News Deutsche Telekom: T-Systems streicht bis zu 5.600 Stellen in Deutschland

mischaef

Kassettenkind
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#1
Die Telekom-Tochter T-Systems hat mit dem Betriebsrat eine Einigung erzielt, auf deren Basis die Sanierung der kriselnden IT-Sparte vorangetrieben werden kann. In einer ersten Welle sollen auch 3.765 Stellen in Deutschland abgebaut werden. Weitere könnten folgen, wenn es nicht gelingt, die Talfahrt des Unternehmens zu stoppen.

Zur News: Deutsche Telekom: T-Systems streicht bis zu 5.600 Stellen in Deutschland
 
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#2
Deutsche Telekom, richtig ekelhafter unsympathischer Saftladen und vor Allem größtenteils mit verantwortlich für den schlechten Zustand der deutschen IT-Infrastruktur.
 
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#5
Ohje mehr gibts ned zu sagen.

Wenigstens sind in DE wieder genug Fachkräfte am Markt.
 

Cai-pirinha

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#6
Auch T-Systems hat anscheinend massiven Fachkräftemangel...
ging mir auch sofort durch den kopf. präzisiere: massiven billigfachkräftemangel. dann stimmts auch. fachkräfte gibts genug, aber die, die sich ausnehmen lassen unter dem vorwand von "uns gehts schlecht", "man muss sparen", "schwierige zeiten", "unsichere zukunft", "hohe investitionslast", werden immer weniger. man kann die märchen ja auch nicht mehr wirklich gut halten.
 
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#7
Die Menschen werden sich noch wundern, wenn es zukünftig keine gelernten Kräfte mehr gibt, welche seit Jahrzehnten zu "ihren" Firma stehen, sondern nur noch meist studierte Egomanen die ganze Firmen in Richtung Abgrund ziehen können.

Nun erntet man langsam was man sät und man quetscht immer mehr aus wo es nur geht und Nachhaltigkeit spielt im modernen Management nur noch auf einem Werbeplakat eine Rolle. Viele Junge die heute in dieses Horn blasen werden sich noch wundern, wenn sie selbst im 40. - 50. Lebensjahr entweder im Burnout landen oder von Jüngeren einfach mal so ersetzt werden, denn wirklich jeder ist ersetzbar!

Berufsheuschrecken ziehen durch die Firmen und machen als indivual- und ausschließlich zielgesteuerte Nomaden mit wenig Berufserfahrung, Empathie und Einfühlungsvermögen alles durcheinander, bevor sie meist auch noch mit gutem Zeugnis weiterziehen oder weggelobt werden. Da werden Leute Geschäftsführer oder Abteilungsleiter, die von dem zu Verantworteten noch nie etwas gehört haben, aber eine Menge von einem 12 - 16 Stundentag und dauernder Erreichbarkeit, aber alle Gewerkschaften für die Pest halten. Dass es viele Ideen meist schon mal gab ist egal, dann bekommt das Ding eben einen anderen Namen, denn früher waren alle dumm und alle die länger dabei sind durchschauen den Karrieretypen zu schnell oder gelten als zu bequem um sich "neue Herausforderungen" zu stellen.

Plattformen wie Xing sind voll mit teilweise abgesägten Studierten oder Führungskräften, die aber obwohl sie oft wegen Unfähigkeit "gegangen" wurden meist noch ohne Anwesenheitspflicht ein volles Vertragseinkommen bis Ende des Jahres und ein gutes Zeugnis vom alten Arbeitgeber bekommen, nur dass sie darüber den Mund halten, sich neu bewerben und danach endlich verschwinden.

Beim neuen Arbeitgeber machen sie dann aber genauso weiter, zumal man dort entweder von alten Untugenden nichts weiß oder viele Führungsjobs mittlerweile oft aufgrund alten Seilschaften (viele sind Nachbarn, Studienkollegen oder man kennt sich sonstig aus der Vergangenheit und teilt die gleiche Ideologie und man holt sich natürlich keine Rebellen in den eigenen Führungskreis) vergeben werden, womit man selbst als Nullnummer immer wieder auf die Füße fällt.

Ich möchte deshalb nicht mehr von vorne anfangen, denn es wird schlimmer und die modernen Führungskräfte immer jünger, eingebildeter und da man die Jugend und ständige Veränderung für den absoluten Standard hält, vieles immer weniger planbar und chaotischer.

