Der Brexit ist da!

Idon schrieb:
Und die Schotten wollen sich dann mit Land X zusammenlegen lassen? Das ist doch völlig unrealistisch.
Vor allem dann wenn man die Geschichte Schottlands kennt, ein Jahrhunderter langer Kampf mit den Engländern um die Unabhängigkeit....
 
Kein wunder, schließlich leben die Eliten und Besserverdiener nicht in Gegenden die voll von Islamischer Masseneinwanderung betroffen sind, z.B. Duisburg Marxloh Ausländeranteil 50%, dort traut sich die Polizei nicht rein....


Ich hab zwar nur gesagt, dass bildungsferne und einkommenschwache Schichten gerne Angst vor Migrantenfluten machen lassen.....obwohl sie wie eben im Osten gerechnet auf Fläche und Einwohner die geringsten Migrantenzahlen haben... (und das dann in sich schon paradox ist).
Dein Beispiel mit den Ghettos (wie Marxloh, Neukölln......) nehme ich gerne auf.
Meiner Ansicht nach täte es allen gut, wenn man Migranten "zersiedelt", das heißt flächig aufteilt und so besser "auflöst". So funktioniert die Integration schneller, eine "Parallelgesellschaft" wäre nicht möglich. Jeder deutsche Nachbar wäre wie ein "Integrationslehrer" und je mehr Lehrer, desto besser.

Und viele würde die tägliche Konfrontation mit dem Nachbarn, der nicht aus Schlesien vertrieben wurde, sondern aus Syrien auch gut tun.
Es würde sich viel Negatives-Potential abbauen wenn nicht der Eindrück entstünde dass Migrantengruppen Stadtteile "übernehmen" sondern ganz normal in Nachbarschaft wohnen.
Nur müsste man dann in Deutschland aufhören die Augen davor zu verschließen, dass man die Integration verpennt hat und die Nachfolgegenerationen der "Gastarbeiter" tendenziell mehr in eine National-Religiöse haltung abrutschen, weil sie aus ihren Viertel nicht ausbrechen können, und sich NICHT als teil der deutschen Mehrheitsgesellschaft fühlen.
Und es ist auch keine Option ohne ein Deutsches oder ein EU-Einwanderungsgesetzt weiterzumachen. Deutschland kann und muss als reiches Land Kriegsflüchtlingen helfen. Hierzu hätte es auch gerreicht wenn man sich massiv und entschlossen im UN-Camp in der Türkei engagiert und gleichzeitig klargestellt hätte, das die Balkanroute oder der Seeweg NICHT zum Asyl und Staatsbürgerschaft in Deutschland führen.
Asyl besteht nurr bis die Lage sich gebessert hat. Ein Grundrecht auf "ein besseres Leben" gibt es nicht.
Dahingehend müssen wir dringend an einem System wie Canada, Australien oder den USA arbeiten, welches eine Langfristige Arbeitserlaubnis oder gar Staatsbürgerschaft nur noch für Kompetente vergibt.
Ohne Sprachkompetenz kommt man in keinem Land der Welt voran. Und resultierenden Folgen aus der Unzufriedenheit kann nicht das Ziel einer unkontrollierten Zuwanderung sein.

Und in dieser Diskussion muss man ganz klar auch Linken und Grünen in ihrer Haltung "Wir können alle für immer aufnehmen, das integrationsstraßenfest war wieder soo schön " wiedersprechen.
Die Realität zeigt eine Überforderung bei der Integration. Die klappt nämlich nicht wie oft behauptet einfach so wenn man jeden reinlässt.
Migranten stehen in Deutschland abseits der Gesellschaft, nicht weil sie nicht genügende Aufmerksamkeit und Förderung bekämen, sondern zu viel Freiraum in denen sie ihrer eigenen Integration im Weg stehen können.
Jede weitere Aufmerksamkeit für Migranten schürrt den sozialen unfrieden mit Biodeutschen unnötig.




Migration ist eben auch ein Zentrales Brexit-Thema gewesen. Und meiner Ansicht hat die Politk auf Nationaler und EU ebene viel verschlafen und schön geredet.

Die Asylsuchenden kommen aus den Regionen die von den "Anti-Terror-Kriegen" destabilisiert wurden. In der Verantwortung steht eigentlich auch die "Koalition der Willigen".

Achso, und alle in Nordengland haben für den Brexit gestimmt ! Alle ? Nein ! Ein kleines Mutiges Dorf nicht.

http://www.liverpoolecho.co.uk/news/liverpool-news/liverpool-sees-huge-remain-vote-11518353

Liverpool !

