Failed State USA, Diskussion zum Supreme Court

Das größte Problem am US Wahlrecht ist einfach mal dass es da kein Verhältniswahlrecht gibt.
Das "The Winner takes it all" Prinzip des Mehrheitswahlrechts in den USA sorgt zuverlässig dafür, dass es dort nur zwei Parteien gibt.
Ist auch sehr einfach erklärbar warum das so ist. Es gibt die "Mitte" und die Bevölkerung links bzw. rechts davon. Links wählt Demokraten, rechts wählt Republikaner.
So, wenn sich jetzt eine neue Partei links gründet, dann passiert folgendes: Die rechts von der Mitte wählen weiterhin Republikaner und die Stimmen links von der Mitte verteilen sich auf zwei Parteien. Die Republikaner bekommen dann so um die 50% und die beiden anderen Parteien haben weniger was dafür sorgt dass die Republikaner die Wahl gewinnen und alle Stimmen bekommen.
Funktioniert genauso wenn sich eine Rechte Partei gründen würde mit denen die Republikaner sich dann die Stimmen teilen müssten, dann würden die Demokraten überall gewinnen.

Und was z.B. die Wahlmänner angeht die in den USA den Präsidenten bestimmen, deren Anzahl ist nicht proportional zur Bevölkerung im jeweiligen Bundesstaat sondern wird mehr oder weniger willkürlich festgelegt.

Wenn man sich das hier z.b. mal anguckt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bundesstaaten_der_Vereinigten_Staaten_nach_Einwohnerzahl
Sieht man eigentlich schnell wie ungerecht das ganze ist. Kalifornien hat die meisten Einwohner und stellt die meisten Wahlmänner, mit 55 Wahlmännern bei 39,5 Millionen Einwohnern, aber für einen Wahlmann braucht Kalifornien 718.000 Einwohner.
Vergleicht man das mit dem Bevölkerungsarmen Bundesstaat Wyoming ganz unten mit seinen 576.000 Einwohnern, das aber drei Wahlmänner hat, stellt man fest dass Wyoming für einen Wahlmann grad mal 192.000 Einwohner braucht. Somit ist ein Wahlmann in Wyoming 3-4 mal so wertvoll, wie einer in Kalifornien.

Gerecht wäre es hinzugehen und dafür zu sorgen dass jeder Wahlmann ungefähr die gleiche Anzahl an Personen repräsentiert. Die Folge wäre allerdings dass entweder die Bevölkerungsreichen Staaten mit den großen Städten sehr viel mehr Wahlmänner hätten, oder dass die ländlichen Staaten sehr viel weniger Wahlmänner hätten. Und beides würde den Republikanern schaden da deren Klientel eher auf dem Land wohnt und die großen Städte demokratische Hochburgen sind.

Was man in Amerika sinnvollerweise machen müsste wäre das Wahlrecht auf Bundesebene zu einem Verhältniswahlrecht zu ändern bei dem jede Stimme gleich viel zählt. Dann würden da die Wahlkreise schonmal keine Rolle mehr spielen und ausserdem wären auf Bundesebene mehr Parteien möglich.
Das House of Representatives wäre damit das was bei uns der Bundestag wäre.
So und was die Bundesstaaten angeht, das müsste man so ändern: Die Partei mit den meisten Stimmen stellt den Gouverneur für diesen Bundesstaat und automatisch einen Senator der vom Gouverneur bestimmt wird.
Und unabhängig davon wird der zweite Senator von der Bevölkerung des jewiligen Bundesstaates gewählt.
Bei nem 2-Parteien System wird das dann meist jemand sein der zur selben Partei wie der Gouverneur gehört, aber nehmen wir mal an dank Verhältniswahlrecht ändert sich das ganze in ein Vier-Parteien-System und da kommt dann raus: Partei A 40%, Partei B 30%, Partei C 20%, Partei D 10%.
Partei A würde dann den Gouverneur und einen Senator stellen, aber es wäre möglich dass A für den eigenen Senator stimmt, B und C beide für den gleichen Gegenkandidaten und D selber nen eigenen Kandidaten aufstellt, dann hätte man Senatoren von verschiedenen Parteien, nur müsste sich das System hin zu einem Mehrparteiensystem und zum Verhältniswahlrecht hin ändern.

