Die Unsitte "ebend"

Wenn das nur in Brandenburg/Berlin und Mecklenburg vorkommen soll, warum hör ich das dann hier, kaum 30 km von Hannover entfernt, immer? :freak:
 
Um auch mal meinen Senf beizusteuern: ja, auch ich bin Fan von leserlichen Posts. Schlimmste Sünde überhaupt ist meiner Meinung nach ein Post ohne Punkt und Komma.

@Heretic: ich kann dich gut verstehen, wenn man jemanden korrigiert und selbst nur dumme Reaktionen erntet ist das natürlich nicht so toll. Ich selbst bin aber z.B. auch genervt, wenn ich einen elend-langen Post verfasse, mir genau ein Rechtschreibfehler unterläuft und am Ende in meinen PNs eine Nachricht auf mich wartet die ohne weiteren Text einfach nur den Link zur Deppenapostropf-Website enthält. Solche "hilfreichen" PNs treiben mich zur Weissglut. Vorallem dann, wenn aus dem Rest des Postings ersichtlich ist, dass man die Regelung eigentlich beherrscht.
 
Internet macht dumm :D
Wen interessiert schon Rechtschreibung ?^^
Ich schreibe auch nur in diesem Thread normales Hochdeutsch.
Sonst bin ich viel zu faul um Kommas zu setzen oder irgendetwas groß zu schreiben ;)
 
Die deutsche Sprache ist sehr schwer zu erlernen, weil Vieles einfach unlogisch ist. Also wundert euch nicht wieso man Vieles falsch schreibt. Ja, korrekte Rechtschreibung wäre erheblich vorteilhafter für´s Lesen, aber auf Kleinigkeiten sollte man nicht achten, es sei denn man hat ein zwanghaftes Verlangen nach Richtigkeit. Dann tun mir solche Menschen nur leid.

Und sich über Andere lustig machen oder über Andere wütend werden, nur weil sie nicht richtig schreiben können, finde ich nervend. Wenn die Fehler euch stören, dann kauft euch ein Dauerlutscher und lutscht dadran, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Und Niveau ist kein deutsches Wort, also sich darüber lustig machen ist sinnlos. Lustig finde ich, dass ihr euch darüber lustig macht.

Gut es gibt auch Menschen, die absichtlich ohne Satzzeichen schreiben, obwohl sie es können. Das finde ich persönlich schlimm. Da ist es sehr schwer zu verstehen. Darüber kann man wütend werden. Aber ob einer groß oder klein schreibt, oder tackten oder Standart hinschreibt oder so wie ich paar Probleme mit der Grammatik hat, ist doch nicht lustig oder nervend! Es sind Fehler von diesen Menschen, man sollte sie einfach verbessern und sie belehren und nicht auf hohem Ross sitzen und meinen wie dumm diese Menschen sind.

Wichtig ist nur, dass es Sinn macht was man da schreibt. Ob ich jetzt "das Haus ist grün oder der Haus ist grün" sage oder "ebend, Wiederspruch" sage, verändert den Inhalt nicht.

Lustig ist die Unlogik dieser Sprache.
 
cerasus schrieb:
Wichtig ist nur, dass es Sinn macht was man da schreibt.
Genau daran hapert es allerdings meistens.

Das Problem ist, dass man oft lustlos zusammengewürfelte Satzbausteine vorgeworfen bekommt, aus denen man sich dann die Fehlerbeschreibung selbst zusammen bauen kann. Und alles nur, weil der Beitragsersteller zu faul war, eine vernünftige Ausdrucksweise zu wählen.
Wenn man schon Hilfe erwartet, dann sollte man sich wenigstens die Mühe geben, sein Problem verständlich zu schildern. Satzzeichen, Grammatik und Rechtschreibung sind dafür ein äußerst nützliches Hilfsmittel.

Ist das zu viel erwartet?
 
@ cerasus

Welche Sprache ist denn durch und durch logisch? Zumindest die, die ich kann sind es nicht ;).
Es geht auch nicht darum, dass niemand Fehler machen darf oder dass jeder noch so kleine Fehler streng kritisiert wird (Tippfehler und Unwissenheit treten bei jedem auf).
Ich sehe das ähnlich wie kennyalive schon andeutet hat: "Hingerotzte" Posts und Posts, bei denen man merkt, dass sich jemand keine Mühe gegeben hat, haben in meinen Augen einfach keine Daseinsberechtigung.

