen ans RKI, welches ja auch nicht so gut ausgestattet sein soll, so IT Infrastruktur mäßig.

Eine Bekannte arbeitet in einem CTT-Team. Seit September. Dort wird immer noch mt Block und Stift gearbeitet und das Mittel der Wahl ist eine Excel Tabelle zum melden der Fälle/Zahlen.

Die "einheintliche" Software ist noch nicht überall angekommen.
 
Zugriff hätte jedes Amt darauf. Nur wird sie eben nicht genutzt und hier sollte man es per Verordnung erzwingen.
Edit: Es wäre auch hilfreich, wenn überall die quarantänebestimmungen gleich angewandt werden. Bei uns muss Kontaktperson 2. Grades selbst wenn sie in einem Haushalt mit kontaktperson 1. Grades lebt nicht in quarantäne. Im benachbarten Landkreis muss der gesamte Haushalt einer kontaktperson 1. Grades in Quarantäne. So etwas kostet viel Vertrauen und signalisiert eher dass Corona dann doch nicht so ansteckend sei.
 
Zuletzt bearbeitet:
isostar2 schrieb:
Das mit dem Impfstoff ist deshalb so schlimm weil wirklich Menschen Sterben weil die EU Fehler gemacht hat und der Lockdown nicht im März (wie in Israel) beendet werden kann sondern bis in den Sommer gehn wird und wenn die Zahlen im Sommer durch Hitze, UV Strahlung, Impfung und schon vorhandener Infektionen stark runter gehn werden sich viele nicht mehr genötigt fühlen sich Impfen zulassen siehe Schweinegrippe Impfstoff
Also einerseits ist es schlimm das Menschen sterben, weil die EU (Autorität) deiner Meinung nach Fehler bei der Bestellung der Impfstoffe gemacht hat. Andererseits ist es absolut unhaltbar und unter allen Umständen zu vermeiden, dass der deutsche Staat (Autorität) Verordnungen und Gesetze erlässt um das Sterben von Menschen zu verhindern. Und zwar wegen der selben Ursache -> Corona.

Also soll "der Staat" alles unterlassen, was dem Schutz des Individuums dient, während er aber alles unternehmen soll, um jenes Individuum zu schützen.

Erkenne nur ich da einen Logikfehler?
 
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@Noxiel
Naja, dort wo die meisten Todesfälle zu verzeichnen sind, hat der Staat lange Zeit nichts unternommen. Dabei haben die zahlen aus dem letzten Frühjahr gezeigt, dass der Lockdown zum Schutz von Bewohnern aus Alten- und Pflegeheimen unzureichend ist. Erst jetzt fängt man damit an.
 
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Nicht?
Mir ist die Debatte noch lebhaft in Erinnerung, wie hier vor wenigen Seiten noch gesagt wurde, dass die Besuchsverbote /-beschränkungen in den Pflegeheimen nicht helfen bzw. überzogen seien. Stichwort: Tod durch Vereinsamung
 
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Besserer Schutz bedeutet nicht Besuchsverbot. Das meinte ich nicht. Besserer Schutz mit Kontakt- und Besuchsverbote gleichzusetzen ist schlechter Diskussionsstil.
 
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Weil...?
Ich bin ehrlich verwirrt, denn dass wir den Impfstoff tatsächlich schon Ende Dezember nutzen konnten, für die Aussage hättest du dir Mitte 2020 allenthalben ein amüsiertes Lachen eingefangen.

Wie unterscheidet sich der Schutz alter Menschen in Pflege- und Altenheimen 2020 zu 2021?
 
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Noxiel schrieb:
Also soll "der Staat" alles unterlassen, was dem Schutz des Individuums dient, während er aber alles unternehmen soll, um jenes Individuum zu schützen.

Erkenne nur ich da einen Logikfehler?
Dein Logikfehler ist zu glauben das man mit einem Lockdown Menschen Leben rettet, man sieht sehr gut das nur dejenigen Lände mit oder ohne Lockdown gut durch Krise kommen die finanziell freiräume haben. Ärzte und Krankenschwester und Beatmungsgeräte gibt es nicht umsonst. Was nütz uns ein Lockdown wenn wir in Zukunft nicht mehr die finanziellen Mittel haben um Kranke zu versorgen und somit viel viel mehr Sterben. Zudem haben wir noch die finanziellen Großaufgaben Flüchtlinge und Klimawandel zu bewältigen.

