Die Rückkehr des Wolfes

moquai schrieb:
Du musst noch viel Lebenserfahrung erhalten, dann reden wir weiter.

greife dein Angebot sehr gerne auf, tschüß!
Ergänzung ()

Lübke schrieb:
ob die wölfe auf ein "zisch ab" reagieren sei mal dahingestellt, aber sie gehen dir nach möglichkeit von vornherein aus dem weg. für gewöhnlich siehst du sie nichtmal. wenn du sie überrascht, gehen sie in die defensive, haben sie rückzugsmöglichkeiten, dann werden sie diese nutzen. wenn allerdings nicht, dann versuchen sie die flucht nach vorn und dann beißen sie zu. allerdings ist so ein angriff längst nicht immer tödlich. es ist lediglich ihr bestreben eine für sie potentiell bedrohliche situation zu beenden. haben sie dies erreicht, lassen sie von ihrem gegner ab. siehe statistik nordamerika: 39 beißattacken, 1 tödliche attacke.

der eisbär hingegen sieht in dir nur eine äußerst rahe chance durch den immerwährenden winter zu kommen. er kann es sich nicht leisten solche chancen leichtfertig zu vergeuden, nur weil er sich seiner sache nicht sicher ist. am nordpol muss alles gefressen werden was die karge landschaft hergibt. ist nicht bös von ihm gemeint aber es ist überlebenswichtig sich so zu verhalten. daher ist es relativ unwahrscheinlich, dass er dich nur angafft und dann seiner wege zieht.

und ich bleibe dabei, Wölfe hier in DE anzusiedeln grenzt nahezu an Wahnsinn. Ich geb dir gern mal ein paar Adressen von Berufschäfern die Besuch hatten ...
 
und was ist in DE wahnsinniger als in anderen ländern wo sie schon lang leben?
du sollst sie ja auch nicht in unsere städte lassen (dazu hatte ich mich ja schon geäußert), sondern in den abgelegenen gebieten wo sie sich teilweise schon vor vielen jahren angesiedelt haben. seit 1998 sind wölfe in deutschland bekannt. was ist in all den jahren denn tragisches passiert das eine ausrottung rechtfertigen könnte?
 
Lübke schrieb:
und was ist in DE wahnsinniger als in anderen ländern wo sie schon lang leben?

ja, ich versteh dich schon, aber so ist man nebeneinander an die Existenz des anderen gewöhnt und kennt sich und hat sich auf einander eingestellt und es geht ja auch, aber ich wollte damit sagen, dass man jetzt nicht auf Teufel komm raus hier wieder Wölfe ansiedeln sollte. Eben gehen ja die Wölfe nachts noch nicht in unseren Städten spazieren, aber Schwarzkittel und Rotpelze (Füchse) machen das schon, sehr zu unser aller Erstaunen.

und der Schadensausgleich durch die örtliche Behörde nach "Wolfsbefall" ist reine Theorie, wir leben in DE, noch Fragen?
 
Zuletzt bearbeitet:
So, ich klinke mich aus. Und zwar bis zu dem Zeitpunkt, bis mal wieder ein paar User etwas vernünftiges zum tatsächlichen Thema schreiben. Denn so hat das keinen Sinn mehr, alles wiederholt sich nur noch.
 
Geil. Ein Tier "erobert" sich seinen Lebensraum zurück, nachdem wir dieses fast ausgerottet haben, und dann kommen welche daher ala "für die ist Platz im Zoo"...

Dann lasst uns Luchs, Fuchs, ach sowieso alles in der Natur ausrotten und alles in Käfigen zur Schau stellen.
Und das alles wegen ein paar Schafen... Und es gibt natürliche Mittel und Wege seine Herden zu schützen.

Der Wolf ist für Menschen keine Bedrohung und er sollte genauso leben dürfen wie wir auch.
Aber der Mensch ist so egoistisch, arrogant und zerstörerisch...
 
moquai schrieb:
Opfer bringen? Der Wolf nimmt sich das, was er braucht.
Und genau da liegst du falsch, wie dir sogar eine sehr oberflächliche Recherche gezeigt hätte.
Wölfe neigen zu einer Art "Vorratswirtschaft", bei der sie reißen, was sich gerade anbietet. Die reißen nicht ein einzelnes Schaf, weil sie nur Hunger für ein Schaf haben. Die reißen da gern mal n halbes Dutzend, weil sie ja für die nächste Woche auch noch was haben wollen und wenn man schon Mal dabei ist...