Wenn aber euer neuer oder vielleicht jüngerer Chef menschlich schwer in Ordnung ist, seine Mitarbeiter als Team und sich selbst nur als ein Teil des ganzen sieht und und um eure Meinung bittet - steht hinter ihm, denn so etwas ist selten und er wird noch weiter positiv reifen ...
 
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#8
Der Fachkräftemangel in Deutschland ist mittlerweile als prekär zu bezeichnen. Ich befürchte dass wir spätestens in 5-10 Jahren ein sehr jähes Erwachen erleben werden.

Es ist wirklich schade dass die deutsche Wirtschaft nicht langfristig denkt und handelt.

Zudem ist fraglich wie lange man sich noch auf dem Rücken des deutschen Mittelstandes ausruhen/austoben kann.

On Topic:

T-COM, T-Systems ... ... , ganz unsympathischer Laden, für den ich im Leben nicht arbeiten möchte.

Mir tut‘s nur für die betroffen Menschen leid.

Liebe Grüße
Sven
 
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#9
Naja wer als wirklich qualifizierte Fachkraft in der IT-Branche sich noch immer in Deutschland ausbeuten lässt hat irgendwie denke ich eh den Pfiff nicht gehört.

Sicher wirklich doof für jene die nun auf der Staße landen und den Job evtl wirklich mochten, aber es ist nicht weit um aus Deutschland rauszukommen und als wirkliche Fachkraft noch vernünftige Löhne zu guten Arbeitsbedingungen zu bekommen. Schweiz, Luxemburg, Norwegen, Lichtenstein und diverse weitere.

Ist natürlich leider meist auch nur eine Option für jene, die sich nicht schon felsenfest irgendwo niedergelassen haben, Haus gebaut, Familie gegründet, Kinder usw. fest verwurzelt an dem Ort... in solchen Fällen kann ich nur viel Glück wünschen und für mich die Lehre draus ziehen, mich nie so fest an einen Ort zu binden, schon gar nicht wenn ich bei einem ich nenne das mal Neo-Management-Getriebenes Unternehmen ist für das ich arbeiten soll.

Viele werden es kennen, der alte "WasAuchImmer"-Officer ist weg, ein neuer kommt, man muss sich beweisen, heißt der alte Schlick des Vorgängers muss weg, man muss sich gesund schrumpfen, war ja alles mist was bis dahin gemacht wurde und um den eigenen Bonus direkt zu sichern muss kurzfristig aus dem zu erwartenden Umsatz viel mehr Gewinn rausspringen. In den Management-Mühlen wird einem dann schon auch früh genug der Skrupel ausgetrieben, dies einfach durchs Feuern von "Untergebenen" zu erreichen. 2 Jahre Später, wenn man dann das Sinkende Schiff als erstes verlässt und dabei über die Köpfe derer steigt, die den Seich ausbaden dürfen, interessiert es ja nicht mehr.
 

Unnu

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#10

Nagilum99

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#11
Deutsche Telekom, richtig ekelhafter unsympathischer Saftladen und vor Allem größtenteils mit verantwortlich für den schlechten Zustand der deutschen IT-Infrastruktur.
Klingt wie vom Kneipenstammtisch, nach anstrengendem Sauf... Arbeitskreis.
Aber gut zu wissen, dass die Telekom für die deutsche IT-Infrastruktur verantwortlich ist - man lernt ja nie aus... :freak:
 
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#12
Etwas Off-Topic, aber im Rahmen:
Die Hans Böckler Stiftung hat am 29.08. eine Studie herausgegeben, wonach der Fachkräftemangel, wie er von der DIHK (Industrie- und Handelskammer) formuliert wird, für überzogen gehalten wird.

Link zur Zusammenfassung (vollständige Studie weiter unten als PDF): https://www.boeckler.de/14_115491.htm?agreementfordataprotection=true

Andererseits melden mir Handwerksbetriebe sowie die Handwerkskammer (habe beruflich u.a. mit denen zu tun) einen echten Mangel an.

Kurzum: Haltbar ist es eher, im Rahmen von Fachkräftemängel einzelne Berufe zu nennen, als wie manch' einer pauschal ein Defizit herbeizureden.

