News Firefox und Thunderbird: Mozilla stellte Signierschlüssel versehentlich auf GitHub

PhiE

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Mozilla hat einen für Firefox und Thunderbird verwendeten GPG-Signierschlüssel ausgetauscht. Eine unverschlüsselte Kopie des privaten Subkeys war zuvor versehentlich in ein privates GitHub-Repository eingecheckt worden. Hinweise darauf, dass Unbefugte auf den Schlüssel zugegriffen haben, gibt es laut Mozilla bislang nicht.

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Alle kochen mit Wasser. Aber es wundert mich, dass nicht irgendeine Prüfung zu sowas wie derartiger Keys, vor dem Push in den upstream, erfolgt. Etwas underwhelming um ganz ehrlich zu sein. Ich persönlich würde jetzt dennoch rotieren - better be safe than sorry.
 
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Da wurde Open Source wohl zu großzügig angewandt.
 
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Man stelle sich vor, das wäre beim Edge oder Chrome passiert.
 
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Oh, das ist sehr schlecht, denn nun können Angreifer mit falschen Updates oder Links ihre Malware unterschieben, denn eine passende Signatur haben sie nun.
 
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gartenriese schrieb:
Da wurde Open Source wohl zu großzügig angewandt.
Da es ein privates Repo mit beschränktem Zugriff war eigentlich nicht.

Okay, blöd das jemand den Key an die falsche Stelle gepusht hat, aber wenn eh nur vertrauenswürdige interne Entwickler Zugriff hatten sehe ich das Problem nicht?...
 
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@PhiE aus meiner Sicht absolut irreführender und fehlerhafter Titel. Das Wort "veröffentlicht" (laut Duden "der Öffentlichkeit zugänglich machen") passt nicht zu dem Punkt, dass es lediglich ein privates, firmeninternes Repo war...

Ihr schreibt kurioserweise selbst:
Öffentlich zugänglich war der Schlüssel damit nicht.

Dazu wurde der GPG-Key ja direkt revoked.
Da hat man es mit dem Clickbait etwas übertrieben. Sowas habt ihr doch gar nicht nötig. ;)

Update: Titel wurde nun aktualisiert. Vorher war von "versehentlich auf GitHub veröffentlicht" die Rede.
 
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Schmarall schrieb:
Oh, das ist sehr schlecht, denn nun können Angreifer mit falschen Updates oder Links ihre Malware unterschieben, denn eine passende Signatur haben sie nun.
Nein, eben nicht. Einfach mal den Artikel lesen und verstehen 🤦‍♂️
Ergänzung ()

waldi2005 schrieb:
Man stelle sich vor, das wäre beim Edge oder Chrome passiert.
Jetzt bin ich gespannt. Was wäre denn deiner meinung nach passiert? 😂

Microsoft hätte niemals diesen faux-pas zugegeben. Und bei chrome wäre es so abgelaufen wie bei Mozilla…
 
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Ich finde, die Überschrift klingt hier erst einmal schlimmer als der eigentliche Sachverhalt (Click Bait?!): Der private Schlüssel lag ja offenbar nicht in einem öffentlichen GitHub-Repo, sondern in einem privaten Repository, auf das laut Mozilla nur eine kleine Gruppe von Mitarbeitern Zugriff hatte..., ja und diese Personen waren vermutlich ohnehin für den Schlüssel autorisiert.

Trotzdem ist das natürlich ein ziemlich unangenehmer Fehler. Gerade bei einem Projekt wie Firefox ist die Signatur ja ein Teil der Vertrauenskette: Sie soll mir letztlich bestätigen, dass ein heruntergeladenes Paket wirklich von Mozilla stammt und nicht während der Übertragung manipuliert wurde.

Positiv finde ich immerhin die Reaktion. Schlüssel zu widerrufen, neuen Key ausrollen und den Vorfall öffentlich machen, obwohl man laut den Logs kein unberechtigter Zugriff stattgefunden hat ist definitiv die richtige Vorgehensweise. In so einem Fall würde ich mich auch nicht darauf verlassen, dass „wahrscheinlich niemand drauf zugegriffen hat“. Ist ein privater Schlüssel einmal außerhalb seiner vorgesehenen Umgebung gelandet, würde ich ihn ebenfalls grundsätzlich als potenziell kompromittiert betrachten und austauschen.