Genau das ist es, was als Spree Killing bezeichnet wird.

Lübke schrieb:
ob die wölfe auf ein "zisch ab" reagieren sei mal dahingestellt, aber sie gehen dir nach möglichkeit von vornherein aus dem weg. für gewöhnlich siehst du sie nichtmal. wenn du sie überrascht, gehen sie in die defensive, haben sie rückzugsmöglichkeiten, dann werden sie diese nutzen.
So die Theorie, so das Wunschdenken der Pro-Wolf - Naturschützer.
Wie ich aber schon sagte gibt es allerhand glaubhafte anders lautende Berichte. Nur werden diese Berichte gern mal herunter gespielt, da sie eben nicht in den durch Öko-Wahn geleiteten Mainstream passen.

siehe statistik nordamerika: 39 beißattacken, 1 tödliche attacke.
Ist aber auch nicht so, dass sich die Lebensräume von Mensch und Wolf in Nordamerika nennenswert überschneiden würden.
Nehmen wir mal nur die USA: Ein Land so groß wie ganz Europa, in dem aber gerade mal ~280 Mio Menschen leben. Selbst im extrem bevölkerungsreichen State New York gibt es riesige menschenleere Areale, die Pine Barrens. Dazu kommen die endlosen und quasi menschenleeren Weiten Kanadas & Alaskas. Da haben Wölfe und Bären entsprechend gewaltige Rückzugsgebiete.

In Deutschland hast du diese Rückzugsgebiete nicht. Hier wird es, bei weiterer Verbreitung des Wolfes, immer häufiger zu Zusammenstößen kommen. Da die Bevölkerung den Umgang mit dem Wolf nicht ansatzweise gewohnt ist, z.B. im Hinblick auf Müll-Disziplin, wird es den Wolf durchaus stärker in bevölkertes Gebiet ziehen als das in den USA und Kanada der Fall ist.
Also ja, ich erwarte, dass unsere Zahlen zumindest die ersten Jahrzehnte über deutlich hässlicher aussehen werden als in Nordamerika.
 
Daaron schrieb:
Wölfe neigen zu einer Art "Vorratswirtschaft", bei der sie reißen, was sich gerade anbietet... weil sie ja für die nächste Woche auch noch was haben wollen

Und? Ich kaufe auch nicht nur für einen Tag ein, sondern auf Vorrat. 1 x die Woche 5. Oder 5 x die Woche 1, das ist Jacke wie Hose.
 
@Daroon
Wölfe fressen im Schnitt 12,5 Kilo Fleisch in 24h. Davon wird ein kleiner Teil raus gewürgt um es als Vorrat anzulegen...

Du tust ja gerade so als ob Wölfe massenhaft Kadaver in ihr Versteck ziehen und danach wieder kommen um gleich noch 2-3 Schafe in den Wald zu ziehen.
Ja, ein Wolf ist ein Raubtier. Ein nützliches.
Es bereinigt die Natur natürlich, insbesondere den Wald, und es müsste weniger Wild geschossen werden, welches jedes Jahr enorme Schäden, auch finanziell, in Wäldern verursacht.

Was daran "Öko Wahn" ist einem Wildtier seinen Lebensraum zu lassen ist mir nicht begreiflich.

Nicht das Tier dringt in den Lebensraum des Menschen ein, der Mensch dringt in deren Lebensraum der Tiere und zerstört diesen.
Die Tiere, genauso wie Wildschweine in Berlin zB, suchen nicht die Nähe des Menschen weil es ihnen Spaß macht, sondern weil wir ihnen den Lebensraum nehmen.

Und jetzt komm nicht mit benötigter landwirtschaftlicher Fläche o.ä.

Würden wir nicht abermillionen Tonnen Lebensmittel direkt vom Acker in die Mülltonne werfen, ein gigantischer Berg an Lebensmitteln sieht nicht mal ansatzweise den Supermarkt, und unseren Fleischkonsum anpassen, ja wir brauchen nicht täglich Fleisch, so würden wir weniger Anbaufläche benötigen.

Bald können wir ja Fuchs, Luchs, jegliche Wildkatzen wegen der "enormen Verluste" bei Hühnern u.ä. zum Abschuss freigeben.
 
