DSL Probleme im ganzen Haus evtl. seit Funkrichtantenne

S

Sharkoon909

Gast
Hallo, bei uns im Mietshaus gibt es seit ca. 3 Monaten DSL-Störungen. Die Mieter sind bei unterschiedlichen Providern. Vor ca. 3 Monaten wurde am Haus zusätzlich eine Funkrichtantenne für die Internetanbindung für ein paar Haushalte installiert (wg schnellerer Geschwindigkeit). Vom Zeitpunkt her, könnte das ungefähr mit den Störungen übereinstimmen. Meine Frage, kann eine Funkrichtantenne die im Haus installierte Telefonverkabelung so massiv stören? Zu den Störungen: Der Ping war früher bei ca. 40, aktuell bei teilweise 5000. Die tatsächliche Geschwindigkeit ist drastisch reduziert und es kommt zu Abbrüchen. Die Fritzbox muss permanent Fehler korrigieren. Laut Messung eines Providers am Hausverteiler kommt die Volle Leistung an. Testweise wurde ein Cat7 Kabel verlegt, was aber keine Besserung brachte. Weiss jemand Rat?
 
Eventuell der Anschlusspunkt im Haus n defekt?
Dafür müsste ein Techniker rauskommen, der könnte dann die Leitungen durchmessen.
Hatte in meiner alten Wohnung durch einen Wasserschaden im Keller mal korrodierte Kupferkabel.
Falls der ISP keinen Techniker schicken will, dann einen Traffic-Schnitt rüber schicken.
zB http://winmtr.net/ Da kann man sehen, ab wo es klemmt.
 
Die Antenne selbst nicht. Aber die muss ja auch irgendwo verkabelt werden. Wenn dabei gepfuscht wurde kann das schon Auswirkungen haben, je nach Verkabelung.
Ist aber alles pure Spekulation.

Am Besten protokollierst du mal mal genau WANN die Fritzbox Fehler korrigieren muss und gibst das dann zummen mit den Daten der Fritzbox an deinen Provider.
 
Ein Techniker war ja schon da, allerdings hab ich dabei nicht zugesehen wo genau der dann misst. Die volle Geschwindigkeit kommt nämlich anscheinend am Verteiler schon an, wobei der Techniker sein Gerät auch nur kurz anschließt. Hab mit dem Tool bei mir jetzt mal kurz getestet. Sent und Received beide gleich (614), sonst alles 0 bis auf Worst da steht 1.
Ergänzung ()

@h00bi ich bin bei 1und1. Die interessiert das nicht. Das maximalste was ich rausholen konnte, war die Zustimmung für eine sofortige Sonderkündidung.
 
kannst du den MTR Schnitt mal posten?
und dazu mal ein command fenster aufmachen und

ping -t google.de

reinschreiben und davon kurz n screen.
 
Sharkoon909 schrieb:
ich bin bei 1und1. Die interessiert das nicht. Das maximalste was ich rausholen konnte, war die Zustimmung für eine sofortige Sonderkündidung.

Dasnn mach das doch und besorg dir nen Anschluss bei nem ordentlichen Anbieter. Klar ist das teurer... aber man wird halt auch nicht einfach so abgespeist. Idealerweise direkt beim Netzbetreiber. Wenn das bei dir die Telekom ist, dann eben dort.

Grundsätzlich wäre es aber mal toll wenn du das tatsächliche Produkt nennen würdest was du hast (ADSL, SDSL, VDSL, VDSL mit Vectoring).
 
1&1 macht da auch keine Probleme. Wenn die Leitung innerhalb des Hauses defekt ist, dann wird von 1&1 auch ein Techniker beauftragt. Da war sicherlich ein Callcenter Agent, der keine Lust hatte und deswegen mit Sonderkündigung durchgewunken hat.
 
Ein Traceroute ist für solche Zwecke leider ungeeignet. Man kann einen 30 ms Ping zum Ziel haben und trotzdem haben mehrere Hops 200+. Das liegt daran, dass Internetrouter häufig gerouteten Traffic bevorzugt behandeln, also direkt durchreichen, während sie Pings hinten anstellen - die müssen sie dann ja selbst beantworten und das kostet Zeit. Wäre ein trace tatsächlich so auswertbar, könnte der Ping zum Ziel ja kaum besser sein als der langsamste Hop in der Kette. Dem ist aber nicht so. Teilweise gibt es auch Hops, die überhaupt nicht auf Pings reagieren (timeout bzw. *), aber trotzdem routen sie den Traffic weiter, weil der Ping zum Ziel ja sonst gar nicht ankommen würde. ;)

Sofern man alle Hops selbst administriert, zB in einem großen Firmennetzwerk, kann man diese Daten in der Tat auswerten. Ansonsten taugt ein trace ausschließlich der Wegverfolgung, also nur die Orte der Zwischenstationen, nicht aber die Pingzeiten. Beispielsweise, wenn ein Ping auf einen französischen Server erstmal von Deutschland nach Rumänien und wieder zurück geroutet wird statt direkt DE --> FR.



