Einsteigerdrohne, Modell oder "worauf achten"

Crimson_Sabbath

Lieutenant
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Hallo zusammen,

ich wollte mir eine Drohne zulegen.
Hauptsächliche Aufgaben:
  • Begutachtung von Dächern auf den eigenen Gebäuden / Scheunen
  • Begutachten von Wildschäden auf dem Grünland / Getreideflächen
  • Begutachtung von wiederhergestellten Weideflächen

Es ist also eher ein Mittel um sich einmal grob einen Überblick zu verschaffen und es müssen keine gestochen scharfen Landschaftsfotos, kein "Folgen bei einer Skifahrt" oder ähnliches sein.

Zudem wird die Drohne nur ca. 3-5x im Jahr eingesetzt.

Aus meinem Denken her würde ich also eher ein Einsteigermodell benötigen.

Ich hatte mal bei Kleinanzeigen.de in Richtung einer DIJ Mini 2 / Mini 2 SE geschaut.
Diese werden dort für ca. 150€ angeboten. Etwas weniger wäre natürlich schön :).

Frage: Da mein Wissen begrenzt ist:
  • Worauf bei Einsteigerdrohnen achten? GPS (wg. Stabilisierung / Position halten) / Kamera mit Gimbal. Sonst noch was?
  • gibt es weitere gute Drohnen die man empfehlen könnte (muss kein High-End sein. hatte bspw. auch eine Xiaomi fimi x8 se ins Auge gefasst).
 
Mit Versicherung und Drohnenpilotenschein hast dich befasst?
 
Schein braucht man doch nur bei >250g oder?
Sonst nur so einen Registrierungswisch für 20€ und halt ne Versicherung falls es die Haftpflicht nicht abdeckt.
 
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oh, es gibt so vieles...

Versicherung ist eigentlich gar kein Problem, in den meisten Fällen deckt die Privat Haftpflicht bereits (zumindest C0) Drohnen mit ab, wenn nicht, kann man das für ganz wenige Taler "nachrüsten".
Einen sogenannten Drohnenführerschein benötigt man für die "kleinen" C0 Drohnen nicht, da muss man sich nur als Pilot registrieren (kostet 20€ oder so). Ansonsten kann man für bis zu 900g (C1) auch schnell den Kompetenznachweis A1/3 (das ist der o.g. Führerschein) machen.

also wenn man es möglichst einfach haben möchte: auf C0 Zertifikat achten!

ansonsten:
  • Flugzeiten?
  • Reichweite?
  • Wie steuern? (hängt mit o.g. zusammen, wenn man die direkt mit Handy per WLAN steuert, sind keine 100m drinnen)
  • Lautstärke?
  • Kollisionserkennung? (ohne, nur vorne/unten, rundum)
  • usw. usf.
ach ja, wenn man sich in das "Rechtliche" einlesen möchte und nicht nur dem gefilterten Kram aus YouTube vertraut, dann sind hier die "richtigen" Quellen:
LBA: Drohnen
und mit dem
DIPUL Map-Tool
kann man gucken, wo man überall NICHT fliegen darf, bzw. nur unter extremen Einschränkungen (also quasi nicht ;) ). Da kann einem schon schlecht werden...
 
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ueg schrieb:
Schein braucht man doch nur bei >250g oder?
Das ist richtig, es kann aber nicht schaden, die 20€ extra zu investieren und den Sachkundenachweis zu machen. Dann kann man nämlich auch mal was größeres fliegen, wenn man die Option hat. Außerdem erhält man dort auch das Wissen, was man alles nicht darf, auch mit ner kleinen Drohne unte 250g.

@Crimson_Sabbath die DJI Drohnen sind gut. Ich habe eine Mini 4k im Flymore Paket (drei statt ein Akku inkl. Ladegerät).

Die darf 120m über Grund fliegen und hat damit eine ausreichende Höhe um dir einen vollen Überblick über ein ganzes Feld machen zu können.
DJI Neo 2 Flymore Combo diese ist für dich ausreichend und hat auch drei Akkus, da mit einem Akku nur etwas 20-25min Flugzeit möglich ist.
 
Bei der DJI Mini würde ich darauf achten eine mit "richtiger" Verbindung zu bekommen. Hatte ganz früher mal ne Spark die hatte nur ne WiFi Verbindung ... das kannste vergessen. Glaube die Mini SE hat auch sowas.