PiPaPa schrieb:
Nicht das Tier dringt in den Lebensraum des Menschen ein, der Mensch dringt in deren Lebensraum der Tiere und zerstört diesen.
Die Tiere, genauso wie Wildschweine in Berlin zB, suchen nicht die Nähe des Menschen weil es ihnen Spaß macht, sondern weil wir ihnen den Lebensraum nehmen.

Und genau das wird über die nächsten Jahrzehnte auch so weiter gehen.
Die Menschheit wird bis 2050 auf ca. 10 Milliarden anwachsen.
So schön es wäre, wenn alle hier ausgerotten Tierarten sich wieder ansiedeln würden, aber wo sollen die Leben?

Es gab auch mal Wiesent-Herden in Europa (mittlerweile gibts wieder 20 Stück). Oder Säbelzahn-Tiger. Oder Mammuths.
 
Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole.

Die in Deutschland geschätzten 5 bis 6 Millionen Hunde vertilgen zusammen täglich (!) etwa 5000 t (in Worten: Fünf Tausend Tonnen) Nahrung. Umgerechnet entspricht diese Menge etwa einer Rinderherde von mehr als 10000 Tieren (in Worten: Zehntausend), auch wenn natürlich nicht nur Fleisch verfüttert wird.

Da argumentiert man tatsächlich noch mit Kollateralschäden gegen Wölfe.
 
Haudrauff schrieb:
Es gab auch mal Wiesent-Herden in Europa...
Mein Freund, falls Du nicht Wiesenente (eine Ente auf der Wiese) gemeint hast, dann ist es ein Wisent.
Und Mammuth ist ein Film, das Tier ist ein Mammut. :D
 
Ich rede aber von Wiesente und Mammuths.

Wenn man schon auf Oberlehrer macht, dann sollte man auch die Tiere kennen von denen ich spreche, Mister Ach-ich-hab-ja-so-viel-Lebenserfahrung!
 
Mir war nicht bekannt, dass Kühe und Elefanten ausgestorben sind. Kühe wedren wohl niemals aussterben, dem Elefanten gebe ich noch dieses Jahrhundert.
 
Haudrauff schrieb:
Und genau das wird über die nächsten Jahrzehnte auch so weiter gehen.
Die Menschheit wird bis 2050 auf ca. 10 Milliarden anwachsen.
So schön es wäre, wenn alle hier ausgerotten Tierarten sich wieder ansiedeln würden, aber wo sollen die Leben?

Es gab auch mal Wiesent-Herden in Europa (mittlerweile gibts wieder 20 Stück). Oder Säbelzahn-Tiger. Oder Mammuths.
Dann lass uns doch den natürlichen Prozess gleich beschleunigen und einfach alles abknallen. Ach da waren wir ja schon inkl der Abholzung gesamter Wälder.

Der Mensch hat immer noch nicht kapiert das die Natur ein Kreislauf ist und er das einzige Wesen der diesen massiv bricht und ausschließlich am zerstören ist. :rolleyes:
Der Mensch gehört zu der Natur, und der Mensch ist die dominierende und ach so intelligente Rasse... :rolleyes: Das berechtigt uns aber nicht alles andere zu vernichten. Mit unserem Verhalten verursachen wir erst wieder weitere Probleme die Lösungen brauchen.
Keine Wölfe, kaum natürliche Feinde für Rehe & Co = Millionenschäden im Wald. Dafür muss gejagd werden. Anstatt Wölfe die Population zu regulieren lassen.
Und jetzt rechnet man mal die Waldschäden mit den gerissenen Schafen auf.
Ich glaube der Wolf kommt günstiger.

Und gehen wir von der Theorie aus das der Mensch hauptverantwortlich für das Aussterben von Mammut, Säbelzahntiger und Co ist.
Sollen wir dann also einfach weiter Tiere ausrotten, nur weil man es schon mal gemacht hat? :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
PiPaPa schrieb:
Der Mensch hat immer noch nicht kapiert das die Natur ein Kreislauf ist und er das einzige Wesen der diesen massiv bricht und ausschließlich am zerstören ist.

Doch hat er. Ich denke nicht, dass das hier im Tread oder sonst jemand auf dieser Welt bezweifelt.

