Gegen Dialekte habe ich nichts. Es ist ja auch bekannt, dass Schweizer kein "ß" kennen und demzufolge stattdessen "ss" schreiben müssen.
Aber Dialekte haben ja nichts mit dem Wahn zu tun, der seit einigen Jahren sein Unwesen treibt - analog zur Verbreitung des Internets:
- i-wie
- unzwar
- "ich tu das so machen"
- ich persöhnlich
- höhren
- dier
- CD's (oder ganz abartig: CD´s)
- Hacken
- Packet
- ...
Da sollten einem Dialekte doch hundertmal lieber sein.
Vernünftige Rechtschreibung und Grammatik sind scheinbar ein Reizthema. Weist man die Leute - egal wie höflich - darauf hin, bekommt man im besten Fall gesagt, dass man sich nicht so anstellen soll. Meist artet das dann aber in Flameing aus. Warum muss man sich heutzutage dafür rechtfertigen, dass man seine Sprache beherrscht und das auch von anderen erwartet? Die, die richtig schreiben und andere auf Fehler hinweisen, werden oft als arrogant und/oder intolerant bezeichnet, dabei machen die Sprachvergewaltiger doch die Fehler oO.
Aber so ist das scheinbar heute: Man kann etwas Selbstverständliches und die Masse an Leuten, die ihren Fokus auf alles außer Bildung gelegt haben, meckert und pöbelt. Als Resultat ziehen die, die etwas richtig und korrekt machen, den Schwanz ein. Verkehrte Welt
