Diplomthema wechseln

aggroman

Lt. Junior Grade
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Sep. 2008
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449
Guten Tag,

ein bekannter von mir schreibt gerade seine Diplomarbeit ( sind jetzt etwa 1 Monat rum ). Er kommt mit dem Thema überhaupt nicht zurecht und so wie es momentan läuft kann es nur schlecht enden. Laut der Prüfungsordnung kann man an der FH innerhalb von 2 Monaten das Thema abbrechen :
"Das Thema kann nur einmal innerhalb der ersten zwei Monate der
Bearbeitungszeit und nur aus triftigen Gründen mit Einwilligung des
vorsitzenden Mitglieds des Prüfungsausschusses zurückgegeben werden."

Wie meint Ihr könnte so ein triftiger Grund aussehen, damit der Wechsel klappt ( z.B. thema verfehlt wird wohl schlecht klappen )

Auf eine schnelle Antwort würde ich mich freuen

Gruß
Roman
 
Was als triftiger Grund angesehen wird ist letztlich Ermessenssache.

Er soll auf jeden Fall mal mit seinem Prüfer sprechen, so schnell wie möglich.
Der kann da am ehesten was machen und vor allem haben die Dozenten ja auch kein Interesse daran, dass ihre Prüflinge durchfallen.
 
aggroman schrieb:
Er kommt mit dem Thema überhaupt nicht zurecht und so wie es momentan läuft kann es nur schlecht enden.

Auf jeden Fall ist DAS kein triftiger Grund.

Was ich mich jedoch gerade frage:
Wie soll das denn dann später im Beruf aussehen, wenn man ein extrem schwieriges Projekt leiten muss?
"Äh, komme ich nicht mit zurecht .... mach mal wer anders" ?
 
Man kann den Grund ja auch anders formulieren ohne sagen zu müssen "komme nicht damit klar". Auf der anderen Seiten prüft man ein Thema vorher gründlich und weiß worauf man sich einlässt, das ist bei einem Projekt nicht immer so - und bevor man es in den Sand setzt kann man offen sagen, das man es nicht schafft und um Ablösung bitten. Das ist besser als ein Projekt zu vermasseln und wird eigentlich nicht schlecht angesehen wenn man es begründen kann.
 
Der hat das Thema eben unterschätzt, da lässt sich jetzt auch nichts mehr machen. Wie könnte den die Begründung lauten, ist ja nur eine formelle Sache, der Betreuer hat den wechsel bereits zugestimmt...
 
zum Beispiel das die praktische Relevanz fehlt oder ein Unterstützer im praktischen Bereich weggefallen ist; oder die Quellensuche in eine Sackgasse führt.
 
Dein Kollege wird ja wohl ein Inhaltsverzeichnis vorgelegt haben, oder? Er soll sich mal mit dem Betreuer zusammensetzen und dieses Durcharbeiten. Vielleicht lassen sich die Problemkapitel ja elegant umschiffen, ohne dass es jemand merkt.

In den meisten Fällen liegen die Probleme nicht beim Titel (Thema als Ganzes), sondern gewisse Teilaskpete der Arbeit entpuppen sich als Hürden.
 
Wenn er die Diplomarbeit noch nicht offiziell angemeldet hat, dann kann er einfach tschüss sagen und sich was neues suchen ;)

Grundsätzlich wäre ich aber für die Variante, Arschbacken zusammenkneifen und das Thema durchziehen. Für mich klingt das nämlich eher danach, dass dein Kollege die ersten 4 Wochen nichts oder zu wenig gemacht hat und jetzt, wo die Abgabe immer näher kommt, kalte Füße bekommt.

Jeder der studiert hat oder studiert, kennt die Panik die man vor Abgabeterminen hat, wenn man genau weiß dass man zeitlich hinterher hängt. Aber da gibts dann die Lösung, den Schlaf auf 6 Std. zu reduzieren und die anderen 18 Std. sinnvoll nutzen.

VG, BTT
 
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