Nur besteht die ganze Welt nicht mehr aus Dschungel und Urwälder, sondern schon seit sehr langer Zeit aus Kulturlandschaft, Städten, Dörfern und wirtschaftlich genutzten Flächen.
Zumindest in Europa.
Es gibt schon noch Ecken auf dieser Erde wo Tiere großräumig Rückzugsgebiete angeboten bekommen. Doch selbst dort, wenn die betreffende Tierart unter Schutz steht, heißt das noch lange nicht, dass der natürliche Kreislauf so wie du ihn gern hättest funktioniert.
Das Säugetier, bis auf den Menschen und seine Haustiere, ist eine Aussterbende Art. So einfach ist das.

Sollen wir dann also einfach weiter Tiere ausrotten, nur weil man es schon mal gemacht hat?

Niemand will oder möchte das. Aber es wird passieren.
 
Haudrauff schrieb:
Es gibt schon noch Ecken auf dieser Erde wo Tiere großräumig Rückzugsgebiete angeboten bekommen.

Ja, aber diese müssen auch zur Gattung passen. Stecken wir die Wölfe doch einfach in die Wüste, da hat es ja genug Platz. Aber die Beduinen, die erklären dann dem Wolf den Krieg, weil sie Angst um ihre Schafe, Ziegen und Dromedare haben.
 
"Doch hat er. Ich denke nicht, dass das hier im Tread oder sonst jemand auf dieser Welt bezweifelt."

"Niemand will oder möchte das. Aber es wird passieren."

Diese beiden Sätze widersprechen sich schon. Und ich sehe nichts das die Menschheit bisher gelernt hat. Wir vernichten weiterhin fröhlich, vor allem aus reiner Profitgier von 2-3 Generationen.

Und was hat Dschungel und Urwald mit dem Wolf zu tun?
Im 18/19 Jahrhundert war hier auch kein Dschungel mehr. Der Mensch hat den Wolf hier fast ausgerottet durch die Jagd.
 
Das tun wir aber. Wir schreiben dem Wolf jetzt schon vor, wo er leben darf. Überall da, wo wir nicht sind, wo wir nichts anbauen, und irgendwo, wo er dem Menschen am besten nie begegnet. Immerhin soll der Mensch sich ja nicht vernünftig verhalten MÜSSEN, wenn er einem Wolf begegnet, sondern der WOLF hat sich so zu verhalten, wie WIR es wollen.

Es ist ja nicht so, dass wir Menschen etwas dagegen tun könnten (z.B. Reservate ABZÄUNEN und diese Zäune dann kontrollieren lassen, aber auch Menschen die diesen Zaun überschreiten mit Strafen belegen, die sich gewaschen haben. Mir fällt da ein: 2500€ und keine Sau würde sich mehr in ein solches Reservat begeben).
Dennoch, selbst ein solches Reservat KÖNNTE dann dazu führen, dass der Wolf in diesem begrenzten Raum (und selbst wenn es km² Flächen sind) ausstirbt. Was dann? Sind WIR dann wiederum schuld? Oder gibts dann da halt keinen Wolf mehr? Was ist mit den anderen Tieren dort? Also wir würden einfach nur dieses Fleckchen völlig in Ruhe lassen. Dennoch wüssten wir nicht, was dort vor sich geht, wer da ausstirbt (der überaus seltene Ruhrgebiets-Grünfleckige-Riesenkröterich).

Es ist wie mit den drei Affen. Entweder wir verschließen die Augen vor dem, wass passiert, oder den Mund und die Ohren.

PS:
@Haudrauff
Niemand will oder möchte das. Aber es wird passieren.
Es passiert. Aber auf Raten. Ist ja völlig legitim, Wölfe abzuschießen, weil wir deren größe der Herde kontrollieren wollen.
Ist völlig ok, wenn sie ihren "Lebensraum" verlassen haben.
Ist völlig ok, wenn sie einen Menschen angegriffen haben.
Ist völlig ok, wenn die Menschen sie in allen Dingen beschränken, sich wehren, und dann abgeschossen werden.

Alles völlig ok. Man mag mich für den Vergleich steinigen, aber wie war das noch mit der DDR und den Grenzen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich grade ob es nicht eigentlich sinnvoller für den Naturschutz währe nicht so viele Naturschutzgebiete in Deutschland zu haben sondern eher weniger dafür aber größere Gebiete.
 
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