News Druck auf WikiLeaks wächst

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ich möchte mal nur auf eines hinweisen:
assange wird derzeit offiziell nicht wegen seinen tätigkeiten bei wikileaks gescuht sondern zur befragung zu sexuellenstraftaten in schweden.

warum wird wikileaks dann eigentlich so diskutiert? ;)

das suggestive verdrehen von aktuellen geschehnissen und fakten funktioniert ganz gut. ist ja auhc keine erfindung der neuzeit.
 
nur weil etwas nicht für andere Ohren gedacht ist, ist es noch lange nicht Privat. Alles was eine Abgeordneter, Senator, Minister, Botschafter unter Berufung auf sein Amt schreibt, sagt usw. ist nicht Privat und geht die Personen die er vertritt, also die Bevölkerung sehr viel an.

@Dese:

Seit Juni 2010 wird Assange von den Behörden der USA gesucht. Hintergrund sind mögliche Verbrechen in Zusammenhang mit der Beschaffung und Verbreitung von über 92.000 geheimen Dokumenten der NATO. Die USA versuchen dabei auch Hilfe von Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Australien sowie anderen Verbündeten zu erhalten.
Quelle: Wikipedia
 
@Miniami: Achja richtig! Ein Staat ist kein Wohlfahrtsverein....Meine Güte was hier manche für Vorstellungen haben. Natürlich kümmert sich ein Staat immer zuerst um die Wirtschaft, denn ohne Moos nix los. Läuft die Wirtschaft nicht, kann man sich auch schlecht um die meist teuren Interessen der Bürger kümmern :rolleyes:

@SB94: Wenn etwas nicht für andere Ohren bestimmt ist, dann ist es privat und vertraulich. Politiker haben keinesfalls alles was unter Berufung auf ihr Amt getan wird allen mitzuteilen. Ganz im Gegenteil, und das ist auch gut so. Politiker haben lediglich im Interesse der Bürger zu handeln. Nur da der Pöbel und gemeine Prolet meistens nicht weis, was gut für ihn ist, ist es besser manche Dinge bleiben ihm vorenthalten, was meistens allen dienlich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ dahum Ich bin einfach der Meinung das man Demokratie die direkt mit dem Kapitalismus verbunden ist, so oder so in den Müll werfen kann.
 
Das US-Militär hat guten Grund, bestimmte Dinge nicht jedem zugänglich zu machen. Mit dieser Art von Transparenz wie Wikileaks sie gern hätte ist kein Krieg zu führen. Sonst kann man beim ersten Fehlschlag heimfahren.

Allerdings kann man durchaus von einem Politiker z.B. Einblick in die Fahrtenbücher eines Dienst-PKW verlangen. Wie an diesen Stellen wieder große Geheimniskrämerei betrieben wird ist schon merkwürdig. Keiner würde auf die Idee kommen, diese Dinge ins Netz zu stellen wenn man sie einfach den Ermittlern vorlegen würde.
 
@ flo36 Geld ist nicht das Problem!! Sondern die Rahmenbedingungen für das Finanzsystem^^
 
Die Sache ist eigentlich recht einfach:
Quasi jeder Staat heutzutage übt am laufenden Band Hochverrat an seinen Bürgern. Im Grunde genommen handelt es sich salopp gesagt auch um Diebstahl - jedes Erzeugnis einer Regierung wie z.B. ein Blatt Papier mit Gekritzel darauf ist Eigentum des Volkes. Dieses Blatt Papier als geheim zu bezeichnen und dem Eigentümer vorzuenthalten ist eben Diebstahl und ideologisch im Kontext Volk-Regierung gesehen Hochverrat (in so einigen Staaten steht darauf die Todesstrafe...).
Wikileaks stellt die Dinge wieder richtig und führt dem Volk deren Eigentum wieder zurück. Es ist also zusätzlich der Versuch, WL zu unterbinden, wieder Hochverrat; sozusagen "in zweiter Reihe".
Bezüglich WL steht folglich die Frage "Ob?" gar nicht im Raum, sondern die Frage, was das Volk tun kann, um diese wahrscheinlich wichtigste Bewegung seit der Erfindung der Institution "Staat" zu schützen.