Was mir in Mozillas Stellungnahme allerdings fehlt, ist die eigentlich für uns spannende Erklärung: Wie konnte ein unverschlüsselter Signing-Key überhaupt in einem Git-Repo landen? Und wie lange lag er dort? Gerade daraus könnte man etwas über die internen Prozesse lernen. „Wir haben zusätzliche Schutzmaßnahmen eingebaut“ ist zwar schön, bleibt aber ziemlich oberflächlich und abstrakt.
 
Wenigstens gehen sie transparent damit um. passiert leider immer wieder mal.
Mir auch schon
 
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Hier nochmal die Zusammenfassung für Lesefaule
privates GitHub-Repository
Öffentlich zugänglich war der Schlüssel damit nicht
Hinweise darauf, dass Unbefugte auf den Schlüssel zugegriffen haben, gibt es laut Mozilla bislang nicht.
Mozilla (habe) zusätzliche Schutzmaßnahmen eingeführt, um vergleichbare Fehler künftig zu verhindern
kein Handlungsbedarf
 
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Klassisches Entwickler Dasein, man sitzt Jahrelang am Projekt aber niemand schafft es eine .gitignore Datei mit .pem *.id_rsa *.id_ *.key *.gnupg ins Projekt zu legen.
Kurz mal den Schlüssel ins Projektverzeichnis schieben um nach all den Exploits irgendwelcher Dependencies neu zu signieren, 8h irgendwas rumprogrammieren, müde den push gegen Prod ausführen und dabei ans Alternative Leben als Gärtner denken. Es wär doch alles so viel Einfacher... Nach 6h stolperst müde in den morgendlichen Zoomcall und fragst dich warum alle so ernst gucken. Die viele Geräuschen und Schreie verschwinden im Hintergrund und du denkst wieder an dein Leben als Gärtner... Hach es könnte alles so viel einfacher sein... :lol:
 
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steirerblut schrieb:
Klassisches Entwickler Dasein, man sitzt Jahrelang am Projekt aber niemand schafft es eine .gitignore Datei mit .pem *.id_rsa *.id_ *.key *.gnupg ins Projekt zu legen.
Wer sagt, dass es eine solche Datei war? Vielleicht hat ein fauler Entwickler den Schlüssel "temporär" in ein Build-File kopiert, dann aber mit committed?:D

Das ist vermutlich der häufigste Fall wie Signing Keys, API Keys und sonstige Secrets geleaked werden.
 
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Dystop1an schrieb:
Jetzt bin ich gespannt. Was wäre denn deiner meinung nach passiert? 😂
Ich vermute er meint, dass der Aufschrei hier im Forum größer wäre, weil die ComputerBase Community Microsoft und Google so kacke findet und unter jeder Meldung dazu immer aufgelistet wird, warum jemand kein Windows nutzt, warum Linux der heilige Gral ist und wieso man für immer und ewig in der Hölle schmort, wenn man Chrome nutzt. ;)

@Topic:
Als Firefox-Nutzer freut es mich, dass der Vorfall offensichtlich keine Konsequenzen nach sich zieht und erstmal alles soweit gut ist.
 
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Schmarall schrieb:
Oh, das ist sehr schlecht, denn nun können Angreifer mit falschen Updates oder Links ihre Malware unterschieben, denn eine passende Signatur haben sie nun.

Nur wenn Mozilla den Schlüssel nicht für ungültig erklärt was ja nun kein Akt ist.
Was sie bereit getan haben.

Und der Schlüssel war nicht öffentlich einsehbar.

Also alles im Rahmen des normalen "huch" des Entwickleralltags.
 
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Artikel schrieb:
Dabei seien keine Hinweise darauf gefunden worden, dass eine unberechtigte Person während des fraglichen Zeitraums auf den Schlüssel zugegriffen habe. Dennoch wurde der bisherige Subkey widerrufen und durch einen neuen ersetzt. Außerdem habe Mozilla zusätzliche Schutzmaßnahmen eingeführt, um vergleichbare Fehler künftig zu verhindern.
Alles im grünen Bereich und man hat bestmöglich reagiert, mehr muss ich nicht wissen.
 
Immerhin vorbildlicher Umgang. Andere Unternehmen hätten es verheimlicht und nichts unternommen, bis es dann beim nächsten github-datenleck in die falschen Hände gerät, dann still und heimlich den schlüssel geändert und nichts gesagt bis es irgendwem auffällt...
 
Das es 2026 immer noch passiert....
 
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waldi2005 schrieb:
Man stelle sich vor, das wäre beim Edge oder Chrome passiert.
Microsoft hat ganz reale andere Probleme.
Die lassen sich gleich den Cloud-Master-Key klauen.
 
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