Frage zu Software RAID 0

wanon256

Ensign
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177
Hi,

ich habe eine Frage zu einem Software RAID.

Wenn ich unter Windows 7 ein Software RAID 0 erstellt habe (Nicht die Systemplatte!!) und dann das Betriebssystem neu installiere, können die Daten aus dem RAID 0 dann ausgelesen bzw. kann das RAID 0 importiert werden? (Das RAID ist für Videoaufnahmen gedacht, damit ich schnellen Zugriff habe. Die Systemplatte ist separat.)

Nach meinen RAID-Kenntnissen ist eine Portierung eines RAID 0 nur begrenzt möglich. Höchstens wenn beide PCs den gleichen RAID-Controller haben.
Ein kaputtes RAID 0 gilt ja als irreparabel.

Da hier allerdings Windows dafür gebraucht wird, vermute ich das es möglich ist.

Danke für eure Hilfe!
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei einem RAID 0 ist es immer wieder das schöne "Kann gehen, muss aber nicht"
Bisher habe ich gute Erfahrungen gemacht mit RAID0, da die AMD (=Promise)-RAID-Controller den Übergang echt sauber schaffen und auch unter Windows 7 gute Ergebnisse erzielt wurden bei einer Neuinstallation. Bei letzterem weiß ich allerdings nicht, wie es bei gewechselter Hardware aussieht.
Mal als Tipp: Gerade bei dem Windows-eigenen RAID ist die Performance eher... übersichtlich...
Es kann sein, dass du die Platten durch eine bestimmte Konfiguration schneller bekommst, als mit diesem Software-RAID. Ist halt eine Frage der Nutzung...
 
Gut, also ich habe mit meinem Mainboard auch die Möglichkeit ein RAID 0 zu erstellen. Ich werde es in Erwägung ziehen.

Danke!
 
wanon256 schrieb:
Hi,
Wenn ich unter Windows 7 ein Software RAID 0 erstellt habe (Nicht die Systemplatte!!) und dann das Betriebssystem neu installiere, können die Daten aus dem RAID 0 dann ausgelesen bzw. kann das RAID 0 importiert werden?

Windows Software Raids werden auch auf anderen Windows Systemen erkannt.
Controller Raids werden unter Umständen von anderen Controllern nicht erkannt.
 
Rome1981 schrieb:
Mal als Tipp: Gerade bei dem Windows-eigenen RAID ist die Performance eher... übersichtlich...
Selbst getestet oder hast du einen Link dazu? Ich hatte schon ein Software-RAID5 (Server 2008 R2) in Gebrauch, das ging ganz flott.
 
@Rille: Selbst getestet. Abgesehen davon, dass Windows Server deutlich besser mit RAIDs umgehen kann, merkt man im direkten Vergleich (wir hatten einen Versuchsaufbau), dass die Leistung des Software RAIDs deutlich unter der mit einem Controller liegt. Und damit meine ich nicht einmal die "echten" Hardware-RAID-Controller.
Der stärkste Einbruch liegt übrigens dann vor, wenn unterschiedliche Quellen synchron Dateien kopieren oder verschieben.
Wir haben das damals getestet mit einer Übertragung über GBit-Direktverbindung auf einen anderen Server + Kopie der Daten auf einen Backup-Datenträger und Kopie der Daten in einen anderen Ordner auf dem RAID.
Ich weiß, dass ist der Overkill, kann aber bei Servern durchaus mal vorkommen... und da sind ganz große Unterschiede erkennbar.

Bei Windows 7 merkt man es übrigens, wenn zum Beispiel Spiele und die Pagefile auf dem RAID0 (RAID5 kann Win7 ja nicht) liegen.

Beim reinen Auslesen ist der Unterschied jedoch sehr gering, entsprechend ist es eine Frage der Nutzung und des Aufwands, den man betreiben möchte.
 
Wenn Du ein Software-RAID erstellst, bedeutet es, dass Du auf 2 dynamischen Platten ein "Stripe-Volume" beliebiger Größe anlegst.
Einen dynamischen Verbund aus mehreren Platten kannst Du in ein anderes System importieren (wird in der Datenträgerverwaltung vorerst als "Fremd" ignoriert)

Willst Du dagegen ein RAID0 auf einem onboard-RAID-Controller auf 2 ganzen HDDs anlegen, so kann das auf jedes andere Board mit onboard-Controller gleichen Herstellers (Intel, AMD, SiI, Marvell, jMicron,...) gleicher oder neuerer Bauart portiert werden
 
Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein SW-Raid0 mittel Pseudo-Controller (via BIOS) relativ robust ist. Das RAID0 funktionierte immer noch, nach dem ich von AMD auf Intel gewechselt bin und danach von Intel auf Marvell, zwischen durch war es auch mal an einen Dawicontrol DC-300 (auch Marvell). Ging immer ohne weiteres, ohne Datenverlust, auch war egal an welchen Port welche HDD hing.