Die Stadt in der seit 27 Jahren die "Sun" verpöhnt ist wiedersetzt sich dem Trend !
 
Migration ist eben auch ein Zentrales Brexit-Thema gewesen. Und meiner Ansicht hat die Politk auf Nationaler und EU ebene viel verschlafen und schön geredet.
Bzw haben da auch die Brexit-Befuerworter wieder massiv auf Luegen und Unwahrheiten gesetzt.

http://www.theguardian.com/politics...ows-back-key-pledges-immigration-nhs-spending

Nachdem gestern nichtmal 24h nach der Entscheidung das 350Mille-fuer-die-NHS kassiert wurde von Farage, wurde jetzt auch fix klar gemacht, dass es gar nicht unbedingt weniger Einwanderer geben wird, sondern man nur ein bisschen mehr Kontrolle haben will. Das ist schon richtig frech, den Brexit Leuten war doch wohl von Anfang an klar, dass ohne Personenfreizuegigkeit kein Binnenmarkt-Zugang zu haben ist. Die EU mag mit sich verhandeln lassen, wieviel UK zahlen soll usw. aber an der Personenfreizuegigkeit wird nie geruettelt, siehe aktuell die Schweiz.

Dazu noch einige Stimmen, die Artikel 50 erstmal gar nicht ziehen wollen. Mir kommts so vor, als ob vor allem viele Torys in UK einfach mal pro Brexit waren mit der Hoffnung, dass das Referendum eh scheitert, sie es aber dazu nutzen koennen, innenpolitisch Druck auf Cameron zu machen und Druck auf die EU zu machen. So richtig durchziehen wollen das vermutlich nur die Hardliner um UKIP.


@Ktelwood: du wirst leicht Offtopic ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich wurde hier ein Thema aus falscher Vorsicht nicht angepackt. Man hat jahrelang einfach nach Gutsherrenart mal ein Paar Förderprogramme auf die Migranten geworfen, sich mit Mesut Özil fotografieren lassen und dann gesagt: Alle sind Deutschland !
Vor allem das linke Spektrum hatte immer die Nazi-Keule unterm Bett liegen.
Wenn gefordert wurde, dass z.B. türkischstämmig in 2. und 3. Generation die doppelte Staatsbürgerschaft ablegen und sich ENTSCHEIDEN müssen dann wurde das niedergekloppt als fremdenfeindlich.
Im Alltag spiele das eh keine Rolle usw.. Ich finde allerdings es hätte manchen geholfen sich mit Deutschland zu identifizieren. Sie gegen eine "du schaffst es hier ja doch nicht, als Türke" Haltung zu immunisieren.
Heute sind da besonders türkisch-National und Religiös-Konservative Stimmen in den Nachfolgegenerationen SEHR LAUT.
Und die rufen nicht nach Integration, sondern nach Sonderrechten.

Das wiederum ist dann den Populisten dann in die Hände gefallen und mit der Flüchtlingskrise als Multiplikator, zusammen mit Lügen und allgemeiner Unsicherheit dann ein großer Motor im Wahlkampf geworden.


England nahm als EU-Land kaum Flüchtlinge auf, und wird es auch so nicht müssen. Die Polen die dort einwandern muss es akzeptieren.
Oder es erhält keinen Zugang zur Zollunion oder generell dem binnenmarkt.

*steht ja schon bei Linkseer ^^ *

Schlimmer noch, es würde die Macht verlieren seinen Banken Lizenzen für die EU auszustellen, dann stünden Britische Banken zunächst einmal genau so draußen wie die aus China.
 
Cool Master schrieb:
@hallo7

Ich glaube nicht, dass die Regierung Schottland oder Nordirland austreten lassen wird. Man sieht ja was vor ein paar Jahrzehnten in den Falklandinseln abging.

Äpfel und Birnen. Die Falklands und eine militärische Besetzung durch Argentinien kann nicht 2016 mit einem Referendum in Nordirland und Schottland verglichen werden. Ob Nordirland zu Irland gehen würde weiß ich nicht, die Schotten würden aber bei einem zweiten Referendum mit Sicherheit gehen. Zum einen, weil die an Remain gebunden Versprechungen aus London teils längst wieder kassiert sind und man damals Angst hatte, dass ein unabhängiges Schottland nicht in der EU wäre. So ist ein Referendum DIE Chance in der EU zu bleiben.


Cool Master schrieb:
@nik_

Die ständige Bevormundung und Scheinpolitik.