On-Topic: Also die typische Entwicklung: Stellen streichen, outsourcen, gleiche Belastung auf weniger Arbeiter konzentrieren. Kaum ein Berufsfeld ist von so etwas sicher.
 

Unnu

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#13
als wirkliche Fachkraft noch vernünftige Löhne zu guten Arbeitsbedingungen zu bekommen. Schweiz, Luxemburg, Norwegen, Lichtenstein und diverse weitere
Geht auch in D.
Führungsposition in DÜ mit Vermittlung Near- /Offshore, Deutsch ist Pflicht. Indisches Englisch sollte man verstehen können. Ok und sein Fach beherrschen. 82k zzgl. 15% Bonus.
Diverse Nachteile gibt‘s halt auch.
Aber sonst. Wer‘s mag.
 
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#14
Geht auch in D.
Führungsposition in DÜ mit Vermittlung Near- /Offshore, Deutsch ist Pflicht. Indisches Englisch sollte man verstehen können. Ok und sein Fach beherrschen. 82k zzgl. 15% Bonus.
Diverse Nachteile gibt‘s halt auch.
Aber sonst. Wer‘s mag.
Und warum tust du dir das in Verbindung mit ca. 40% Lohnsteuer an?
Das ist doch das Perfide in Deutschland, desto mehr du Verdienst, desto weniger macht es noch Sinn in Deutschland zu arbeiten.
In Bern würdest du vermutlich jenseits der 120k landen in einer Führungsposition, 14% Steuern sind da dann zwar vergleichsweise schon hoch für die Schweiz und 42h sind üblich aber dafür sind die 42h wesentlich entspanner. In Zürich dasselbe, mit besserem Steuersatz, idr nochmal höherem Gehalt, dafür generell etwas höheren sonstigen Kosten sodass es sich in etwa ausgleicht.

Und bevor der Mythos der noch heftig reinschlagenden Krankenkasse aufkommt: selbst bei teuren Krankenkassen landest du in Zürich bei maximal ca 450 CHF wenn du einen niedrigen Selbstkosten-Wert wählst, das ist dann schon weniger als du aktuell zahlen wirst in der gesetzlichen.

Umgekehrt sind 82k/a hier eher der Lohn von Fachkräften mit wenig Berufserfahrung und ohne Führungsverantwortungen. Als Engineer (nicht Junior) sind 82k schon eher unterkante, außer in den sehr ländlichen Kantonen wo dafür die Mieten sehr viel günstiger sind.
 

Unnu

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#15
@7hyrael : Du missverstehst. Tu ich nicht. War ein Angebot.
Ja, in CH wäre ich bei so um die 130k EUR.
Umziehen in D ist zur Zeit ausgeschlossen! Kostet viel zu viel. Dann noch Kind & Kegel mitnehmen?
Nehhhneh. Viel zuviel Stress!
 

dermatu

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#16
Telekom macht Rekordgewinne. Aber weil es bei T-System nicht gut läuft setzen Sie 5600 Leute auf die Straße ... Wenn die Telekom Tochter in die falsche Richtung rudert sollte man vielleicht den Steuermann entlassen nicht die 5600 Ruderer ...

Quelle:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/telekommunikationsunternehmen-deutsche-telekom-steigert-gewinn-kraeftig-bilanz-in-der-blitzanalyse/20990548.html

Was den Fachkräftemangel angeht finde ich das auch völlig übertrieben. Klar fehlen in bestimmten Branchen Leute aber das liegt doch eher an schlechten Arbeitsbedingungen und mieser Bezahlung.

Die Doku hat zwar schon paar Jahre auf dem Buckel aber die Methoden ab wann man von Mangel spricht sind sicherlich die gleichen:

 
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#17
@7hyrael : Du missverstehst. Tu ich nicht. War ein Angebot.
Ja, in CH wäre ich bei so um die 130k EUR.
Umziehen in D ist zur Zeit ausgeschlossen! Kostet viel zu viel. Dann noch Kind & Kegel mitnehmen?
Nehhhneh. Viel zuviel Stress!
Das ist was ich meinte, ich bin noch in der luxuriösen Situation sehr flexibel zu sein mit meiner Frau, sobald das Mal Weg ist will der Job gut gewählt sein...
Ergänzung ()

Telekom macht Rekordgewinne. Aber weil es bei T-System nicht gut läuft setzen Sie 5600 Leute auf die Straße ... Wenn das Telekom Tochter in die falsche Richtung rudert sollte man den Steuermann entlassen nicht die 5600 Ruderer ...
Aber wie soll der denn ohne seinen Bonus überleben?
 