Und wie ich sehe, scheint es doch recht viele Menschen zu geben, die der Meinung sind, dass es bestimmte sensible Inhalte gibt, die nicht veröffentlicht werden sollten. Klare Antwort: Wer seine Sache gleich richtig macht, braucht sich später nicht vor den Konsequenzen zu fürchten!
 
flo36 schrieb:
Da es anscheinend schon auf mehr als 100 Server gespiegelt wurde, wird man es nicht so schnell tot bekommen.
Ich hab was von über 200 offiziellen Seiten gelesen. Wenn ich da aber alleine HIER im forum lese das 3 Leute die Seite auf ihren servern spiegeln würd ich sagen das es weltweit mehrere 1000 spiegelungen gibt.

flo36 schrieb:
Wenn doch auch in Österreich jemand das Rückgrad hätte und denen auch nen Server zur verfüngung stellen würde.
Es gibt sogar österreichische Politiker die sich für WL einsetzen. Siehe: Pilz zu Wikileaks: Österreich soll Assange politisches Asyl geben

NMB schrieb:
für jede seite die sie schließen tauchen 2 neue auf
das erinnert mich an die geschichte mit Herkules und der neunköpfigen Hydra.
 
@ pyrol: Kann nicht ganz nachvollziehen was daran gefährlich ist wenn ich meine Konten bei Unternehmen sperren lasse die versuchen Wikileaks zu blockieren. Das ist nur mein bescheidener Beitrag im Rahemn meiner Möglichkeiten Wikileak zu unterstützen.
Warum ich das WL unterstütze? Weil es endlich mal eine Organisation gibt die Informationen veröffentlicht die uns sonst immer vorenthalten werden.
 
Wenn ich einen Abgeordneten wähle, vertritt er mich auf Staatsebene (Demokratie), d.h. er muss, all sein Wissen, welches er Aufgrund seines Amtes erlangt an mich weitergeben. Eben weil er MICH vertritt.
 
chris193 schrieb:
Als nächstes möchte - laut Gerüchten - Assange und co. Dokumente einer Großbank veröffentlichen.
Was darin steht wissen wir (noch) nicht, nur eines befürchte ich. Dass Assange und co. mal wieder einfach so darauf lospoltern und ggf. (spekulativ und theoretisch) den Finanzsektor in unerwünschte Wallung bringen, obwohl sich die ernste Lage noch nicht wirklich beruhigt hat.

Sicherlich ist die ursprüngliche Idee, dass "wir" wissen sollen was im Verborgenen läuft nicht schlecht, doch die Resultate und Auswirkungen kann man nicht kalkulieren - und dies ist die Gefahr bei WL. Man könnte u.U. mehr Schaden erreichen als Nutzen.

Macht man es sich nicht etwas einfach wenn man die Schuld für Folgen der Veröffentlichungen direkt WL zuordnet?
Angeommen WL veröffentlicht nun etwas über die Banken und in Folge dessen stürzt man in die nächste Bankenkriese - ist dann wirklich WL daran Schuld oder sind es nicht eher die Banken, die Politik usw. selbst?
Ist es wirklich ein Grund dafür Wissen über Unrecht zurückzuhalten nur weil man kurzfristig negative Folgen erwarten muss?
Soll man lieber seinen Mund halten bis das System dann irgendwann von sich aus zusammenbricht?
 
@SB94: du hast mich missverstanden. allerdings ist das meine schuld. ich wollte nicht sagen, dass assange nicht deswegen gesucht wird, sondern dass wir aktuell erst jetzt einen internationallen haftbefehl gegen ihn haben. bis jetzt war das nämlich nicht der fall.
bis jetzt war er noch nicht so wichtig.

[quote name=daniel1111]
---Zitat von daniel1111---
Ich dachte wir sind hier bei den gleiches Recht für alle Schreiern. Also, wenn ihr nicht wollt das man euch aushorcht, dann respektiert auch, dass man das in der Politik nicht immer will, und das aus gutem Grund. Denn viele Leute wissen einfach nicht wie man mit Informationen umzugehen hat, wie z.B. Herr Assange, weswegen ich Interpol und Scotland Yard viel Erfolg wünsche [/quote]
wer schreit denn hier gleiches recht für alle?
einem abgeordneten steht genau wie uns auch das recht auf privatsphere zu, aber nicht dem abgeordneten als ÖFFENTLICH person. was er sagt udn tut im beruflichen sinne ist was VÖLLIG anderes als was ich privat tue. daruaf hat er NICHT das gleiche recht wie cih auf vershwiegenheit. und das wäre auch ne katastrophe!
 
