News Fachkräftemangel in der ITK-Branche

Blutschlumpf schrieb:
[...]
Zum Thema Praxistauglichkeit von Informatik-Studenten:
Der erste Ausstudierte den wir damals eingestellt haben war so realitätsnah "geskilled", dass er nichtmal Windows XP installieren konnte. Was bringts mir da wenn er super programmieren und irgendwelchen Theorie-Stuff a la Projektmanagement, Pozessoptimierung usw. runterbeten kann.
War bisher dann zwar doch die Ausnahme, aber bevor ihr jetzt auf Adama1982 rumhackt, ich sehe in seiner Aussage jetzt nichts wirklich realitätsfernes.

Das problem Windows zu installieren hat ja auch nichts mit Informatik zu tun;)
Das einzige was man ihm ankreiden koennte waere, dass er sich nicht selbst erarbeitet hat wie es nun geht. Andernsfalls sollte man direkt jmd. dafuer einstellen der sich mit MS Produkten auskennt.

Also ich bin doch recht negativ erstaunt das du so ein Beispiel nun als Argument fuer die Kompetenz von Informatikstudenten nimmst. Sowas muss ein Informatiker (Studium) nicht wissen, unabhaengig davon ob er sich das nun privat angeeignet hat.

Vllt solltest du nochmal genauer recherchieren was ein Informatikstudium genau beinhaltet;)

Kommt immer darauf an in was fuer einer Teilmenge der Realitaet man sich befindet;)
 
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Spielkind schrieb:
@Cleaner57
Bei mir in der Company wird ein Student von der FH dem der Uni i.d.R. vorgezogen. Auch werden gerne Techniker für Ingenieurstellen eingestellt. Bei Letzteren ist der Bezug zur Praxis dann da. Wir haben auch einige wenige BA- Studenten. Bei denen rufen die Headhunter schon kurz vor deren Abschluß an.

ICh denke man kann Uni, FH oder BA Abschluss nicht gleich setzen. Jeder Arbeitgeber muss entscheiden, welche Art von Arbeitnehmer für Ihn besser geignet ist.
(Praxisbezug <-> Theorie )

Companies in denen die Informatik wirklich vorangetrieben wird (Intel, AMD, IBM, MS, Sun, SAP, ...) suchen vor allem Leute mit Uni-Abschluss und besser (also IT-Experten, wie in der Nachricht besprochen wird).

UNI Absolventen, werden meistens in der Entwicklung eingesezt, da sie theoretisch top drauf sind. Für die Entwicklung eines Chips muss ich nciht programmieren können.
Für die Treiberprogrammierung oder sonstiges sind aber dann auch wieder viele FH, BA Leute im Einsatz.

PS: Ich erinne mich noch an die Meldungen von Uni Absolventen, die zwar theoretisch Programmieren konnten aber nicht in der Lage waren ein Programm auf dem PC zu Coden.
Wenn ich mich nicht Irre, war die genannte Firma sogar SAP oder Siemens. :freak:

Zum Thema Praxistauglichkeit von Informatik-Studenten:
Der erste Ausstudierte den wir damals eingestellt haben war so realitätsnah "geskilled", dass er nichtmal Windows XP installieren konnte. Was bringts mir da wenn er super programmieren und irgendwelchen Theorie-Stuff a la Projektmanagement, Pozessoptimierung usw. runterbeten kann.
War bisher dann zwar doch die Ausnahme, aber bevor ihr jetzt auf Adama1982 rumhackt, ich sehe in seiner Aussage jetzt nichts wirklich realitätsfernes.

Muss jemand der bei der Entwicklung und Design des neuen BMW's mitarbeitet wissen, wie er eine Zylinderkopfdichtung auswechselt? Ich denke nicht.

-Zum Studium allgemein-

Das Studium, ist meiner Ansicht nach auch mehr dazu da, das die Leute lernen sich eigenständig Sachen zu erlernen und anzuwenden und nicht um Profi zu werden.
Das kommt dann nach der FH, BA oder UNI .