Auch in einem Forum sollte man ein gewisses Maß an Anstand und Respekt erwarten können. Auf der Straße will ich auch höflich angesprochen werden und mich von niemanden mit "Hey Alder, hascht Uhr?" nach der Zeit fragen lassen.
In einem Forum ist eben die Schrift, die Art miteinander zu kommunizieren und sich zu artikulieren. Und genauso wie bei einem Gespräch, sollten hier auch gewisse Regeln gelten (sie gelten ja eigentlich, aber einige meinen eben sich nicht daran halten zu müssen).
Auch darf man erwarten, das ein gewisses Maß an Grundwissen vorhanden ist. Und an Hand der Fehler oder der Art zu Schreiben, kann man schon einen guten Einblick auf Niveau des Schreibers bekommen.
Wenn schon Standardwörter nicht sitzen (hollen :rolleyes:, als Kind zu viel Frau Holle gelesen?), dann muss man sich manchmal schon fragen...
Weitere Beispiele sind ja schon genannt worden.
 
kennyalive schrieb:
Das Problem ist, dass man oft lustlos zusammengewürfelte Satzbausteine vorgeworfen bekommt, aus denen man sich dann die Fehlerbeschreibung selbst zusammen bauen kann. Und alles nur, weil der Beitragsersteller zu faul war, eine vernünftige Ausdrucksweise zu wählen.

In diesem Thread ging es aber nicht nach zusammengewürfelten Satzbausteine oder derartiges, sondern es wurde darüber diskutiert, welche Fehler am lustigsten sind und man sich genervt dadurch fühlt.

Und sonst hast du kein Zwang aus zusammengewürfelten Satzbausteinen etwas zu verstehen, ignoriere es einfach.


Wenn man schon Hilfe erwartet, dann sollte man sich wenigstens die Mühe geben, sein Problem verständlich zu schildern. Satzzeichen, Grammatik und Rechtschreibung sind dafür ein äußerst nützliches Hilfsmittel.

Ist das zu viel erwartet?

Ja du hast recht und nein, du erwartest nicht zu viel, aber das habe ich ja auch schon geschildert. Mir ging es einfach nur, dass Viele sich über Fehler genervt gefühlt haben und sich "eins abgelacht" haben.





Seppuku schrieb:
@ cerasus

Welche Sprache ist denn durch und durch logisch? Zumindest die, die ich kann sind es nicht ;).

Du triffst genau auf den Punkt, keine Sprache ist das, also wieso fühlt sich jeder Zweite hier dann genervt? Du sagst selbst, dass es nicht geht, aber über deine Sprache (nehme an du bist ein Deutscher) wird das erwartet, vllt nicht, dass es logisch ist un klingt, sondern mit Logik verbunden richtig ist.


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Es geht auch nicht darum, dass niemand Fehler machen darf oder dass jeder noch so kleine Fehler streng kritisiert wird (Tippfehler und Unwissenheit treten bei jedem auf).

Doch dadrum geht es hier :

eine Ahnung ob ich der Einzige bin den sowas stört, aber ist euch mal aufgefallen
wieviele Leute (speziell in Internet-Foren) anstatt "eben" "ebend" schreiben?

Genauso wie so Dinge, wie "Ich bin besser wie du" oder sonstiges ^^
denn = den
wen = wenn

oder der klassiker "wenn man das machen tut" *brrrr*

Am besten sind dann noch die Schweizer und Österreicher, die sprechen bestenfalls eine vergewaltigte Form des Deutschen und meinen sie müssten einem die deutsche Rechtschreibung erklären. Denen sei gesagt: Kommt wieder wenn ihr euch eine eigene Sprache leisten könnt und nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus ("Glashüttli"?) sitzt...

