Diskussionsthread: Deutsche Politik

CCIBS schrieb:
Und bei den Linken denke ich da jetzt an einen Gregor Gysi und Bodo Ramelow.
Ich eher an Frau Reichinnek, die btw sehr stark (vor allem inhaltlich) in Social Media vertreten ist. Es gibt aber auch 2-3 andere Damen bei den Linken, die dort inhaltlich wie in der Häufigkeit stark vertreten sind. Die Linke nutzt diese Kanäle ähnlich stark wie die AfD, aber eben sachlich inhaltlich und nicht mit KI Fakes und Propaganda und haben dennoch nicht diese Reichweite. Das zeigt eben auch, die Kanäle sind nicht das Problem. Sondern dass ein erheblicher Teil der Menschen Inhalte haben wollen, die ihrer bereits gefassten Meinung entsprechen und sie bloß nicht zum nachdenken/reflektieren anregt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Samurai76
Erkekjetter schrieb:
Ich eher an Frau Reichinnek, die btw sehr stark (vor allem inhaltlich) in Social Media vertreten ist.
Ja, sie ist halt aber nur stark in dieser Gruppe und man konzentriert sich auch nur sehr stark allein darauf, und lässt viel Potential links (haha, Wortwitz), liegen.

Aber gut. Ich habe Hoffnung, dass die Grünen sich da breiter aufstellen und ich habe auch das Gefühl, dass sie es versuchen, auch wenn sie sich in einigen Punkten noch ungeschickt anstellen. Wenn die Linke dann mal bei einer Koalition ihre Wähler als Juniorpartner mit bringen, kommt in der Summe das selbe raus.
 
CCIBS schrieb:
sie ist halt aber nur stark in dieser Gruppe
in welcher Gruppe? Ihre Profile in Social Media sind frei zugänglich und an jeden der will, adressiert. Die Themen, die sie immer wieder aufgreift, betreffen locker 60-70% der Deutschen. Sie greift regelmässig aktuelle politische Diskussionen auf und wo die Problem darin liegen, was CDU und AfD so von sich geben und fordern.

Ich verstehe schlicht nicht, was du damit aussagen willst, dass man sich auf ein Gruppe stark konzentriere...
 
Erkekjetter schrieb:
Die Themen, die sie immer wieder aufgreift, betreffen locker 60-70% der Deutschen.
Ja, und trotzdem sind die Umfragewerte nur bei 12 %. Und ja, trotz allem wird man nicht jeden erreichen, 20 % sollten da trotzdem drinnen sein, bei 60 bis 70 % Pozential.

Erkekjetter schrieb:
Ich verstehe schlicht nicht, was du damit aussagen willst, dass man sich auf ein Gruppe stark konzentriere...
Habe ich doch schon vorher erwähnt, was ich damit meine.
 
CCIBS schrieb:
Habe ich doch schon vorher erwähnt, was ich damit meine.
Dann verzeih mir, aber ich kann es nicht nachvollziehen bzw. verstehen, insbesondere unter dem Aspekt, dass dies wohl aktiv geschieht und die Personen es anders machen sollten/müssten. Sprich, der Grund dieser Tatsache beim Sender zu suchen sei und nicht beim Empfänger in diesem Fall.

Was sollte jemand wie Reichinnek den anders machen? also praktisch, konkrete Handlungen?

Denn auf die jahrzehntelange Propaganda aus konservativen und rechten Spektrum, die die Linke in Richtung DDR Unrechtsstaat schiebt, kann sie aktiv selber wenig tun. Sie hat ja keinen Einfluss darauf, dass beispielsweise die CDU bis heute kategorisch jedwede Zusammenarbeit mit der Linken mit Verweis auf die Vergangenheit ablehnt und dies sogar schärfer umgesetzt wird als die die "Brandmauer" gegen die AfD.
 
Erkekjetter schrieb:
Die Linke wird noch immer als SED Nachfolger "diffamiert" und damit unmittelbar mit dem Unrechtsstaat DDR verknüpft, obwohl die Partei mit ihren aktuellen Spitzenpolitikern kaum weiter weg von einer DDR sein könnten.
Ich denke nicht, dass es da noch allzu viele Vorbehalte wegen der SED Hsitorie gibt.
Im Osten eh nicht, da gibt es ja fast schon ein DDR Revival durch die Nostalgie Welle die die AfD gerne bedient. Im Westen hat sich das mittlerweile eher abgeschliffen.
Die Linke verfügt m.E. über ein Wählerpotenzial das sie größtenteils ausschöpft. Den Angriff des BSD hat sie immerhin ziemlich erfolgreich abgewehrt.
Hätte man vor nicht allzu langer Zeit jemandem erzählt, dass SPD und Linke sich auf dem gleichen Level befinden könnten, hätte man ihm eher geraten die Droge zu wechseln.
 
@mo schrieb:
Ich denke nicht, dass es da noch allzu viele Vorbehalte wegen der SED Hsitorie gibt.
Dann frag mal die CDU, warum die Linke kategorisch abgelehnt wird... Der Unvereinbarkeitsbeschluss stammt erst aus 2018. Da gibts zwar noch andere Punkte, die sind aus meiner Sicht aber ähnlich "sinnig".
 
Erkekjetter schrieb:
Dann frag mal die CDU, warum die Linke kategorisch abgelehnt wird
Das hindert die Wähler aber offensichtlich nicht daran sie trotzdem zu wählen.
Ich denke die Linke sieht sich auch unterschiedlich im eigenen Selbstverständnis.
Im Westen als klassische Oppositionsrolle im Osten eher als Regierungspartei.
Die Unvereinbarkeit im Osten ist eh nicht sehr realistisch. Im Westen haben die beiden einfach völlig unterschiedliches Wählerpotenzial. Genau da findet auch die größte Abgrenzung zu den Grünen statt.
Die beiden Parteien in einem Atemzug als 'links' zu nennen, macht m.E. eh wenig Sinn.
 
@mo schrieb:
Das hindert die Wähler aber offensichtlich nicht daran sie trotzdem zu wählen.
Du hast den Argumentationsfaden von mir vollständig gelesen? Ich sagte, die Partei "Die Linke" wird seit Jahrzehnte propagandistisch abgewertet durch rechte und konservative Kreise. Die CDU unter anderem eben zuletzt mit diesem Beschluss. Was denkst du, wie das bei vielen Wählern angekommt und was hängen bleibt, wenn eine "Volks"partei wie die CDU die Linke derartig einsortiert?
Natürlich wirkt sich das über solche langen Zeiträume aus und hat Auswirkungen auf die Bereitschaft, eine solche Partei zu wählen. Also ja, es "hindert" sehr wohl die Wähler daran, diese Partei zu wählen.
@mo schrieb:
Die beiden Parteien in einem Atemzug als 'links' zu nennen, macht m.E. eh wenig Sinn.
Sehe ich anders. Die Linke hat hohe Überschneidungsmengen mit den Grünen. Deutlich mehr als mit vielen anderen Parteien. Im Wahlomat landen Grüne und Linke bei mir immer ganz oben, ein deutliches Zeichen, dass die Schnittmengen groß sein müssen.
 
Zurück
Oben