Man muss aber auch mal außerhalb der Box Denken, 99% der Corona Toten sind über 40 Jahre Alt warum dürfen die unter 40 Jährigen nicht die Wirtschaft am laufen halten und die über 60 Jährigen werden speziell geschützt. Win-Win

Alten Menschen erlauben zwischen 10Uhr und 12Uhr einzukaufen allen anderen wirds dies verboten.

Kann man im Pflegeheim (80% der Toten) nicht eine Art Öl Bohrinsel Arbeit einführen 3 Wochen Arbeiten 3 Wochen Frei, während der Arbeit dürfen die Pfleger das Gelände nicht verlassen, werden dafür aber mehr als fürstlichlich entlohnt (immernoch günstiger als ein Lockdown)

Kann man Kinder nicht übers Fernsehn Unterrichten alle gleichzeitig der beste Fernseh Lehrer wird ja wohl besser sein als ein durchschnittlicher Lehrer über Zoom oder Teams

Soviele Möglichkeiten aber die Poltiker so ja äh Lockdown (Halten sich aber selbst nicht dran)
Jelais schrieb:
@Noxiel
Naja, dort wo die meisten Todesfälle zu verzeichnen sind, hat der Staat lange Zeit nichts unternommen. Dabei haben die zahlen aus dem letzten Frühjahr gezeigt, dass der Lockdown zum Schutz von Bewohnern aus Alten- und Pflegeheimen unzureichend ist. Erst jetzt fängt man damit an.
Genau
 
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Jelais schrieb:
@Noxiel
Naja, dort wo die meisten Todesfälle zu verzeichnen sind, hat der Staat lange Zeit nichts unternommen. Dabei haben die zahlen aus dem letzten Frühjahr gezeigt, dass der Lockdown zum Schutz von Bewohnern aus Alten- und Pflegeheimen unzureichend ist. Erst jetzt fängt man damit an.
Würde ich so nicht unterschreiben, zumindest für das, wo meine Mom untergebracht ist...

Das gab es im Frühjahr erst mal komplettes Besuchsverbot...dann Einzelperson bis zu Lockerungen im Sommer...im Herbst dann FFP2-Masken und jetzt Schnelltest vor Besuch...

Also zumindest wirkt das auch mich Zielführend...es kan dort einen Fall, und der wurde sehr schnell isoliert und eingedämmt...

Ich denke, dass es hier Versagen einzelner Personen oder Heime gab...

Gerade geschaut:

Im Jahr 2019 wurden deutschlandweit 15.380 Pflegeheime und 14.688 ambulante Pflegedienste gezählt. Damit hat sich die Anzahl der Pflegedienste in letzten zwanzig Jahren um mehr als 30 Prozent, die Zahl stationärer Einrichtungen gar um rund 60 Prozent erhöht. Der Ausbau der Pflegeinfrastruktur wird dabei vor allem von privaten Trägern vorangetrieben.

Zahl der Pflegebedürftigen steigt

Ende 2019 wurden deutschlandweit rund 4,13 Millionen pflegebedürftige Menschen gezählt und damit mehr als doppelt so viele wie noch zu Beginn des Jahrtausends. Eine kontinuierlich zunehmende Zahl älterer Menschen in Folge einer stetig besser werdenden medizinischen Versorgung lässt die Zahl der Pflegebedürftigen auch zukünftig weiter steigen. Der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen ist älter als 60 Jahre. Die Pflegequote steigt von rund 13,7 Prozent in der Altersgruppe der über 75-Jährigen auf rund 76,3 Prozent bei den über 90-Jährigen. Angesichts der demographischen Entwicklung prognostiziert das Statistische Bundesamt für das Jahr 2060 rund 4,53 Millionen Pflegebedürftige.

Quelle

Kann jemand sagen, in wie vielen Heimen es einen gravierenden Ausbruch gab?

Problematisch waren vll eher die Pflegedienste...weniger die Heime...aber das ist Spekulation...

Dein Logikfehler ist zu glauben das man mit einem Lockdown Menschen Leben rettet, man sieht sehr gut das nur dejenigen Lände mit oder ohne Lockdown gut durch Krise kommen die finanziell freiräume haben. Ärzte und Krankenschwester und Beatmungsgeräte gibt es nicht umsonst.