Beispiele:

Plasma TV: Deutlich überlegen zu LCD warum gibt es keine neue mehr? Wegen der EU und der Stromverbrauchregel für Fernseher. Was juckt es die EU was ich für mein Strom zahle? Wenn ich ein TV mit 400 Watt Verbrauch haben will soll ich mir den kaufen können. Solange ich alles zahlen kann ist das nur mein Problem.

Der EU ist es völlig egal wieviel DU für Strom zu zahlen bereit bist. Nur zählt dein Egoismus eben weniger als das Gemeinwohl. Daher bekommst du auch keine schicken FCKW Kühlschränke mehr, deswegen sind giftige Stoffe verboten und man tut was gegen Energieverschwendung als Teil des Kampfs gegen den Klimawandel.

Cool Master schrieb:
@strempe

Eine Vereinigte Staaten von Europa wird es nie geben. Dafür sind die Kulturelen Unterschiede einfach viel zu extrem

Mache dir mal den Spaß und rede mit einem Texaner, einem New Yorker, einem aus Kalifornien und nur aus Spaß einem aus, sagen wir, Nebraska.


SonyFriend schrieb:
Unsere PKWs werden dort nun teurer werden, das ist klar. Aber die Masse an PKW ist das doch nicht, oder?

810.000 Fahrzeuge wurden 2015 aus Deutschland ins Vereinigte Königreich verkauft. Großbritannien ist für die deutsche Autowirtschaft das wichtigste Exportland. Also wenn das nicht "die Masse an PKW" ist...

CHB68 schrieb:
David Cameron wird als einer der größten Premierminister in die englische Geschichte eingehen. Er war der letzte demokratische Politiker in Europa.

Cameron wird als der größte Idiot in die englische Geschichte eingehen. Mit Sicherheit der, der aus innerparteilichen Gründen ausversehen, gegen die eigenen Überzeugung Großbritannien aus der EU geführt hat. Wenn er ganz viel Glück hat, wird mit seinem Namen auch das Zerbrechen des Vereinigten Königreichs und/oder von Großbritannien in Verbindung gebracht. Dann bekommt er einen Ehrenplatz in den Geschichtsbüchern der nächsten Jahrhunderte.


MichiLH schrieb:
36+ Monate später wird GB wirtschaftlich stärker dastehen als heute. (Ob nun 1 oder 9% sei mal dahingestellt)
Die EU ist, so wie sie jetzt ist, schon lange gescheitert.

Praktisch alle Wirtschaftsexperten, Analysten und Profis sehen das anders. Was ist deine Qualifikation außer der Fähigkeit Dir einen Forenaccount anzulegen?

AppZ schrieb:
Nun, John Oliver hat ausgerechnet das die 350 auch nicht stimmen, es sind eher 180. Aber trotzdem bleiben 180 mio pro Woche, die woanders untergebracht werden können.

Zukünftig zum Beispiel mit Zahlungen an die entsprechenden Fonds der EU um weiter Zugang zum Binnenmarkt zu haben. Nun aber mit dem Schmankerl, dass man über dessen Regelungen kein Mitspracherecht mehr hat. Das nenne ich dann mal "Independence"...
Versprochen hat man den Leuten eine Förderung des NHS - das ist aber längst kassiert...

Cool Master schrieb:
Ich finde einen Punkt sehr überzeugend, wenn Island es hinbekommt Handelsabkommen abzuschließen wird es das UK wohl auch hinbekommen ;)

Island ist (entschuldigt liebe Isländer) ein Pups im Atlantik mit 300.000 Einwohnern. Großbritannien ist, korrigiere war bis gestern, die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Die Relationen, die Themen und die Komplexität ist eine völlig andere.


miac schrieb:
Das Schottland und Irland oder auch Gibraltar in der EU bleiben wollten, ist doch klar.

Alle Transferempfänger wollen was vom Kuchen.

Wenn ich mir anschaue wo Gibraltar auf der Landkarte ist finde ich ganz reale und pragmatische Gründe in der EU bleiben zu wollen. Da wundern mich ehrlich gesagt schon die 4% der Wähler die für Leave waren.

Cool Master schrieb:
Sehe ich nicht so. Wie ich schon sagte gibt es noch das Commonwealth. Dazu kommt Deutschland hat auch ein sehr großes Interesse, dass es den Briten gut geht. Warum? BMW mit Mini und Rolls Royce. Neben Autos baut Rolls Royce eben auch Triebwerke für Airbus. Das UK hat also einige Pokerchips auf ihrer Seite und zudem warum sollte die EU ein Exempel statuieren? Wenn man in ein Club oder Verein eintritt darf man natürlich auch austreten.

