Datenrettung bei Externe Festplatte

timenewroman

Ensign
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Hallo ihr Lieben,

ich bräuchte ihr Hilfe/Meinung. Auf meine externe Festplatte (2TB) lässt sich zwar noch zugreifen, aber einige Ordner/Daten lassen sich nicht mehr öffnen/kopieren. Ich habe schon mehrmals chkdsk (Befehle /f /r) im abgesicherten Modus drüberlaufen lassen (ein Fehler?), aber dieses endet immer nach ca. 1 Tag Laufzeit bei ca. 70-80% mit Fehlern:
Datenträger-Lesefehlerc0000185

Der Datenträger hat nicht genügend Platz um fehlerhafte Cluster zu ersetzen, die in der Datei 3E8F5 mit dem Namen \RECYCLE.BIN\…zip gefunden wurden

256752 Dateien wurden verarbeitet

Dateidatenüberprüfung beendet

Phasendauer (Benutzerdateiwiederherstellung): 1.09 Tage

Unbekannter Fehler (766F6C756D652E63 470)

Bevor ich noch mehr kaputt mache, wollte ich euch fragen, was ihr an meiner Stelle nun machen würdet?
Leider habe ich Idiot kein Backup von der Platte gemacht...

Liebe Grüße
Tim
 
Ich glaube nicht, dass hier noch etwas zu retten ist. Du solltest erst einmal ein Abbild der Platte machen.
 
\RECYCLE.BIN\

sind "nur" Dateien im Mülleimer betroffen? Dann ist es doch eh egal, denn diese wurden ja von dir gelöscht ^^
 
timenewroman schrieb:
Ich habe schon mehrmals chkdsk (Befehle /f /r) im abgesicherten Modus drüberlaufen lassen (ein Fehler?)
yep. chkdsk schreddert im zweifelsfall alles was noch lesbar war.

Strom ab.
Neue Festplatte kaufen die mindestens doppelt so gross ist.
mit ddrescue ein abbild erstellen, dass defekte teile überspringt.
Aus dem image kannst du dann daten retten versuchen

bis du alles hast: strom ab lassen
 
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timenewroman schrieb:
Bevor ich noch mehr kaputt mache
das hast du eventuell schon mit chkdsk /f /r getan...

Handelt es sich um eine HDD oder SSD?
 
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MadDog schrieb:
\RECYCLE.BIN\

sind "nur" Dateien im Mülleimer betroffen? Dann ist es doch eh egal, denn diese wurden ja von dir gelöscht ^^
Nein nicht nur :/

madmax2010 schrieb:
yep. chkdsk schreddert im zweifelsfall alles was noch lesbar war.

Strom ab.
Neue Festplatte kaufen die mindestens doppelt so gross ist.
mit ddrescue ein abbild erstellen, dass defekte teile überspringt.
Aus dem image kannst du dann daten retten versuchen

bis du alles hast: strom ab lassen
Alles klar, danke dir! Nur blöd jetzt habe ich mir eine 2TB geholt, aber vielleicht bekomme ich die Daten von meiner 4TB auf die neue 2TB Platte.

kartoffelpü schrieb:
das hast du eventuell schon mit chkdsk /f /r getan...

Handelt es sich um eine HDD oder SSD?
:/ Eine HDD
 
timenewroman schrieb:
Alles klar, danke dir! Nur blöd jetzt habe ich mir eine 2TB geholt, aber vielleicht bekomme ich die Daten von meiner 4TB auf die neue 2TB Platte.
fuer das image brauchst du etwas mehr als den originalen Datentraeger. 4.1TB Also mindestens
Wenn da weniger als 2TB Daten drauf waren, kannst du auf die 2TB HDD aus dem image retten

Ohne das du ein image von einer sterbenden platte gemacht hast, solltest du keine sekunde versuchen damit irgend etwas zu tun.

Stom ab lassen bis die neue HDD da ist und du das tool gelernt hast.
Smart werte checken vielleicht noch, aber deine beschreibung klingt nicht, als ob da "gut" stehen wird
 
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Das Laufwerk, von dem du Daten retten willst, hat 2 TB Kapazität.