Dennoch sollte man sich der Nachteile eines RAID 0 bewusst sein: etwas längere Zugriffszeiten, und höher Ausfallwahrscheinlichkeit gepaart mit irreparablem Datenverlust bei Ausfall. Also für die meisten Szenarien ungeeignet.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Rome1981
Danke. Ich hatte das RAID5 nur als Backup-Volume, deshalb ging das wahrscheinlich auch ohne Einbußen.
 
Nicht ich schrieb:
Das RAID0 funktionierte immer noch, nach dem ich von AMD auf Intel gewechselt bin und danach von Intel auf Marvell, zwischen durch war es auch mal an einen Dawicontrol DC-300 (auch Marvell). Ging immer ohne weiteres, ohne Datenverlust, auch war egal an welchen Port welche HDD hing.
Diese Geschichte eines "SW-Raid0 mittel Pseudo-Controller (via BIOS)" entspringt Deiner Phantasie oder Deine Erinnerungen sind getrübt. Sowas ist nur mit einem reinen Software-Raid im Win auf dyn. Einzelplatten oder unter Linux via mdadm möglich.

Jeder der Hersteller verwendet einen anderen Aufbau der RAID-Metadaten der Konfigurationsparameter, die somit nicht übernommen werden können. Selbst bei Neudefinition und Wiederherstellung der Partitionierung via testdisk muss nicht nur die Plattenreihenfolge, sondern auch die Stripesize (die bei einigen gar nicht einstellbar ist und andere Defaultwerte verwendet) übereinstimmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Ernst@at: ok, du warst ja offensichtlich dabei. Was ich sagen muss ist, dass ich die Stripe-größe natürlich immer gleich eingestellt habe. War ja selbst dafür überrascht und ich selbst war von dem was du schreibst selbst ausgegangen.
[Verschörungsmode on]
Es gibt in Wahrheit wohl nur noch einen Hersteller von Pseudo RAID Controllern (tritt unter verschiedenen Namen auf) und daher ist die Kompatibilität der Metadaten erhöht
[Verschörungsmode off]
 
Zuletzt bearbeitet:
@Ernst@at: ok, du warst ja offensichtlich dabei.
In hunderten Fällen, ja. Und ich kenn die Arbeitsweise der unterschiedlichen Controller wie meine Westentasche und hab auch schon Portierungen zwischen den verschiedenen Systemen erfolgreich ohne Datenverlust erledigt. Hat aber niemals nach Deiner Methode "Anstecken und funktioniert" geklappt...
 
Wie gesagt hat mich selbst erstaunt und ich will auch nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass es immer funktioniert. War eben Glück, und wie schon gesagt hat diese Erfahrung total meinem Wissensstand widersprochen.
 
@Ernst@at & Nicht ich:
Es ist beides richtig. Man kann nicht zwischen verschiedenen Herstellern ein Stripeset wechseln, aber(!) die meisten Hersteller verwenden tatsächlich Controller des gleichen Herstellers. Das ist in der Regel Promise. Beispielsweise ist überall wo AMD drauf steht, Promise drin. Bei einigen Intel- und Dritthersteller-Controllern ist das ebenfalls der Fall.

Entsprechend funktioniert es selten, wenn man professionelle oder dedizierte Controller nimmt, aber im Desktop-Bereich kann man da durchaus Glück haben, dass es funktioniert. Ich persönlich kenne beide Szenarien.
 
Hier ging es um die onboard-verbauten Controller von Intel/AMD/Marvell, die leider alle nicht untereinander kompatibel sind.
 
raid ohne kopfschmerzen nur mit hardware controler möglich der rest ist recht instabil....."passable" gebrauchte raid controler gibts bei ebay ab 30€!
 
Für 30 Öcken bekommst du niemals einen HW-Raid-Controller, nur Fake-RAID-Controller und die sind mit denen auf dem Board in der Umsetzung identisch.

Ein HW-Controller ist ein eigenes System, Quasi ein SoEC (System-on-Extension-Card) sogar inkl. Knopf-Batterie, RAM und XOR-Einheit usw. usf. und kosten neu ab 250 Euro aufwärts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer das erfunden hat, ist mir unbekannt. Aber alle schreiben den kursierenden Schwachsinn ab.
Das ist ein stinknormaler Prozessor, der neben hunderten anderen Befehlen auch einen für die XOR-Operation im Befehlssatz hat.
 
@ Ernst:
Hat ja absoluten Themenbezug, und was ist an "Einheit" falsch, heißt doch auch ALU, bzw. ALE in Deutsch. Halt n anderes Wort. Das wesentliche ist die XOR-Funktion, die den Prozzi von anderen abhebt.
 
Alternate 3
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