Festplattenhersteller -intern

KBCoal

Lt. Junior Grade
Registriert
Jan. 2005
Beiträge
429
Nabend,

da ich demnächst eine Präsentation über Speichermedien und Datenschutz halten werden, würde ich gerne zu folgendem Thema ein paar Info's oder Anregungen erhalten.
Festplattenhersteller -> Dort geht es ja um enorme Mengen an "Datenschutz"

Ich habe zwar schon ein paar angeschrieben aber noch keine Antwort erhalten.

Wie geht ein Festplattenhersteller mit defekten Festplatten um?
Werden diese noch überprüft, wenn ja wird dies maschinell oder manuell durch den Mensch getan.
Werden Festplatten noch repariert?
Werden reparierte HDD's wieder zum Kunden geschickt.
Wie sieht es mit Altdaten vom Nutzer aus? Wie werden diese gelöscht?
Werden komplett defekte HDD's geschreddert?

Wäre schön, wenn jemand ein paar Infos's hätte.

Gruß
 
Das sind größtenteils ja Firmenintere Angelegenheiten und gehen glaube ich keinen Ottonormalverbraucher etwas an.
 
Naja.. jeder der seine HDD einschickt bzw. entsorgt ist ja wohl dafür verantwortlich das da keine kritischen Daten mehr drauf sind, bzw. muss dafür gerade stehen wenn sie es doch sind.
 
Wieso muss er dafür gerade stehen, wenn der Otto-Normalverbraucher eine Festplatte (die defekt ist - wird nicht mehr erkannt oder klackert nur noch etc.). Da kann man ja mit normalen Mitteln keine Löschung herbeiführen.

Und der Hersteller schickt diese mit reparierter Elektronik wieder zum nächsten Kunden ??

Was ist denn an der Fragestellung "firmenintern", ist ja wohl kein Geheimrezept oder ähnliches wie der Hersteller mit Eigentum vom Kunden verfährt.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Also... beim Privatanwender ist das so eine Sache. Normalerweise sind da keine so kritischen Daten drauf - wenn doch sollte man vom einschicken absehen.
Wenn ich im Büro defekte oder alte Platten habe, kommen die in den Schredder und fertig. Das Risiko das andere die Daten abfangen können ist einfach zu groß.
 
Die Platte können so wie Elektronik meistens bei den meisten defekten nicht gut/gar nicht reperiert werden.
Es gibt Unternehmen die versuchen Daten zu retten (ähnlich wie die Polizei). Die Daten lassen sich noch sehr lange mit bestimmten Metoden lesen. Was die Hersteller anbieten weis ich nicht. über die hersteller lässt sich sicherlich noch mehr Infomationen bekommen wer das macht.
 
Das so etwas die sicherste Methode ist, ist mir schon klar.

Aber ich möchte ja eine Präsentation über das Thema Speichermedien + Datenschutz anfertigen und die Festplattenhersteller weisen halt eine interessante Problematik auf, wie sie mit dem Problem Datenschutz umgehen, gerade da sie ja nicht alles entsorgen sondern auch reparieren.

Gruß
 
Der Punkt ist ja, dass nicht mal jeder Hersteller die Garantie-Abwicklung selbst durchführt...
 
Zuletzt bearbeitet: (Ganz böse Rechtschreibfehler entfernt)
Wenn du eine defekte Platte einschickst (wie in meinem Fall eine defekte WD 320GB Sata die nicht mehr hergestellt wurde) und diese es nicht zu reparieren lohnt, weil es die Hersteller günstiger kommt das Gerät gegen ein neues zu ersetzten, dann kommt die defekte logischerweise in den Shredder.

Wenn es anders sein sollte (Datenklau) das geht das sicher nur die Leute an die damit zu tun haben. Wie schon gesagt werden solche Informationen nicht an Ottonormalverbraucher weitergegeben, da dies ja sehr rufschädigend ist.

Wenn du überhaupt eine Antwort von einem Hersteller erhälst dann bestimmt mit der Begründung wie ich sie oben angegeben habe.
 
Ist es denn so, dass (wenn die HDD noch verfügbar ist), diese repariert wird und an einen zurückgeschickt wird?

Ich hätte jetzt vermutet, man bekommt einfach ein Austausch (andere HDD) und die Festplatte wird einfach später repariert und dementsprechend irgendwann einem anderen als Austausch zugeschickt.

Deshalb ging ich auch in solchen Fällen auf den Datenschutz ein.

Gruß
 
Eine defekte Festplatte die zur Gewährleistungserbringung eingeschickt wird, erhält in den seltesten fällen eine Reperatur. Das kommt daher das der Aufwand der bei einer Reparatur zu betreiben ist, viel zu teuer ist. Erst begingt die Fehlersuche welches wiederum Fachpersonal erfodert und dann der Austausch der defekten Teile.
Wenn etwas an einer Platte repariert wird dann nur in einem Reinraum, weil sonst die Gefahr besteht die Platter durch verunreinigung zu beschädigen.