Das Commonwelth to the rescue? Realistisch ist das eine historische Volkstümmelei zu Selbstversicherung der vergangenen Macht. Wirtschaftlich sind die Länder längst nicht mehr an England gebunden, die Kanadier sind nur zu höflich, der Queen ihren Stuhl als "Staatsoberhaupt" vor die Tür zu stellen. Die größte wirtschaftliche Relevanz dürften da heute die Commonwelth Games sein... Viel Spaß...

Lars_SHG schrieb:
ich glaube das ist auch wieder zu einseitig gesehen! Die Jugend von heute kennt nun mal nicht die Zeiten in den 80ern z. B..
Davon ab, warum sollten die "alten" Europa nicht gesehen haben? Die hatten doch viel mehr Jahre zum bereisen der Welt.

Du vergleichst die Generation, die, wenn überhaupt, einmal im Jahr eine Flugreise gemacht hat um 2 Wochen in Spanien zu entspannen mit der Generation für die Kontakt zu anderen Nationalitäten und Kurztrips in andere Länder oft normal sind. Eine Generation, die viel eher bereit ist ihre Praktika oder auch Jobs im Ausland anzunehmen, die bislang die Sicherheit hatte in 27 anderen Staaten problemlos Willkommen zu sein und die nun von den anderen Generationen die Tür zugeschlagen bekommen hat?

MIC778 schrieb:
Wenn die EU eine Freihandelszone wäre (wie es sie schon gibt nämlich EFTA) dann wäre die Schweiz dabei.

Die EU ist eine Freihandelszone und die Schweiz ist in weiten Teilen dabei. Willkommen in der Wirklichkeit.
Ergänzung ()

nik_ schrieb:
Denn die Briten fallen auch aus dem Schengenraum (mit dem Austriit aus der EU). Ich kann mir vorstellen, dass Nordirland und Schottland ihre Unabhängigkeit erklären. Die Schotten wollten es schon vor ein paar Monaten/Jahren. Im Endeffekt verliert GB in den nächsten Jahre eine Menge Privilegien die der Schengenraum bot.

Nur nebeinbei, Großbritannien war nie Teil des Schengenraums. Du verwechselt Schengen anscheinend mit dem EWR.
 
Hilbert Himmelw schrieb:
Island ist (entschuldigt liebe Isländer) ein Pups im Atlantik mit 300.000 Einwohnern. Großbritannien ist, korrigiere war bis gestern, die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Die Relationen, die Themen und die Komplexität ist eine völlig andere.

Und genau deswegen wird es für GB überhaupt kein Problemn sein, wenn schon Island das schafft.
 
Oh:

Rolle Rückwärts beim Brexit?

- Das Referendum ist rechtlich nicht bindend.
- Cameron will den formalen Austritt der sich eh über Jahre hinziehen könnte nicht mehr selber in Gang setzen, frühestens im Oktober..
- Schon über eine Million "Briten" stimmten via Online-Petition für ein weiteres Referendum
- Eine Petition die "Gesetzlich verankertes, zweites Referendum" fordert wenn die Wahlbeiteiligung unter 75% läge oder die eine Parteien nicht mit 60% gewinnt findet regen Zulauf:

http://www.faz.net/aktuell/politik/...men-fuer-ein-zweites-referendum-14307887.html


-London fordert mit 110.000 Stimmen seinen Bürgermeister auf die Stadt für unabhängig zu erklären und aus UK auszutreten


Nigel Farage und Boris Johnson erteilen fast allen Wahlversprechen eine Absage:
-Keine 350 Millionen die Woche für den NHS
-Keine begrenzung der Freizügigkeit aus der EU
-Kein Zahlungsstop an die EU
-Keine Ablehnung von EU-Rechtsprechung und Gesetztgebungskompetenz

(Weil UK letztlich doch von allem Profitiert, vor allem der Zugang zur Banklizenz und Binnenmarkt ist für plakative die Kosten/Nutzen Rechnung nie herangezogen worden)


Ich hoffe, es gibt kein zweites Referendum, sondern das sich der Brexit schlicht im Sande verläuft. Ein zweites Referendum könnte als
"Seht ihr, die EU ist gar keine Demokratie" aufgeladen und wieder zum Brexit führen. Womit man sich dann noch lächerlicher macht als ohnehin schon.

Das einzige was die Briten durch einen "Brexit" ändern würden, wäre ihr Mitbestimmungsrecht aufgeben. Sie brauchen die Assoziierung mit der EU, was alle Vor und Nachteile mit sich brächte.
Nur eben das ein Mann wie Farage sich nicht mehr ins EP wählen lassen könnte.
Ergänzung ()

Ganzir, Farage ist ein eloquenter Blender.

