Bericht „Gaming-Distribution“: CachyOS-Co-Chefentwickler Peter Jung im Interview

Mondgesang schrieb:
Dass du das jedoch nicht erkannt hast und wirklich als persönlichen Angriff gewertet hast, bestätigt jedoch überraschenderweise wirklich dass das komplett an dir vorbeigezogen ist.
Das ist ja total nett von dir, wie du dir Gedanken um meine Gefühle gemacht hast. Aber ich kann dir versichern, ich habe mich weder persönlich angegriffen gefühlt, noch sind deine Kommentare an mir vorbeigezogen. Das was mich gestört hat, hast du eventuell nicht mitbekommen, aber das macht auch nichts. ;)
 
ReactivateMe347 schrieb:
Welche Vorteile bietet Cachy OS zu zB pop!OS und SteamOS? Ich verstehe da den Hype nicht so ganz.
Ich verstehe zum Beispiel den Hype um SteamOS nicht so ganz.

Pop!_OS zum Beispiel ist ein klassischer Point Release, der immer wieder ein größeres Update bekommt, wie man das von Windows mit den (Halb-)Jahresupdates gewohnt ist. Das heißt aber auch, dass auf man gewisse Dinge entsprechend etwas warten muß. Pop!_OS hat seine Ubuntu Basis optimiert, mit Schwerpunkt auf die Notebooks, die System76 selbst verkauft, so dass man mit diesen Geräten und dieser Distribution eine gute Out of the Box Erfahrung genießt. Das bringt auch bei anderen Notebooks oft den Vorteil mit, dass das Energiemanagement und damit die Akkulaufzeit sehr gut ist und teilweise besser als bei anderen Distributionen.

SteamOS auf der anderen Seite ist eine immutable (unveränderliche) Distribution. Hier sind viele Dinge schreibgeschützt und von Haus aus sind erstmal nur Flatpak Installationen (Also Programminstallationen, die in einer Art Sandbox laufen). Das kann bei manche Nutzer bei ihrer Nutzung einschränken, hilft aber das System stabil zu halten. Auch hier kommen Updates als Point Release und man hat immer einen festen stabilen Stand, muß aber ggfls auch warten, wenn zum Beispiel eine neue Mesa Variante rauskommt, die, wie zuletzt, zb Raytracing Leistung unter Linux pushed.

CachyOS auf der anderen Seite ist hier völlig offen und erlaubt dem Nutzer das System irreparabel zu zerschießen. Hier gibt es in dem Sinne kein doppeltes Netz, was einen auffängt. Als Unterschied zur Arch Basis, bringt es allerdings einige Tools und GUIs mit, damit man einfacher rein kommt. Updates kommen hier als Rolling Release und entsprechend bekommt man Updates frühest möglich. Desweiteren gibt es einige Optimierungen die auf eine effizientere Ausnutzung der Hardware, bzw höhere Leistung abzielen. CachyOS ist bei Tests daher oft etwas schneller als andere Distributionen.

Also es gibt daher schon einige Unterschiede zwischen den Distributionen. Je nach Anforderung an das Betriebssystem passt ggfls eine Distribution besser als die andere.
Eben weil es verschiedene Usecases gibt, gibt es auch so viele verschiedene Distributionen.
 
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Esrtmal Danke für diese Gegenüberstellung.
SavageSkull schrieb:
Desweiteren gibt es einige Optimierungen die auf eine effizientere Ausnutzung der Hardware, bzw höhere Leistung abzielen. CachyOS ist bei Tests daher oft etwas schneller als andere Distributionen.
CachyOS nutzt aber KDE als Standard, also den leistungsintensivsten Desktop. Frisst das nicht die Mehrleistung am Ende wieder auf?
Da hat ja popOS mit Cosmic ein Alleinstellungsmerkmal. Rustbasierter schlanker Wayland-Desktop.
Und "immer das neueste" heißt ja zwnagsläufig auch, dass man Kinderkrankheiten mit drin hat?!
 