Wo wir gerade dabei sind: "Wenns ihr mal...", "Du bist doch der wo..." oder auch "das Spiel wo viel Spaß bringt" und solche Konstrukte haben überhaupt nichts mit Deutsch im Allgemeinen zu tun, erst recht nicht mit Hochdeutsch. Aber wahrscheinlich achten gerade solche Leute auf die Rechtschreibung um auch ein wenig Sprachkompetenz vorzugaukeln... Keine Ahnung, aber die wo so reden finde ich persönlich am schlimmsten
PS: von dieser "neuen", "coolen" schreibweise fang ich gar nich erst an (alles mit doppel-i schreiben, aus nem g ein q machen und dieser ganze schmodder - das les ich nichtmal mehr)

Denn/den und wenn/wen ist ganz arg bitter.

"Hacken"

hmmm...


- spühren
- ebend
- packet
- tackten
- iwie
- unswar
- Leerzeichen vor Satz(end)zeichen
- multiple Satzendzeichen
- "Deppenapostroph"

Jupp....beim übertackten schüttelt's mich auch immer! Sehr geil!^^

Ich habe mal gelesen, dass die "Gongruens" sich mal mehr ins Zeug legen sollte. Was mir auch jedesmal wieder gefällt:"Du bist unter meinem Niewau/Nivo/Niewo"

Also zumindest hier im Forum ist die mangelhafte Rechtschreibung einiger User eines meiner größeren Probleme.

<person a> ihr seid unter mein nivo
<person b> erstmal nivou schreiben können
<person c> zu blöd nievo zu schreiben

Weitere Schandtaten: seit/seid, Wiederspruch/wiederlich, als/wie, wenn/wen, denn/den, ihm seins, öfters, AGBs ...

Sicherlich passieren jedem mal Fehler, aber wenn diese Fehler sich dann gerade in Foren Beitrag für Beitrag wiederholen, finde ich persönlich wenig Gefallen daran.

LKWs, PKWs, Internetzt, Netztwerck, 20ig, 5%tig, vorraus, ...

Diese Beleidigungen der Leser lassen sich wohl endlos fortsetzen (oder vortsetzten?).

Es juckt ja keinen und wenn man darauf hinweist, wird man selbst noch angeblafft ...

Genausoschlimm wie "et cetera pp" (oh ich bin ja so wichtig)

perge, perge (lateinisch pergo „ich fahre fort“) in der Wendung etc. pp.

ppa. sind die Wichtigtuer.

i-wie
- unzwar
- "ich tu das so machen"
- ich persöhnlich
- höhren
- dier
- CD's (oder ganz abartig: CD´s)
- Hacken
- Packet
- ...

Was mich derbst nervt ist das Wort "nen" wenn es falsch benutzt wird. Wie z.B. "Ich bräuchte nen neue Maus" oder "das nenn ich mal nen Fußballmannschaft". Ich bin da normalerweise echt tolerant, aber dieses "nen" ist ein rotes Tuch für mich (oder besser: "...nen rotes Tuch für mich")


seit - seid
das - dass
wie - als

Das regt mich tierisch auf.


Tackt oder noch schöner Übertackten sind auch solche Klassiker.



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Ich sehe das ähnlich wie kennyalive schon andeutet hat: "Hingerotzte" Posts und Posts, bei denen man merkt, dass sich jemand keine Mühe gegeben hat, haben in meinen Augen einfach keine Daseinsberechtigung.

Da hast du ja recht und die auch, die das schon erwähnt haben. Aber das hat nichts mit den Fehlern eines Menschen zu tun, sondern mit der Faulheit eines Menschen. Darüber können wir gerne wütend werden, wie schon erwähnt.


Auch in einem Forum sollte man ein gewisses Maß an Anstand und Respekt erwarten können.

??? Ließ dir mal diesen Thread durch und dann merkst du, dass es ein Witz ist was du da sagst.



Auf der Straße will ich auch höflich angesprochen werden und mich von niemanden mit "Hey Alder, hascht Uhr?" nach der Zeit fragen lassen.

Meiner Meinugn nach ist das höflich und einfach nur menschlich. Hat er dich beleidigt? Genervt? Angemacht? Angeschrien?

Nein. Also ist es seine Art so zu reden. Was für ein Problem hast du also?