Und was die Präsidentenwahl angeht würde ich es einfach so machen dass pro 50.000 Einwohner einem Bundesstaat ein Wahlmann zusteht (wären dann insgesamt so um die 6600 Wahlmänner) allerdings was die Wahlmänner angeht, würde ich das so machen dass die komplett zufällig bestimmt werden unter den Einwohnern des jeweiligen Staates.
Jeder der sich als Wähler registrieren lässt, wird gleichzeitig auch als Wahlmann registriert und dann werden zufällig Lose gezogen wer tatsächlich Wahlmann wird. Und die es dann geworden sind müssen nach bzw. bei der Wahl die Entscheidung öffentlich kundtun für wen man als Präsidenten stimmt.
Und wer einmal Wahlmann war wird zukünftig von der "Wahlmannverlosung" ausgeschlossen aus Gründen der Fairness.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Und was die Präsidentenwahl angeht würde ich es einfach so machen dass pro 50.000 Einwohner einem Bundesstaat ein Wahlmann zusteht[...]
Ganz bewusst wird dies nicht getan, denn dann würden wenige Staaten alle dominieren, was vermutlich das Ende der Föderation USA wäre. Der Gedanke dahinter ist klar, Minoritäten brauchen einen gewissen Einfluss, nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach, dasselbe Konzept führen wir übrigens auch im Bundesrat, damit nicht alle das tun müssen was NRW und Bayern möchte, haben kleinere Bundesländer deutlich überproportional mehr Gewicht was ihre Einwohnerzahl angeht.
 
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Ein weiterer Datenpunkt? Zumindest zeigt es etwas über die Einstellung:

Quelle

Rechte Hardliner blockieren


Der Republikaner Kevin McCarthy scheitert am Mittwoch erneut am Widerstand der ultrakonservativen Mitglieder seiner eigenen Partei. Am Dienstag - bei den ersten drei Wahlrunden - hatten sich McCarthys Kritiker hinter dem Republikaner Jim Jordan versammelt, der aber beteuerte, er habe keinerlei Interesse an dem Posten. Am Mittwoch stimmten die Abgeordneten des rechten Flügels dann für den Republikaner Byron Donalds.

Und als Ergänzung, was so mache vor haben: Quelle

Auch Lauren Boebert, 36, Abgeordnete aus Colorado, macht im Abgeordnetenhaus durch extreme Initiativen von sich reden. Auf einer Weihnachtskarte posierten sie und ihre Kinder mit Waffen, sie ist gegen das Tragen von Anti-Corona-Masken und gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. Außerdem möchte die vierfache Mutter die Kirche über den Staat stellen. Obwohl sie im Lager der extremen Trump-Fans sehr beliebt ist, war ihre Wiederwahl im Herbst sehr knapp.
 
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j-d-s schrieb:
[...] - wenn man keinen fälschungssicheren Ausweis mit Foto vorlegen muss, dann ist das im Gegenteil sogar recht einfach. Denn das vereinfacht es, mehrfach zu wählen (unter verschiedenen Namen) oder zu wählen ohne wahlberechtigt zu sein.
[...]
Naja, so einfach geht es nicht, denn es muss sich ja jeder Wähler lange vor der Wahl bei der Wahlbehörde registrieren und bekommt dann sein eines Wahlbüro zugewiesen, in dem er Wählen darf, und dort wird er von der Liste gestrichen, sobald er seine Stimme abgegeben hat. Sobald zwei Menschen mehrmals für einen Listeneintrag im Wahlbüro auftauchen, schlägt das Wahlbetrugalarmsystem zu. Und es gibt bei vielen Wahlen dort in manchen Staaten Vorwürfe, dass gezielt bestimmte Gruppen von der Wahl ausgeschlossen wurden - indem die Registrierungen verschlampt wurden. Wir in Deutschland haben dank Einwohnermeldeamt selten mit dieser Wahlregistrierung zu tun. Meist macht das bei uns das Einwohnermeldeamt, ohne dass wir davon etwas merken. In den USA (und ähnlich UK) läuft das nicht immer automatisch und muss oft persönlich-bürokratisch bewältigt werden. Man muss aber auch dann seine Identität nachweisen und nutzt dafür die Kombination aus Sozialversicherungsnummer und Führerschein - letzterer ist ein Lichtbildausweis. Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Ausweispflicht#Schweiz_und_USA
The_waron schrieb:
[...] Der Gedanke dahinter ist klar, Minoritäten brauchen einen gewissen Einfluss, nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach, dasselbe Konzept führen wir übrigens auch im Bundesrat, [...]
Ja, aber jeder US Bundesstaat hat bereits 2 Senatoren im Senat sitzen und der Senat ist die Länderkammer, nicht das Repräsentantenhaus. Andererseits haben wir bei Bildungen unserer Bundesregierungen häufig mit dem Wort "Proporz" zu tun, was eine proportionelle Ministerpostenanzahlzuweisung zu den einzelnen Bundesländern beschreibt - die aber auch nicht jedem gefällt.

