Deutsche Glasfaser > wo Hausanschluss legen?

Waldtraud

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Hallo zusammen :)
Bei uns verlegt die Deutsche Glasfaser das Kabel. Mein Anschlussvertrag ist unterschrieben und auch war schon jemand da, um das Legen des Hausanschluss festzulegen.
Bisher ich festgelegt, dass der Hausübergabepunkt im Keller liegt quasi neben meinem Heizölstutzen in den Keller geht.
Ich soll dann ein 20mm Loch bohren, um Kabel mit Stecker zum endgültigen Platz des Routers zu führen.
Nun frage ich mich, muss das sein oder kann ich beispielsweise oberirdisch auch direkt ins Wohnzimmer legen lassen?

Habe bereits eine Bohrung im Mauerwerk worüber alte Fernsehantennen-Kabel von draußen ins ebenerdige Wohnzimmer gehen. Kann ich evtl. die deutsche Glasfaser bitten, oberirdisch ins Gebäude zu gehen?

Was meint ihr?
 
Hm die haben keinen Kundensupport und wir sollen raten was die machen können ?

Ehrlich das ist als ob man zu einem Auto Fan geht und fragt wie einen VW das Auto zusammebaut ... ( wobei der Fan nicht mal in so einer Fabrik war )
 
Soweit ich weis, legen die in ca. 50-60 cm Tiefe, zumindest bei mir. Ich denke nicht, dass die oberirdisch legen, ist vermutlich auch zu anfällig was Beschädigungen angeht. Es muss wohl zumindest mal unterirdisch in Haus.

Ich lasse die Glasfaser direkt am Hauseingangspunkt enden und lege danach ein Netzwerkkabel zum Router. Das ist einfacher was Biegeradius angeht. Außerdem kann ich es mal problemlos entfernen, wenn ich was im Keller verändern will.

Aber am besten du rufst da an.
 
Ich schätze das das Kabel unterirdisch verlegt wird und im Keller ankommen "muss".
Aber niemand hindert dich daran von da aus mit einem Kabel ins Wohnzimmer zu gehen, um den Router dort anzuschließen.

Glasfaser heißt du bekommst zwei "Kästchen".

Der ersten Kasten ist der HÜP (Hausübergabepunkt). Da rein läuft das Glasfaserkabel. Das Ding braucht keinen Strom.
Dieser dient nur als Trennstelle zwischen "bis ins Haus" und "im Haus". Der wird wohl in den Keller müssen, da dort das Kabel von der Straße im Gebäude ankommt.

Von da aus geht es mit einem weiteren Glasfaserkabel (laut Deutsche Glasfaser max. 20m lang) in den zweiten Kasten, den NT (Network Termination, Netzabschluss).
Das Ding braucht Strom, denn das ist das Glasfaser-Modem, dass die Glasfaser auf Ethernet umsetzt. Von da aus gehst du mit einem normalen Netzwerkkabel in den Router.

Von der Straße in den HÜP. Dann mit einem Glasfaserkabel in den NT. Dann mit einem Ethernetkabel in den Router.

Du solltest also ein Leerrohr vorbereiten. Ob du den NT im Wohnzimmer anschließt und demzufolge mit einem Glasfaserkabel vom Keller zum Wohnzimmer gehst
oder ob du den NT ebenfalls im Keller montierst und mit einem Ethernetkabel ins Wohnzimmer gehst, wo dann nur der Router hinkommt, ist deine Entscheidung.
 
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Haben die eigentlich ein komplett eigenständiges Netz oder nutzen die die DSLAMs der Telekom mit?
 
Deutsche Glasfaser baut ein komplett eigenes Netz. Da hat die Telekom nix zu melden.
 
Ich würde sagen, dass das Kabel in 60cm Tiefe (im Garten, 80cm unter Straßen und Wegen) verlegt sein muss, um ausreichend Schutz vor Frost und mechanischer Belastung zu bieten, zumindest bei Stromkabeln ist das der Fall.
Wenn du eine Bohrung im Keller machst, musst du auf Dichtigkeit achten. Bauschaum ist da nicht unbedingt die richtige Wahl.
 
Auf Wunsch geht das auch oberirdisch, wie hier in Bildern, wenn z.B. jemand oben wohnt.
https://schermbeck-online.de/wie-kommt-das-glasfaserkabel-in-die-obere-etage/
Manche Leute haben ja gar keinen Keller.

Die DG bohrt eigentlich immer ihr eigenes Loch, da sie nicht weiß, wie das alte, vorhandene Loch beschaffen ist. DG dichtet das Loch auch selber ab, so einer Art Einwegspritze wird von außen reingedrückt. Mit dem 20 mm Loch ist das Loch im Haus vom Keller ins EG gemeint, das macht der Kunde in Eigenregie. Ich würde den HÜP im Keller lassen. HÜP samt Speedpipe zwischen Ardo Gardine und Hülsta Möbel sieht nicht so hübsch aus. Die Arbeit und Ausführungsqualität des Anschlusses hat eher Tiefbau-Charme. Man hat ja auch nicht den HüP, APL vom Kabel- oder Telefonanschluss im Wohnzimmer.

