Eigenbau NAS

tobzn

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Ein Bekannter von mir will ein stromsparendes Eigenbau NAS auf dem nachher Ubuntu o. Debian laufen soll. Folgende Bedingungen müssen erfüllt werden:

- MiniITX
- mindestens 60-70MB/s Durchsatz
- So stromsparend wie möglich
- wenn möglich 2 LAN Ports

Ich hab selber noch nicht mit den aktuellen Intel Atoms gearbeitet und weiss nicht wirklich um deren Performance. Mein Kollege kann jedoch sehr günstig an folgenden Controller rankommen (http://geizhals.at/deutschland/a224592.html). Ihm ist ein HW Raid lieber.

Bei den restlichen Komponenten habe mal folgende ausgesucht:

MB: http://geizhals.at/deutschland/a507155.html
Von Supermicro. Low Level Server Board. 2xIntel GBIT Lan, PCI Express 1.1 x4, IPM

RAM: http://geizhals.at/deutschland/a304647.html

Das Gehäuse und die Platten sind erstmal egal. Das entscheidene ist die Plattform. Mit dem o.g. Raid Controller und ein paar SATA Platten im RAID5/6 sind locker die GBIT Grenze erreicht. Ist halt nur die Frage wie sich der Atom bzgl. der Netzwerkperformance schlägt.

Habe aus andereren Erfahrungsberichten von Übertragungsraten (Samba) von 30-40MB/s gehört, was aber auch vermutlich auch im Zusammenhang mit SWRaid steht.

Was ist ungefähr zu erwarten bei dieser Plattform inkl. dem 3Ware Raid Controller an Netzwerkdurchsatz. Ich selber habe zuhause ein Eigenbau NAS mit 'nem Athlon X2 und hab ihm natürlich das erstmal empfohlen, aber Ihm geht es auch hauptsächlich um geringstmöglichen Stromverbrauch.

Grüße,
tobzn
 

Nightfly09

sudo
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vorweg mal die frage, warum mini itx wenn so viele festplatten verbaut werden sollen? wüsste jetzt mit anhieb kein itx gehäuse in dem man >3 festplatten problemlos unterbringen kann.
so viel geld für einen raid controller auszugeben halte ich im privaten bereich für sinnfrei, bin zwar auch nicht unbedingt ein freund von den onboard möchtegern raidcontrollern aber wenn nicht gerade der einsatz im gewerblichen bereich geplant ist reicht das normal. WICHTIG: ein raid (egal mit was für einem controller) ersetzt keine sicherungskopie.
der übertragungsrate im lan ist hauptsächlich von dem verwendeten chip abhängig und wird eher selten vom prozessor begrenzt, wenn es auf hohen datendurchsatz ankommt kann ich eine Intel PRO/1000 PT sehr empfehlen. die karte schaufelt bei nem kumpel von mir meistens >90mb/s über's netz, ist aber mit zwei anschlüssen recht teuer. an der stelle stellt sich mir dann auch gleich die frage wofür der zweite anschluss benötigt wird und ob der auch diese hohen übertragungsraten schaffen muss?wenn der onboard controller verwendet werden soll hilft nur testberichte und erfahrungsberichte durchlesen, selbst wenn der gleiche chip zum einsatz kommt kann es da durchaus unterschiede geben bei verschiedenen mainboards.
was das mainboard betrifft bin ich momentan recht begeistert von dem neuen ASUS E35M1-I Deluxe theoretisch müsste aber auch ein günstiges board wie das ASUS AT5NM10T-I reichen. darf das board auch etwas größer sein dann solltest du auch mal einen blick auf das ASUS E35M1-M Pro werfen, das bietet mehr möglichkeiten später mal die ein oder andere steckkarte nachzurüsten.

zwei bemerkungen noch zum schluss:
1. der grund warum ich zu einer teuren netzwerkkkarte rate und von einem noch viel teureren hardware raidcontroller abrate ist hauptsächlich das sowieso eine sicherungskopie der daten benötigt wird und weil die netzwerkkarte gegenüber den meisten onboard kontrollern merkliche vorteile bringt.
2. auch wenn es vielleicht etwas danach aussieht bin ich kein asus fanboy aber die itx boards von asus sind meiner meinung nach momentan sehr gut. das alle hier von mir empfohlenen boards von asus sind ist mehr zufall als absicht, es gibt natürlich auch noch andere gute hersteller.
 
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tobzn

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Es ist halt ein Kompromiss das ganze. Die Atom Plattform ist halt sehr stromsparend. Jetzt hat man mit dem Mainboard natürlich 6xSATAII Ports und 2xGB LAN (Intel OnBoard).

Jetzt ist natürlich die Frage was ist bezüglich der Netzwerkauslastung die Bremse. Ist es das Raid 5/6 was dann vom Atom berechnet werden muss oder die LAN Ports? Ich gehe vom ersten raus. Und der Kunde hat die Möglichkeit aus einem Restposten den Hardwarecontroller für 200 Euro zu bekommen, was ich natürlich gemessen dem Originalpreis ein Schnäppchen ist.