In einem Forum ist eben die Schrift, die Art miteinander zu kommunizieren und sich zu artikulieren. Und genauso wie bei einem Gespräch, sollten hier auch gewisse Regeln gelten (sie gelten ja eigentlich, aber einige meinen eben sich nicht daran halten zu müssen).

Das erwarte ich auch. Und da die meisten hier im Thread auffällig das nicht tun, heißt es also, sie meinen sie müssen sich nicht daran halten?...

Denke ich nicht, dass ist einfach unbewusst. Das kann man nicht verurteilen. Und auch die nicht, die ohne Punkt und Komma schreiben, sie machen sich einfach nicht darüber Gedanken wie sie sich äußern sollen, sondern schreiben einfach hin. Wie beim Chatten.


Auch darf man erwarten, das ein gewisses Maß an Grundwissen vorhanden ist.

Nein, völliger Schwachsinn. Maß an Grundwissen von was überhaupt?
Ein Forum ist ja dazu da, um sich ein Grundwissen zu erarbeiten, das kann man doch nicht voraussetzen. Wir sind nicht in der Schule.

Und an Hand der Fehler oder der Art zu Schreiben, kann man schon einen guten Einblick auf Niveau des Schreibers bekommen.

Genau, stimmt. Und wofür wenn ich fragen darf? Wieso willst du wissen was für ein Niveau derjenige hat? Gibst du dich also nicht mit jedem ab oder wie soll ich das verstehen?

Wenn schon Standardwörter nicht sitzen (hollen :rolleyes:, als Kind zu viel Frau Holle gelesen?), dann muss man sich manchmal schon fragen...

Was fragen, dass er dumm ist? Kein Niveau hat? Kein Mensch ist, mit dem man sich unterhalten sollte? ...



Wie schon erwähnt, wenn dieser Thread um die Art und Weise gehen würde, wie manche ihre Postings erstellen, das könnte ich verstehen, aber das tut es nicht. Viele haben zwar nebenher erwähnt, dass es sie stört chaotische Beiträge zu lesen, aber den meisten ging es um was anderes.

Und der Kollege hat eigentlich alles schon gesagt:

@Thread
Wenn man sonst keine Probleme hat...
 
Was sind es doch für böse Menschen, die sich darüber beschweren, dass die heimische Sprache nicht mehr ernst genommen und derjenige, der darauf hinweist, als intoleranter Depp hingestellt wird.
 
Man könnte sich auch in der Mitte treffen. ;)

Sprachwissenschaft ist was interessantes. Sprache ist immer in Bewegung. Beobachte mal das Deutsch über die letzten 200 Jahre. Auch vor 50 Jahren hatten Wörter ganz andere Bedeutungen. Weiterhin sind viele Schreibweisen unlogisch, auch da könnte man mal ansetzen. Ich kann es z.B. gut verstehen, dass jemand das Wort "Paket" als "Packet" schreibt, da das "a" oft kurz gesprochen wird. Regelkonform ist es nicht, aber ich bringe Verständnis für jemanden auf, der es intuitiv so schreibt bzw. sich sonst nicht viel um korrekte Schreibweise schert ("Solang ich korrekt sprechen kann, ist alles in Ordnung"). Kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber bitte: Who am I to judge? Kann ja dennoch ein schlauer Kerl mit anderen Prioritäten sein.

Nicht nachvollziehen kann ich es bei Dingen wie "Niveau" oder "Fauxpas", denn wer das falsch schreibt rafft weder wirklich denn Sinn des Wortes, noch seine Herkunft. Da lässt sich dann eindeutig ein leichtes Bildungsdefizit erkennen. Vielleicht liegt man damit auch falsch, wer weiß? Meiner Meinung nach kümmert sich jedoch jeder, der ein wenig was auf seine Glaubhaftigkeit hält, um eine korrekte Schreibweise von Fremdwörtern. Weil sich da zu vertun ist einer der größten Fails der Welt. Wenn man keine Ahnung hat ... einfach das deutsche Äquivalent verwenden. ;)
Schmeißt mir in einer fachlichen Diskussion jemand falsch geschriebene Fachwörter um die Ohren, kann ich ihn einfach nicht mehr für voll nehmen. Wer nicht mal die eigenen Fachwörter schreiben kann, macht sich nicht glaubwürdig. Man liest ja oft Dinge nach bzw. besorgt sich Infos. Beim Lesen lernt man dann doch zwangsweise die richtige Schreibweise. Man muss schon abartig faul sein @Cerasus um bei fundiertem Fachwissen dermaßen lernresistent zu sein.
 
