@keldana
Der Steam Teil kannst du direkt bei nachlesen, 30% cut (bzw. sollte man erwähnen ab 10 mio 25% und ab 50 mio 20%)
hier und wie Steam keys funktionieren und dass Valve daran nichts verdient
hier.
Edit: Wieso sollte das rechtlich nicht erlaubt sein? Steam-Key ist eine kostenlose Leistung auf die der Publisher nicht einmal einen Anspruch hat und Valve macht ja keine Bedingungen zu Vertrieb außerhalb von Steam, z.B. Epic, eigener Launcher usw.
30% cut für digitale Playstation käufe ist auch gut
belegt.
Die Zahlen für Retail sind - und das hätte ich vielleicht klarer Stellen sollen - Industrie-Schätzungen, weil hier die exakten Konditionen nicht öffentlich sind, das ist also alles bisschen ungefähr. Zu PS3 Zeiten gabs mal von
Forbes Zahlen, aktuell z.B. Schätzungen
hier.
Also das ist aber natürlich alles nur so ungefähr. Was auf jeden Fall feststeht ist der Unterschied, Valve verdient mit Retail nichts vs. Konsole wo es definitiv Lizenzgebühren an Sony gibt, der Publisher also doppelt an Retail und an Sony zahlt.
Zusatz: Auch augenöffnend ist übrigens wenn du First Party mal ~ durchrechnest.
Für Sony sieht die Rechnung dann auf einmal so aus: Bekomme 100% des Preises bei digital oder so ~70% bei Retail, das macht einen gigantischen Unterschied!
Gleichzeitig ist Sony - wie
hier gepostet wurde - eines der Publisher mit dem höchsten Retail-Anteil, teils über 50%.
Spieleentwicklung wird immer teuerer. Sony muss das Geld irgendwie rein holen. Da sind wir wieder bei der einfachen Rechnung für Sony, was lässt sich besser umsetzen?
- Vollpreis-Kaufpreis hoch auf 90 Euro
- Discs einstellen und damit Retail platt machen
Da Sony sich auch noch die Disc-Produktionskosten spart, wird letzteres Sony sogar mehr Gewinn bescheren und wir haben da noch gar nicht von dem positiven Nebeneffekt "Gebrauchtmarkt killen" gesprochen.
Was ich damit sagen will, Retail ist so ein ineffizientes und aus der Zeit gefallenes System, dessen gesamte Existenzberechtigung wortwörtlich darin besteht veraltet zu sein.
Ich meine damit: Bei der Disc sind gewisse Sachen so, weil diese immer so waren. Der digitale Vertrieb konnte diese neu - und zum Vorteil der Industrie - durchdenken. Rein technisch schließt digital weder Verleih, Gebrauchtmarkt, 3rd Party Stores noch Offline-Backup aus, das sind reine Design-Entscheidungen.
Rein um den tatsächlich recht kleinen Anteil der Spieler, die unbedingt wollen, nen besseren Spiele-Preis zuzuschieben, gibt es zudem viel einfachere Konzepte. Man schaue sich das Xbox-Modell an, wo MS zulässt dass man einfach den Store auf Island einstellt.
Ergebniss: Industrie verdient mehr. Der Kunde spart mehr. Selbst ein MediaMarkt ist nicht böse, weil eigentlich sowieso keinen Bock auf die Sparte. Jeder gewinnt
