News Digitale Gesundheit: Ärzteschaft will Online-Behandlungen erlauben

Andy

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#1
Sprechstunden mit Messenger-Diensten wie Skype sind offenbar nicht mehr allzu weit entfernt. Wie der Spiegel in der aktuellen Ausgabe berichtet, soll es Ärzten künftig ermöglicht werden, Patienten in manchen Fällen ausschließlich per Online-Kommunikation zu behandeln. Das wäre ein Ziel der Bundesärztekammer (BÄK).

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#2
Wenn ich dann auch ein gültiges ausdruckbares Rezept bekomme würde wäre dies wunderbar.
Aber da müssten auch die Krankenkasse zustimmen.

Oftmals sitzt man wegen einem 08/15 Mist ewig im Wartezimmer, obwohl man vorher schon weiß dass man etwas aus der Apotheke bekommt. Würde es nicht wegen der Krankenkasse und der Kostenübernahme sein, würde ich sofort nur zur Apotheke gehen.

Aber da würde sicherlich sowohl auf Ärzte als auf Patientenseite viel Missbrauch getrieben werden, weshalb wirklich jedes Detail genau geregelt sein müsste.
 
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eax1990

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#3
Also das Rezept zum Ausdrucken für zu Hause und vielleicht sogar noch eine direkte Bestellung von Medikamenten würde ich echt begrüßen.
Ich dackel auch jedes Quartal runter nur wegen Medizin und ansonsten sieht mich der Hausarzt auch nicht und bislang war es eher Patient berät Arzt, nicht umgekehrt - zumindest bei mir.

Eine generelle Auflockerung der ganzen Sache oder vielleicht einer besseren Krankenkarte bei der man den Termin zum Hausarzt direkt streichen kann wenn man bis ans Lebensende entsprechenden Kram nehmen muss und direkt zur Apotheke kann, ja solche Dinge wären mal ganz toll.
 
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#4
Als Medizinstudent frage ich mich, wie das klappen soll. So kann doch gar keine Anamnese erfolgen.

@eax
Es bedarf bei Dauermedikation einer Überwachung über die Suffizienz der Behandlung. Deswegen wirst du bei chronischer Medikamentengabe auch immer wieder zum Arzt dackeln dürfen.
BTW wenn du deinen Arzt berätst googlest du entweder zu viel und der Arzt denkt sich seinen Teil, oder er ist inkompetent und du solltest ihn wechseln..
 
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#5
Für den 0815 wäre das ok.
Wenn ich weiß, was ich habe, dann macht das Sinn.
Auch wenn ich als chronischer Patient ein Rezept brauche und es mir ausdrucken kann, befürworte ich das.

Allerdings darf das nicht zu einer reinen Online-Behandlung ausarten.
Sonst ist die Qualität schnell am Boden und die Behandlungsfehler nehmen zu!
 
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#6
Als Medizinstudent frage ich mich, wie das klappen soll. So kann doch gar keine Anamnese erfolgen.
Ich habe darüber eine Belegarbeit geschrieben und kann dir nur zustimmen, im Moment überwiegen die Nachteile. Die ältere Bevölkerung wird als Zielgruppe selbst durchfallen, da diese sich mit dem Thema Rechner und Co befassen müssen, der Arzt zudem auch, beide tragen dazu noch die Kosten. Als Arzt zahlst du noch eine monatliche Gebühr und jetzt kannst du dir vorstellen, was passiert, wenn dies nicht genügend Patienten machen. Alles nimmt außerdem etliche Zeit in Anspruch.
Alle Krankheitsbilder lassen sich auch nicht aufklären und der Patient muss noch einmal extra zum Arzt gehen.

Skype wird als Dienstleister ganz sicher nicht genommen werden, da der Client nicht die bekannten Sicherheitsregeln abdeckt. Bislang gibt es auf der Webseite der Bundesärztekammer, glaube ich, nur ein paar Anbieter. Die Sicherheit der Patientendaten wird mit Skype nicht gewährt.

