MrFloppy83 schrieb:
Hab keine Balkonkraftwerk und nur Tibber im Einsatz. Einbindung lief gut aber die Ladeplanung mit KI ist sehr schlecht und ohne das man darauf Einfluss nehmen kann, Friss die Planung oder stirb.
Die KI hat regelmäßig versucht nachts zu laden als der preis bei um die 30cent/kWh lag nur um dann am morgen zw. 6:00 und 8:00 eine Entladung durchzuführen als der preis bei 35cent/kWh lag.
Angenommen die Anlage schafft eine durchaus gute Effizienz von 80% für Laden, Speichern, Entladen. Dann wäre ein Ladevorgang zu 30cent/kWh nur lohnend, wenn bei einem Strompreis über 37,5cent/kWh entladen wird. Du bist also recht entspannt dafür, dass die Anlage dein Geld verheizt.
Die ganzen Akkusysteme haben jedoch meist keine belastbaren Datenblätter zur Effizienz, was in meinen Augen nie ein gutes Zeichen ist.
MrFloppy83 schrieb:
Ganz klar keine Kaufempfehlung wenn man nur einen dynamischen Stromtarif hat!
Legalev schrieb:
wie lange benötigt man im Durschnitt bis die kompletten Investitionen mit Panel usw. sich Amortisiert haben bei einem Preis von ca. 30ct/kw?
Kostet doch ne Stange Geld alles zusammen.
Bei Lidl gab es zuletzt ein BKW für 199€ mit 2x 430W Panelen und 800W Wechselrichter. Ohne Akku rechnet sich das bei hohem Eigenverbrauch nach einem Jahr. Mit einem Marstek B2500 (260€ bei 2,24kWh) und angenommen perfekter Steuerung[1] erhöhte sich die Rechnung bei der Verwandtschaft auf ~3Jahre.
Mit den Mondpreisen von Ecoflow kann man die ganze Geschichte komplett vergessen, mit dem Abo wird es noch schlimmer.
[1]Die Marstekdinger sind berüchtigt für ihre schlechte Steuerung, zudem die Steuerung meist zusätzliche Investition braucht, weil es eine Messvorrichtung braucht oder eine Ausleseeinheit fürs Smartmeter.
CastorTransport schrieb:
Man hat sich ja geeinigt, ich sehe hier für solche Anlagen keine Probleme mehr. 2.000W maximale Solarkapazität und max 800W Einspeisung ist vollkommen OK.
Abgesehen davon, dass Balkonkraftwerke lauf Gesetz und Norm nur Anlagen aus Panel + Wechselrichter sind. Alles mit Akku zählt als Großanlage und braucht nach Norm den Anschluss über einen eigens gesicherten Stromkreis, einen festen Anschluss, Abnahme und Anmeldung durch die Fachkraft(!) und zählt auch nicht mehr als vorrangiges Mietnutzung (daher, Vermeiter kann problemlos "nein" sagen).
Und nach aktueller Norm brauchen 2.000W solar + 800W Wechselrichter immernoch eine Anschlussdose und der Stromkreis an dem es angeschlossen muss ist bevorzugt ein eigens gesicherter Stromkreis (Sicherung + FI). Zulässig ist aber auch ein Stromkreis mit anderen Verbrauchern, der müsste aber abgelastet werden.
Alles in allem muss man derzeit den Elektriker kommen lassen, eine überteuerte Anschlussdose kaufen, setzen lassen, die Sicherung wechseln lassen, Stromkreis abnehmen lassen. Perfekt nach Gesetz und Norm ist es das unwirtschaftlich (zumindest bei meinen Aussichten auf Ertrag und möglicher Eigennutzung :/).
bad_sign schrieb:
Der Akku soll ja auch Mqtt können, wenn man es aktiviert (unter Garantieverlust).
Aus dem Bauch heraus dürfte der Entfall der Garantie an der Stelle rechtlich nicht haltbar sein. Garantieentfall bei "normaler" Nutzung wurde durch EU Regularien großartig unterbunden. Wenn das Anbieter aber dennoch versuchen, kann man meiner Erfahrung nach aber sowieso die Garantie komplett vergessen.