@TE: Du sprichst von einem Mietshaus mit mehreren Parteien. Haben denn die anderen auch derartige Probleme? Falls das Problem nur bei dir auftritt, würde ich nach Möglichkeit mal zum Test einen anderen Router versuchen. Evtl. kannst du dir ja von Familie/Freund/Nachbar mal für eine Stunde den Router leihen.
Ist der Ping nur bei bestimmten Seiten/Spielen/sonstiges hoch oder generell überall?
 
Zuletzt bearbeitet:
MTR.PNGping google.de.PNGSpeedtest.PNG

Vorführeffekt... Jetzt gerade ist wieder nichts, allerdings ist jetzt wahrscheinlich auch keiner zu Hause. Ich habe laut Router ADSL 2+. Es ist eine 2000er Leitung per Kupfer. Es gibt auch eine Glasfaserleitung, zumindest über die größte Strecke. Jemand im Haus ist dort angebunden und bei ihm ist es eben so, dass er permanent auch Abbrüche hat. Hatte ich auch eine Zeit lang, aber seit paar Wochen nicht mehr.

Google hat noch ausgespuckt, dass es evtl. an einem DLan liegen könnte, was ein Nachbar verwendet.

Bis jetzt habe ich von der Sonderkündiung noch keinen Gebrauch gemacht, da ja das Problem scheinbar im Haus exisitiert, dann hätte ich mit einem neuen Provider auch nichts gewonnen.
Ergänzung ()

Das Problem haben alle im Haus. Meine Fritzbox war vor einigen Monaten defekt, habe eine neue, die auch vor dieser ganzen Problematik im ganzen Haus auch super funktionierte.

Hauptsächlich treten die größten Probleme Abends auf, wenn alle gleichzeitig im Inet sind.
 
Alle haben die Probleme? Ich dachte einige sind per Richtfunk im Netz?

PowerLAN kann im worst case DSL-Störungen verursachen, ja. Das liegt daran, dass PowerLAN nun mal über ungeschirmte Stromleitungen Daten überträgt, was nicht im Sinne des Erfinders war. Durch diese Zweckentfremdung kann man zwar bequem ein Netzwerk ohne zusätzliche Kabel aufbauen, aber das Stromnetz wirkt als Ganzes wie eine Art Antenne. Vor ein paar Jahren habe ich mal einen Bericht gesehen, in dem man mit geeigneter Technik sogar ohne Zugang zum Stromnetz - zB auf der Straße - Daten aus dem PowerLAN auslesen konnte, quasi per PowerLAN-Funk ;-) Allerdings war das unsagbar langsam und zudem eben auch verschlüsselt - ganz zu schweigen von dem Berg an Technik, den sie im Lieferwagen hatten :lol:

Dagegen kann man aber wenig tun. Ich bin kein Elektriker und das müssen andere beurteilen, aber selbst mit Filtern, etc. kann man höchstens unsaubere Frequenzen o.ä. im Stromnetz rausfiltern, etwaige "Funkstörungen" durch das PowerLAN kann man nicht verhindern - außer man zieht den Stecker. Genau das solltest du mal testen. Sprich den/die Nachbarn an, die PowerLAN verwenden und bitte sie darum, ihre Adapter aus der Steckdose zu ziehen. Ist das Problem dann weg, war das PowerLAN schuld. Vielleicht verursachen modernere Adapter weniger Störungen.
 
Hast bei WinMTR ne Webseite als Ziel angegeben?

Das sollte dann so aussehen, als Beispiel:

winmtr.png

Dann kann man ja mal grob grenzen, wo die Sprünge hoch gehen.
 
Sieht doch alles OK aus.
Kannst ja noch mal machen, wenn die Leitung wieder spinnt.
 
Ja, werde ich machen!
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Was mir gerade noch eingefallen ist. Der Nachbar, der bei einem anderen Provider ist und über eine Glasphaserleitung (über die größste Strecke) versorgt ist, hat ja zum Test ein Cat7 Kabel an den Verteiler angeschlossen, welches zu seiner Wohnung führt. Er hat aber trotzdem diese Probleme. Damit wäre theoretisch die Hypothese ausgeschlossen, dass es an einem DLan in irgend einem Haushalt aktiv ist, oder? Das Cat7 Kabel führt nämlich provisorisch durch den Keller und führt eben nicht durch die Wand und ist zusätzlich durch die Beschaffenheit des Kabels super abgeschirmt. Was meint ihr?
 
Dann eventuell der APL im Keller n Schaden.
 
Das seltsame ist, seit ich hier den Post verfasst habe, treten die Probleme nicht mehr auf :freak: und zuvor waren die über Monate präsent.
 
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