P.S.
In einigen Bundesstaaten werden Wahlcomputer eingesetzt - das finde ich schwierig.
 
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stummerwinter schrieb:
Ein weiterer Datenpunkt? Zumindest zeigt es etwas über die Einstellung
Dieses sich gegenseitig Blockieren und nun auch Intern wirft die USA früher oder Später weit zurück.
 
Natürlich.
Aber das haben wir ja auch hier in Deutschland, wo sogar die Zusammenarbeit mit einer gewählten Partei komplett Blockiert wird.
Prügelknaben waren zuerst die SPD dann die Grünen jetzt die AFD.
Wirklich Demokratisch, in den Köpfen siehts anders aus, zwar postuliert aber das wars.
 
xxlrider schrieb:
Wirklich Demokratisch, in den Köpfen siehts anders aus, zwar postuliert aber das wars.
Demokratie heißt auch, dass ich andere politische Richtungen boykottieren kann, wenn eine Mehrheit beschließt und es verfassungsgemäß ist. Das ist kein Widerspruch zum demokratischen Grundgedanken....
 
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Nein...heißt es nicht....und was ist im Sinne der Gesellschaft? Stille Minderheit? Laute Mehrheit?

Demokratie bedeutet vereinfacht: die Mehrheit der Wähler bestimmt eine oder mehrere Parteien und beauftragen diese in ihrem Sinne zu handeln...
Wenn die nicht so handeln, werden die nicht mehr gewählt...

Und Demokratie bedeutet nicht, dass ich mit jemand zusammen arbeite, der komplett unterschiedliche Vorstellungen hat...

Zusammenarbeit wird verweigert, weil man entweder der Meinung ist und sogar nachgewiesen, dass diese nicht im Einklang mit der Verfassung stehen...

Aber das geht jetzt weg vom Thema hier (USA failed State) und nicht what about D...
 
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Demokratie steht für mich für die Breite der Gesellschaft.
Das ist ja das Geheimnis, was sie so akzeptiert und stabil macht.
Wer daraus einen Selbstbedienungsladen für die eigene Partei macht, der Destabilisiert.

Ich halte nichts davon Gesellschaftliche Interessen hinten anstehen zu lassen um des eigenen Machterhalts.
 
Omg, weder in den USA noch in DE ist es im gesellschaftlichen Sinne oder im Mehrheitssinne, wenn man Parteien oder Bewegungen, die offen gegen die bestehende Verfassung wettern, ignoriert, boykottiert oder einfach nicht mit ihnen zusammenarbeiten möchte.

Und nun hör bitte auf, in einem Thread, der sich um die USA dreht, darüber zu philosophieren, wie vermeintlich anti-demokratisch alle Parteien zur AfD sind...
 
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xxlrider schrieb:
Demokratie steht für mich für die Breite der Gesellschaft. => ja
Das ist ja das Geheimnis, was sie so akzeptiert und stabil macht. => ja
Wer daraus einen Selbstbedienungsladen für die eigene Partei macht, der Destabilisiert. => auch ja, aber sowohl gesetzlich geregelt wie auch durch Abwahl möglich zu ändern

Ich halte nichts davon Gesellschaftliche Interessen hinten anstehen zu lassen um des eigenen Machterhalts. => abwählen?
Gerade zu letzterem: beschäftige Dich mal mit der Wahlrechtsreform und dem geschreie der CSU...ist jetzt aber wirklich zu OT...