@Novalis, deine letzte Aussage ist fast schon ein Beweis dafür, dass du laut Zitat ein intoleranter Depp bist. Auch wenn das von dir als Ironie gemeint worden ist. Und sonst starre ich gerade auf deine Signatur und frage mich, was du damit bezweckst. Beleidigte Wurst?

Code:
[IMG]http://i43.tinypic.com/2hq6pz4.png[/IMG]



@Wintermute, welche Mitte denn? Ich sehe keine 2 Seiten, wieso auch? Aber du meinst das sicherlich anders und gut, also ich habe schon verstanden was du meinst ;).
Wintermute schrieb:
Nicht nachvollziehen kann ich es bei Dingen wie "Niveau" oder "Fauxpas", denn wer das falsch schreibt rafft weder wirklich denn Sinn des Wortes, noch seine Herkunft.

Verstehe den Zusammenhang nicht? Es gibt etliche Fremdwörter, die wir alle falsch schreiben, heißt es also wir raffen es nicht? Du schreibst ja auch Büro und nicht bureau, also wieso auch nicht Niwo anstatt Niveau?Korrekt wäre natürlich Niveau, aber wieso regt man sich denn so darüber auf? Weißt du z.b. was Döner bedeutet (ist mir gerade so eingefallen), obwohl du es richtig schreibst? Ich wette die meisten wissen es nicht und schreiben es dennoch richtig.


Da lässt sich dann eindeutig ein leichtes Bildungsdefizit erkennen. Vielleicht liegt man damit auch falsch, wer weiß?

Ja, und weiter? Stört dich das? Ich bin auch nicht gebildet, habe die MR, muss ich mir jetzt sorgen darüber machen wie ihr mit mir umgeht?

Meiner Meinung nach kümmert sich jedoch jeder, der ein wenig was auf seine Glaubhaftigkeit hält, um eine korrekte Schreibweise von Fremdwörtern. Weil sich da zu vertun ist einer der größten Fails der Welt. Wenn man keine Ahnung hat ... einfach das deutsche Äquivalent verwenden. ;)
Schmeißt mir in einer fachlichen Diskussion jemand falsch geschriebene Fachwörter um die Ohren, kann ich ihn einfach nicht mehr für voll nehmen. Wer nicht mal die eigenen Fachwörter schreiben kann, macht sich nicht glaubwürdig. Man liest ja oft Dinge nach bzw. besorgt sich Infos. Beim Lesen lernt man dann doch zwangsweise die richtige Schreibweise. Man muss schon abartig faul sein @Cerasus um bei fundiertem Fachwissen dermaßen lernresistent zu sein.

Verstehe diesen Teil nicht ganz. Du legst die Glaubhaftigkeit eines Menschen damit fest, wie er unter anderem Fachwörter schreibt? Also wenn ich jetzt endoplasmatisches Reticulum (hoffe ist richtig geschrieben ;)) falsch schreibe, glaubst du mir nicht mehr? Es kommt doch dadrauf an, wie und was ich sage und nicht wie ich die Dinge geschrieben habe. Habe es schon vorher erwähnt:
Wichtig ist nur, dass es Sinn macht was man da schreibt.
Sonst kennt man doch die meisten deutschen Synonyme für die Fachbegriffe nicht, deswegen benutzt man ja auch die Fremdwörter oder man möchte die anderen beeindrucken oder was vormachen.
Fachliche Diskussionen? Wie bitte? Habe ich was verpasst? Ja, stimmt schon, wenn es fachliche Diskussionen da sind, dann sollte man achten, aber dadrum geht es ja hier nicht, du weichst aus.Und abgesehen davon, sind wir hier in einem Forum, du kannst von niemandem das verlangen. Ich zum Beispiel kenne viele Sachen nicht , trotzdem mische mich ein und versuche meine Gedanken rüber zu bringen. Somit bilde ich mir ein Grundwissen, aber ein Fachwissen ist nicht möglich. Ich muss doch nicht wissen wie Windows funktioniert um über PCs zu reden oder tust du es? Wäre natürlich vorteilhafter, aber auch so kommt man aus. Und auch wenn es so wäre, die Rechtschreibung sagt nichts aus über das, was man sagt. Es sagt über uns was aus.
 
cerasus schrieb:
Verstehe den Zusammenhang nicht? Es gibt etliche Fremdwörter, die wir alle falsch schreiben, heißt es also wir raffen es nicht? Du schreibst ja auch Büro und nicht bureau, also wieso auch nicht Niwo anstatt Niveau?