Das halte ich mal für eine steile These...dazu hätte ich gerne Belege und keine Meinung...
 
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@isostar2
Ich möchte gar nicht auf jeden einzelnen Punkt im Detail eingehen.

Ich lasse nur folgenden Hinweis zurück:
Du rufst gefühlt Zeter und Mordio wegen den Ausgangssperren, weil diese in deinen Augen Grundrechte verletzen und listet als Konsequenz Lösungsansätze auf, bei denen jeder Staatsrechtler nur noch mit den Ohren schlackern kann.

Also auf der Basis kommen wir nicht zusammen. Wie kannst du denn, glauben es sei verfassungsgemäß dem überwiegenden Teil der Bevölkerung vorschreiben zu können, wann sie wo, wie, zu welcher Uhrzeit einkaufen können oder dass sie drei Wochen lang das Gebäude nicht mehr verlassen dürfen, in dem sie arbeiten. Unerwähnt auch, wer das bitte kontrollieren soll?

Anhand solcher Fantastereien kann man doch nicht diskutieren.
Ergänzung ()

Jelais schrieb:
1. Die Alten- und Pflegeheime dezentralisieren. Hier hätte man die Hotels nutzen können. Nun könnte man zwar sagen, das funktioniert nicht. Dem kann ich aber nur entgegnen, dass dies bei uns vor über 10 Jahren nach einem Brand schon einmal gemacht werden musste.
[/QUOTE]
Euer Pflegeheim, mit wie vielen Bewohnern steht aber allen Pflegeheimen mit wie vielen Bewohnern gegenüber?
Die alten Leute also nicht nur nicht von ihren Angehörigen besuchen lassen, sondern zusätzlich noch aus ihrer gewohnten Umgebung heraus reißen?
Wie viele Hotels sind darüber hinaus altersgerecht eingerichtet um mehrere Dutzend Bewohner über Monate adäquat aufzunehmen? Fahrstühle, breite Gänge, große Speisesäle....

Jelais schrieb:
Das hätte den Vorteil, dass man den Cluster Pflegeheim verkleinert, so dass im Fall eines Ausbruchs die anzahl der möglichen Neuinfektionen reduziert wird. Voraussetzung, dafür ist, dass es feste Teams gibt. Es wurde zwar angeordnet, dass man infizierte räumlich isoliert, hat aber vergessen, dass dies in einem Heim nicht so einfach möglich ist. Einige einrichtungen haben zwar dafür Zimmer "geräumt" dafür dann aber die Bewohner auf die übrigen Stationen verteilt, wodurch die Personendichte noch zunahm. In Berlin wurde sogar noch ein Pflegeheim wegen eines Ausbruches evakuiert und die Bewohner auf andere Einrichtungen verteilt.
https://www.berliner-zeitung.de/new...-soll-wegen-corona-evakuiert-werden-li.118754
Damit hat man die anzahl der Personen in anderen einrichtungen noch gesteigert. So etwas erhöht das Infektionsrisiko.
Mit genügend Personal eine angenehme Idee. Bei den Engpässen, die Angestellten auch noch quer durch die Stadt tingeln zu lassen und der Tatsache, dass nicht jeder Ort mit Pflegeheim auch ein Hotel gleich um die Ecke hat, dass bereit gewesen wäre, Bewohner aufzunehmen. Denn ein Hotel ist eben genau das, ein Hotel und keine auf Pflege spezialisierte Einrichtung. Hätte man alle Utensilien mehrfach kaufen oder von Hotel zu Hotel schleppen sollen?

Jelais schrieb:
2. Schnelltests hätten viel früher verbindlich eingeführt werden müssen. Das Pflegeheime dafür personell nicht ausgestattet sind hätte klar sein müssen. Erst jetzt auf die Idee zukommen, die Bundeswehr dafür einzusetzen zeigt wie wenig weitsichtig Politik in diesen Bereichen agiert.
Das hat weniger mit der Politik zu tun, sondern mit Vorbehalten in den Pflegeeinrichtungen. Die Corona Schnelltests sind zwar mittlerweile auch zur Nutzung durch medizinisch ungeschultes Personal zugelassen, angesichts falscher negativer Testergebnisse wurde davon jedoch nur zurückhaltend Gebrauch gemacht. Es ist viel eher so, dass die Not jetzt so groß ist, dass man sich es sich nun doch überlegt.