Wenn du dir mal die Preise angesehen hast was Firmen für Datenrettung verlangen dann glaubst du das ist ein schlechter Scherz. Es geht bei rund 1000€ los.
 
Stimmt, die Preise von z.B Ontrack sind nicht gerade günstig.
Ich hätte jetzt aber vermutet, dass Hersteller automatisierte Verfahren für Reparaturen in Reinräumen gehabt hätten. Da es ja nicht um Datenrettung geht sondern einfach Austausch von Teilen.

Also würde der Hersteller ja maximal die Steuerelektronik einer Festplatte tauschen ?!

Gruß
 
in 99 % aller fälle bekommst du eine neue Festplatte.

nur selten werden z.b controller getauscht.

aber es gibt von wd und samsung aufbereitete festplatten, meist mit fehlerhaften controllern.

arbeite bei K&M deshalb weiß ich das.

da diese festplatten im ausgangszustand befinden geh ich davon aus das alles von grund auf formatiert wurde
dann ist auch nichts mehr zu retten
 
Die Reputation der Hersteller würde verloren gehen und eine Welle von Schadenersatz auslösen, wenn bekannt würde, das die Hersteller die Daten bei refurbished Ware nicht löschen oder für Eigengebrauch speichern.

Wenn ich mich an meine Werkstatterfahrung zurück erinnere, so lassen sich Produkte manuell oder maschinell durchtesten. Die Hersteller haben sicherlich Testaufbauten, wo die Festplatten und Einzelkomponenten schnell auf Integrität getestet werden können. Bei richtiger Erfahrung reicht es aus ein paar kritische Messpunkte zu überprüfen um Fehler zügig einzukreisen. Sicher kann gesagt werden, je teurer das Produkt, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Reparatur.
Angepasset Kaufverträge können sicherlich für Firmen bessere Garantiebedingungen mit sich bringen, was Reparatur und Ersatz angeht.

SEAGATE Garantiebedingungen. Die Passage über Eigentumübergabe kann nüchtern aufgefasst werden. Mal schauen, was die Gesetze zu geistigem Eigentum von Daten auf Datenträgern sagen. Sicher kann sein, das der Festplattenhersteller keine Lizenzen auf lizenzbezogene Daten hat und diese auch löschen muss.
 
Naja, man lese nur mal einen Artikel der c't, wo gebrauchte (ich meine Seagate) Platten wieder als neu über die Ladentheke wanderten...
 
Festplatten werden schon repariert, so kann man durchaus auch mal eine Seagate mit dem Label refurbished (o. ä.) nach einer Reklamation zurück erhalten. Bei der Produktion eines Produktes wie einer Disk, wird ein bestimmter Prozentsatz für Granatieabwicklungen eingeplant, ist die Fehleranfälligkeit höher als erwartet muss eher und mehr nachgearbeitet werden. Ferner wird auch eine maximale Häufigkeit an Nachbesserungen festgelegt, z. B. könnte ein Produkt dreimal repariert werden, danach wird es nach einem erneuten Ausfall definitiv entsorgt. Bei einigen Herstellern kann man an einem Indikator (z. B. Label) erkennen, wie oft es die Repair-Line durchlaufen hat. Von Seagate weiß ich, dass auch eine externe Firma (Stichwort Outsourcing) diesen Dienst leistet und gerade in den Fokus eines Magazins gekommen ist, weil offenbar die Richtlinien von Seagate verletzt wurden (reparierte / gebrauchte Disk's wurden als Neuware im Handel angetroffen). Bei dem Prozess der Reparatur findet i. d. R. auch eine Aufarbeitung statt, d.h. die Disk wird auf den aktuellen Stand gebracht (aktuelle Firmware kann eingespielt werden, sogar Layoutänderungen werden vorgenommen - kann man an durchtrennten Leiterbahnen und gelegentlich am Vorhandensein von Wire Wrap Verbindungen erkennen, auch werden bei speziellen Fällen Bauteile ausgetauscht bzw. durch verbesserte Versionen ersetzt).

Es kommen sicher auch keine bewusst defekte Disk's, wie hier angedeutet wurde, wieder zurück zum Handel. Disk's aus Reklamationen landen in dem selben Prozess, den auch neue Festplatten durchlaufen müssen, nur nicht an der selben Stelle wie eine nagelneue Disk. Der gesamte Prozess muss auch nicht an einem Standort durchlaufen werden! Da nicht alle Prozesse von Anfang bis Ende reibungslos laufen, erklären sich spezielle Fälle, die dann auch schon mal in der Presse landen. Jeder Hersteller ist schon aus finanziellen Gründen daran interessiert alle Schwachpunkte auszumerzen.
 
Alternate 4
Zurück
Oben