Mal eben am Rande: Was in der deutschen Sprache richtig geschrieben ist und was falsch, das bestimmt sich noch immer danach! ;)
 
Mal eben am Rande: Was in der deutschen Sprache richtig geschrieben ist und was falsch, das bestimmt sich noch immer danach!
da muss ich dich enttäuschen, der Duden ist seit 1996 keine normative kraft mehr. sogar das bundesverfassungsgericht hat darüber schon geurteilt.

Nein, völliger Schwachsinn. Maß an Grundwissen von was überhaupt?
Ein Forum ist ja dazu da, um sich ein Grundwissen zu erarbeiten, das kann man doch nicht voraussetzen. Wir sind nicht in der Schule.
da kann ich nur zurückgeben: was du da schreibst ist völliger schwachsinn.
ein forum ist unter anderem dazu da, sich grundwissen anzueignen. richtig. aber es geht dabei nicht um das grundwissen im umgang mit der deutschen sprache. deswegen irrst du gewaltig, wenn du sagst das man grundwissen im umgang mit der deutschen sprache nicht erwarten kann. doch, man kann, denn dafür gibt es die schule und verdammt nochmal wir leben in deutschland und dies ist ein deutsches forum. da spricht man deutsch.
wenn alle menschen nur hier wären um selbst an wissen und erfahrung zu gewinnen, warum reagieren einige so biestig darauf, wenn man sie auf grobe fehler im umgang mit der deutschen sprache hinweist? und ein schlechtes schriftbild ist immer ein vorbote mangelnder bildung, wenngleich ein gutes schriftbild noch kein anzeichen von intelligenz ist.


ich selbst bin dazu übergegangen, auf posts, die ich auch beim zweitmaligen durchlesen nicht ohne anstrengung verstehen kann, einfach nicht zu antworten. und dafür muss schon wirklich was im argen sein. auf einzelne rechtschreibfehler gehe ich nur noch insofern ein, dass ich falsche wörter selbst richtig schreibe. wenn der TE daran interessiert ist, dann wird er sich selbst gedanken darüber machen und nachfragen/googlen und es im nächsten post ebenfalls richtig machen.

allgemein fällt mir bei dieser diskussion ein: wir brauchen ein bekenntnis zur deutschen sprache in der verfassung. wäre ein schönes thema für das P&G-forum.

so long and greetz
 
Zuletzt bearbeitet:
cerasus schrieb:
Meiner Meinugn nach ist das höflich und einfach nur menschlich. Hat er dich beleidigt? Genervt? Angemacht? Angeschrien?

Nein. Also ist es seine Art so zu reden. Was für ein Problem hast du also?
Ich weiß ja nicht ob eine solche Wortwahl in deinem Bekanntenkreis gängig ist. In meinem ist sie es auf jeden Fall nicht. Und ist es zu viel verlangt, mit jemandem in normaler und angemessener Ausdrucksweise zu reden?
Und wenn diese Ausdrucksweise höflich sein sollte, dann muss ich entweder mein Sprachverständnis überarbeiten oder mein Umfeld hinterfragen, warum sie mich eigentlich nie so höflich behandeln...
Ich bitte dich: höflich ist etwas anderes...

Nein, völliger Schwachsinn. Maß an Grundwissen von was überhaupt?
Ein Forum ist ja dazu da, um sich ein Grundwissen zu erarbeiten, das kann man doch nicht voraussetzen. Wir sind nicht in der Schule.
Ein Grundwissen an Kenntnis der Muttersprache. Und wie soll man sich ein Grundwissen erarbeiten, wenn ständig eine falsche Schreibweise auftaucht?
Auch wenn ich den Spruch gehasst habe, aber er stimmt einfach: Non scholae, sed vitae discimus!
Aber leider sind viele nicht bereit für das Leben zu lernen.