Was China von Island verlangen würde, ist nicht das gleiche was man von England erwartet.


Du kannst einem Kind einen Lolli schenken fürs Lächeln, aber du schenkst keinem Typen einfach dein Auto.

-Island macht viel geld mit Gas und Öl undproduziert fast nichts. Die brauchen einen Absatzmarkt und Konsumgüter.


-China will mit gewalt ins europäische Bankgeschäft einsteigen, Island hat quasi keins, UK will das nicht für die EU und nicht für sich selber.
-China will als "Marktswirtschaft" anerkannt werden, sich also Kritik an der Subventionierten Wirtschaft, überproduktion und der künstlich verbilligten Währung bitte sparen soll.
-China erwartet eine Befreiung von Zöllen. Zusammen mit der billigen Währung und den Subventionen hieße das eine überflutung des Marktes mit Konkurrenzlos günstigen Waren. Wer jetzt schon in UK über das Außenhandelsdefizit mit der EU jammert ..
 
Ja, weil die EU auf GB viel mehr angewiesen ist, als auf Island!
 
Ich möchte anmerken das es bei den Flüchtlingen nicht um Hilfe oder dergleichen ging, sondern in Deutschland geschätzt 800.000 billige Arbeitskräfte fehlen. Da ist das natürlich passend das zuvor ein Mindestlohn eingeführt welcher attraktiv genug für Andere (Wartezeit für Anträge wurden bzw. werden aus diesem Grund drastisch verkürzt) ist aber zugleich nicht attraktiv genug für Einheimische. Oder denken einige wirklich das man einfachso (nicht nur syrische) Flüchtlinge wovon es auf der Weltkarte massig gibt, einfach einladen tut ohne ausreichene Kontrollen etc. aber erst dann, nachdem ausreichend billige Arbeitskräfte angekommen sind, plötzlich von Regulierung spricht.

Das England onehin eine Sonderrolle einnimmt wo so oft auch, braucht einen nicht wundern da sie prozentual wenige aufgenommen haben. Auch abgesehen von dieser Flüchtlingsthematik, war der Austritt das beste was die Briten machen konnten. TTIP, CETA usw. werden kommen und das dies nicht gut für die Wirtschaft sein wird, sieht man an NAFTA. Dazu noch anderen verabschiedete Gesetze die mehr und mehr die Bürger belasten und zusätzliche Kosten darstellen. Ich bin gegen eine EU so wie sie momentan besteht.
 
Man ist gleichermaßen aufeinander angewiesen.

- UK ist ein Markt für EU Güter
- EU ist ein markt für UK Güter (15% BIP direkt mit EU)
- EU vergibt den britschen Banken ihre Lizenz.
- Arbeitsgenehmigung für London bedeutet Arbeitsgenehmigung für die EU

UK als Drittstaat mit Zöllen und Steuern würde auf den Deutschen und franzöischen Export drücken. Andererseits würde die Nachfrage nach englischen Produkten in der EU wohl stärker nachlassen, wenn sie mit Zoll belegt werden.
Der Britische Bankensektor würde wohl nach Frankfurt umziehen. So würden dann Exporte von Autos durch Steuern auf Finanzdienstleistungen aufgefangen. Keine Deutsche Kernkompetenz, aber auch nicht dramatisch.
 
Eben ..... die Briten habe nix anderes, als auf ganzer Linie verloren ... sie wissen es nur noch nicht so richtig !

Und dass der Euro jetzt gefallen ist, ist eine Folge der vermutlichen künftigen Beeinträchtigungen des EURO-Wirtschaftsraumes durch den Ausstieg der Britten aus der EU; der Euro wird sich aber höchstwahrscheinlich schnell stabilisieren und wieder erholen - das Pfund dagen wohl nicht !
 
Zuletzt bearbeitet:
koffeinjunkie schrieb:
TTIP, CETA usw. werden kommen und das dies nicht gut für die Wirtschaft sein wird, sieht man an NAFTA.
Das halte ich für absolut ausgeschloßen. Es kann ja nicht sein das Konzerne Gesetze die durch demokratisch gewählte Regierungsvertreter durch ein Schiedsgericht einfach aushebeln können. Und was bitte hat das Thema Flüchtlinge in diesem Thread verloren einfach die Suchfunktion benützen es gibt in diesem Unterforum geeignete Threads. Großbritannien hat doch nicht so viele aufgenommen also denke ich nicht das dieses Thema der ausschlaggebende Grund für den Brexit war.
 
