Notiz Dänemark: Digitaler Botschafter für Tech-Giganten

Fetter Fettsack

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Als erstes Land weltweit will Dänemark einen eigenen sogenannten „digitalen Botschafter“ einsetzen. Damit soll der wirtschaftlichen Größe und faktischen Relevanz von Technologieschwergewichten wie Microsoft oder Apple Rechnung getragen werden, die insbesondere ärmere Länder in diesen Kategorien mühelos hinter sich lassen.

Zur Notiz: Dänemark: Digitaler Botschafter für Tech-Giganten
 

DiskreterHerr

Lt. Junior Grade
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Schon erstaunlich wie weit die skandinavischen Länder in Sachen Internet sind.
Man merkt anhand der Ausbaupolitik und der Beachtung innerhalb Politik & Wirtschaft, dass dort entweder weniger dreckige Lobby in dem Bereich vertreten ist oder aber die Politiker dort mehr Ahnung von ihrem Job haben.

Schade, dass wir da so armselig & erbärmlich dran sind mit unserer Politik & Lobby.
Gemessen an unserem BIP müssten wir hier in der BRD mehr reissen können!


MfG
DiskreterHerr
 
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Der Nachbar

Commodore
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Eine eher arme Politik, wenn man schon nicht vorher auf Unternehmer und Menschen richtig zugehen konnte.

Die Einflußnahme von internationalen Großunternehmen war schon immer groß und waren sie als Staat einer Kolonialmacht getarnt gewesen.
Trotzdem kann man eher auf Apple und Microsoft verzichten, aber lasse mal Shell oder einen anderen Ölkonzern mal seine Raffinerien schließen. Dann wird der Marktwert plötzlich ganz anders bewertet, der nicht nur Tankstellen mit der ganzen Mobilitätsinfrastruktur bedient, sondern auch heutige Kunststofftfertigung und Medizinprodukte ermöglicht.
Wer will schon morgen in den Supermarkt gehen und vor leeren Regalen stehen?
Gehen wir auf den wirtschaftlichen Bodensatz an spekulierten Werten so wird der Bauer seine tollen Erntemaschinen nicht nutzen können. Dann sind die so hippen Apple und Microsoftarbeiter mit den Investoren die Ersten, die auf dem Feld mit leeren Magen lernen, wie gut eine Ernte sättigen kann, die kein Code oder Aktienkurs vernögen kann. Dann wird auch eine Herr Gates erkennen, wie sinnlos seine Stiftung ist, wenn er im eigenen Garten Gemüsebeete und Obstbäume anbauen kann die ihn über das Jahr bringen. Dann wird der Badepool ganz schnell zum Wasserbewässerungsspeicher. Die Luxuseinrichtung funktionell umgestaltet, wenn in der Küche Gartenkräuter wachsen.

Ohne Öl kommt heute kein einziges E-Auto, Apple und Microsoft Produkt aus der Fabrik, so stark ist die heutige Wirtschaft an Öl gebunden.
Nimmt man noch die Bewertung von Strom und Wasserlieferanten, dann kippt der pokerspekulierte Marktwert jedes Technologieunternehmens ins Minus. Digitale Daten sind kein Trinkwasserbrunnen und ein Kamin Bildschirmschoner wärmt nicht die Wohnung oder kocht das Essen auf.

Eher solte uns die inflationäre Bewertung von täglich genutzten Grundbedürfnissen Sorge bereiten die wir noch um Überfluß haben, aber die habgierigen Großunternehmen mit Modetrends nicht mehr können als viel Geld in die eigenen Taschen wirtschaften.

Spätestens wenn die Wasser meterhoch den Skandinaviern über die Ufer treten, können sie ihre High-Tech Botschaft gegen Hochwasserschuhe noch tief landeinwärts eintauschen. Nokia wird auch wieder groß und baut zusätzlich Schlauchboote.
 
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FranzvonAssisi

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Ja, irgendwo hast du Recht. Konsumgesellschaft...

Aber du wirst hier keine Nachrichten zur Erforschung neuer Techniken gegen Hochwasser/Überflutung finden, weil es Computerbase ist, eine Computerzeitschrift :) Das hier andere Dinge als die Grundbedürfnisse Thema sind, sagt der Name ja schon.
Natürlich schwindet vielleicht die Wertschätzung für diese Mittel, aber vielleicht muss es die Menschheit auf die harte Tour erfahren. Wenn ich mir Trumps Energiepolitik anschaue, bin ich mir dessen sogar sicher...

PS: Bei der Infobox zu Viborg scheint noch irgendwas falsch zu laufen...
"Vorlage:Infobox Ort in Dänemark/Wartung/Fläche fehlt Vorlage:Infobox Ort in Dänemark/Wartung/Höhe fehlt"


Lg, Franz
 
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Fragger911

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Zitat:
"Würde man die Marktwerte von Unternehmen wie Apple oder Google betrachten, so würden diese jeweils knapp an der Mitgliedschaft in den 20 größten Weltwirtschaften vorbeischrammen. Sie seien damit zu einer Art neuer Länder geworden; eine Entwicklung, der man sich nun stellen müsse."

Es ist ja jetzt nicht so als wäre die Thematik (weltweit agierende und dominante MegaCorporations) und Problematik vollkommen neu.
Oder gar seit Jahrzehnten Thema vielfältiger Literatur sowie Film, TV und (Computer-)Spiele - sei es Thriller, Krimi, Action, SciFi.

In zweierlei Hinsicht ist die News erschreckend:
1. es wird jetzt erst öffentlich darauf reagiert
2. es ist mit Dänemark eine in der Weltwirtschaft & -politik eher kleine Nummer die sich hiermit zu Wort meldet
 

U-L-T-R-A

Commodore
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Die noch nicht besetzte Botschafterstelle soll einen institutionalisierten Kommunikationskanal zu den US-amerikanischen Branchengrößen bilden. Auf diese Weise sollen engere Bindungen zu jenen Unternehmen gewoben werden, die Dänemark als Land bereits jetzt beeinflussen.
Also man erkennt jetzt schon, welchen Einfluß die Unternehmen haben und möchte sich noch enger an die binden?

Ich würde ja lieber dafür sorgen, den Einfluß zu verringern.
 

davidzo

Lieutenant
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Lol, ein von der Regierung bezahlter Lobbyisten, das wird ja immer besser.

sinnvoll aus Volkssicht wäre eher die kontinuierlich überlasteten Datenschutzbeauftragten im Angesicht der mächtigen Riesenunternehmen zu verstärken!
 
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