ReactivateMe347 schrieb:
Und "immer das neueste" heißt ja zwnagsläufig auch, dass man Kinderkrankheiten mit drin hat?!
Nicht zwangsläufig, aber ja das kann passieren und ist bei Rolling Release durchaus ein bekanntes Problem was manchmal passieren kann. Wie gesagt es gibt verschiedene Ansätze mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen. Man kann selten sagen: "Diese Distribution ist besser", es ist immer ein, "Dafür eignet sich diese Distribution ggfls besser".

Bei CachyOS kannst du dir deinen Desktop auswählen. Du könntest dort auch Cosmic nutzen.
 
ReactivateMe347 schrieb:
CachyOS nutzt aber KDE als Standard, also den leistungsintensivsten Desktop. Frisst das nicht die Mehrleistung am Ende wieder auf?
KDE zählt schon lange nicht mehr als schwergewichtig. Es ist etwas schwergewichtiger als XFCE (manchmal sogar leichter als das) und leichtgewichtiger als Gnome. Am Ende reden wir hier aber von Peanuts. Moderne Computer können alle gängigen DEs problemlos flüssig darstellen, ohne sich anstrengen zu müssen.
 
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@Hyourinmaru Nein, hast mich falsch verstanden. Es wird im Wiki gut erklärt, wie es funktioniert. mir geht es um diesen Hinweis "
Die Optionen Install alongside (Nebenher installieren) und Replace partition (Partition ersetzen) sind nicht 100% zuverlässig und können zum Scheitern der Installation führen.

Manual partitioning (Manuelle Partitionierung) wird bei der Installation von CachyOS dringend empfohlen."

Das steht eben im Wiki. Die Info sollte man dann vll im Installer auch noch einbauen.
 
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Tevur schrieb:
Hach, der klassiche CB-Autovergleich... lächerlich, aber immer wieder erheiternd. Danke!


Und wenn sie schon dabei sind, könnten die Menschen auch gleich ihre Köpfe zusammenstecken "und einfach" alle Kriege beenden um Weltfrieden zu schaffen.
Wozu so eine polemische Aussage? Ist das ein Teaser für deine restliche Argumentation?
Tevur schrieb:
Menschen sind unterschiedlich. Jeder Mensch schafft was eigenes. Und kann das dank Internet, Git, Open Source, etc. mit allen teilen. Wer davon überfordert ist, hat ein persönliches Problem an dem nich andere Schuld sind.
Ja mega geil der ganze Datenmüll. Jeder Hinz ist Contentcreator oder will seinen Mist mit jemandem Teilen.
Tevur schrieb:
Das tolle ist ja, die Ideen, die in den "tausenden" Distros stecken können auch von den großen "Volksdistributionen" einfach adaptiert werden, wenn sie gut sind. Und die von CachyOS sind offenbar gut, sonst würden es nicht so viele nutzen.
Hier würde mich mal eine chronologische Aufzählung von tatsächlichen Features oder Systemen interessieren die von irgendwelchen Hobbydistros etabliert wurden.
Tevur schrieb:
Also statt sich zu beschweren, dass jetzt schon wieder so ne Nieschen-Disto mit minimalen Anpassungen kommt, warum nicht bei Canonical oder RedHat fragen, warum diese minimalen Anpassungen noch nicht bei denen verfügbar sind sondern man dazu auf eine "Frickel-Distro" zurückgreifen muss?
Bitte was? Ist das Satire? Verstehst du Linux? Für das tollen Alleinstellungsmerkmal BORE Scheduler brauch ich keine eigene distro. Mal abgesehen vom tatsächlichen Nutzen.
Tevur schrieb:
Die Antowort ist einfach: weil Linux ur-demokratisch ist. Menschen und Firmen genießen Freiheit im Schaffen. Und niemand beschränkt die Freiheit der anderen. Konflikte werden nur mit Worten ausgefochten. Toll!
Was hat das jetzt mit seiner Kritik zu tun?
 