Zuletzt bearbeitet: (Hab noch etwas hinzugefügt.)
@Kaffejunkie

von den ca. 2 Millionen Syrern die nach Deutschland kommen werden (mit Familiennachzug), erwartet nach vorsichtigen Schätzungen zu 90% die Arbeitslosigkeit, weil ohne Sprachkompetenz auch ein "Mindestlohnjob" nicht drin ist. Und selbst dafür müssten noch von der ersten Million
400.000 Unbearbeitete Anträge auf Asyl und 300.000 noch nichteinmal gestelte anträge bearbeitet werden.



Die Menschen sind einfach so gekommen. Man hätte sie vor Zäune stellen können. Man hätte überall entlang der Balkanroute wilde Lager provozieren können. Man hätte die Augen verschließen müssen vor dem Leid, und man hätte Grenzübergreifende Einsätze gebraucht um die Leute "irgendwo" hinzubringen. Die Türkei hätte sie wohl nicht aufgenommen.
-> Oder man lässt sie bis Deutschland laufen und sortiert sie hier.
Nun ist die Balkanroute zu, die Flüchtlinge gestoppt. Überall da wo sich sonst kein Ausländer blicken lässt sorgt die "Krise" immernoch für Panik.

Genau wie der UKIP kann man hier die Leute mit irrationalen Ängsten vor den Karren spannen.

"Es ist mir egal das es erwiesen ist, ich habe so ein Gefühl !"

Man muss den Asylanten nur eben klarmachen, dass sie ohne Qualifikation keine Zukunft in Deutschland haben. Und sie nicht ewig hinhalten und sie am Rand der Gesellschaft mit anderen Abgehängten um die Gaben des Sozialstaats "kämpfen" lassen.
Das kommt aber noch.

Ein System "den Deutschen Arbeiter zu verdrängen!" Sehe ich nicht.

Ja, der Mindestlohn ist relativ gering. Aber es ist der MINDESTlohn. Der Gilt für alle. Selbst Unqualifizierte ohne Schulabschluss.

Doktorranden (in den Naturwissenschaften) arbeitet effektiv für weniger. Geht auch irgendwie.

Für mich muss vor allem das Rentensystem angepasst werden. Das Modell vom Bandarbeiter mit 50 Mark Stundenlohn und 40 Betribeszugehörigkeitsjahren der neben der gesetzlichen auch noch eine Betriebsrente bekommt, das ist kaputt und heute nicht wiederzubeleben.
In der Realität hat nur Deutschland und Mexiko so ein System bei dem es keine Mindestrente gibt, und die Rentenbeiträge sogar GEDECKELT sind, so das Gutverdiener nicht ihr Gesamtes Einkommen zur Rente hinzurechnen müssen.

Geringverdiener und Aufstocker sollten im aktuellen System besser nicht vorsorgen. Wenn sie es überhaupt übrig hätten. Es lohnt isch nicht. Bei der Aufstockung wird angesammeltes Geld eh mit einkalkuliert, genauso wie bei der "Verrentung eines Arbeitslosen".
Daran ist das altertümliche Rentensystem in Deutschalnd schuld.
Es muss auf ein Steuerbasiertes umgestellt werden. Mit Mindest und Höchst-Rente, erhöhtem Renteneintrittsalter, und ohne Deckelung bei den Beiträgen (solidarisch)
 
KTelwood schrieb:
Für mich muss vor allem das Rentensystem angepasst werden. Das Modell vom Bandarbeiter mit 50 Mark Stundenlohn und 40 Betribeszugehörigkeitsjahren der neben der gesetzlichen auch noch eine Betriebsrente bekommt, das ist kaputt und heute nicht wiederzubeleben.

50 Mark Stundenlohn am Fließband hat auch zu besten DM-Zeiten ein Arbeiter am Fließband nicht einmal annähernd verdienen können !
 
Kronos60 schrieb:
Das halte ich für absolut ausgeschloßen. Es kann ja nicht sein das Konzerne Gesetze die durch demokratisch gewählte Regierungsvertreter durch ein Schiedsgericht einfach aushebeln können.

Ach, mit genügend Anwälten ist die Schaffung undurchsichtiger Gesetze ein Kinderspiel! :D

Kronos60 schrieb:
Und was bitte hat das Thema Flüchtlinge in diesem Thread verloren einfach die Suchfunktion benützen es gibt in diesem Unterforum geeignete Threads. Großbritannien hat doch nicht so viele aufgenommen also denke ich nicht das dieses Thema der ausschlaggebende Grund für den Brexit war.