Es wundert mich aber, dass in Deutschland die Behandlung nicht erlaubt ist, laut dem EU-Recht ist eine Onine-Behandlung erlaubt. Ebenso Online-Rezepte, viele bestellen einfach über dem Arzt in London ein Rezept.
Heute kann eigentlich jeder Arzt den Patienten online behandeln, er muss nur einmal in der Praxis behandelt worden sein, jedoch müssen zuerst die Grundsteine gelegt werden, damit die Patienten und Ärte die Möglichkeit überhaupt nutzen.

Für den 0815 wäre das ok.
Wenn ich weiß, was ich habe, dann macht das Sinn.
Den 0815 Patient (ich weiß nicht was du damit meinst) gibt es nicht. Wenn du schon weißt, was du hast, dann brauchst du gar nicht zum Arzt und kannst dir ein Medikament einfach aus der Apotheke holen.
 
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#7
Als Medizinstudent frage ich mich, wie das klappen soll. So kann doch gar keine Anamnese erfolgen.
In 90% der Fälle wird doch nur kurz geredet: "Ja mir war heute morgen schlecht" - "Ich hab eine Erkältung" - "Rücken", usw. Kurze Rückfragen vom Arzt um zu spezifizieren, fertig. Die "Anamnese" kann genauso gut Wikipedia/Google übernehmen. Der Arzt ist da nur wichtig für Bescheinigung/Rezepte. Wirkliche ernste Krankheitsfälle wo was vor Ort untersucht werden muss, gibts doch eher selten und kann optional immer noch heran gezogen werden.

Ich frage mich viel eher wie das mit der Krankenkassenkarte laufen soll. Die erwarten doch nicht ernsthaft eine Authentifizierung wie mit dem Personalausweis? Mal von den ganzen Überwachungskram abgesehen, öffnet das auch Tür für kriminelle Zwecke.

Aber da würde sicherlich sowohl auf Ärzte als auf Patientenseite viel Missbrauch getrieben werden, weshalb wirklich jedes Detail genau geregelt sein müsste.
Dazu kommt, der Arzt will schließlich auch etwas verdienen.
 

estros

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#8
Na endlich, im Jahr 2018 kommt die Online-Sprechstunde zum Thema. Dass ich das noch erleben darf.:)

Als Kunde hat das unheimliche Vorteile und im Wartezimmer sitzen die wirklich kranken Leute. Win-Win.
 
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#9
Den 0815 Patient (ich weiß nicht was du damit meinst) gibt es nicht. Wenn du schon weißt, was du hast, dann brauchst du gar nicht zum Arzt und kannst dir ein Medikament einfach aus der Apotheke holen.
Dann will ich mal sehen, wie ich ohne Rezept ein rezeptpflichtiges Medikament bekomme...

Zudem will ich sehen, wie ich die Kosten ohne Arztkontakt erstattet bekomme...
 
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#10
Als Medizinstudent frage ich mich, wie das klappen soll. So kann doch gar keine Anamnese erfolgen.
Was kann ein Arzt besser machen als Google oder Online Sprechstunde? Die Ärzte haben die letzten Jahren arg nach gelassen und doch überhaupt keine Zeit mehr. Reinste Massenabfertigung. Kurz bla bla und schon wird Rezept ausgestellt oder man bekommt eine Überweisung zu einem Facharzt. Es wird doch stellenweise gar nicht mehr abgehorcht oder abgetastet, sondern einfach nur durch Erzählung eine Diagnose gestellt. Mein Erlebnis kürzlich: Starke Bauchschmerzen: Hausarzt: "sind bestimmt Blähungen." Er gab mir ein Rezept und wünschte mir gute Besserungen. Kein abtasten, abhorchen, nix. Ein paar Stunden später wurde ich mit Notarzt Begleitung in die Klinik eingeliefert: Blinddarmdurchbruch. :freak:
 
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#11
Dann will ich mal sehen, wie ich ohne Rezept ein rezeptpflichtiges Medikament bekomme...