@petepow Ach so, das meinst du. Dass es auch nochmal als Disclaimer im Installer angezeigt wird. Ja, könnte man vllt. durchaus mit aufnehmen.
 
Mondgesang schrieb:
Irgendwie zweierlei Maß. Wenn ein Betriebssystem sich bei einem Update komplett zerlegt, sodass der User mit Schraubendreher und Zange unter die Haube klettern muss, dann sind es noch ein paar Kinderkrankheiten, die behoben werden müssen.

Wenn bei Win11 mit einem Update ein Bug reinkommt, das System aber nach wie vor bei 99,99% der Leute weiterläuft, hat der Thread binnen 2 Stunden 400 Posts, Mistgabeln und Fackeln liegen vorne am Eingang zum Mitnehmen und der Scheiterhaufen ist schon vorgewärmt.
Der schlichte Hinweis auf ein Ereignis ist gewiss nicht zweierlei Maß. Es unerwähnt zu lassen, wäre es dagegen.

Immerhin hat CachyOS die Snapshotverwaltung nun automatisch aktiv und durch den Wechsel des Bootloaders auch für den Nutzer direkt ins Gesicht zur Verfügung. Da waren sie aber nun mal im November 2025 noch nicht.

Früher wäre besser gewesen, aber nun, immerhin wird es besser und das schnell.
 
Snakeeater schrieb:
Hier würde mich mal eine chronologische Aufzählung von tatsächlichen Features oder Systemen interessieren die von irgendwelchen Hobbydistros etabliert wurden.
Angefangen bei Linus Torwalds' Linux Kernel und dem GNU-Projekt?
Gib mir ca. 5 Jahre Zeit, ich mach das immer mal nebenher, da wird das bisschen dauern...
 
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megaapfel schrieb:
Wenn dann noch 92% der PCs nicht mal halbwegs damit funktionieren, weil sie nVidia GPUs verwenden, kann man es eigentlich auch gleich lassen. Nvidia-Kompatibilität sollte Priorität Nummer 1 sein, wenn man das Projekt auch nur halbwegs ernst nimmt.
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wenn die Leute Linux nutzen und konsequenterweise Nvidia nicht kaufen, weil die ihre Unterstützung dafür nicht geben, dann wird sich sehr schnell etwas ändern. Der Ball liegt nämlich bei Nvidia. Die nutzen nur ihre Nicht-ganz-Monopolstellung schamlos aus und lassen ihre Kunden im Regen stehen. Für mich ist Nvidia nicht nur deshalb unkaufbar.
 
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ThommyDD schrieb:
Wenn die Leute Linux nutzen und konsequenterweise Nvidia nicht kaufen, weil die ihre Unterstützung dafür nicht geben, dann wird sich sehr schnell etwas ändern.
So mies ist die Unterstützung ja nun auch nicht mehr, der nvidia-Open Treiber funktioniert bei mir zumindest ganz gut.

Die Reihenfolge wird in der Realität aber trotzdem sein dass erstmal die NVIDIA Performance und Features besser werden müssen bevor mehr Leute zu Linux wechseln.
Bewusst auf NVIDIA zu verzichten mit dem Ziel dass NVIDIA dann ein paar Jahre später besser unter Linux wird, wird kaum jemand tun, da nutzt er lieber alles was sie zu bieten haben bereits heute und bleibt bei Windows.

Mir wäre eigentlich nur wichtig dass es die für mich wichtigsten Funktionen der NVIDIA App nach Linux schaffen, also globales Treiber FPS Limit, DLSS Überschreibungen, Smooth Motion, Vsync etc.
Und zwar komfortabel, nicht mit irgendwelchen Konsolenbefehlen oder Einträgen in irgendwelchen config Dateien
 
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