Haben jetzt ne Mini 2 ... die kannste nehmen die hat OcuSync 2.0 ... sollte für deinen Einsatzzweck reichen. Und wenn du über deinem eigene Feld fliegst ... also deinem eigenen Grund und Boden, will ich mal sehen das da einer kommt und nen Schein sehen will.
 
Eine DJI Neo2 halte ich da auch für das sinnigste, mit FlyMore hat man direkt eine gute Fernsteuerung und drei Akkus. Darunter würde ich tatsächlich nicht einsteigen, man ärgert sich dann nur. Realistisch ermöglicht ein Akku bei den kleinen Geräten eben nur 12-14 Minuten Flugzeit, je nach Wind. Persönlich könnte ich mich auch nicht mit der Steuerung übers Smartphone arrangieren, das ist weniger genau und stark begrenzte Reichweite, deswegen die richtige Fernbedienung dazu. Klar, kann Dir zu teuer sein, aber alle darunter kann ich eben nicht empfehlen. Bei einer alten Drohne musste man auch gucken ob die schon C-zertifiziert ist, ansonsten hat man noch mehr Beschränkungen.

Versicherung muss man halt schauen ob die bestehende Versicherung das abdeckt, die haben teilweise Beschränkungen. Meine deckt z.B. nur nicht versicherungspflichtige Drohnen ab, C0 ohne Kamera wäre das quasi nur, also Spielzeug.
 
ok, wenn wir bei konkreten Modellen sind...
DJI ist quasi "die Mutter aller 08/15 Drohnen" ;)
aber auch bei DJI gibt es zig verschiedene Modelle, die mehr oder weniger auf die Ansprüche passen.

ich habe mir vor kurzem die Flip im Fly More Paket gekauft, das gäbe es gerade für unter 479€ (Angebot und Code DRONE50) bei JoyBuy.

nur mal als Beispiel, warum ich(!) mich genau für dieses Paket entschieden habe:
- Propellerschutz
trotz aller Vorsicht habe ich einfach zu viel Angst, dass ich mit den Rotoren jemanden verletze, außerdem stürzt sie nicht sofort ab, wenn man nur leicht irgendwo aneckt
  • Fernbedienung mit Display, man braucht nicht erst ein Smartphone dran klemmen (was passiert, wenn man einen Anruf bekommt wenn die Drohne in der Luft ist?!?), aber man kann sie auch nur mit Smartphone steuern, bis hin zu Sprachbefehlen über die Apple Watch
  • Kamera: Auflösung, Qualität, 4K Videos mit 60Hz
  • Start aus der Hand und ein paar "Kunststückchen" kann die Drohne ganz alleine (ok, ist hier wohl unwichtig)
  • leider nur rudimentäre Kollisionserkennung nach vorne und eben nach unten zum automatischen Landen.

vieles kann die hier genannte Neo2 auch, aber:
  • sie ist deutlich kleiner und noch empfindlicher gegen Wind (die Flip kann schon einiges ab und steht absolut fix, aber irgendwann ist Schluss, außerdem ist der Gimbal der Flip besser, die steht bei mässigem Wind schon fast quer)
  • noch lauter
  • sehr geringe Flugzeit (meine ist mit 30 Minuten pro Akku angegeben, aber real sind eher 20), also man sollte so grob mit 60% der "Werksangaben" ausgehen
  • und für mich hauptsächlich ausschlaggebend die schlechtere Kamera

wenn man auf den Rotor Schutz verzichtet, dann bieten sich natürlich die Mini an. Ich weiß jetzt gar nicht ob die nach Alter oder "Klasse" nummeriert werden, da stecke ich nicht drinnen.
da muss man sich dann neben der "Nummer" noch für die Fernbedienung entscheiden, meist gibt es verschiedene (mit/ohne Display, also alleine oder nur zusammen mit Handy zu fliegen).

und noch eine Warnung: das macht schon ein bisschen süchtig, wenn man ein bisschen affin für solches Spielzeug ist. Ich habe schon in der Schule vor zig Jahren einen "kleinen Uhu" gebastelt und das hat mich angefixt. Wenn man mir damals in den 1970/80er Jahren erzählt hätte, dass es mal sowas wie die Flip geben wird, dann hätte ich den für verrückt erklärt.
auf jeden Fall schiele ich jetzt auf die Preisentwicklung bei der Avata 360 mit Brille...
 