Doch die Aussagekraft der Tests sei begrenzt: Für ein sicheres Testergebnis sei im Vergleich zur PCR-Testung eine größere Virusmenge notwendig. Die Schnelltests sind Fachleuten zufolge daher eher geeignet, bei Personen mit Symptomen zu unterscheiden, ob es sich um eine harmlose Erkältung oder SARS-CoV-2 handelt. Bei symptomfreien Personen kann es schnell zu Fehlinformationen kommen. „Das bedeutet, dass ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausschließt“, erklärt de Vries. Mit anderen Worten: trotz Negativ-Schnelltest könnten Besucher das Virus einschleppen.
Quelle


Jelais schrieb:
3. Personal en bloc arbeiten lassen: Feste Teams arbeiten eine Woche durch, während das andere Team frei hat. Vor Arbeitsbeginn dann Schnelltests. Das Team, das arbeitet verpflichtet sich in der Zeit sich weitehend zu isolieren. Schnelltests generell vor Arbeitsbeginn
Ob man sich nun jeden Tag weitestgehend isoliert oder eine Woche lang, scheint mir bei einer Inkubationszeit von bis zu zwei Wochen eher irrelevant.
Jelais schrieb:
4. Schnelltests für Besucher. auch das hätte viel früher eingeführt werden müssen. Zudem sollte pro Woche nur ein fester Besucher kommen dürfen.

Die Liste könnte ich noch um einiges erweitern. Das soll aber zeigen, dass Schutz nicht mit Isolation einhergeht. Wer das darauf reduziert, ist völlig einfallslos.
Wissens nach wurde nur ein sehr kurzer Zeitraum, nämlich im Frühjahr 2020 wirklich mit der vollständigen Isolation der Heimbewohner zugebracht. Die überwiegende Zeit wird doch bereits so gehandhabt, wie von dir beschrieben, also abgesehen von den Schnelltests.
 
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Noxiel schrieb:
Wie unterscheidet sich der Schutz alter Menschen in Pflege- und Altenheimen 2020 zu 2021?
Ganz einfach, ich hätte mehre Maßnahmen ergriffen:

1. Die Alten- und Pflegeheime dezentralisieren. Hier hätte man die Hotels nutzen können. Nun könnte man zwar sagen, das funktioniert nicht. Dem kann ich aber nur entgegnen, dass dies bei uns vor über 10 Jahren nach einem Brand schon einmal gemacht werden musste.
Das hätte den Vorteil, dass man den Cluster Pflegeheim verkleinert, so dass im Fall eines Ausbruchs die anzahl der möglichen Neuinfektionen reduziert wird. Voraussetzung, dafür ist, dass es feste Teams gibt. Es wurde zwar angeordnet, dass man infizierte räumlich isoliert, hat aber vergessen, dass dies in einem Heim nicht so einfach möglich ist. Einige einrichtungen haben zwar dafür Zimmer "geräumt" dafür dann aber die Bewohner auf die übrigen Stationen verteilt, wodurch die Personendichte noch zunahm. In Berlin wurde sogar noch ein Pflegeheim wegen eines Ausbruches evakuiert und die Bewohner auf andere Einrichtungen verteilt.
https://www.berliner-zeitung.de/new...-soll-wegen-corona-evakuiert-werden-li.118754
Damit hat man die anzahl der Personen in anderen einrichtungen noch gesteigert. So etwas erhöht das Infektionsrisiko.

2. Schnelltests hätten viel früher verbindlich eingeführt werden müssen. Das Pflegeheime dafür personell nicht ausgestattet sind hätte klar sein müssen. Erst jetzt auf die Idee zukommen, die Bundeswehr dafür einzusetzen zeigt wie wenig weitsichtig Politik in diesen Bereichen agiert.

3. Personal en bloc arbeiten lassen: Feste Teams arbeiten eine Woche durch, während das andere Team frei hat. Vor Arbeitsbeginn dann Schnelltests. Das Team, das arbeitet verpflichtet sich in der Zeit sich weitehend zu isolieren. Schnelltests generell vor Arbeitsbeginn

4. Schnelltests für Besucher. auch das hätte viel früher eingeführt werden müssen. Zudem sollte pro Woche nur ein fester Besucher kommen dürfen.

