Erstkauf eines NAS

torben

Lt. Junior Grade
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Feb. 2014
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Hallo Leute,

da demnächst mein Studium anfängt und ich mich aktuell noch von einem kürzlichen totalen Datenverlust erhole, ist die Entscheidung gefallen ein NAS zu kaufen/bauen.
Einsatzgebiet wird primär das Streamen von Filmen/Serien/etc. auf meinen Fernseher und sekundär zur zentralen Sicherung meiner Daten und Dokumente.
Nun bin ich mir etwas unschlüssig ob eine fertige NAS das Richtige für mich ist oder ich nun doch eine selber bauen sollte?
Hatte bisher an die Synology DiskStation DS218+ gedacht. Bin aber auch bereit mich von anderen überzeugen zu lassen.
Da ich bisher noch keine NAS im Einsatz hatte kann ich das alles eher schlecht beurteilen.
Was wird benötigt:
- 2-Bay (habe hier noch 2 FP, wollte die dann im RAID 1 laufen lassen)
- 1GBit-Ethernet, wegen Streaming (allerdings nur innerhalb des Hauses)
- möglichst leise, da sie im Zimmer steht, wo ich auch schlafe
- so wenig Verbrauch wie möglich, wenn sie nichts zu tun hat. Sprich ich unterwegs bin/schlafen

Achso, die NAS wird sofern es nicht sinnvoller ist, nicht direkt ins Netz gehängt. Sondern ich schalte mich über meinen PiVPN/PiHole in mein Netzwerk und hab dann auch die Dienste des Pi mit dabei.

Für Anregungen und Vorschläge bin ich sehr dankbar!


Gruß
Torben
 
Mit ner Synology macht man normal nicht viel falsch. Wobei es bei dir wohl auch der kleine Bruder in Form der Ds218play tun dürfte.
 
Und? Das bischen Bandbreite mehr... Oder willst du transcodieren?
 
Du solltest das "gegebenfalls" in ein Ja oder Nein ändern bzw das vorher wissen.

Entweder können all deine Abspielgeräte die Video-Codecs (HEVC/x265) nativ abspielen (günstigeres NAS) oder eben nicht (teureres, leistungstarkes NAS).
Für die Audiotranscodierung sollte glaube ich jedes NAS genug Power haben, sodass ich das nicht so stark in den Fokus rücken würde.
 
Das ggf. rührt daher, dass ich noch nicht weiß ob ich mir vorab die Mühe mache, alles in ein passendes Format umzuwandeln und dann auf die NAS zu packen oder nicht. Da ich aktuell ausschließlich über meinen Rechner schaue und ich mir da die Frage nicht stellen muss.
 
Bei einem Selbstbau bspw. entfällt das transcodieren glaube ich komplett, bspw mit einem ASRock J5005-ITX. Wird vllt nicht ganz so kompakt, aber das Teil kannst du direkt an den TV anschließen (HDMI) und um 2 HDDs erweitern in Zukunft, falls nötig.
Windows oder Linux drauf und mit Kodi oder Plex eine schöne Mediensammlung anlegen.

Board, 4GB RAM, Gehäuse und Netzteil sind ~250€. Wenn man das Synology System haben will, gäbe es da das Xpenology-Projekt. Habe ich auf einem älteren HTPC installiert und läuft super :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Spillunke schrieb:
Bei einem Selbstbau bspw. entfällt das transcodieren glaube ich komplett, bspw mit einem ASRock J5005-ITX. Wird vllt nicht ganz so kompakt, aber das Teil kannst du direkt an den TV anschließen (HDMI) und um 2 HDDs erweitern in Zukunft, falls nötig.

Dann würde ich aber lieber was in Richtung Celeron + mikroATX Mainboard nehmen, kommt erstens etwa 30€ günstiger und ist zweitens flexibler für die Zukunft (mehr PCIes, RAM, SATA usw)
 
Torben2911 schrieb:
@Spillunke Das einzige was mich an einem Selbstbau stört ist der Faktor Energieverbrauch.

Unbenannt.png


Musst du entscheiden. Hat, wie immer, alles Vor- und Nachteile. Muss man für sich selbst überlegen, mit welchem Kompromiss man am besten leben kann.
 
@Spillunke Wenn ich mir eins selber baue, kommt ziemlich sicher kein Windows drauf.
Ich lasse mir das mit dem Selbstbau nochmal durch den Kopf gehen, erscheint mir aktuell als die sinnigere Variante
 
Auf meinem Microserver, im Grunde auch fast ein Selbstbau, läuft Proxmox zur Virtualisierung und FreeNAS, OpenWRT, diverse Debian-VMs und Container etc.
Selbstbau ist immer am flexibelsten.
Im Idealfall ECC-RAM mit einplanen, mit passendem Board und Prozessor versteht sich. FreeNAS harmoniert z. B. sehr gut mit ECC-RAM.
Und bedenke auch, das wichtige Daten trotzdem ein Backup brauchen, ein RAID1 ist kein Backup.
Ein Backup ist im Idealfall ein weiterer Datenträger, der nicht am selben Ort wie das NAS lagert und nicht permanent angeschlossen ist.
Backup bedeutet, das die Daten auf 2 verschiedenen Geräten liegen müssen.
 