Auch die Neo2 macht mit den FPV-Goggles schon massig Spaß :) Daher ist die Avata2 wirklich interessant
 
erst mal Danke für die vielen Antworten.

zEedY93 schrieb:
Mit Versicherung und Drohnenpilotenschein hast dich befasst?
Ja, unter 250g ist kein Schein notwendig und die Versicherung wird zeitnah nach Kauf abgeschlossen, bzw. Anfang der Woche geprüft (ich meine ich das meine Haftpflicht dies bereits abdeckt). Dennoch danke für den Hinweis.

Bzgl. der Punkte:
  • Flugzeiten --> 30 Minuten sollten ausreichen (hat glaube ich nahezu jede im Standard)
  • Reichweite --> 1-2km reichen definitiv
  • Wie steuern? (hängt mit o.g. zusammen, wenn man die direkt mit Handy per WLAN steuert, sind keine 100m drinnen) --> Guter Punkt. Ich hatte an eine Fernbedienung mit Handyhalterung für das Bild gedacht. Steuerung an sich ist mir egal. Aber die Reichweite ist natürlich bei rein Solo-Handy schwierig
  • Lautstärke? --> ist egal
  • Kollisionserkennung? (ohne, nur vorne/unten, rundum) --> Dürfte für meinen Einsatz eigentlich egal sein (freies Feld)
Ergänzung ()

Ich glaube ich werde mich dann auf DJI fixieren und in Richtung der Mini 2 (-SE), Neo schauen. DAnke für die Hinweise :)
 
Crimson_Sabbath schrieb:
1-2km reichen definitiv
Bedenke, du darfst mit der Drohne nur so weit wegfliegen, wie du sie noch mit blosem Auge sehen kannst (egal was du an Technik dabei hast). Ansonsten brauchst du ein Spotter.

Thema Versucherung, wenn du unsicher bist, ob die allgemeine Haftpflicht deinen Typ mit einschließt: Über die Probe Mitgleidschaft beim DMFV gibt es drei Monate Versicherung umsonst: https://www.dmfv.aero/rund-ums-fliegen/versicherung/jetzt-probe-mitglied-werden/
 
Crimson_Sabbath schrieb:
Wie steuern? (hängt mit o.g. zusammen, wenn man die direkt mit Handy per WLAN steuert, sind keine 100m drinnen) --> Guter Punkt. Ich hatte an eine Fernbedienung mit Handyhalterung für das Bild gedacht. Steuerung an sich ist mir egal. Aber die Reichweite ist natürlich bei rein Solo-Handy schwierig
ich weiß nicht, ob ich mich da richtig ausgedrückt habe...
es gibt Drohnen (ich hatte mal eine für 39€ von Aldi), die sich ausschließlich nur mit Handy per WLAN steuern lassen, da kann es je nach Umfeld schon bei 30m eng werden.

bei DJI kann man einige Drohne auch "bei Bedarf" nur mit dem Handy steuern, meine sagt aber z.B. bei 50m(?), dass man sich nicht weiter entfernen soll, ich habe das ehrlich gesagt noch gar nicht weiter ausprobiert (ist halt nur zum starten der Tricks, hie irrelevant).

dann gibt es bei DJI meist zwei verschiedene Fernsteuerungen (oder Drohne ganz alleine, für Leute die schon eine haben): eine mit Display (da ist quasi ein Tablet verbaut) die alleine ausreicht oder eben die mit Halterung für Handy. Aber auch bei der letzteren läuft die Funkverbindung über die Fernsteuerung (das Handy wird per Kabel damit verbunden) und NICHT per WLAN vom Handy aus! Du hast also auch mit der "einfachen" Fernsteuerung die volle Reichweite von 10km oder mehr (da du eh nur auf Sicht fliegen darfst (VLOS) schon Overkill).

kurz: bei DJI geht es da mehr um den Komfort als die Reichweite. Wenn du nur selten fliegst und dir die eine Minute "Aufbauzeit" nicht weh tut, dann reicht dir auch eine FB ohne Display aus (vorausgesetzt du hast ein geeignetes Smartphone, muss man auch unter freiem Himmel erkennen können)
 
@Mickey Mouse Genau so hatte ich es auch verstanden: Einfache Drohne ("Billo-Drohne") steuert über ein eigenes WLAN mit dem Handy --> kurze Reichweite.
"Bessere" haben die Fernsteuerung an der man das Handy für die Bildübertragung anschließen kann oder ein direkt eingebautes Display.