Zudem will ich sehen, wie ich die Kosten ohne Arztkontakt erstattet bekomme...
Erst einmal müsstest du definieren, was ein 0815 Patient wäre? In der Regel bräuchte man als 0815 Patient keine rezeptpflichtige Medikamente. Was genau meinst du jetzt damit? Ich bitte um eine Erklärung, da es sowas eigentlich gar nicht gibt.

Rezepte bekommt man erstattet, wenn es sich um Folgerezepte handelt, du musst aber einmal vom Arzt in der Klinik behandelt worden sein, in einigen Fällen übernimmt die Krankenkasse.
 
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#12
"Ärzteschaft will Online-Behandlungen erlauiben." Heißt das jetzt, dass sich die Ärzte ihre eigenen Gesetze machen? Oder ist die Lobby der Ärzteverbände so stark, dass der Gesetzgeber am Schluss nur noch durchwinkt? Werden die Patienten gefragt, ob sie das überhaupt wollen?

Naja, sollen sie machen. Wenn dann irgendwann Google oder Microsoft mit dem ersten KI-Online-Arzt kommt, wird das Gejammer unter den Ärzten groß sein und der Ruf nach dem Steuerzahler, der die dann notleidenden Ärzte unterstützt, noch größer.

Gruß,
CTN
 

Mardock

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#13
wäre super oft braucht man ja keinerlei behandlung oder medizin so könnte man bei durchfall oder einer erkältung einfach zuhause bleiben statt ewig beim arzt zu hocken
 
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#14
@ Crunch: Genauso wird es irgendwann kommen.

@Red: Es gibt Leute, die wissen selber, ob sie Schnerzen haben.
Sei es nach einem schweren Unfall oder Gelenkschmerzen...

Wenn ich jedes Jahr eine Lungenentzündung oder anderes habe, wird der Dok ein Antbiotikum aufschreiben.
Je nachdem, wie ich etwas erzähle. Somit kann ich als Patient den Doc viel beeinflussen.
Das bedeutet auch, dass man sich selber etwas mit der Medizin auskennen sollte.
Daher kommen auch viele Fehldiagnosen - wegen dem Patienten.
Ob er jetzt vor Ort ist oder nicht, macht nur bei bestimmten Symptomen einen Unterschied.

Muss ich Brechen, will ich nur eine Krankmeldung und mich nicht aus dem Haus zwingen.
Da lohnt es sich, wenn die Krankmedlung gleich zur Kasse geschickt wird und evtl. soagr zum Arbeitgeber.
Nur als Beispiel.

Das bedeutet nicht, dass die Ärzteanzahl verringert werden soll.
Genauso soll auch eine KI den Arzt nicht ersetzen (zumindest nicht solange, bis die KI Sci-Fi-Status erreicht hat^^).
 
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#15
Würde ich begrüssen.
Bei uns am Land gibt es keinen Arzt mehr, zumindest keinen der noch gesetzlich versicherte Leute nimmt. So muss jeder, selbst mit 42 Grad Fieber hat, mit seinem Auto in die Stadt fahren. Ob das so gut kommt, wage ich zu bezweifeln.
Bei mir auf Arbeit ist es auch so, dass jeder ab dem ersten Tag eine Krankmeldung abgeben muss. Da setz ich mich mit Fieber auch nicht so gern ins Auto.
 
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#17
@Red: Es gibt Leute, die wissen selber, ob sie Schnerzen haben.
Sei es nach einem schweren Unfall oder Gelenkschmerzen...

Wenn ich jedes Jahr eine Lungenentzündung oder anderes habe, wird der Dok ein Antbiotikum aufschreiben.
Je nachdem, wie ich etwas erzähle. Somit kann ich als Patient den Doc viel beeinflussen.
Das bedeutet auch, dass man sich selber etwas mit der Medizin auskennen sollte.
Daher kommen auch viele Fehldiagnosen - wegen dem Patienten.
Ob er jetzt vor Ort ist oder nicht, macht nur bei bestimmten Symptomen einen Unterschied.