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#18
Traurig.
Denke ein Großteil der Belegschaft wird dennoch anderweitig unterkommen.
T-Systems hat eh schon lange einen Teil der Aufträge an Subunternehmer weitergegeben.
Die Stammbelegschaft welche bei T-Systems ausgestellt wird, wird am gleichen Arbeitsplatz bleiben.
Nur eben als neue Arbeitnehmer bei den Subunternehmen (natürlich weitaus schlechter bezahlt).
 
U

<unknown>

Gast
#19
Deutsche Telekom, richtig ekelhafter unsympathischer Saftladen und vor Allem größtenteils mit verantwortlich für den schlechten Zustand der deutschen IT-Infrastruktur.
Woher nehmen die Leute von deinem Stammtisch immer diese Behauptungen?
Diese Behauptung ist schlicht absolut falsch!

Früher standen bereits Pläne und die Umsetzung eines flächendeckenden Ausbaus fest und nur durch eine falsche politische Entscheidung, wurde die Umsetzung gestoppt und stattdessen das Geld für den Ausbau für unseren Fernsehempfang verwendet.
Warum? Die Politik war der Meinung, dass das Internet keine so große Zukunft haben wird und Fernsehen für alle in Deutschland wichtiger ist. Alle anderen Länder haben in diesem Zeitraum aber das Internet als Zukunft erkannt und gefördert.
Hätte man damals die richtige Entscheidung getroffen, wären die Rundfunkgebühren zu einem wesentlichen Teil ins "Internet" gesteckt worden und nicht nur in das Ergebnis unserer "Fernsehqualität" und dessen unwirtschaftlich arbeitenden Verantwortlichen.

Es war noch nie und ist bis heute nicht die Telekom schuld, dass Deutschland zu den Internet-Hinterwäldlern gehört. Aus wirtschaftlicher Sicht kann die Telekom als Unternehmen auch kein Geld aus dem Hintern zaubern und jedes Kuhdorf auf die Schnelle mit einem Anschluss versorgen. Um das zu verstehen, müsste man Grundkenntnisse in Wirtschaft erlangen. Meiner Einschätzung nach sollte man hierfür mindestens Fachwirt oder überdurchschnittlich intelligent sein.

Was den Fachkräftemangel angeht finde ich das auch völlig übertrieben. Klar fehlen in bestimmten Branchen Leute aber das liegt doch eher an schlechten Arbeitsbedingungen und mieser Bezahlung.
Der Fachkräftemangel ist selbst geschaffen.
Wie du schon sagtest, sind die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung ein wesentlicher Faktor.
Aber ein noch größerer Faktor ist die Weigerung der Unternehmen die Angestellten oder neue Bewerber auszubilden.
Sehr viele Unternehmen haben das nötige Kapital dazu, aber es ist aus "betriebswirtschaftlicher" Sicht einfacher, Fantasie-Eingangsvoraussetzungen für das Gehalt eines Anfängers zu fordern und groß zu heulen, wenn man diese Leute nicht findet. Bedankt euch bei den BWLern, die außer Schulbildung keinen Bezug zur Realität haben.

Es ist nicht teuer, seine besten Angestellten 3-6 Monate auf eine Meister/Fachwirt Ausbildung zu schicken.
Manche würden die Ausbildung sogar selbst bezahlen, wenn die eine entsprechende Gehaltserhöhung garantiert bekommen würden. Die Betriebe wollen aber einen Meister/Fachwirt für das Gehalt eines normalen Gesellen.
 
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Robo32

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#20
Wenn die Telekom Tochter in die falsche Richtung rudert sollte man vielleicht den Steuermann entlassen nicht die 5600 Ruderer...
Aber nicht doch, nach Ursachen zu suchen ist viel lästiger als die daraus enstandenen Symptome zu bekämpfen...

Nur eben als neue Arbeitnehmer bei den Subunternehmen (natürlich weitaus schlechter bezahlt).
Eben, man muss nur die richtige Altersgruppe entlassen (mit Kind und Kegel), dann klappt das auch...
 
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