Nun, man benötigt (in erster Linie bei derzeitiger Technik) Uran-235, und kann Plutonium-239 erbrüten.Erkekjetter schrieb:Jemand der wohl annimmt, dass man jedes (radioaktive?) Material spalten kann in AKWs, dem brauch man vermutlich auch nicht erklären, dass wir extrem viel mehr Öl verbrauchen, als sich neu bildet.
Für 260 Dollar/kg würden die Vorräte 135 Jahre reichen + vermutete unentdeckte Vorkommen die nochmal 100 Jahre reichen würden. Also reden wir von Vorkommen, die wahnwitzige 235 Jahre reichen, wenn die Atomkraft nochmal merklich teurer wird (doppelter Rohstoffpreis).
Natürlich könnte man noch aus weiteren Quellen Uran beziehen, wie aus der Quelle ersichtlich wird. An sich gibt es auch viel Uran auf der Welt. Nur steigen dann die Kosten immer weiter an, bei einer Energie-Gewinnung, die ohnehin schon teuer ist. Ich denke, dass die Quelle für diese Urangewinnung keine Preise mehr angibt, hat einen guten Grund. So kann man auf theoretische Vorkommen/Gewinnungsquellen verweisen, die die "nutzbaren" Vorräte auf viele hundert Jahre streckt. Das sie es ggf. nicht sind, weil die Kosten zu hoch sind, fällt unter den Tisch...
Der Punkt ist aber vielmehr der, dass heutzutage in Atomkraftwerken das Uran höchst ineffektiv verwendet wird, nur gering angereichert, meist keine Verwendung des Atommülls. Man kann nämlich die Brennstäbe wiederaufbereiten und dann erneut verwenden, wenn man MOx-Brennstäbe einsetzt, bleibt so sogar nur sehr wenig Atommüll übrig.
Davon abgesehen sind solche Vorausberechnungen, welcher Rohstoff wie lange reicht, ziemlicher Unsinn. Kannst ja mal das "globale Ölfördermaximum" nachrecherchieren: Nach wissenschaftlichen Prognosen sollte das seit den 1970ern immer wieder in den nächsten 5 Jahren eintreten, wurde aber bis heute nie erreicht.