Ich suche ebenso eine Nas für Filme ! Quasi eig nur eine Festplatte wo ins Lan-Netz eingespeist wird. Allerdings möchte ich die Filme dort drauf Speichern und auch vom TV aus zugreifen und schauen ! Ich möchte kein Backup machen. Der TV ist ebenso im Netzwerk verbunden, dazu kommt, das natürlich auch alles per Lan verbunden ist ! Muss die Nas eine bestimmte Geschwindigkeit haben ? Sollte auch für 4k Filme gedacht sein :)
 
Meine ersten Erfahrungen mit NAS habe ich mit OpenMediavault auf einem PC mit DualCore-Prozessor, 1 GB RAM und drei Festplatten gemacht. Einfach die alte Kiste zusammengeschraubt, per USB-Stick das OMV installiert, danach die benötigten Plugins. Die Kiste hatte lediglich einen 100 Mbit/s-Onboard-Ethernet-Port, hat aber völlig ausgereicht. Ob das auch für 4k-Videos ausreichend gewesen wäre, kann ich nicht sagen.

Inzwischen laufen hier drei Synology-NAS, eins davon dient als Backup für alle Bilder, die in der Familie mit den jeweiligen Smartphones gemacht werden, auf meinem "Cloud"- NAS landen und periodisch per rsync auf dem "Backup"-NAS zusammengeführt werden.

Ich möchte jedem empfehlen, seine ersten Erfahrungen mit einem Selbstbau-NAS zu machen, um dann, wenn die meist andauernde Aktualisiererei und "Bastelei" sowie der relativ hohe Stromverbrauch ein Ende haben soll, auf ein Qnap oder Synology umzusteigen. Man bekommt dadurch ein Gefühl dafür, welches die persönlichen Anforderungen an die Maschine sind und welche Möglichkeiten ein NAS überhaupt bietet.

Wer allerdings genug Geld hat, kann auch gleich ein Fertig-NAS kaufen, ausprobieren und wenn man feststellt, dass dieses Teil dann doch nicht das Richtige war, wieder ein anderes NAS kaufen usw. usf. Meine Synology-NAS sind über ebay-Kleinanzeigen sehr preisgünstig zu mir "gekommen", weil andere User sie zum Teil aus eben diesen Gründen wieder abgestoßen haben.
 
Ich würde nicht den Aufwand betreiben ein eigenes NAS-System aufzubauen und zu pflegen. Die Zeit ist mir dafür inzwischen zu schade und das sage ich obwohl ich unter dem Tisch einen Fujitsu-Server mit VMware stehen habe (SAS Hardware RAID-Controller...im Server sind nur SSDs verbaut --> insgesamt 6,5 TB).

Das fertige NAS von der Stange ist sicherlich nicht teurer als eine Selbstbaulösung. Man darf nicht vergessen, dass der Aufwand selber ein System aufzusetzen mit Zeit (= "Geld") gleichzusetzen ist. Außerdem nimmt einem der Hersteller die Pflege der Software ab. Synology z.B. pflegt über viele Jahre Ihre verkauften NAS Modelle und bringt neue Softwareversionen des Betriebssystem und den Anwendungen heraus und das sollte man durchaus in die Rechnung mit einbeziehen.

Die Synology NAS sind super (habe selber 4 Stück davon in Betrieb: 2x2-bay DS216+II und DS213+ sowie 2x4bay DS416 (Sicherungen des VMs des VMware Servers) und mein erstes NAS DS411s) und ich denke auch mit den QNAP macht man nichts falsch.
In letzter Zeit gewinne ich den Eindruck das zumindeste einige der QNAP Modelle bei Preis/Leistung vor den Synology NAS liegen (z.B. wenn es ein Ausflug in 10GBit Netzwerk wird).

Ohne Backup geht es übrigens nicht. Selbst mit RAID1 bzw. SHR bei 2-Festplatten kann es ganz schnell mal zum Totalausfall kommen und auch bei der Variante mit 4-Festplatten ist man nicht sicher. Allerdings konnte ich bereits durch die Spiegelung der Festplatten bei den 2-Bay NAS und auch beim alten 4-Bay NAS bereits einen Totalverlust verhindern (eine Festplatte hat es zerlegt die andere hat durch verzögertes Anlaufen mehrmals das RAID zerlegt und wurde dann zur Backup-Platte degradiert...war sonst in Ordnung nur etwas langsam bei aufwachen aus dem Standby).

Letzte Woche hat es hier einen Stromausfall gegeben (~10 Min um 3 Uhr Nachts), da hat es mir beim DS411s das RAID zerlegt (2 der 4 Platten sind aus dem Verbund geflogen --> Restore eines Backups nötig).
Alle anderen NAS und auch mein VMware Server haben es unbeschadet überstanden. Ich habe mich dann natürlich geärgert das ich meine USV noch nicht wieder aufgebaut habe (bin umgezogen und die USV steht im Karton in der Ecke).

Da meine DS416 jetzt größere Platten verpasst bekommt, muss auch meine externe Backup-Platte wachsen. Montag kommt jetzt ein 10 TB Modell an, auf dem die Backups der DS416 landen.

Zum Thema Lautstärke und Stromverbrauch: Ein nicht unerheblicher Teil wird von den verbauten Festplatten verursacht. So wie ich das sehe fährt man mit den WD red Modellen bis 4 TB aktuell noch am besten.

Nachtrag:
Das DS216+II und das DS416 habe ich günstig über die Amazon Warehouse Deals geschossen (waren die 20% Aktionen von Amazon). Beim DS216+II wurde vor mir der Speicher noch aufgerüstet (für etwas Spielerei mit Docker).
 
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