Die Liste könnte ich noch um einiges erweitern. Das soll aber zeigen, dass Schutz nicht mit Isolation einhergeht. Wer das darauf reduziert, ist völlig einfallslos.
 
brettler schrieb:
Dort wird immer noch mt Block und Stift gearbeitet und das Mittel der Wahl ist eine Excel Tabelle zum melden der Fälle/Zahlen.
Gruselig.
isostar2 schrieb:
Dein Logikfehler ist zu glauben das man mit einem Lockdown Menschen Leben rettet, man sieht sehr gut das nur dejenigen Lände mit oder ohne Lockdown gut durch Krise kommen die finanziell freiräume haben.
Ui.
Schau dir doch mal Statistiken an, die hier zum Beispiel, die Länder hab ich selbst ausgewählt.
6CCB65AF-5CCB-41B0-9311-FDB11F5D2D50.jpeg

https://ourworldindata.org/coronavirus

Oder auch:
A53BA9EB-834C-41E6-9241-1488205C4479.jpeg

https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/

isostar2 schrieb:
Man muss aber auch mal außerhalb der Box Denken, (...)
Erstmal sind die Grundlagen wichtig.
 
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Immerwieder ist zu hören, dass man "nur die richtige Strategie" braucht und das Leben könnte genauso ablaufen wie vor der Pandemie.

Das ist gefährliches Geschwurbel und führt zu einem toxischen Klima innerhalb der Gesellschaft.

Seit vielen Jahrzehnten ist es wissenschaftlich erwiesen, dass eine Strategie während einer Pandemie im Wesentlichen aus zwei Bausteinen besteht:

1. Kontaktminimierung
2. Impfen

Alles andere sind taktische Überlegungen, welche aber nichts am Prinzip von 1. und 2. ändern.
 
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Noxiel schrieb:
@isostar2
Also auf der Basis kommen wir nicht zusammen. Wie kannst du denn, glauben es sei verfassungsgemäß dem überwiegenden Teil der Bevölkerung vorschreiben zu können, wann sie wo, wie, zu welcher Uhrzeit einkaufen können oder dass sie drei Wochen lang das Gebäude nicht mehr verlassen dürfen, in dem sie arbeiten. Unerwähnt auch, wer das bitte kontrollieren soll?

Anhand solcher Fantastereien kann man doch nicht diskutieren.
https://www.schlossholtestukenbrock...inkaufszeiten-fuer-risikogruppen/News/detail/

https://www.sueddeutsche.de/politik/palmer-corona-senioren-1.5102483

Ups 🤭 du wirst jetzt Argumentieren das es kein Verbot ist, mit 2 Haushalten zu treffen ist ein Verbot, aber nur noch 10 statt 12 Stunden Einkaufen zu können soll plötzlich Staatsrechtler auf den Plan rufen ich bitte dich

Millionen von Menschen werden bei der Kontaktverfolgung Zuhause eingesperrt ohne Positiven Covid Test, viele andere Millionen befinden sich in Arbeits Quarantäne (Man darf nur zwischen Wohnung und Arbeit pendeln) aber wenn man Menschen gegen viel Geld freiwillig 3 Wochen am Stück im Altersheim bleiben sollen ist das plötzlich nicht vorstellbar.

Man merkt du versuchst besonders Edgy zu sein und Ich finde Deine Art und Weise, grade als Moderator, nicht in Ordnung. Jeden anderen User hätte ich bei so einem Verhalten auf der Ignorliste und gut is. Bei Dir geht das leider nicht. Vielleicht solltest Du darüber nachdenken, Dein Engagement als Moderator, freischaltung von Beiträgen und als teilnehmender User in zwei Profile zu trennen - zum Wohle des ganzen Forums.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du liest deine eigene Quellen aber schon noch selbst, oder?

