Existenzgründung

GregoryH schrieb:
... Außerdem: Mit 600€ Einsatz in der "Modebranche" klingt für mich nach Fälschungen verkaufen ...

Du wirst lachen, die Modebranche hat um Größenordnungen höhere Deckungsbeitragsquoten als die Elektrobranche mit Apple und Co. Ich kenne die Mode- und Accessoirebranche ein wenig durch meine Ex-Freundin, die Modedesignerin ist und auch in China Produktionsüberwachung macht. Was wir hier kaufen kommt teilweise mit ca. 800 bis 1000% Preisaufschlag zu uns in die Läden, da sind die IPads und IPhones nahezu fair gehandelt im Vergleich.

Insb bei Zubehör und Taschen, Schmuck und Kleinteile kann man imenses Geld verdienen, wenn man weiß wo man was billig produziert, wenn es dann nach Qualität scheint und die aktuelle Mode trifft, dann sind solche Gewinne bei wenig Einsatz drin. Es gehen auch viele Pleite, aber wenn man Glück hat und einen Markt entdeckt ...

Ob der TE das so drauf hat sei mal dahingestellt, es geht ja um die Existenzgründung im Allgemeinen.
 
Fu Manchu schrieb:
Du wirst lachen, die Modebranche hat um Größenordnungen höhere Deckungsbeitragsquoten als die Elektrobranche mit Apple und Co. Ich kenne die Mode- und Accessoirebranche ein wenig durch meine Ex-Freundin, die Modedesignerin ist und auch in China Produktionsüberwachung macht. Was wir hier kaufen kommt teilweise mit ca. 800 bis 1000% Preisaufschlag zu uns in die Läden, da sind die IPads und IPhones nahezu fair gehandelt im Vergleich.

Insb bei Zubehör und Taschen, Schmuck und Kleinteile kann man imenses Geld verdienen, wenn man weiß wo man was billig produziert, wenn es dann nach Qualität scheint und die aktuelle Mode trifft, dann sind solche Gewinne bei wenig Einsatz drin. Es gehen auch viele Pleite, aber wenn man Glück hat und einen Markt entdeckt ...

Ob der TE das so drauf hat sei mal dahingestellt, es geht ja um die Existenzgründung im Allgemeinen.

Sehe ich genau so ;)
 
Ich würde dir eine Unternehmergesellschaft als Rechtsform empfehlen (solltest du schon irgendwo angestellt sein..).. , diese kannst du auch vorab mit der sogenannten Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen und - sobald du über Umsatzgrenzen kommen solltest - genauso schnell wieder fallenlassen kannst ;)

Im Großen und Ganzen würde ich mir aber erstmal den ganzen Kram selbst beibringen; wenn du nicht bilanzieren kannst und es nicht lernen willst, nimm Abstand ;)

Ein Einzelunternehmen ist auch eine Möglichkeit, allerdings mit größeren Risiken verbunden :)

Achja: Als Student darfst du genauso unbegrenzt Geld verdienen wie sonst auch, folgendes Grenzen /Regeln sind aber meist relevant und interessant:
Bis 8004€ / Jahr: Bis zu dieser Grenze musst du keine Steuern zahlen
Alles darüber: Kindergeld entfällt, meistens auch Stipendium

Ab ~360€ bei selbstständiger Tätigkeit musst du dich selbst krankenversichern; als Student ca 70€ im Monat
Ab 400€ bei nichtselbstständiger Arbeit als Arbeitnehmer ebenso

Ein Einzelunternehmen kostet dich idR. 10,23 für den Gewerbeschein + noch die Kosten für die Verpackungsverordnung... das wars ..^^

Eine UG (haftungsbeschränkt) kostet dich bei 500€ Stammkapital ca 300€ an Gründung bei einem Geschäftsführer.
Bei mir waren es bei 2000€ Stammkapital und 2 Geschäftsführern um die 800€. Mittlerweile wurde die UG in eine GmbH umfirmiert.

Also, ran an den Stoff, ganz so schwer ist das nicht :) Ich bin selbst erst 22 und führe seit 2 Jahren ein kleines Unternehmen (und studiere Vollzeit).