Die Gründe der BrexitBefürworter waren nicht ausschließlich faktenbasiert:

An der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligt sich der riesige Inselstaat fast überhaupt nicht. Gerade einmal 20.000 Migranten - und auch nur aus Syrien - wolle man bis 2020 aufnehmen.... Die Asylfrage stand dennoch im Vordergrund der Wahlschlacht. ... Seit Anfang 2016 hatte Großbritannien zudem eine "Notbremsen"-Funktion: Steigt die Zuwanderung auf ein "ungewöhnliches Maß" an, kann ein "Schutzmechanismus" beantragt werden, wobei hierbei die Kürzung als auch die Streichung von Sozialleistungen für EU-Ausländer möglich wären - das war ein Zugeständnis aus Brüssel an Cameron und seine Kampagne.

Quelle: http://www.merkur.de/politik/brexit...muessen-sie-zum-brexit-wissen-zr-6487461.html

KTelwood schrieb:
von den ca. 2 Millionen Syrern die nach Deutschland kommen werden (mit Familiennachzug), erwartet nach vorsichtigen Schätzungen zu 90% die Arbeitslosigkeit, weil ohne Sprachkompetenz auch ein "Mindestlohnjob" nicht drin ist. Und selbst dafür müssten noch von der ersten Million
400.000 Unbearbeitete Anträge auf Asyl und 300.000 noch nichteinmal gestelte anträge bearbeitet werden.

Das kann schon deshalb nicht sein, da nach Zahlen von dieser Woche die ersten 350.000 Integrationsmaßnahmen (=Sprachunterricht) beendet worden sind. An der Sprache kann es also nicht liegen. Zudem hatten wir auch schon vor der "Asylkrise" Menschen in Niedriglohnjobs, mit denen man sich auf Deutsch so gut wie gar nicht verständigen konnte. Schon mal ein Hermes-Paket bekommen? Mal versucht, im Kaufhof mit der Klofrau zu reden?

Ein Grund für Angst ist das alles nicht. Aber offenbar gibt es ein paar Politiker, die solche Umstände ausnutzen, um eine Atmosphäre der Angst und der nationalen Abschottung zu schaffen. Dabei ist Öffnung die Lösung und nicht Abschottung. Denn auch wenn De Maziere die "Asylkrise" nach dem Abkommen mit der Türkei für beendet erklärt hat, die Ursachen sind noch immer da.

Und auch die Effekte sind noch immer da. Effekte, die mal wieder gezeigt haben, dass "die EU" vor allem ein Selbstbedienungsladen ist, der immer dann in eine Krise gerät, wenn es um Geben statt Nehmen geht. Wenn der Brexit also eine gute Eigenschaft hat, dann dass er gezeigt hat, dass nicht alle Menschen bereit sind, den Moloch der völlig fehlgeleiteten guten Idee der Europäischen Gemeinschaft unreflektiert von einem Jahr zum nächsten zu schleppen. Ob die dringend nötige Diskussion um eine Reform dann tatsächlich geführt wird, das werden die nächsten Monate zeigen.
 
@KTelwood
Ach, die ganzen Niedriglohnjobs können Flüchtlinge nicht bewerkstelligen? - Dann gehe mal bitte raus in die Realität und in den Alltag, sie können sehr wohl. Alleine in meinem Umfeld sind soviele Mieter ausgezogen und Flüchtlinge (als auch Nichtflüchtlinge) hergekommen mitsamt Nachzug, die haben einen Job und das was andere Einheimische nicht tun. Da halte ich dich mal spontan bewandert genug das du problemlos einige Berufe dafür selbst ausdenken kannst. Da ist die Sprachbarriere entsprechend der Tätigkeiten die eben für Billigarbeitskräfte wie gemacht sind, völlig belanglos. Und einfach so kommt niemand, dahinter steckte eine bemerkenswerte Logistik die gezielt Menschen hierher gebracht hat womit ich nicht nur auf Schlepper hinweisen möchte.

Diese Entwicklung war so gewollt weil hier Billigarbeiter für die Wirtschaft fehlen. Dieses Defizit wurde hiermit zugemacht und man kann schnell jemanden in einen Job vermitteln wen er nicht wie diejenigen die schon hier sind und berechtigterweise einfach mehr verdienen wollen, da um Gehälter handeln. Ich sehe es an meinem Wohnort und an den Firmen sowie Postdienstleister wen sie so einstellen, sprich unmittelbar erlebe ich das Gegenteil von dem was du sagst. Selbst mit brüchigem Deutsch, werden Kurierfahrer angenommen und arbeiten mehr schlecht als recht. Qualifikationen? - Das ich nicht lache...es geht um Geld und wo man sparen kann, ist es unerheblich wer das macht solange es gemacht wird. Da aber zu Offtopic, beende ich das jetzt hier.

