Bericht „Gaming-Distribution“: CachyOS-Co-Chefentwickler Peter Jung im Interview

Habicht schrieb:
X11 konnte das nie - da wurde alles immer mal wieder durcheinander gewürfelt und automatisch ging da schon mal gar nichts.
Ich gehe davon aus, SteamOS nutzt X11?
Denn hier hab ich am TV auch immer wieder das Problem, dass der TV entweder nicht mehr als Primärbildschirm gesetzt ist, oder die Position(über dem SteamDeck statt rechts daneben) nicht passt.
 
Jep, aber das langersehnte Wayland-Update ist schon im Beta-Kanal
 
Meinst du 1.25? Das ist draußen ohne Beta.

~  pacman -Qi wayland
Installed From : cachyos-extra-znver4
Name : wayland
Version : 1.25.0-1.1
Description : A computer display server protocol
Architecture : x86_64_v4
URL : https://wayland.freedesktop.org/
Installed Size : 868,07 KiB
Packager : CachyOS <admin@cachyos.org>
Build Date : Di 21 Apr 2026 14:08:16 CEST
Install Date : Di 21 Apr 2026 16:04:57 CEST
 
Ah, my bad. Wird Zeit von Steam, wird Zeit dass deren Overlay nicht mehr bricked wenn man bestimmte Parameter verwendet :D
 
@alyk.brevin BetterDisplay SwitchResX Memmon Slate - eines davon sollte damit helfen [nicht alle verlangen nach einem Goldesel]

search.brave.com spuckt auch diese aus:
mac os multimonitor remember settings with different resolutions after reboot, program ?

For macOS multi-monitor setup issues where resolution and arrangement reset after reboot, DisplayPlacer is the most recommended free, open-source utility. It allows you to save specific display configurations (resolution, scaling, position) and restore them via keyboard shortcuts or scripts, effectively bypassing macOS's tendency to forget settings, especially with non-unique display IDs.

Other effective third-party programs include:

  • BetterDisplay: A powerful tool for managing smooth scaled resolutions and display overrides; users have reported that disabling "native smooth resolution scaling" can sometimes fix persistence issues.
  • SwitchResX: A paid utility that allows you to create and save custom display sets, which can be triggered automatically or manually to restore specific resolutions and arrangements.
  • Memmon: A lightweight, open-source app specifically designed to remember window sizes and placements when monitors are unplugged or replugged.
  • Slate: An open-source window manager that lets you define different layouts based on the number of connected monitors, with auto-detection for plugging/unplugging.
If you prefer a native workaround without third-party software, resetting the NVRAM/PRAM (by holding Cmd + Opt + P + R at startup) or switching from VGA/DP adapters to direct Thunderbolt/USB-C connections can also resolve resolution persistence issues on some hardware.

Wayland hat so einige Vorteile besonders für Gamer - und auch, dass die Frametimes über längere Sessions nicht kontinuierlich schlechter werden (ist mit X11 immer noch so, z.B. Overwatch, Horizon Zero Dawn)

irgendwo sind in X11 oder desktop environments memory leaks oder file descripter, etc. Überläufe oder Verarmungen [overflow, depletion, etc]

Kann mir schon vorstellen, warum CachyOS so viel schneller teils als andere Distros ist, da werden diverse standardmäßig angezogene Handbremsen gelöst.

Hatte meinen Focus seither auch immer auf maximale (oder zumindest nahe daran) Sicherheit gelegt,

aber wenn man einige der standardmäßigen Einstellungen im Kernel [nur im Kernel z.B. bzgl. Sicherheit] deaktiviert und autogroup entfernt, ananicy laufen lässt und Anderes, dann merkt man geradezu wie die snappiness ["Schwuppdizität" - was für ein Wort :hammer_alt: ] zurückkehrt.