@flo 36

75% der Menschen in diesem globalen System geht es gut? Also wenn ich mal so grob
überschlage wie viele Menschen in Afrika leben, in Gebieten die von Warlords regiert werden, in Indien im Kastensystem verkommen oder in China verfolgt werden und in Arbeitslagern wie im 3. Reich zu Tode geqäult werden, wie es so in Nordkorea und in vielen Teilen in Osteuropa aussieht dann denke ich, dass 75% ein wenig zu hoch gegriffen ist.

Aber vermutlich ist das ein Problem der Wohlstandsgesellschaft die Privatgedanken der einen über das Wohl der Menge zu stellen.

Wenn die Regierungen und die Militärs waghalsige Kriege führen wollen(die sie nicht führen müssten), dann sollen sie sich nicht wundern, wenn Transparenz gefordert und gefördert wird, unabhängig davon, ob angeblich Leute dabei in Gefahr geraten, denn sie sind wohl selbst dafür verantwortlich (Ein Existentialist würde sagen, man hätte jeder Zeit die Wahl sich gegen einen Krieg zu entscheiden, trotz jeder Konsequenz).

Auch im kleineren Maßstab finde ich es schon ziemlich dreist, wenn Regierungen Geheimverträge mit der Wirtschaft und anderen Staaten aushandeln, Regierungen, die nur regieren dürfen, weil der Bürger sie gewählt hat, und wenn man den Begriff Demokratie in seiner engsten Sinne nimmt, dann geht eben die Macht vom Volke aus, und damit hat das Wissen auch dem Volke zu gehören und nicht einer kleinen Instanz die ein bisschen Kontrollmanagement spielen (um es mal etwas polemisch auszudrücken).

In jedem Falle eine ganz interessante Geschichte, wie einige Leute versuchen die Maßnahmen zur Unmündigkeit zu legitimieren.

Und bevor ihr anfangt zu flamen: Ich bin mir durchaus darüber bewusst, dass jeder irgendwo Dreck am Stecken hat und dass es unnötig ist, die Welt in unendlicher Transparenz erstrahlen zu lassen aber wir sprechen hier nicht von den Unterwäschevorlieben unser Minister, sondern um Kriege und Verträge, die das Leben und Weltbild vieler Menschen bestimmen.
 
@daniel1111: Mir hilft WL! Kann mir mit den Informationen eine Meinung bilden.
und ich kann dich beruhigen ich ziehe auch andere Quellen in meine Meinungsbildung mit ein.
 
@SB94 und Dese: Nein er muss euch gar nichts sagen. Dann sagt mir mal seit wann ihr überhaupt die Befugnis und Authorität inne habt geheime Staatsdokumente einzusehen?
Die habt ihr nicht! Und Top Secret Dokumente gibt es natürlich auch nur weil man so gerne Stille Post in den Regierungen spielt.
 
Cr@zed^ schrieb:
Was viele Vergessen, es gibt Sachen die sollte man nie Publik machen, wie im richtigen Leben bei euch auch.
Viele sogenannte Infos von Wikileak sind Klatsch und Tratsch. Ich halte es damit wie in realen Leben auch. Es geht mir am A**** vorbei wer hinter meinem Rücken über mich redet.
Zugegeben, ein Gschmäckle hats schon und bringt etliche Diplomaten in eine unangenehme Situation. Jedoch handelt es sich nicht um Tratsch, sondern um Dokumente zur Entscheidungsfindung. Erstellt, archiviert und klassifiziert. Es ist kein privates Gespräch, sondern Regierungsdokumente.

Cr@zed^ schrieb:
Zu denen die die Vergewaltigungsvorwürfe ins Lächerliche ziehen:
Was geht den bei euch im Kopf ab? Ich habe die ganze Kampagne pro Kachelmann schon schockiert zur Kenntniss genommen, das es kurz danach wieder zu solch ungeheuerlichen Sympathiebekundungen einem vermutlichen Sexualstraftäters gegenüber kommt schlägt ja wohl dem Faß den Boden aus.
Ja ja, laut VT soll der Kachelmann den Klimawandel geleugnet haben und mit seinem unabhängigen Netzwerk an Meßstationen eigene Daten zur Verfügung haben. Damit hat er der CO2-Mafia ans Bein gepisst.

Ich habe weder bei Assage noch bei Kachelmann die Kerze gehalten, um mich festlegen zu können. Da erfolgreiche Macher oftmals charakterlich besonders authoritär sind ist eine Schuld denkbar. Andererseits sind erfolgreiche Männer naturgemäß bedroht, von Frauen unter Druck gesetzt zu werden.