Denke ich nicht, dass ist einfach unbewusst. Das kann man nicht verurteilen.
Auch unbewusste Verhaltensweisen gehören angesprochen und gegebenenfalls geändert. Oder herrscht in deinem Umfeld nur das Gewohnheitsreicht? Er hat das immer schon so gemacht, also passt es...?
Man sollte immer bestrebt sein, falsche Dinge zu ändern.

Genau, stimmt. Und wofür wenn ich fragen darf? Wieso willst du wissen was für ein Niveau derjenige hat? Gibst du dich also nicht mit jedem ab oder wie soll ich das verstehen?
Hast du dich schon einmal mit Sprachpsychologie auseinandergesetzt?
Vielleicht wirst du mich arrogant nennen, aber ich gebe mich nicht mit jedem ab! Das ist aber unabhängig von der Nationalität, sozialem Stand oder sonstigen oberflächlichen Dingen. Ich entscheide, wie derjenige mir oder anderen gegenüber auftritt. Und da spielt auch die Ausdrucksweise eine Rolle! Wenn mir diese nicht passt und ich die Person darauf hinweise und sie sich daraufhin bemüht, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, sehe ich auch keinen Bedarf mich mit dieser abzugeben. Andersherum, versuche ich auch meinem Gegenüber respektvoll aufzutreten und bei Kritik an mir, dieser auch so weit es geht nachzukommen.

Was fragen, dass er dumm ist? Kein Niveau hat? Kein Mensch ist, mit dem man sich unterhalten sollte? ...
Das würde ich mit Sicherheit nicht an einem falsch geschriebenem Wort festmachen. Jedoch lässt das schon einiges vermuten...

Ja, und weiter? Stört dich das? Ich bin auch nicht gebildet, habe die MR, muss ich mir jetzt sorgen darüber machen wie ihr mit mir umgeht?
Bildung und Intelligenz mache ich nicht daran fest, welchen Schulabschluss man hat. Entscheidend ist für mich, dass man sich persönlich weiter entwickelt und vor allem bereit dazu ist. Das ist für mich intelligent und dann kommt die Bildung von alleine.
Wobei ich mit Bildung nicht unbedingt Fachwissen meine.
Für den Umgang ist immer das Auftreten und die Persönlichkeit entscheidend und nicht der Schulabschluss. Wer sich an solch oberflächlichen Dingen aufhängt, mit dem sollte man eigentlich auch nichts zu tun haben wollen...

Wenn sich jemand beim Schreiben von endoplasmatischen Retikulum oder anderen Fachbegriffen und Fremdwörtern vertippt oder Buchstabendreher drin hat, finde ich es nicht tragisch. Wenn aber das falsch geschriebene Wort in einer solchen Weise falsch geschrieben ist, dass man vermuten kann, dass diejenige Person es wahrscheinlich eher selten gelesen hat, dann lässt das schon den ein oder anderen Schluss zu.
Wenn jemand einen Artikel schon mit so wenig Aufmerksamkeit liest, dass er sich die Schreibweise bestimmter Wörter nicht merkt (kommt bei mir auch vor), dann schaut er diese nochmal kurz nach, bevor er das Wort selbst verwendet. Wer das nicht tut, offenbart auch schon wieder etwas von seiner Einstellung.

Sonst kennt man doch die meisten deutschen Synonyme für die Fachbegriffe nicht, deswegen benutzt man ja auch die Fremdwörter oder man möchte die anderen beeindrucken oder was vormachen.
Wenn ich das tue, dann sollte ich aber auch so viel Ehrgeiz haben, die Begriffe nachzuschlagen (habe ich zum Beispiel bei dem lateinischen Satz machen müssen, da ich mir nicht mehr sicher war (lang, lang ists her ;)).
 