MFG Gloomyslayer
 
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Blutschlumpf schrieb:
Das dürfte von der Tätigkeit nachher abhängen.
Ohne zumindest rudimentäre Programmierkenntnisse wird man fast nirgendwo auskommen, sei es nur um ein kleines Bash-Script oder ein paar Zeilen PHP/Pearl schreiben zu können
Ich meinte nicht, dass ein Informatiker keine Programmierkenntnisse braucht, sondern dass darin nicht seine Hauptaufgabe besteht - zumindest vom angedachten Berufsbild her.
Ich hab zum Beispiel mittlerweile 1 Jahr lang nichts mehr programmiert. :D Dafür aber Spezifikationen schreiben, Systementwürfe erstellen, Interfaces definieren etc. Das Programmieren nimmt bei einem Softwareprojekt idealerweise nicht mehr als 20% der gesamten Entwicklungszeit ein und kann auch von reinen (billigeren) Programmierern erledigt werden. Zumindest ist das jetzt mal hier bei uns im Konzern so, bei kleineren Softwareschmieden sind sicherlich mehrere Aufgaben in einer Person vereint.
 
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Ich kann dieses Thema nicht mehr hören, es gibt genug fähige Arbeitskräfte in diesem Land.
Die auf Ihrem Gebiet viel Potential und Erfahrung haben.
Doch diesen Leuten fehlt oftmals das STUDIUM! Sobald man das nicht mehr vorweisen kann, ist man für ein Unternehmen sehr uninteressant geworden. Das Potential vieler Mitarbeiter wir d nicht erkannt oder man will es nicht sehen. In meinen Augen, ist das ein Todesurteil für das know how in Firmen. Es wird sich zu sehr auf Studenten verlassen, diese bekommen Teilweise sehr hohe Positionen, obwohl sie keinerlei praxis Erfahrung haben.
Ein Mitbewerber auf diese Position kennt sein Fach in und auswendig und hat sehr viel Erfahrung, doch leider kein Studium also wird diese Person auch weiterhin keine höhere Position in dem Unternehmen erreichen. Es gibt sehr viele Beispiele, die man nennen kann doch ich glaube das würde dann zu umfangreich werden.


MFG
andi
 
Nova1984 schrieb:
dito, hab noch 5-6 Semester vor mir...
Das mit dem "zu viel Theorie" kann ich bestätigen, was man da alles lernen muss ohne es jemals wieder gebrauchen zu können *kopfschüttel*
Mit Bachelor/Master wird das Studium nochmal theoretischer (vor allem von der Mathematik her) und dauert wohl noch länger...

Du weisst schon das Bachelor und Master dazu eigeführt wurde das Studium zu verkürzen?
 
MR.FReeZe schrieb:
Das problem Windows zu installieren hat ja auch nichts mit Informatik zu tun;)
Das einzige was man ihm ankreiden koennte waere, dass er sich nicht selbst erarbeitet hat wie es nun geht. Andernsfalls sollte man direkt jmd. dafuer einstellen der sich mit MS Produkten auskennt.
Hast du die letzten 20 Jahre unter nem Stein gelebt ?
Wenn ich nen Elektriker suche, dann kann ich von dem auch erwarten, dass der in der Lage ist ne Glühbirne anzuschließen.

Also ich bin doch recht negativ erstaunt das du so ein Beispiel nun als Argument fuer die Kompetenz von Informatikstudenten nimmst. Sowas muss ein Informatiker (Studium) nicht wissen, unabhaengig davon ob er sich das nun privat angeeignet hat.
Ne klar, ein Soldat braucht auch nicht wissen wie seine Waffe funktioniert. Von nem Bauer zu verlangen, dass der schonmal auf nem Traktor gesessen hat ist vermutlich auch zu viel verlangt.

Vllt solltest du nochmal genauer recherchieren was ein Informatikstudium genau beinhaltet;)
Weils nicht im Studium vorkommt bedeutet imo nicht, dass man es nicht können muss. Im Studium wird man auch nicht lernen wie man mit Messer und Gabel isst oder die Toilette benutzt. Das heißt aber nicht, dass ich nicht davon ausgehen kann, dass die Kenntnisse darüber vorhanden sind.

Kommt immer darauf an in was fuer einer Teilmenge der Realitaet man sich befindet;)
Wenn ~95% der IT-Welt für dich eine zu vernachlässigende Teilmenge darstellen, dann hast du wohl recht.
 
IT und Informatik ist auch nicht das gleiche und Informatik hat nicht zwingend was mit Computern und Computerkenntnissen zu tun.

Es stellt sich immer die Frage fuer was man denn nun einen Menschen benoetigt.

