DerOlf
Admiral
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In meiner Heimatstadt gibt es einige "Ringlinien", die die 7 Endpunkte der S- und U-Bahn sowie einige Dörfer ausserhalb abklappern. Die fahren im Takt von 30 Minuten in beide Richtungen. Ich sehe das zumindest für den Bereich um eine Großstadt herum als sehr praktische Lösung. Als ich das Haus meines Großvaters renoviert habe (ländliches Neubaugebiet .. ca 15km von der City), bin ich da mit einer dieser Linien hin ... Fahrtzeit war selten über 45 Minuten (inkl. 2x Umsteigen) und ich konnte mir sogar aussuchen, in welche Richtung ich schneller wieder zuhause bin.Bohnenhans schrieb:Nun ÖPNV auf dem Land hat halt den grossen Nachteil dass er entweder (1) als "Kette" ausgelegt wird A->B->C... oder eher (2) zentralistsich A<->City<->B
Ich habe aber nicht schlecht gestaunt. Als ich mich mit den ehemaligen Nachbarn meines Opas unterhalten habe, wussten 8 von 10 nichtmal, dass es dort eine Bushaltestelle gibt. Daher ja meine Zweifel, ob ein besser ausgebauter ÖPNV überhaupt angenommen würde ... vielen fällt so'n Bus offensichtlich nichtmal auf.
Hier muss man eben nicht zunächst in die City, um von Dorf A nach Dorf B zu gelangen ... bei vielen Linien muss man dabei nichtmal umsteigen. Das gilt für einen Umkreis von ca. 30km ... also fast bis zur nächsten Stadt.
Die größeren Gemeinden um Bielefeld herum haben eigene Linien, die teilweise alle 20 Minuten fahren (Standard sind eigentlich 30 Minuten).
Dafür verkehren die meisten Busse in der Stadt eben nur alle 10-15 Minuten ... zumindest ich kann damit gut leben.
Ein tolles Konzept ... und der Bielefelder ÖPNV kam zumindest in den letzten 15 Jahren auch ohne staatl. Förderung aus (da wurde bei den Stadtwerken unternehmensintern querfinanziert).