Telefonkabel Frage zu Bauteil im KVz

TheCadillacMan

Captain
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Heute kam ich in der Nachbarschaft zufällig an einem offen Kabelverzweiger (KVz 59 falls das eine Rolle spielt) vorbei.
Dabei ist mir ein Bauteil in der rechten unteren Ecke beschriftet mit "LANCIER pressure transducer PTxA 210 PE" aufgefallen.

Da ich den Telekom-Mitarbeiter am Gehäuse nebenan nicht stören wollte, kann mir hier jemand erklären was das ist und wofür das gut ist?

kvz_transducer.png
 
Hi,

bei Wikipedia steht zu dem Thema "Druckluftüberwachung" im Artikel Hauptkabel etwas.

Details zur genauen Funktionsweise gibt es vom Hersteller hier.

Gruß
 
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Die Dinger werden meines Wissens zur Absicherung des Druckes für Leerrohre/gefüllte Rohre mit "Luft" verwendet und regulieren darin die vorherrschenden Drücke.
 
Regeln würde bedeuten dass sie Einfluß auf den Druck nehmen. Sie messen ihn aber nur.
 
So ist es, die Frage ist eher was daran so schwer war den Einsatzzweck zu finden wenn eine exakte Bezeichnung vorliegt zumal es sogar der erste Treffer bei Google ist...
 
Der Hinweis auf google wiederum war so offensichtlich dass ich ihn mir gespart habe.
"Klavierspielen ist voll easy. Du musst nur darauf achten die richtigen Tasten zur richtigen Zeit zu treffen"
 
Kenne ich nur von alten kupferhauptkabeln. Druckabfall wurde oft ignoriert.
 
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Naja, was heißt ignoriert. Eher kenne ich es so das die Stellen wo der Druck abfällt nicht geflickt werden und stattdessen der Kompressor in Dauerschleife läuft.
 
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blastinMot schrieb:
Naja, was heißt ignoriert. Eher kenne ich es so das die Stellen wo der Druck abfällt nicht geflickt werden und stattdessen der Kompressor in Dauerschleife läuft.
Wird die Technik vor Ort überhaupt noch irgendwie abgefragt, sprich kommt irgendwo eine Meldung raus, welches Kabel zuviel Luft verliert?
 
Das letzte mal im Druckluft-HVt ist schon ein paar Jahre her, aber da du auf jedes Kabel separat Luft drauf gibst, ist es auch einfach zu sehen auf welchem Kabel sie entweicht.
Die Krux ist halt eher die genaue Stelle zu finden, denn das HK hat ja auch eine entsprechende Länge...
 
blastinMot schrieb:
Das letzte mal im Druckluft-HVt ist schon ein paar Jahre her, aber da du auf jedes Kabel separat Luft drauf gibst, ist es auch einfach zu sehen auf welchem Kabel sie entweicht.
Vor Ort auf jedem Fall. Meine Frage ist aber, ob diese Infos/Messwerte überhaupt noch abgefragt/überwacht werden.

Das Orten des Lecks ist dann ja ne ganz andere Geschichte.
 
Es kommt da ganz darauf an, in welcher Gegend man unterwegs ist. Der Kompressor ist in eigentlich allen VSt noch aktiv. Würde man diesen abschalten, so würden oft sofort mehrere Hauptkabel an mehreren Stellen absaufen. Gab es schon oft, vor allem wenn dann der Kompressor mal kaputt war und einige Tage keine Luft auf den Hauptkabeln war. Die kleinen Löcher hält die Druckluft oft ohne Probleme dicht.

Ansonsten gibt es noch einige alte Kollegen, die ab und an noch nach der Druckluft schauen und zumindest den gröbsten Fehlern nachgehen. Auch bei Druckluftfehlern ist es möglich, den Fehler zu orten. Natürlich nicht so genau wie mit einem normalen Kabelfehler. Dazu muss man alle KVz abfahren und den ankommenden Luftdruck messen. Früher konnte man den Luftdruck auch über die auf dem Foto zu sehenden Druckmesser im KVz und auch über teils verbaute Druckmesser in Muffen auslesen. Heute geht das nicht mehr, da die Software auf keinem modernen PC mehr läuft. Mit den gemessenen Druckwerten kann man dann eine Luftabfallkurve zeichnen, aus der man dann ungefähr ablesen kann, wo der Fehler sein muss.

War beim Abfahren der ungefähren Fehlerstelle nichts ersichtlich, was einen Druckluftfehler auslösen würde, so konnte man auch ein Spürgas auf das Kabel geben. Mit einem speziellen Gasprüfgerät konnte man dann die Fehlerstelle noch genauer orten (wenn man Glück hatte und das Gas nicht z. B. wegen einem Rohr woanders raus kam). Die Geräte sind afaik aber nirgends mehr in Betrieb.

Früher, als man noch zeitnah auf Druckluftfehler reagierte, konnte man so oft Fehler sofort auf z. B. eine Baumaßnahme eingrenzen und das Kabel proaktiv entstören, noch bevor Störungen auftraten. War eigentlich grundsätzlich eine super Sache. Aus wirtschaftlicher Sicht kann ich es heutzutage aber verstehen, dass man die Druckluftfehler schleifen lässt. Mittlerweile ist auf den meisten Hauptkabeln durch den Breitbandausbau nicht mehr viel oben und die Luftfehler sind doch deutlich aufwändiger zu suchen als alle anderen Fehler. Da investiert man lieber den selben Aufwand, das Kabel freizuschalten, als es nochmal zu reparieren.
 
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thom53281 schrieb:
Früher konnte man den Luftdruck auch über die auf dem Foto zu sehenden Druckmesser im KVz und auch über teils verbaute Druckmesser in Muffen auslesen. Heute geht das nicht mehr, da die Software auf keinem modernen PC mehr läuft.
Wobei ein alter "Laptop" mit Windows 95 doch jetzt auch keine riesige Hürde darstellen sollte? Ich weiß, das die Werte ursprünglich per Modem aus der Ferne abgefragt wurden, hab das aber eben schon lange nicht mehr gesehen/mitbekommen. Was aber auch an mir liegen kann.
 
rezzler schrieb:
Wobei ein alter "Laptop" mit Windows 95 doch jetzt auch keine riesige Hürde darstellen sollte?
Wenn man denn nicht seine Hardwarebeschaffung so organisiert hätte das alle PC zentral verwaltet und regelmäßig getauscht werden. Laurin A20 läßt grüßen
 
Nore Ply schrieb:
Wenn man denn nicht seine Hardwarebeschaffung so organisiert hätte das alle PC zentral verwaltet und regelmäßig getauscht werden. Laurin A20 läßt grüßen
Klar, sowas würde schon etwas unter Liebhaberei fallen. Das Ding muss/soll/darf ja auch nicht ins Netzwerk, von daher sollte es auch gehen. Andererseits kann ich mir schwer vorstellen, das die Schnittstelle und die Software derart kryptisch sind, das man sowas nicht neuschreiben kann.

Das sowas inzwischen nur bedingt sinnvoll ist ist mir schon auch klar ;)
 
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