Du hast deine Quelle angesehen? Diese Abflüsse sind seit 2013 (weiter zurück betrachtet das deine Quelle nicht) immer der Fall abgesehen von einer Ausnahme 2020 mit minimalem positiven Saldo. Was also hat die aktuelle Klimapolitik damit zu tun, wenn der Abfluss seit über 10 Jahren Fakt ist?
Zudem solltest du berücksichtigen, dass das eine Quelle des Lobbyverbandes der deutschen Industrie ist. Das wird insbesondere bei Abschnitten wie diesem hier dueltich:
"Lage der Automobilindustrie. Die Autobranche ist in Deutschland eine Schlüsselindustrie, die seit Jahrzehnten viele Arbeitsplätze sichert. Weil die Wirtschaft jedoch klimaneutral werden soll und die Politik in diesem Zuge zum Beispiel 2018 die Abgaswerte verschärft hat, ist die Zukunft des Verbrennungsmotors – auf den sich die hiesigen Kfz-Hersteller spezialisiert hatten – ungewiss. Investoren stellen sich daher die Frage, wie wettbewerbsfähig die deutsche Autobranche künftig sein wird."
Wer hat denn die Entwicklung beim Automobilbau verpennt? Das war die deutsche Automobilindustrie, nicht die Bundesrepublik. Der Abschnitt wirft unterschwellig der Bundesrepublik vor, dass sie dafür verantwortlich sei, dass der Verbrennungsmotor eine technische Entwicklung am Ende seines Lebenszykluses ist...
Weiter steht in dem Artikel: "Neben Deutschland verzeichnete zuletzt auch Japan einen erheblichen Nettoabfluss von Unternehmenskapital – 2022 waren es gut 129 Milliarden Dollar. Und ähnlich wie die Bundesrepublik hat auch das ostasiatische Land mit einer stark alternden Bevölkerung zu kämpfen. Beide Volkswirtschaften leiden daher unter einem massiven Fachkräftemangel – so ist dieser hierzulande laut einer Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Industrie für drei von vier industriellen Mittelständlern aktuell die größte Herausforderung. Da fehlende Fachkräfte das Wachstum beeinträchtigen und Innovationen ausbremsen, ist es plausibel, dass Investoren ihr Engagement an Standorten wie Deutschland oder Japan zunehmend infrage stellen."
Ist natürlich auch die Bundesrepublik Schuld, nicht die Wirtschaft, die ein Arbeitsumfeld geschaffen hat, die Kinder zu einem echten Luxusgut gemacht haben. Erst mit dafür sorgen, dass neben dem Mann auch die Frau arbeiten muss indem unter anderem die Löhne so gedrückt werden, dass ein einzelnes Gehalt zum Leben nicht mehr ausreicht (vorallem mit Kindern) und nebenher die eigene Verantwortung, Fachkräfte auszubilden und zu fördern soweit zurück zu fahren, weil es Geld kostet, dass der eigene Bedarf nicht gedeckt ist und dann die Bundesrepublik kritisieren, dass Fachkräfte und Nachwuchs fehlt.
Der Punkt ist, die Kritikpunkte an sich sind nicht falsch. Die Ursachen"forschung" und die Schuldzuweisung sind aber klar eingefärbt, wie man es bei einem Lobbyverband erwartet.