@Kronos60
Ich habe doch selbst geschrieben das UK nicht soviele aufgenommen hat. Es war nur eine Anmerkung weil ich mit vorangehende Posts durchgelesen habe. Da wurde es ein wenig angeschnitten. TTIP und Co. sind beschlossene Sache. Das sieht man doch seit Jahren das Abkommen und Gesetze verabschiedet werden, auch wenn es die Menschen nicht wollen. Meinst du das ändert was daran. Lieber so gleich aus dem sinkenden Boot aussteigen statt den letzten Dolchstoß zu empfangen. Ich kann mich da nur wiederholen das die Briten letztendlich auf Jahre hinweg, besser dastehen werden wenn Europa mal heruntergewirtschaftet wurde, zumindest die meisten Staaten die sich darin befinden und onehin schon Pleite sind und von anderweitigen Steuergeldern die dann u.a. hier fehlen, befüllt werden. Dort kommt es zudem nicht mal den richtigen Stellen an. Und so geht der Kreis der Geldumverteilung stetig weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kronos60 schrieb:
Das halte ich für absolut ausgeschloßen. Es kann ja nicht sein das Konzerne Gesetze die durch demokratisch gewählte Regierungsvertreter durch ein Schiedsgericht einfach aushebeln können.

Das sind ja nicht Konzerne, die Gesetze aushebeln, sondern es sind die eben zitierten "demokratischen Regierungsvertreter" die auf ebeso demokratische Weise beschließen, dass in gewissen Rechtsbereichen eben die ansonsten gültigen Gesetze ausgeschlossen sind, etwa durch den Beschluss über ein bestimmtes Handeslabkommen wie TTIP !

Und das ist ja auch gar nix Neues, es gab auch in Deutschland schon immer Schiedgerichte auch im Wirtschaftsbereich. Unser Zivil- und Handelsrecht ist und war in diesem Bereich schon immer dispositiv, das heißt, wenn zwei Rechtspersonen, also nicht nur bei natürlichen Personen, sondern genau so bei juristischen Personen, Konzernen etc, miteinander Verträge geschlossen und darin vereinbart haben, dass der ordentliche Rechtsweg ausgeschlossen bleibt und statt dessen ein Schiedsgericht angerufen werden kann, dann war und ist das immer schon rechtskonform !

Und der sinvolle Hintergrund hinter solchen Schiedsgerichten ist es , dass man dadurch zu relativ schnellen Entscheidungen kommen kann, die man auf dem langwierigen und umständlichen Rechtsweg vielleicht nur in Jahren erreichen könnte.

Aus diesem Grunde sind und waren im Wirtschaftsbereich auch in Deutschland Schiedsgerichte schon immer beliebt und wurden und werden häufig angewandt, auch wenn der unbedarfte Normalbürger davon gar nichts weiß oder wußte !

Die Sache wurde wohl erst jetzt durch militante TTIP-Gegner so richtig aufgebauscht und an die Öffentlichkeit gezerrt, genauso wie dieselben Kreise auch mit Schlagworten wie "Chlorhähnchen" populistisch Stimmung zu machen versuchen, ohne dazu nähere Erläuterungen zu geben ; dabei ist etwa Chlor auch bei uns - genauer genommen müsste man von Chloriden sprechen - ein häufiges, und beliebtes und Defesinfektionsmittel, das wir beispielsweise für unsere Schwimmbäder benutzen und darin herumschwimmen oder das sogar in unserem eigenen Körper, in der Magensäure vorkommt und ganz lebenswichtige Funktionen erfüllt !

Wie weit mn mit Populismus kommen kann, das hat ja, wie gesagt, jetzt ganz deutlich der soeben beschlossene Brexit gerzeigt !
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja zum Thema Tipp, also ich kann mir nicht vorstellen das es durch alle Parlamente gebracht wird, vor allem nicht bei den Visegradstaaten. Ich schlage vor warten wir mal ab. Aber wenn ich mich recht erinnere gibt es auch dafür einen eigenen Thread bin mir aber nicht ganz sicher.

Für die Arbeitnehmen egal aus welcher Bevökerungsschicht sind nur Nachteile zu erwarten, und es ist ja auch nicht nachvollziehbar warum die Verhandlungen im Geheimen stattfinden soviel ich weiß haben nur die einzelnen Abgeordneten zugriff darauf.
 
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