Zunächst brauchst du 2 TB für ein Image. Da das keine Kopie auf Device-Ebene ist, sondern im Dateisystem liegen wird, brauchst du schon minimal mehr als 2 TB.

Und dann willst du aus dem Image die Daten wiederherstellen. Das sind, wenn es voll war, nochmal 2 TB. Ansonsten entsprechend weniger.

Deswegen brauchst du "etwas mehr als doppelt so viel" wie das Quelllaufwerk bietet. In dem Fall z.B. 2x 2 TB + 0,1 TB. 0,1 TB ist jetzt nur stellvertretend, so viel Overhead ist es nicht. Aber da Laufwerke eh nicht in beliebigen Größen existieren, ist das sowieso eher egal. Eine 3,84 TB oder 4 TB SSD oder 4 TB HDD ist zu klein, wenn deine externe HDD voll war. Du bräuchtest also eine 5 (ist eher selten) oder 6 TB HDD. Oder mehrere kleinere HDD/SSD.

Das kann ein Laufwerk sein, muss aber nicht. Wenn das verschiedene Laufwerke sind, dann ist die Performance ggf. sogar besser, als wenn Image lesen und Daten schreiben zeitgleich auf dem gleichen Laufwerk passiert, vorallem falls das eine HDD sein sollte.
 
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Khorneflakes schrieb:
Das Laufwerk, von dem du Daten retten willst, hat 2 TB Kapazität.

Zunächst brauchst du 2 TB für ein Image. Da das keine Kopie auf Device-Ebene ist, sondern im Dateisystem liegen wird, brauchst du schon minimal mehr als 2 TB.
Richtig: Erst ein Imagebackup anlegen.
UND: Egal, wie lange der Rechner dafür braucht - nicht abbrechen.
Die Fehlerkorrektur kann viel Zeit in Anspruch nehmen - erhöht aber die Chancen darauf, was zu retten ist.
 
mchawk777 schrieb:
UND: Egal, wie lange der Rechner dafür braucht - nicht abbrechen.
es sei denn man nimmt ein tool was defekte sektoren nicht ueberspringt. dann sollte man abbrechen.
ddrescue
 
Zuletzt bearbeitet:
@madmax2010
Klar - aber dann hast Du halt nach dem Abbruch kein Image des Datenträgers.
Man darf halt nicht ungeduldig werden - ich spreche da aus Erfahrung.
 
kommt drauf an, geduld hilft oft aber leider auch nicht immer

bei ddrescue kann abbrechen manchmal helfen. manuell anderes offset oder minreadrate setzen

je nach schaden bleibt es stundentagelang an einer stelle hängen statt erstmal in einem anderen bereich weiter zu machen, da hat man dann gewartet bis das ding tot ist und hat nichts im image

ddrescue ist eben nur ein werkzeug, intelligent ist es nicht. wenn die bohrmaschine stecken bleibt muss man auch mal neu ansetzen. oder gucken ob man grad ein rohr erwischt hat

aber hier machst du auch nicht mehr viel, das ist hier ja (auch) das dateisystem das sich selbst zerlegt im check. das image wäre besser vor den tagelangen reparaturversuchen erzeugt worden, wenn es kaputtrepariert ist machst es nicht mehr rückgängig

viel glück
 
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1772283841932.png

Danke euch! Es dauert echt ziemlich lange.

ChatGPT hat mir empfohlen erstmal mit
sudo ddrescue -f -n
und dann
sudo ddrescue -d -r3

Wahrscheinlich damit ich überhaupt erstmal ein Abbild habe?

So sehen die Smartwerte aus:
1772284224776.jpeg
 
1088 defekte Sektoren wurden durch Reservesektoren ersetzt (ID-05)
Weitere 21.568 Sektoren konnten nicht gelesen werden (ID-C5), ob die defekt sind und auch durch Reservesektoren ersetzt weren müssen, zeigt sich erst nach dem erneuten Beschreiben dieser Sektoren.

Dazu kommt: HDD haben üblicherweise ca. 2100 bis 2200 Reservesektoren.

Wenn diese Sektoren nicht mehr lesbar sind und bleiben bedeutet das Datenverlust.
 
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