Tante Edit: Frage raus genommen
 
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xxlrider schrieb:
Demokratie steht für mich für die Breite der Gesellschaft.
Das ist ja das Geheimnis, was sie so akzeptiert und stabil macht.
Wer daraus einen Selbstbedienungsladen für die eigene Partei macht, der Destabilisiert.

Ich halte nichts davon Gesellschaftliche Interessen hinten anstehen zu lassen um des eigenen Machterhalts.
Wie soll die Breite der Gesellschaft " regieren", wenn sie kaum Einfluß auf die Informationen und der daraus folgenden Willensbildung besitzt?
 
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Tschetan schrieb:
Wie soll die Breite der Gesellschaft " regieren", wenn sie kaum Einfluß auf die Informationen und der daraus folgenden Willensbildung besitzt?
Das Kernproblem ist, hier, wie dort Medienkompetenz.. Schaut man sich Studien zum Thema an, ist es erschreckend, wie wenig Aufwand benötigt wird, um das eigene Weltbild untermauert zu bekommen..
Deswegen halte ich die Aussage von XXLRider auch für falsch und es widerspricht der Demokratie und wir haben das Beispiel in der eignen Geschichte.

Das Problem ist hier wie da nicht die Willensbildung zur Politische Bildung, sondern schlichtweg Demokratieverdruss. Wer halt glaubt, dass der WEF Kinder entführen möchte, der glaubt am Ende auch, dass Trump die Wahl gewonnen hat.
Die Spaltung in den USA ist sehr deutlich zu sehen und war exemplarisch beim Parteitag der GOP zu sehen.
Die Präsidentschaftskandidaten der GOP waren schlichtweg nicht vor Ort und die Trumpisten haben die Diskussion gekapert.
Und man muss zudem klar sagen, das die Breite der Gesellschaft, die sich hier gerne Mitte nennt, am Ende immer das gleiche Wählt. Dazu rate ich mal zur KAS Studie, die zB Aufzeigt, warum der CDU die Mitglieder wegrennen.. Und nein, sie rennen eben nicht zur AfD.
Es ist halt Fakt, dass man Rattenfängern nicht folgen sollte. Und ich halte es für ausgeschlossen, dass man mit Parteien zusammen arbeitet, die schlichtweg die eigene Verfassung boykottieren und torpedieren.

Der Rest wurde hier gesagt und wir haben das gleiche Thema derzeit mit der Wahlrechtsreform, die witzigerweise in der jetzigen AMPEL Lösung. für alle gleich schlecht wäre. Wir sind aber, dass muss man dazu klar sagen, sehr weit weg, von dem was in der USA Passiert, aber befeuern die Spaltung in den USA leider mit, indem man Populisten Gehör schenkt.

Ich wünsche mir ein BTT!


https://newrepublic.com/article/170672/donald-trump-is-the-republican-party

https://www.politico.com/news/2023/02/28/trump-voters-republican-primary-00084652

Das hier ist eine viel viel größere Gefahr, gerade wenn man sich auf der Zunge zergehen lässt, dass besagte Person sogar zur Wahl das eigene Wahlsystem ad Absurdum führte. In meinen Zutiefst Verfassungsfeindlich.
 
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Rockstar85 schrieb:
Das hier ist eine viel viel größere Gefahr, gerade wenn man sich auf der Zunge zergehen lässt, dass besagte Person sogar zur Wahl das eigene Wahlsystem ad Absurdum führte. In meinen Zutiefst Verfassungsfeindlich.
Ergänzung ()

Wenn Medien aufhören Meinungen zu " machen" , wird die Diskussion sachlicher laufen.
Trump ist ein verwirrtes Lovkenköpfchrn, wie Biden auch und beide hängen an irgendwelchen Interessengruppen.
Das Wahlsystem in den USA ist ebenfalls unsäglich und verhindert Veränderungen und unterstützt eher ein Oligarchisches System.
Beide Seiten nutzen Möglichkeiten um Vorteile bei Wahlen zu generieren. Sei es durch die Gestaltung der Wahlkreise, oder das erleichtern des Zuganges zur Wahl, was Manipulationen ermöglicht.

Wenn man betrachtet, welche Lappalien den USA häufig reichen, um anderen Ländern Wahlmanipulationen vorzuwerfen, sind die Probleme wesentlich schwerwiegender.

