Fragen zum Gehalt eines Reparaturdienst(PC)

dann hoffe ich das du Dich nie Ausschließt.
die bekommen auch einen Ordentlichen Stundensatz
 
Nehmen wir an, Du rufst den Kundendienst an. Da sitzt schon mal jemand am Telefon, der am Ende des Monats bezahlt werden will. Und er sitzt in einem Büro, auf einem Stuhl und an einem eingerichteten Arbeitsplatz. Die Telefonleitung gibt es auch nicht umsonst.

Dann fährt ein Techniker zu Dir raus: Anfahrt, Aufenthalt beim Kunden, Fehlersuche, Reparatur, Rückfahrt. Das Auto verursacht schon mal höhere Kosten als das, was Du für den Weg zur Arbeit steuerlich absetzen kannst. Anschließend muss womöglich eine Rechnung an den Kunden erstellt werden. Manche Kunden zahlen nicht, da fallen weitere Kosten für das Mahnwesen an.

Der Techniker will auch bezahlt werden. Sagen wir, er verdient 3.000 Euro brutto im Monat. Bei 4,33 Wochen pro Monat und 39 Stunden pro Woche macht das einen Stundenlohn von 17,77 Euro. Darauf sind vom Arbeitgeber noch Sozialabgaben zu zahlen (gut 20 Prozent). Außerdem macht der Techniker sechs Wochen Urlaub pro Jahr. In dieser Zeit arbeitet er nicht, bezahlt werden will er trotzdem. Oder ein Mitarbeiter wird krank, dann greift sechs Wochen lang die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld oder einem Betriebsausflug und der Weihnachtsfeier mit frei saufen will ich gar nicht erst anfangen.

Das alles muss in dem Stundensatz abgebildet werden. Und da fehlen mindestens noch 100 Posten, die ich noch nicht erwähnt habe.
 
Aber allgemein kann man sagen, dass wenn man in seiner Umgebung mit einem Reparaturdienst tätig ist und eine Art Monopol hat, gut verdient. Ich denke das kann mich nicht abstreiten.

Jedoch ist es wahrscheinlich, auch wenn man so viel Geld die Stunde bekommt, für ein Unternehmen schwer, sich gegen mehrer in der Umgebung durch zusetzen.

Edit: @ keshkau

Sehr gute Zusammenfassung. Gefällt mir. Dann ist es wahrscheinlich nicht nur schwer sein Geld zu verdienen mit mehreren Betrieben in der Umgebung sondern auch als "Monopol".
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ich kenne ehrlich gesagt nicht viele Privatanwender, die auf solche Dienste zurückgreifen - vermutlich weil ich aus einer ländlicheren Region komme und ich zudem ja bei solchen Problemen gerufen werde. Der Punkt ist aber, dass diese Dienstleister größtenteils von Unternehmen angefordert werden... klar gibt's auch andere, aber welche Privatanwender sehen es denn schon wirklich ein mal 300 Euro für so ne Dienstleistung zu zahlen...
 
@Grandepunto
Netter Link. Nur sind die Werte nicht überall anwendbar.
Deshalb habe ich auch geschrieben:
Hier mal eine Kalkulation zum Verständniss:
@MoeAFJ12
Jedoch ist es wahrscheinlich, auch wenn man so viel Geld die Stunde bekommt, für ein Unternehmen schwer, sich gegen mehrer in der Umgebung durch zusetzen.
Du musst ja auch mal davon ausgehen, dass der Reparaturdienst nicht für alle Stunden den Betrag bekommt, den er für Reparaturen ansetzt, was bekommt er in der Zeit in der er nichts macht? Wenn also keine Reparatur ansteht, der Lohn für den Techniker ist am Monatsende trotzdem fällig.
Und wenn er sich mit seiner Kalkulation nicht halten kann, wird ein Mitarbeiter entlassen.
 
@1668mib

Irgendjemand hatte es gerade schon erwähnt. Wenn du auf deinen Pc angewiesen bist und ihn nicht wieder zum laufen bekommst was machst du dann? 300€ Reparatur oder 500€(weil solche Leute Kaufen meistens die überteuerten PC´s von dem Laden mit den 2 M´s)für einen neuen PC. Außerdem kommen die Techniker meistens schnell. Was auch noch ein Vorteil ist.

@ werkam

jaja nach dem Beitrag von keshkau habe ich das auch verstanden. an wie viele sachen man da denken muss...
 
Der Unternehmer, der den Laden betreibt und schmeißt, muss auch von etwas leben. Und hoffen wir, dass er für seinen Betrieb keinen Kredit aufnehmen musste (Finanzierung). Dann wären zusätzlich Zinsen und Tilgungsraten fällig.

Die Kalkulation sieht so aus, dass alle Kosten abgedeckt sein sollen, einschließlich des Gehalts für den Geschäftsführer. Die Rechnung geht aber nur auf, wenn genügend Stunden anfallen, die von Kunden bezahlt werden.