Viel schlimmer ist das Gehabe der Behörden, was den Eindruck von Unstimmigkeiten weckt. Der Kachelmann wird seit Jahren vorgeführt und sitzt ewig in U-Haft und wird ohne Rücksicht auf den Schaden für seine Firma. Was wenn er unschuldig ist?
Der Assange soll nur eine Aussage machen, was er nicht ablehnt. Dazu soll er per Interpol nach Schweden gezwungen werden?
 
SB94 schrieb:
Ich sympathisiere mit Wikileaks und das aus einfachen Gründen.

Wenn die USA (laut Spiegel TV Magazin) über die Liquidierung, also die gezielte Tötung, Julian Assanges "nachdenken", kann das auch kein Prozess klären.

Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend wie Wikileaks von den "Mächtigen" unterdrückt werden soll. In einer Demokratie ist ist die Pflicht der Politik ihre Arbeit vollkommen, bis auf aktuelle Sicherheitsfragen, offen zu legen. Wenn man jetzt sagt, dass es Gesetze regel werden hat man eins nicht Bedacht. Die Gesetze werden von der, fast vollständig nicht mit Wikileaks sympathisierenden, Politik verfasst (ich Spreche Hauptsächlich von den USA). Wenn ich dann auf Spiegel Online lese, dass US-Sentoren schon ein Gesetz gegen Wikileaks vorbereiten, dann kann man nicht mehr von Demokratie sprechen. Oder ist es Demokratie, wenn die Mächtigen, nur um ihre Methoden geheimzuhalten (z.B. "Collateral Murder", die "Iraq War Logs" oder das aktuelle "Cablegate") oder um für "Sicherheit zu sorgen", immer wieder durch spontane Gesetze die Bürgerrechte einschränken (wie z.B. 2001 durch den "USA PATRIOT Act")? Nur weil etwas Gesetz ist, ist es noch Lange nicht richtig. Genauso kann man nicht von gestohlenen Daten sprechen. Da sie noch immer den USA und nun aber auch "leider" allen anderen zu Verfügung stehen.

Vlt. sagt euch der Name Radbruch etwas. Schaut euch mal seine Formel an.
Also 100% agree
 
weiss nicht ob ich die Befugnis habe, aber wenn ich die Möglichkeit habe das zu kontrollieren, was mir von der/ den Regierungen vorgegeben wird, dann mache ich es. Und bin sehr dankbar dafür, dass es diese Möglichkeit gibt.
und wenn sich dann rausstellt, dass ich belogen wurde, rechtfertigt das in meinen Augen auch die Veröffentlichung der Informationen.
 
Naja, ich möchte es mal so ausdrücken : Anhand der mittlerweile (panischen) Reaktionen, der mächtigen Konzerne, natürlich auf inoffiziellen Druck der Regierungen und aus Angst vor repressalien, kann ich nur davon ausgehen das WikiLeaks alles richtig gemacht hat.

Perfekte 1a Landung mitten ins Wespennest. Die "Mächtigen" dieser Weltherrschfat(en) haben gemerkt, es gibt doch noch die letzte Bastion der Freiheit/Vernunft/Aufklärung und dies kann das ganze Weltordnungssystem durcheinander bringen.

Politiker meinten ja unlängst, was WikiLeaks gemacht hätte, wäre der Angriff auf die Demokratie, ja hätte der Demokratie geschadet. *Hüstel* ScheinDemokratien - Ja, aber wahre Demokratien, im Sinne des Begriffs Demokratie - Nein. Dafür gibt es zu viele Leute an wichtigen Stellen, die sowas von Machtbesessen sind, die würden niemals so etwas wie eine Demokratie zulassen.

Der Umkehrschluß trifft da viel eher zu : Wenn WikiLeaks dadurch "vernichtet" wird, wird die Menschheit ein wichtiges Bollwerk im Kampf um die Aufklärung verlieren. Es darf sogar davon ausgegangen werden, dass danach die (kranken) Köpfe umso schneller eine globalisierte Versklavung/Unterjochung der Menschheit voran treiben werden.

Eines wird nämlich immer vergessen, wenn gegen WikiLeaks gewettert wird - die saugen sich die Sachen nicht aus den Fingern, sondern veröffentlichen Fakten, ohne Bewertungen.

Selbstverständlich ist Demokratie und Freiheit kein Gut, was einem ab der Geburt zusteht, es muss darum immer gekämpft werden, aber ich habe das Gefühl das Interesse an diesen beiden Gütern ebbt immer mehr ab.
 
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