Zuletzt bearbeitet:
schön Seppuku, du warst im stande deine gedanken, die auch meine waren, alle schriftlich festzuhalten. respekt! nur ein kleiner einwand:
Seppuku schrieb:
Ein Grundwissen an Kenntnis der Muttersprache.
wie du an seinem avatar und auch am einbringen des begriffs "Döner" sehen kannst, ist seine muttersprache nicht deutsch, sondern höchstwahrscheinlich türkisch. was ihm in unserem fall kaum weiterhelfen würde.

deswegen mein fazit, was ich eigentlich erst später bringen wollte: wir können sagen so viel wir wollen, er selbst wird sich immer im recht sehen, bis er eines tages vielleicht auf die idee kommt, warum ihn seine unkenntnis der deutschen sprache in manchen bereichen ausschließt. soviel zum thema integration.

so long and greetz
 
Sorry, aber meinst du

..warum ihn seine unkenntnis der deutschen sprache in manchen bereichen ausschließt. soviel zum thema integration.

in Bezug auf cerasus ernst, oder kommt das nur so - vorsichtig gesagt- übertrieben bei mir an?
Sein Sprachschatz, Sprachverständnis, die Rechtschreibung und seine Ausdrucksmöglichkeiten hier sind weitaus höher, als bei vielen anderen (deutschen) Mitgliedern im Forum. Ich habe den Eindruck, dass er sich Mühe gibt seine Gesprächspartner so zu verstehen, wie sie es tatsächlich meinen und in verständlichen Formulierungen und Gedankengängen differenziert erwiedert. Aber er gibt halt seine eigene Meinung und seine Gedanken dazu wieder.
Also, Unkenntnis der deutschen Sprache? Er hat oft andere Gedankengänge und manchmal auch andere Interpretationen eines Textes als manch einer hier, ja (evtuelle Fehlinterpretationen kann man im "Gespräch" richtig stellen). Aber das hat mit Sprachkenntnis nichts zu tun. Manchmal sogar mit der unsorgfältigen oder missverständlichen Formulierung des Gegenübers, und es macht Diskussionen erst richtig interessant.

Es geht hier doch noch um Rechtschreibung und Sprachkenntnis, oder?
 
Es geht hier doch noch um Rechtschreibung und Sprachkenntnis, oder?
natürlich, immer noch. ich meinte mit diesem satz auch viel mehr den standpunkt, den er hier verteidigt, als ihn selbst. die aussage ist allgemeiner gefasst. analog für "er selbst" kann man eine beliebige person einsetzen, die auch nicht einsehen möchte, dass ein grundwissen in deutscher sprache einfach unersätzlich ist. denn davon gibt es ein paar mehr, vor allem im bereich der immigranten (das ist kein vorurteil!). ob und inwiefern auch deutschstämmige mitbürger durch eine mangelnde sprachkenntnis aus der gesellschaft ausgeschlossen werden, das haben wir hier noch nicht diskutiert.

ich habe mich einfach gefragt, warum jemand, dessen schriftbild nach außen hin soweit einwandfrei ist, trotzdem seine ethnischen mitbürger verteidigt, wo er ihnen doch einfach zeigen könnte wie es richtig geht. ich bin zu dem schluss gekommen, dass das nur mit der blockbildung erklärt werden kann, die wir heute in unserer gesellschaft haben. nicht nur eine studie hat letztens herausgefunden, dass unsere türkischstämmigen mitbürger am schlechtesten integriert sind. und es macht mich einfach traurig und wütend, dass von deren seite so wenig unternommen wird, nicht mal unsere sprache wird akzeptiert.

so long and greetz
 
Okay, nun ist das Mißverständliche zur Sprache ausgeräumt.
(Wobei ich nicht sehe wo, er hier explizit seine ethnischen Mitbürger verteidigt hat. Im Moment interpretierst du zu viel in die Aussagen hinein).

Aber das Thema gehört in deiner angedachten Form wirklich ins PuG.

Deshalb hier bitte zurück zum (Treffpunkt)Topic.
 
Brigitta schrieb:
[...] Im Moment interpretierst du zu viel in die Aussagen hinein).
Brigitta schrieb:
Aber das Thema gehört in deiner angedachten Form wirklich ins PuG.

deswegen halte ich jetzt und hier auch die finger still. das, was ich loswerden musste, steht hier sowieso schon.

so long and greetz
 
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