In beiden Fällen sind das Appelle. Das ist der Aufruf freiwillig auf das Einkaufen in bestimmten Zeiträumen zu verzichten. Das Zauberwort lautet "freiwillig".
Palmer, sonst um keinen kruden Vorschlag verlegen (steht ja auch im Artikel der Süddeutschen!), spricht aber bei den Einkaufszeiten ganz bewusst von einer Bitte. Und warum, weil ein Verbot sofort von jedem Gericht einkassiert werden würde, aus offensichtlichen Gründen.
Ergänzung ()

isostar2 schrieb:
Millionen von Menschen werden bei der Kontaktverfolgung Zuhause eingesperrt ohne Positiven Covid Test
[/QUOTE]
Ne, nur solche mit positivem Test oder Menschen, die Kontakt zu einer Person hatten die postiv getestet wurde. Und warum, aus der nachvollziehbaren Sorge, dass dieser Mensch infektiös ist ohne es zu bemerken.

isostar2 schrieb:
viele andere Millionen befinden sich in Arbeits Quarantäne (Man darf nur zwischen Wohnung und Arbeit pendeln) aber wenn man Menschen gegen viel Geld freiwillig 3 Wochen am Stück im Altersheim bleiben sollen ist das plötzlich nicht vorstellbar.
Wer befindet sich in Arbeitsquarantäne? Wer darf ausschließlich von der Arbeit nach Hause pendeln? Zahlen, Fakten, Belege.....
 
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Noxiel schrieb:
Du liest deine eigene Quellen aber schon noch selbst, oder?

In beiden Fällen sind das Appelle. Das ist der Aufruf freiwillig auf das Einkaufen in bestimmten Zeiträumen zu verzichten. Das Zauberwort lautet "freiwillig".
Palmer, sonst um keinen kruden Vorschlag verlegen (steht ja auch im Artikel der Süddeutschen!), spricht aber bei den Einkaufszeiten ganz bewusst von einer Bitte. Und warum, weil ein Verbot sofort von jedem Gericht einkassiert werden würde, aus offensichtlichen Gründen.
Ergänzung ()
Ne, nur solche mit positivem Test oder Menschen, die Kontakt zu einer Person hatten die postiv getestet wurde. Und warum, aus der nachvollziehbaren Sorge, dass dieser Mensch infektiös ist ohne es zu bemerken.


Wer befindet sich in Arbeitsquarantäne? Wer darf ausschließlich von der Arbeit nach Hause pendeln? Zahlen, Fakten, Belege.....
[/QUOTE]
Zur Arbeitsquarantäne:
https://www.swr.de/swraktuell/rhein...w-schickt-mitarbeiter-in-quarantaene-100.html

https://www.shz.de/lokales/husumer-...en-doch-zu-quarantaene-eltern-id31025017.html

https://www.agrarheute.com/manageme...e-saisonarbeitskraeften-wissen-muessen-577199

Zum freiwilligen Einkaufsverbot:
isostar2 schrieb:
du wirst jetzt Argumentieren das es kein Verbot ist
Ich habs ja sogar vorhergesehn wie du Argumentieren wirst.... Also halten wir das fest du sperrst lieber Millionen von Menschen 24 Stunden ein, anstatt den Menschen 2 Stunden am Tag zu verbieten Einzukaufen (was übrigens in Italien geschehn ist)

Palmer ist der einzige von den Grünen der noch bei Verstand ist und einer der wenigen wo die Infektionzahlen ganz unten sind.
 
isostar2 schrieb:
.., viele andere Millionen befinden sich in Arbeits Quarantäne (Man darf nur zwischen Wohnung und Arbeit pendeln) aber wenn man Menschen gegen viel Geld freiwillig 3 Wochen am Stück im Altersheim bleiben sollen ist das plötzlich nicht vorstellbar.
Dafür hätte ich gerne mal Quellen, wo die Millionen her kommen...wie viele Arbeiten in einem Krankenhaus?

Zur SWR-Quelle:

Das bedeutet für über 400 Beschäftigte der Klinikums-Standorte Annweiler und Landau, dass sie zwar zur Arbeit kommen dürfen, sich sonst aber verhalten müssen als stünden sie unter verpflichtender Quarantäne. Heißt: Keine Besuche, kein Einkaufen oder Nutzen der Öffentlichen Verkehrsmittel. Außerdem sollen sie sich im besten Falle auch zuhause von ihrem Hausstand distanzieren, Abstand halten oder Maske tragen.


Andere Mitglieder des Hausstandes stehen aber nicht unter dieser Quarantäne. Diese Regelung soll bis zum 19. Dezember dauern.
 
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