"

US-Gericht stoppt Ausweispflicht für Wahl​

Wähler müssen an der Urne in Pennsylvania keinen Personalausweis vorlegen. Nach Ansicht von Bürgerrechtlern hätte eine Pflicht Obama-Anhänger an der Abstimmung gehindert."

https://www.zeit.de/politik/ausland/2012-10/usa-wahlen-gesetz

Stelle man sich mal in Russland vor und in Deutschland.


Dazu kommt das alles hängt von der Höhe der Spenden abhängt, was in keinster Weise demokratisch ist.
Die Überschrift "Failed-State-USA"sehe ich zumindest als nicht abwegig.
 
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Tschetan schrieb:
Ergänzung ()

Wenn Medien aufhören Meinungen zu " machen" , wird die Diskussion sachlicher laufen.
Trump ist ein verwirrtes Lovkenköpfchrn, wie Biden auch und beide hängen an irgendwelchen Interessengruppen.
Das Wahlsystem in den USA ist ebenfalls unsäglich und verhindert Veränderungen und unterstützt eher ein Oligarchisches System.
Beide Seiten nutzen Möglichkeiten um Vorteile bei Wahlen zu generieren. Sei es durch die Gestaltung der Wahlkreise, oder das erleichtern des Zuganges zur Wahl, was Manipulationen ermöglicht.
Da gebe ich dir Recht, hier ist aber klar zu sagen, dass die Radikalisierung in der GOP ein ernstes Problem für die USA ist. Denn wie du sagtest, begünstigt durch das Wahlmannsystem haben wir hier halt ein Duopol. Es geht hier nicht um die USA in ihrer Außenpolitischen Haltung und auch nicht um Russland.
Ein Nicht vorzeigen des Ausweises öffnet am Ende halt auch die Tür für Manipulation, aber ich kann hier nicht sagen, wie das mit den Ausweisen in den USA ist und ob jeder einen hat (was ich jedoch vermute)
Was hier jedoch ein massives Problem ist, ist eben die Tatsache, dass die USA zum Großteil nicht glauben, dass der Demokratische Präsident legitimiert ist. Obwohl es alle GOP Statesman bejahten. Und die Blockierende Haltung schadet halt den USA als Demokratie.


https://krautreporter.de/4734-die-radikalisierung-der-republikaner-verstandlich-erklart

https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-11/trump-usa-radikalisierung-demokratie
 
Rockstar85 schrieb:
Ein Nicht vorzeigen des Ausweises öffnet am Ende halt auch die Tür für Manipulation, aber ich kann hier nicht sagen, wie das mit den Ausweisen in den USA ist und ob jeder einen hat (was ich jedoch vermute)
Es gibt keine Ausweispflicht in den USA, bis heute werden die meisten US Bürger durch die Social Security ID (wie unsere Sozialversicherungsnummer) "identifiziert" oder auch mit dem Führerschein und hier liegt das Problem: Gerade in ärmeren und vielen abgelegenden Regionen arbeiten die Menschen oft irregulär, sie sind also gar nicht zentral erfasst, das wissen die beiden Parteien und handeln entsprechend:

Den Demokraten ist klar das diese Menschen eher in ihre Richtung tendieren und blockieren jede Form der Wahlregistrierung, wohlwissend das Wahlbetrug nicht nur absurd einfach möglich ist, man könnte nichtmal feststellen ob betrogen wäre oder nicht. Die Republikaner versuchen entsprechend einen Registrierungsprozess durchzusetzen der möglichst umständlich und teuer ist, damit der eher demokratisch tendierenden Personenkreis formal daran scheitert zur Wahl zu gehen.

Es ist also durchaus ein leichtes in den Staaten ohne Registrierungspflicht am Wahltag zigmal zu wählen, man muss nur genug Wahlbüros abklappern können, ohne das es je auffallen würde, außer natürlich die Person wählt 10mal als Elvis Presley...
 
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Ist das aber nicht ein Failed State, wenn er nicht einmal korrekte Wahlen nach internationalen Standards organisieren kann?
Ich glaube auch das " getrickst" wurde, aber das erschreckenste war, wie der überwiegende Teil der Medien, jede Kritik ersticke und Kritiker angriffen.
Es gibt zuviel Möglichkeiten zur Manipulation.
Watergate, würde heute wahrscheinlich nicht mehr funktionieren.
 
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