Denn der Reparaturdienst sitzt auf einem Berg von Kosten, die ganz unabhängig davon anfallen, ob ein Kunde anruft oder nicht (sog. Fixkosten). Mit jeder Stunde, die man einem Kunden in Rechnung stellen kann, reduziert sich der Fixkostenblock, bis irgendwann zum Monatsende hin vielleicht ein Gewinn erwirtschaftet wird (oder eben nicht).

Den angestellten Techniker juckt das zunächst nicht. Denn der bekommt vertragsgemäß sein festes Gehalt. Es kann aber sein, dass der Inhaber des Reparaturdienstes nichts zu beißen hat.

Dafür verdient er in anderen Monaten mehr, wenn der Laden brummt. Das nennt man wohl unternehmerisches Risiko – das Risiko zu gewinnen oder zu verlieren.
 
keshkau schrieb:
...Der Techniker will auch bezahlt werden. Sagen wir, er verdient 3.000 Euro brutto im Monat. ....

Das wäre ein fürstlicher Lohn für einen PC-Techniker. Eher sind in den 3000 Euro die Sozial, Renten und Arbeitslosenversicherung mit drin, so dass das die Kosten für die Firma sind. Gehaltlich liegt ein Techniker bei 2000,- Brutto im Schnitt, je nach Region.
 
MoeAFJ12 schrieb:
@1668mib

Irgendjemand hatte es gerade schon erwähnt. Wenn du auf deinen Pc angewiesen bist und ihn nicht wieder zum laufen bekommst was machst du dann? 300€ Reparatur oder 500€(weil solche Leute Kaufen meistens die überteuerten PC´s von dem Laden mit den 2 M´s)für einen neuen PC. Außerdem kommen die Techniker meistens schnell. Was auch noch ein Vorteil ist.

@ werkam

jaja nach dem Beitrag von keshkau habe ich das auch verstanden. an wie viele sachen man da denken muss...

Für nicht einmal 100 Euro mehr bekommt man bei Dell schon nen Vostro 1000 Laptop. :D
 
Mal zurück zur Ausgangsfrage ;)

Bei Atelco fallen z.B. folgende Kosten an:

4 EUR pro angefangene 6 min, also 40 EUR pro Stunde.
 
Also in der Bundesrepublik D. (West) sind 61,17 Netto normal und 50,00 Netto wären günstig. Somit kann man sich ausrechnen, dass eine Stunde den Kunden Brutto deutlich mehr kostet. Hinzu kommt noch Material und Anfahrt sowie die Tatsache, dass man die erste angebrochene Stunde in vielen Fällen sofort komplett bezahlt. Unter 75€ Brutto lohnt es sich für viele Handwerker im IT Umfeld kaum noch für Privatkunden zu arbeiten. Das ganze bezieht sich auf das Handwerk und nicht auf irgendeine Kette.

Grüße, Freek
 
gib mal bitte die quelle. das kann ich mir eigentlich nur vorstellen, wenn man auch reperaturdienste für spezielle hardware mit einbezieht :)

aber interessant, 50€ netto... das is schon nicht so wenig, andererseits, wenn er nur ne halbe stunde pro tag aufträge hat, siehts auch wieder mau aus :D
 
Es hängt davon ab, wie das Geschäft aufgezogen wird. Wenn Du z. B. als Student ein Kleingewerbe anmeldest und im Bedarfsfall im Umkreis von 15 Fahrrad-Minuten ein paar Windows-Rechner pflegst, dann hast Du keinen großen Kostenapparat im Rücken und kannst die Stunde für vielleicht 20-25 Euro anbieten.

Hast Du dagegen einen Bring-in-Service, dann brauchst Du eine Werkstatt, wo ein paar Rechner stehen, damit man bestimmte Hardware-Bestandteile mal schnell umbauen kann, um defekte Teile identifizieren zu können. Oder Du brauchst (teures) Equipment, um Hardware zuverlässig testen zu können sowie eine ausreichend dimensionierte Backup-Lösung zur Sicherung von Kundendaten usw.

Wenn Du als Ansprechpartner für Firmenkunden auftreten willst, dann musst Du mitunter alle möglichen Betriebssysteme abdecken können. Dazu gehört außerdem ein gewisser Hardware-Bestand, um defekte Teile kurzfristig austauschen zu können. Die Firmenkunden erwarten außerdem eine permanente Erreichbarkeit und schnelle Reaktionszeiten.

Das alles kostet Geld. Während der Studi mit seinem Fahrrad zu seinen Kunden fährt, braucht der Firmenbetreuer schon ein Auto, um Rechner zu transportieren.
 
Nabend,

man sieht, wie wenig hier überhaupt Ahnung haben ...