Es bestand seit Jahren immer das Problem (wahrscheinlich auch "dank" standardmäßig empfohlene Selektion von autogroup, welches für ein flüssigeres Erlebnis führen sollte), dass auf amd64 vs. x32, wenn die rsync oder nur cp große Dateimengen kopiert wurden, der Kernel kompiliert oder andere i/o oder Prozess-Last erzeugende workflows liefen, alles ruckelte [mit wayland noch schlimmer vs. x11 - nichts reicht an die Flüssigkeit vom originalen compiz + beryl heran unter xfce]

kann zusätzlich damit zusammenhängen, dass gtk und qt - die grafischen Toolkits unnötig überfrachtet wurden und unnötig cpu-cycle und Latenz hinzugefügt wurden (gtk 3, gtk 4 vs. gtk 2), obwohl besonders im Linux-Kernel regelmäßig Optimierungen einfließen.

Komisch ist es halt schon, warum ein hoch optimiertes Wayland (via KDE Plasma) mit runtergeschraubter Animations-Dauer sich im Alltag immer noch extrem träge anfühlt vs. X11 mit (oder besonders ohne) aktiviertem compositor.

Hatte mir niri und cosmic desktop angeschaut, die mir wirklich gefallen - aber bei beiden ist die Gaming-Performance oder Latenz schlechter als unter KDE Plasma - und der zugrundeliegende wayland compositor von niri, cosmic desktop scheint immer noch ein memory leak zu haben, wo alles mit der Zeit immer langsamer, träger wird und der VRAM vollläuft [mittlerweile massiv abgemildert, aber letzter Stand vor einigen Wochen scheint es immer noch da zu sein]
 
Habicht schrieb:
will denn noch unbedingt das über 40 jahre alte init-System
Naja. Es gibt ja jetzt nicht nur Sys-IV-Init. Von daher ist die Aussage natürlich Quatsch.

Habicht schrieb:
oder das völlig chaotische X11?
Also für mich funktioniert X11 nach wie vor.
Aber ja. Weiterentwickeln würde ich es auch nicht wollen.
Wayland hat sehr lange gebraucht, um überhaupt mal alles das zu können was X11/Xorg kann.
Und selbst jetzt hakt es noch hier und da.

Habicht schrieb:
Claro, man kann sagen, Linux wird durch Red-hat kommerzialisiert - aber SLE und Canonical sind ebenfalls auf Gewinn ausgerichtete Unternehmen und es sind nun mal diese 3 Firmen, die die Entwicklung voran treiben
... so lange der Quell-Code frei verfügbar bleibt,...
Naja. Das mit dem Quellcode ist aber immer so ein bisschen eine Beruhigungspille, womit man sich Dinge schön redet.
Klar kann man forken, wenn es Firmen zu bunt treiben. Aber so wirklich passieren tut es heutzutage eher selten.
Gleichzeitig beobachtet man halt eine Zunahme des Einflusses von kommerziellen Firmen.

Open-Source war ursprünglich ja mal eine Bewegung die vor allem von mehr oder weniger Hobbyentwicklern getragen wurde. Das machte das Ganze dann auch freiheitlich-demokratisch.
Inzwischen wird das weitaus meiste Open-Source von Firmen bzw. Angestellten realisiert und damit vergrößern sich natürlich die Einflussmöglichkeiten und es findet eine Verschiebung statt.

Und klar hat das auch positive Auswirkungen. Das Distributionen heute so benutzbar sind wie sie es sind, das liegt sicher stark in dem kommerziell getriebenen Engagement begründet.
Aber Du hast eben auch negative Aspekte. Das eben nicht mehr primär die Interessen der Nutzer vertreten werden, sondern die Geschäftsinteressen der Firmen.

Das lässt sich auch nicht wegdiskutieren.

Habicht schrieb:
wir alle müssen von irgend was leben
Hab jetzt nicht den Eindruck, das Firmen die Open-Source produzieren so immer knapp an der Insolvenz vorbeischrammen. Ich glaub, um die musst Du Dir nicht so viele Sorgen machen.
 
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