Es bleibt halt nur die Frage ob man in dieser Kombination die Transferrraten erreicht oder nicht.
Würd mich halt mal interessieren was eine Atomplattform so an Durchsatz übers Netzwerk erreicht.

Ist der Unterschied zwischen der neuen AMD Plattform und dem Atom denn wirklich so immens wie manche meinen? Hab vorhin einen Benchmark gehabt da fand ich jetzt den Unterschied nicht wirklich eklatant.

Edit:
Zu den Gehäusen mit 6 Festplatten
http://geizhals.at/deutschland/a627008.html
http://geizhals.at/deutschland/a519851.html
etc.

Grüße,
tobzn
 

tobzn

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So habe mich jetzt weiter etwas durchgelesen. Es scheint so wirklich das der Atom halt schnell einbricht bei Raid5 umso mehr Platten er bearbeiten muss. Deshalb denke ich das ein Raid Controller schon 'ne gute Option wäre.

Warum Raid5/6? Wenn ich 6x2TB in den Server packe, aber davon nur die Hälfte nutzen kann ist auch doof. Bei Raid5 kann ich 5/6 der Platten nutzen, bei Raid6 immerhin 4/6.

Warum 2xGB LAN Ports? Er hat 'nen HP ProCurve 1810G Switch und würde auch Bonding mal ausprobieren.
Wie siehts denn generell bei der Performance der aktuellen OnBoard Controller aus? Früher hatte ich nur Probleme mit Realtek Chips. Da waren die Intel meist besser.
 

Nightfly09

sudo
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also der reihe nach:
1. was ich im letzten post vergessen habe zu erwähnen: die amd boards habe ich eher wegen der leistungsaufnahme empfohlen und weniger wegen der leistung, die reine cpu rechenleistung würde ich in etwa gleich wie beim atom einschätzen.
2. zum raid 6 und dem controller für 200€ solltest du dir vielleicht überlegen wie viel festplattenspeicher du für das geld bekommen würdest.
3. mit realtek chips hatte ich bisher keine probleme, hat alles immer zuverlässig funktioniert aber man sollte hald nicht zu viel von so einem billig chip erwarten.
 
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tobzn

Cadet 3rd Year
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Was nützt mir der Festplattenspeicher von baffzig TB wenn ich keine Redundanz habe und mir wenn eine Platte abbraucht ich die Daten verloren habe? Es geht um die Redundanz und nicht um's Backup?

Und das ganze soll halt stromsparend wie möglich sein aber einen gewissen Netzwerkdurchsatz haben von 60-70MB/s. Ich denke das ich diese bei einer möglichen Vollaustattung von 6 Platten in den o.g. Gehäusen eher mit der Plattform erreichen kann inkl. Raidcontroller statt der Plattform mit SW Raid und einer extra NIC.
Das ist jetzt so der Stand der Dinge. Wenn ich falsch liege, dann sagt es.

Klar bei den ganzen stromsparenden Plattformen muss man mit Performanceeinbußen rechnen. Die Hersteller können ja auch nicht hexen. Man erwartet ja auch nicht das ein Intel ATOM mal eben 6x2TB im Raid5 (Parität), Raid 6 (doppelte Parität) im Schlaf berechnet.

Und ich denke da könnte der Raidcontroller mit der speziellen CPU (Stichwort XOR) doch einiges raushauen. Und gerade mit dem Bonding sollte ich doch eig. locker die 100MB/s Grenze überschreiten, oder nicht?

Ich hoffe auf noch mehr Feedback hier. Trotzdem danke Nightfly für die Ideen, Kritik und Anregungen!
 

Nightfly09

sudo
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so langsam würde mich mal der genaue einsatzzweck interessieren...
- einerseits schreibst du das 60-70mb/s reichen aber willst andererseits mit kanalbündelung die 100mb/s knacken (sollte übrigens locker möglich sein wenn die daten schnell genug bereit stehen)
- du bist dir im klaren darüber das ein raid keine sicherungskopie ersetzt aber willst redunanz der daten, liege ich also richtig mit der vermutung das es dir um ständige unterbrechungsfreie verfügbarkeit geht? wenn ja, warum?
- du stellst ein system zusammen das sehr teuer ist aber willst wegen ein paar watt mehr oder weniger einen langsamen prozessor verbauen? ein i5 lässt sich im idle auf werte bringen die kaum über einem atom liegen und das bei einem vielfachen an leistung.
 

tobzn

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Der Server selbst dient hauptsächlich als NAS mit ein paar Zusatzfeatures wie Proxy, vll. noch klener Mailserver. Alles auf Basis Debian o. evtl. Ubuntu. Warum da auf einen Core i5 setzen? Das ganze soll 24h laufen weil er von Überall Zugriff auf seine Daten will und er nicht unbedingt immer mit WoL hantieren will/kann (Beispiel: Er ist unterwegs und will mit seinem iPhone 'ne PDF anschauen)

Grüße,
tobzn
 
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