Nur weil ihr selbst meint, etwas über den PC zu wissen und Bekannten ab und an mal bei PC-Problemen hilft, ist es nicht gerechtfertig als Firma dafür pro Std. z.B 65€ zu nehmen?

Ich gehe jetzt mal von seriösen ITlern aus und nicht von "Zeitungsanzeigen PC-Notdienst".

also Systemhäuser, Consultings, Elektrotechik - Sicherheitstechnik etc.

Stundenlöhne von 50€ aufwärts bis ca. 120€ sind Gang und Gebe.
Dort sitzen ausgebildete "Fachinformatiker, Systemelektroniker" teilweise noch mit MCSE und MCSA.

Kleinigkeiten werden eh vllt in 10min oder 15min oder 20min Einheiten abgerechnet. Also fallen für vllt. DVD-Brenner Einbau + Nero installieren 15-20€ an.

Die Techniker müssen nicht nur Ahnung von diesen "Billigproblemen" wie sie in der Bekanntschaft der Fall sind Ahnung haben sondern von ganz anderen Problemen ...

Netzwerke, Clientsoftware, VPN-Verbindung, Exchange, Syncronisierung von PDA's mit z.B spezieller Handwerkersoftware, Virenbefall mit Datenrettung, Novell, Linux, Applesoftware, mobiler Abruf von E-Mails aus dem Firmennetzwerk heraus etc.

Heutzutage ist der Privatkunde nicht mehr das Hauptaugenmerk sondern der Firmenkunde.
Denn jeder sagt ja heutzutage ... für 60€ hätte ich das auch selber machen können, bzw. mein Nachbar ... aber kommen trotzdem jedes Mal zum IT-Reparaturdienst.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
aber interessant, 50€ netto... das is schon nicht so wenig, andererseits,
Mit Netto ist der Betrag ohne Mehrwertsteuer gemeint, nicht der Nettolohn.
 
Wenn die Frage nach Gehalt kommt und eine Antwort mit Netto, gehe ich einfach davon aus, dass Netto-Stundenlohn gemeint ist. Wenn das nur die Kosten für den Kunden sein sollen, halte ich das für recht wenig. Habe früher bei einem Gärtner(!) gejobbt, dort hat die Stunde den Kunden knapp 90Euro gekostet.
 
Wie viel verdient ein Reparaturdienst die Stunde, wenn der Techniker zu einem nach Hause kommt oder den PC im Laden repariert?
Das war die Frage, ein Reparaturdienst bekommt kein Gehalt sondern einen Stundensatz, der ist meist ohne MwSt. angegeben und wird auf der Rechnung auch ohne aufgeführt, erst unten wo alles zusammengerechnet wird, kommt die MwSt. dazu.
Er wollte ja wohl nicht wissen was ein Techniker des Reparaturdienstes im Monat verdient, sondern was 1 Arbeitsstunde des Technikers dem Kunden kostet. 50 € sind auch nicht viel, da kommen manches Mal auch andere Stundensätze raus, eine mir bekannte Supportfirma z.B. rechnet nur mit Tagessätzen ab, 1200€/Tag + Kosten für Hotel und Anreise liegt da noch im unteren Bereich.
 
werkam schrieb:
Das war die Frage, ein Reparaturdienst bekommt kein Gehalt sondern einen Stundensatz, der ist meist ohne MwSt. angegeben und wird auf der Rechnung auch ohne aufgeführt, erst unten wo alles zusammengerechnet wird, kommt die MwSt. dazu....

Der Preis, der einen privaten Endkunden genannt wird, ist IMMER der Preis inkl. MwSt.

Sollte ein Techniker nachträglich auf die Idee kommen, auf den genannten Preis die MwSt draufzuschlagen, einfach ignorieren und den genannten Preis zahlen.
 
Fu Manchu schrieb:
Der Preis, der einen privaten Endkunden genannt wird, ist IMMER der Preis inkl. MwSt.
...
Das würd ich so nicht sagen. Der Dienstleister ist verpflichtet die MwSt. auf der Rechnung auszuweisen. Als Endkunde bin ich genauso verpflichtet mich zu informieren ob der angegebene Preis (zuvor z.B. am Telefon erfahren) inkl. oder exkl. MwSt. ist. Auch der Endkunde hat sowas wie eine Informationspflicht, unter anderem die AGB zu lesen wo diese Angabe verankert sein kann.

Salve
 
Auch wenn dem Endkunden der Preis inkl. MwSt. genannt wird, muss auf der Rechnung der Betrag ohne MwSt. aufgeführt werden und darf erst bei der Endsumme aufgerechnet werden. Wenn also z.B. 50€ als Stundensatz berechnet werden, steht auf der Rechnung beim Arbeitsstundensatz 42,02 €, dazu kommen 19% MwSt. 7,98 €, macht einen Gesamtbetrag von 50 €. Dieser ist dann auch zu zahlen.
 
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