Muss ich Brechen, will ich nur eine Krankmeldung und mich nicht aus dem Haus zwingen.
Da lohnt es sich, wenn die Krankmedlung gleich zur Kasse geschickt wird und evtl. soagr zum Arbeitgeber.
Nur als Beispiel.
Dann wäre in deinem Fall eine Online-Sprechstunde mit einem Arzt außerhalb von Deutschland sinnvoller, wenn du schon vorher weiß, was du hast, (ansonsten sei dir da mal lieber nicht so sicher), dieser schickt es gleich an eine Versandapoteke in der EU und erhälst sie dann.
Somit kann ich als Patient den Doc viel beeinflussen.
Ich halte diesen Satz auch für sehr gewagt, Medizin ist ein breites Fach und eine Beschwerde kann viele Ursachen haben, man versucht zu Anfang erst einmal auszugrenzen. Viele Patienten denken aber sie wissen mehr als der Arzt und in vielen Fällen ist es auch eher negativ. Solche Aussagen würde ich ungern einsetzen. Den 0815 Patient gibt dennoch nicht.

Eine Krankschreibung hat nichts mit diesem Thema zu tun, dies ist wieder ein anderes Thema/Gesetz, welches geändert werden müsste und auch weiterhin wird man diese Dokumente persönlich abholen müssen.
 
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#18
Als Medizinstudent frage ich mich, wie das klappen soll. So kann doch gar keine Anamnese erfolgen.

@eax
Es bedarf bei Dauermedikation einer Überwachung über die Suffizienz der Behandlung. Deswegen wirst du bei chronischer Medikamentengabe auch immer wieder zum Arzt dackeln dürfen.
BTW wenn du deinen Arzt berätst googlest du entweder zu viel und der Arzt denkt sich seinen Teil, oder er ist inkompetent und du solltest ihn wechseln..
Es geht hier eher um die typischen grippalen Infekte etc. oder eben chronisch Kranke...
 
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#20
Also manche Antworten hier sind echt...

Was kann ein Arzt besser machen als Google oder Online Sprechstunde? Die Ärzte haben die letzten Jahren arg nach gelassen und doch überhaupt keine Zeit mehr.
Schonmal Symptome (die, die du meinst zu haben) gegooglet, dann zum Arzt gegangen, und du hattest was völlig anderes? Das passiert in fast allen Fällen.
Weißt du auch wieso?
Weil du kein Arzt bist, und einen Arzt brauchst. Man muss dich nicht nur optisch, sondern auch richtig körperlich untersuchen können. Seien es Abtastungen, Abhorchen, etc.
Der Arzt wird auch nicht kompetenter, wenn die Distanz zwischen Patienten und ihm größer wird. oO
Du wirst auch nicht ein besserer Porträitzeichner, je blinder du bist.
Von allgemeinen Fehldiagnosen im kleineren Stile (und ihren enormen Kosten und Zeitverschwendungen) abgesehen, wie erklärst du den Angehörigen eines verstorbenen, Fehldiagnostizierten, dass du keine Zeit hattest ihn persönlich zu begutachen?! Es sollte doch einleuchtend sein, dass das nicht funktionieren kann.
Jedes 4. Thema hier lässt sich doch auch nicht über Ferndiagnose lösen. Jetzt stelle dir vor du hast anstatt eines simplen IT-Problemes ein medizinisches Problem.

Es geht hier eher um die typischen grippalen Infekte etc. oder eben chronisch Kranke...
Sehr viele ernstere Krankheiten können sich wie grippale Infekte präsentieren.
Zu chronisch kranken hat er ja bereits was gesagt. Möchte aber trotzdem darauf eingehen. Meine Mutter war chronisch krank (Krebs), und ist letztes Jahr gestorben. Man muss echt weltentfremdet sein um sich auch nur entfernt vorstellen zu können, dass eine chronisch kranke Person so behandelt werden kann. Herzlichen Glückwunsch, niemand in deiner Nähe war wohl jemals (ernsthaft) krank.
 
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