Ein Elektroniker sollte sicherlich wissen wie man eine Gluehbirne anschliesst, aber auch dieser wird es nicht fuer nur ein spezielles Modell lernen sondern auch im Allgemeinen. Nur ob es z.B. ein Eletrotechnikingenieur wissen muss wuerde ich schon wieder einegschraenkt bestaetigen. Der loest Probleme auf einer viel abstrakteren Ebene als Kabel in eine Luesterklemme zu schieben.
Genauso wie deine Beispiele alle verschiedenen Abstraktionsgrade haben.
Wie ein Soldat auch nicht Wissen muss wie seine Waffe im Detail grundlegend funktioniert, er muss wissen wie man sie bedient ggf. kombiniert mit nur oberflaechlichen informationen zur Funktion. Oder meinst du ein Panzerfahrer wird wissen wie man einen Leopard 2A6 baut und wie jede Elektronik funktioniert?
Das gilt auch fuer den Traktor: Ein Maschinenbauing. der an der Entwicklung mitgearbeitet hat muss auch nicht mit einem Traktor fahren koennen. Genausowenig wie ein Bauer zwingend wissen muss wie so ein Ding nun funktioniert egal ob oberflaechlich oder im Detail.

So kann man auch auf den Gedanken kommen das ein Informatiker im allgemeinen auch nicht wissen muss wie bestimmte Software nun zu installieren ist um seinen Beruf als Informatiker auszuueben. Die Bedienung lernt dann jmd. z.B. IT-Systemelektroniker oder wegen meiner auch ein Fachinformatiker in seiner Ausbildung mal mitbekommt.

Lies dir z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Informatik durch um mal eine Idee zu bekommen was hinter Informatik steckt und das u.U. Informatik nicht etwas mit der Bedienung eines Computers zu tun hat. Die Grundidee von Informatik gab es schon bei den alten Griechen, also doch schon etwas laenger als den Computer.

Ich gebe dir insofern recht das mit noch kein Informatiker begegnet ist der nicht Windows installieren konnte (weil er sich privat auch mit Computern im allgemeinen beschaeftigt, nicht weil er es im Studium gelernt hat. Es ist einfach nicht sein Aufgabenbereich) und das es doch ungewoehnlich ist, aber das man Windowskenntnisse und anderen Microsoftprodukten nun als Grundfesten der Informatik ansich sieht geht doch dann zuweit. Dafuer gibt es andere Leute...bzw. der Informatiker sollte die Arbeitsweise drauf haben sich selbst Dinge zu erarbeiten.

Weiss nicht was ich dir mehr dazu schreiben soll, es wuerde sich alles nur im den selben Gedanken drehen...
 
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Mr Freeze
Endlich mal einer der die Sache etwas detailierter anschaut als nur oberflächlich!

Ich musste auch schmerzlich feststellen das mich mein Dipl.Informatik-Techniker HF nicht dorthin brachtet wo ich hin wollte... nämlich in die IT Branche. dieser Abschluss ist zwar recht generalistisch und auch mit sonst recht gut da es sich um eine höhere Ausbildung handelt welche knapp unterhalb des FH studiums anzusiedeln ist.

leider passiert genau da was hier auch schon oft geschrieben wurde, ich hätte zwar div. kenntisse von Betriebssystemen, Hardware, Datenbanken, Netzwerken, Programmierung, Wirtschaft usw. aber leider in jedem bereich nur ein kleinwenig und nirgens wirklich viel. ich wäre von daher auf einen Arbeitgeber angewiesen der erst mal in mich investieren würde damit ich mich in dem von ihm geforderten bereichen vertiefen und weiterbilden könnte.
Da aber mom. so viele gute leute einen IT job suchen ist diese chance einen solchen zu finden recht gering... Wenn ich z.b ein MCSE und die ersten beidne Netzwerk Diplome von Cisco hätte wäre ich ein gesuchter Fachmann da ich aber 1. das geld und 2. die zeit nicht habe diese zu mache und mir 3. noch der praxisbezug fehlen würde wäre es leider verschwendetes geld. vo daher bleibt mir halt nichts anderes übrig zu wareten meinen Job gut zu machen und die augen und ohren offen zu halten und auf meine chance zu hoffen...

also jeder der etwas erreichen möchte wird das, wenn er das wirklich will auch schaffen nur braucht es manchmal etwas mehr zeit als man denkt...
 
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