Und bzgl. der Reichweite / Einsatzweite: Es ist wirklich nur zum Feld begutachten. Die Drohne ist immer innerhalb des Sichtradiusses. Hatte die 1-2km nur der Sicherheit halber angegeben. Teilweise haben die Felder Längen von 400m und freie Sicht. Das, plus nochmal etwas Sicherheit führten zu meinen 1-2km. Sollte also kein Problem sein.
 
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Nilson schrieb:
Bedenke, du darfst mit der Drohne nur so weit wegfliegen, wie du sie noch mit blosem Auge sehen kannst (egal was du an Technik dabei hast). Ansonsten brauchst du ein Spotter.
das ist etwas verwirrend ausgedrückt...
du musst selber als Pilot die Fluglage der Drohne mit bloßem Auge erkennen können.

Ausnahme: du nutzt eine FPV Drohne mit Video-Brille, DANN brauchst du noch zusätzlich einen sogenannten Spotter. Aber auch mit dem musst du im DIREKTEN Kontakt stehen. Du kannst also nicht jemanden 5km weiter weg schicken und der sagt dir per Handy was deine Drohne dort macht.
es geht dabei darum, dass du mit der FPV Brille auf dem Kopf nicht den Himmel auf Hindernisse absuchen kannst. Z.B. wenn du in den Bergen fliegst und es kommt ein Rettungshubschrauber ums Eck, da muss dich dann der Spotter warnen.

hier geht es aber ganz einfach um die Visual Line Of Sight (VLOS) oder eben Sichtlinie zur Drohne
 
@Mickey Mouse danke fürs klarstellen

Crimson_Sabbath schrieb:
Teilweise haben die Felder Längen von 400m
Unterschätze das mal nicht. Wenn man nach der EASA geht, ist das ALOS-Limit für eine Mini 2 bei ~115m. Die Dinger werden sehr schnell sehr klein.
Selbst meine >1,5m Flächemodelle fliege ich selten weiter als 200m-250m, weil man dann die Lage nicht mehr erkennen kann.
 
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das ist ja das gemeine/gefährliche an der Sache!
natürlich muss man sich an die gesetzlichen Vorgaben halten.
nur „leider“ bringen die Dinger ja von Haus schon alles mit, damit man sich eben nicht zu 100% an die Vorgaben halten muss.
damit meine ich jetzt nicht die „richtig illegalen“ Modifikationen um z.B. die erlaubte Flughöhe von 120m zu „knacken“ oder Flugverbotszonen zu umgehen, sondern ganz einfach das Display (Handy oder in der Fernsteuerung), mit dem man die Drohne eben auch noch „problemlos“ steuern kann, wenn man selber die Fluglage gar nicht mehr erkennen kann.
so eine Drohne steuert man halt anders als ein „normales“ RC-Tragflächen-Modell (wie ich es kenne).
Im schlimmsten Fall drückt man auf einen Knopf, das Ding steigt auf 100m (Standard Einstellung) und fliegt alleine zurück zu dem Punkt, von dem es gestartet ist (hatte ich schon gesagt, dass ich jeden für verrückt erklärt hätte wenn er mir das in meiner Jugend erzählt hätte ;) )
 
@Crimson_Sabbath aus den Gründen die @Mickey Mouse schreibt, empfehle ich auch für C0 immer die 25€ zu investieren und eben den Sachkundenachweis/ Kompetenznachweis zu machen. Da du dich sowieso beim LBA registrieren musst, machts das jetzt auch nicht mehr. Du machst ein ausführliches Onlinetraining wo alles erklärt wird und auch Fragen beantwortet werden müssen. Und dann musst du eben die Prüfung machen.

Es erspart dir trotz eigenem Grund und Boden, wo du fliegst, aber evtl dumme Situationen, wenn da wieder ein Schlaumeier ankommt und dir was erzählen will. Justmy2cents
 
zEedY93 schrieb:
Mit Versicherung und Drohnenpilotenschein
Versicherung braucht man.

Drohnenschein erst bei 250 Gramm aufwärts. Habe den selbst aber dennoch gemacht obwohl ich unter 250 Gramm fliege.

Registrierung beim LBA ist ebenfalls Pflicht und anbringen der eID auf der Drohne.
 
Drohnenschein A1/A3 ist bei AustroControl eh gratis absolvierbar und gilt dann auch in D. Sollte man daher immer machen, schon um bei einem Problem nachweisen zu können sich ausreichend informiert und geschult zu haben. Und die Fragen sind Kategorie "gesunder Menschenverstand", da muss man sich vorher nicht tief einlesen.
 
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