Der große VORTEIL einer Körperschaft ist: Da du einen beherrschenden Status pflegst, bist du nicht zwingend sozialversicherungspflichtig!

Aber ganz ohne SKILLS sehe ich da ehrlich gesagt tiefschwarz :D
 
Zuletzt bearbeitet:
franklin88 schrieb:
Evtl. wäre es sinnvoll sich mal eine Woche Arbeitslos zu melden um anschließend Existenzgründungszuschuss zu erhalten. etc. etc.
Den gibt es imho nur, wenn man Anspruch auf ALG hat - sofern er also vorher nicht schon Angestellter war und keinen Anspruch auf ALG1 hat, sollte er das nicht bekommen.
Vielleicht bin ich da auch falsch informiert.
 
@voodoo44;

Hast Du denn nicht die pure Ironie bemerkt, die im Beitrag von franklin88 steckt? :p
 
btw. ich würde nur gern nochmal aufgreifen, dass der AG informiert werden sollte. Bei mir im Vertrag steht zb., dass ich den AG informieren soll, falls ich vorhabe eine Nebentätigkeit zu beginnen und sei es nur ein 400€ Job. Ich denke, das ist bei vielen AGs so und auch verständlich. Dem AG ist es egal, wie sehr du beteuerst, dass du weiterhin arbeiten kannst, er will das lieber selbst prüfen. Also, schau mal in deinen Arbeitsvertrag, da steht das sicher drin ;)
 
Steht bei mir auch so drinnen, da gehts einfach darum, ob du Wissen, das du durch deinen Arbeitgeber erlangst (bis hin zu Kontakten) für ein eigenes Unternehmen sammelst, verwendest, dann wär das vl sogar schon in Richtung Werksspionage, etc.
 
rotzdiekuh schrieb:
Ich würde dir eine Unternehmergesellschaft als Rechtsform empfehlen (solltest du schon irgendwo angestellt sein..).. , diese kannst du auch vorab mit der sogenannten Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen und - sobald du über Umsatzgrenzen kommen solltest - genauso schnell wieder fallenlassen kannst ;)

Im Großen und Ganzen würde ich mir aber erstmal den ganzen Kram selbst beibringen; wenn du nicht bilanzieren kannst und es nicht lernen willst, nimm Abstand ;)

Ein Einzelunternehmen ist auch eine Möglichkeit, allerdings mit größeren Risiken verbunden :)

Achja: Als Student darfst du genauso unbegrenzt Geld verdienen wie sonst auch, folgendes Grenzen /Regeln sind aber meist relevant und interessant:
Bis 8004€ / Jahr: Bis zu dieser Grenze musst du keine Steuern zahlen
Alles darüber: Kindergeld entfällt, meistens auch Stipendium

Ab ~360€ bei selbstständiger Tätigkeit musst du dich selbst krankenversichern; als Student ca 70€ im Monat
Ab 400€ bei nichtselbstständiger Arbeit als Arbeitnehmer ebenso

Ein Einzelunternehmen kostet dich idR. 10,23 für den Gewerbeschein + noch die Kosten für die Verpackungsverordnung... das wars ..^^

Eine UG (haftungsbeschränkt) kostet dich bei 500€ Stammkapital ca 300€ an Gründung bei einem Geschäftsführer.
Bei mir waren es bei 2000€ Stammkapital und 2 Geschäftsführern um die 800€. Mittlerweile wurde die UG in eine GmbH umfirmiert.

Also, ran an den Stoff, ganz so schwer ist das nicht :) Ich bin selbst erst 22 und führe seit 2 Jahren ein kleines Unternehmen (und studiere Vollzeit).

Der große VORTEIL einer Körperschaft ist: Da du einen beherrschenden Status pflegst, bist du nicht zwingend sozialversicherungspflichtig!

Aber ganz ohne SKILLS sehe ich da ehrlich gesagt tiefschwarz :D


Hehe, thx für dein Skript! Ich bin eher der PRaktische mensch ;)
Hab dir aber vorhin mal ne email geschickt! meld dich!
 
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