Die DG legt eher flach (40 cm), was von manchen kritisiert wird. Sie will damit vermutlich vorhandenen Leitungen aus dem Weg gehen.

@bumbklaatt: Die DG nutzt nicht die DSLAM der Telekom, das wäre DSL und kein Glasfaser. Die Stellen in der Ortschaft so eine Art Fertiggarage auf (PoP). Hier in der Mitte zu sehen.
Hier noch ein Youtube-Video.
 
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Also bei mir hat die DG das nicht genutzte Abluftrohr des Wäschetrockners und das Loch von der Gasleitung genutzt um das Kabel ins Haus zu legen. Das war für die kein Problem. Im Gegenteil. Es ging dadurch viel schneller!
 
Ich gehe davon aus, dass das konkret vom jeweiligen Arbeiter vor Ort abhängt. Ich habe das live bei zwei Anschlüssen angefragt und wurde mir mit Garantieansprüchen usw. verneint. Zumindest bei einem Keller wollte ich selber bohren und dann ist das eingetreten, was ich befürchtet habe. DG hat volle Pulle, husch husch durch die Wand gedonnert. Ein paar Tage später habe ich dann einen halben Kalksandstein in den Rhododendren gefunden. Bei besserem Wetter werde ich etwas graben und versuchen das wieder zu flicken. Der Schwarzanstrich des Kellers fehlt ja jetzt auch an der Stelle.
 
KnolleJupp schrieb:
Der ersten Kasten ist der HÜP (Hausübergabepunkt). Da rein läuft das Glasfaserkabel. Das Ding braucht keinen Strom.
Dieser dient nur als Trennstelle zwischen "bis ins Haus" und "im Haus". Der wird wohl in den Keller müssen, da dort das Kabel von der Straße im Gebäude ankommt.

Von da aus geht es mit einem weiteren Glasfaserkabel (laut Deutsche Glasfaser max. 20m lang) in den zweiten Kasten, den NT (Network Termination, Netzabschluss).
Das Ding braucht Strom, denn das ist das Glasfaser-Modem, dass die Glasfaser auf Ethernet umsetzt. Von da aus gehst du mit einem normalen Netzwerkkabel in den Router.

Von der Straße in den HÜP. Dann mit einem Glasfaserkabel in den NT. Dann mit einem Ethernetkabel in den Router.

Wir haben Glasfaser von der EWE und nur einen Kasten bekommen. Hier ist HÜP und NT in einem Gerät. Von dort habe ich ein LAN Kabel durch Leerrohre, Patchpanel etc. bis zur Fritzbox gelegt. Funktioniert wunderbar. Ich habe auch schon den Standort der Fritzbox 2x verändert, damit das WLAN Signal besser verteilt wird. Da bin ich mit den LAN Kabeln in Leerrohren sehr flexibel.

Wilhelm14 schrieb:
Ich gehe davon aus, dass das konkret vom jeweiligen Arbeiter vor Ort abhängt. Ich habe das live bei zwei Anschlüssen angefragt und wurde mir mit Garantieansprüchen usw. verneint.
Bei uns wurde ein nicht benutztes Wasserrohr verwendet, dass ursprünglich mal für einen Wasseranschluss draußen gedacht war, aber nicht mehr notwendig ist. Das war kein Problem und hat die Arbeit deutlich vereinfacht.
Wilhelm14 schrieb:
Ein paar Tage später habe ich dann einen halben Kalksandstein in den Rhododendren gefunden. Bei besserem Wetter werde ich etwas graben und versuchen das wieder zu flicken. Der Schwarzanstrich des Kellers fehlt ja jetzt auch an der Stelle.
Das ist natürlich Käse und ich würde zumindest überlegen, ob ich das an die DG weitermelde zwecks Regulierung.
 
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bumbklaatt schrieb:
Haben die eigentlich ein komplett eigenständiges Netz oder nutzen die die DSLAMs der Telekom mit?

Der Name sagt ja schon GLASFASER, ein DSLAM wird aber für DSL benötigt und DSL läuft nur über Kupfer zum Kunden. Die Telekom hat da nichts zu melden und auch die letzte Meile der Telekom wird nicht benötigt.
 
@TheTrapper ... er meint sicher keinen DSLAM sondern halt die Glasfaser Gegenstelle wo man aufgeschaltet wird.

Ist ja am Ende auch ein Kasten an einer Strassenecke ...
 
Der Subunternehmer/Tiefbauer legt Dir das Kabel dahin, wo Du es haben möchtest. Zur Not kostet es eben ein Trinkgeld von 20...50 €.
 

Grundsätzlich geht das. Sollte man aber ggf. im Vorfeld besprechen.
 
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