Gebäude aus dem Dritten Reich

Solche Aussagen würde ich mit vorsicht geniesen.
Denn gerade in den Kriegsjahren wurden all die Bauwerke meist mit Blut gebaut.

Grade dazu sollte man erwähnen das alle die Bauwerke die von uns bewundert werden auf irgendeine weise durch Blut von anderen Bezahlt wurde...

Pyramiden : Sklaven
Kolosseum in Rom: Sklaven die danach auch noch abgeschlachtet wurden zur Belustigung
Aztekenstädte: Da wurde mit Blut auch nicht zimperlich umgegangen
Katakomben von Paris: Tausende Totenschädel
Chinesische Mauer: Sklaven ?

Klar soll das jetzt keine Verteidigung der Doktrin des Dritten Reichs nur muss man sich im Klaren sein das fast immer jemand durch solche Monumentalbauwerke zu leiden hatte und hat...
 
Hm, Pyramiden und Kolosseum sind mir jetzt zu weit hergeholt.
Das war eine absolut ander Epoche.

Vergleiche Nazibauten lieber mit Projekten wie den Hoover-Damm z.B.
Da kamen ca. 100 Bauarbeiter (von 5000) in 4 Jahren Bauzeit ums Leben.

Allerdings wurden in den frühen 30ern NS-Zeit auch Projekte ohne Sklavenarbeit durchgezogen: Autobahnen z.B.
Man muß gerade bei diesem Thema sehr differenziert herangehen und darf auch nicht pauschalisieren.
 
Da eine Epoche ein fikitver Zeitraum ist der nicht durch Mathematische Werte diffiniert ist kann man auch sagen das die Nazi Zeit eine ganz andere Epoche war als die jetzige und darf dann auch verharmlost werden in dem man sie nicht mit einbezieht ?...

Und den Hoover-Damm damit einzubeziehen sehe ich dann auch als falsch an den ich spiele die Karte "Andere Kultur", sage einfach ja das waren Arbeitsunfälle und hatten nix mit Sklaventum zu tun.
Außerdem ist mir in den letzten Jahren nicht in den Sinn gekommen wann die Amerikaner für den Mord an eben den kulturellen Kreisen diese vorher ausnutzten belangt wurden...

Aber ich würde vorschlagen wir konzentrieren uns wieder auf das Thema : Gebäude aus dem dritten Reich und nicht "Wer war die schlimmste ausbeuter Nation der letzten 3000 Jahre" ^^
 
Mir schwillt nur der Kamm wenn ich das mit dem Fanclub lese. Das ist genau die Taktik die unsere Regierung verfolgt, schnell Erde drüberschütten bevor jemand Fragen stellt.
Um die "Fanclubs" mach ich mir die geringsten sorgen, da diese kahlgeschorenen Dummköpfe eh nicht wissen von was sie reden und keine geschichtliche Ahnung haben. Selbst wenn du sie mit ihrem Klatzenhirn ans Olympiastadion schlägst, wissen die noch lange nicht das ihr Idol für den bau verantwortlich ist. Die Angst das solche Bauten zu Kultstätten der Neonazis werden halte ich für unbegründet. Also ich sah leider noch keinen Skin auf der Autobahn zwischen Heidelberg und Frankfurt seinem Kult nachgehen.
Sowas muss erhalten bleiben um Geschichte greifbar zu machen, denn sonst wird es immer schwerer diese Zeit begreiflich zu machen.
Soweit ich weis gibts noch sehr viele Gebäude aus der Zeit, man erkennt sie oft schon an dem gigantomanischen Baustil.
Beispiele:
- Olympiastadion Berlin, samt olympischen Dorf
- Wirtschaftsministerium und Finanzministerium in Berlin
- Klar die Bauten in Nürnberg
- Ost-West-Achse in Berlin samt Stern und Siegessäule die versetzt wurde, die stand mal vorm Reichstag
- Diverse Autobahnabschnitte
- Kehlsteinhaus in Berchtesgaden
- Das Staatstheater in Saarbrücken
- Westwall
- Ostwall
- Atlantikwall
- die Wewelsburg (nähe Paderborn)
- Ordensburg Vogelsberg (sowas wie ein Ausbildungszentrum für die NS-Elite)
vieles, vieles mehr, die Liste würde wohl den Rahmen des Forums sprengen.

Es ist noch sehr vieles erhalten und man muss nur die Augen aufmachen und sich ein klein wenig mit der architektur der Zeit befassen und schon sieht man überall Gebäude aus dieser Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach einigen Meinungen hier sollte man schnellstens alle Autobahnen zerstören, weil Hitler auch die A1 und weitere in Auftrag gegeben hat außerdem wurden noch jede menge Stromleitungen gelegt, damit jeder den Volksempfänger nutzen kann.

Diese Gebäude kann man trotz alledem schön und gut finden, was zählt ist der Geist mit dem an die Sache rangeht.
 
oder der zweck des gebauten Gebäudes/Straße/Stromkabel
und der war eben nicht, dass es allen gut ging.

klar kann man die Gebäude klasse finden, kein Problem.
trotzdem muss bedacht werden warum und womit diese gebaut wurden und das die Architektur geklaut wurde und noch imposanter gestaltet wurde.
 
Sebl schrieb:
Nach einigen Meinungen hier sollte man schnellstens alle Autobahnen zerstören, weil Hitler auch die A1 und weitere in Auftrag gegeben hat außerdem wurden noch jede menge Stromleitungen gelegt, damit jeder den Volksempfänger nutzen kann.

Diese Gebäude kann man trotz alledem schön und gut finden, was zählt ist der Geist mit dem an die Sache rangeht.

Es hieß ja schließlich ohne Kreuzung zur Front.

Ich bin auch immer verwundert wie schnell einige austicken, sobald das dritte Reich in ein positives Licht fällt. :rolleyes:

Es gab auch Errungenschaften noch und nöcher, besonders Militär-technologisch. Amerikaner und andere haben davon bis heute profitiert. Wir wären alle technologisch denke nicht so weit ohne diesen Krieg. Schade, dass dieser Nebeneffekt so viele schlechte Dinge u.a. die Atombombe der Amerikaner hervorgebracht hat.
 
Wobei die Atombombe sicherlich über Umwegen zur Kernenergie geführt hat.

Auf den Weg zur größten und besten Supa-Dupa-Bombe werden eben die meisten Forschungsgelder zur Grundlagenforschung locker gemacht.
 
@The_Jackal: ich würde aber nicht forschung mit (rüstungs-)baumaßnahmen vergleichen.

die forschung wurde von regimekonformen experten übernommen.
die gebäude, straßen etc etc wurden hauptsächlich von DAF Mitgliedern und KZ Häftlingen errichten.

kann man in meinen augen nicht wirklich vergleichen
 
Haudrauff schrieb:
Wobei die Atombombe sicherlich über Umwegen zur Kernenergie geführt hat.

Und die Atombombe über Umwege zum Internet... weil die Amis ein dezentrales Kommunikationsnetz brauchten, falls der Russe auf die Idee käme, Hallo zu sagen.
Krieg war schon immer der Motor des Fortschritts.
 
Prora z.b. ist eine riesige Ruine und sollte Abgerissen werden. Andere Bauwerke aus dieser Epoche werden nach wie vor genutzt oder sind als Museum hergerichtet (z.b. Bunker in der Normandie).
Diese Bunker wurde von der Organisation Totd errichtet d.h. von Zwangsarbeitern.
 
Weiß nicht, ob es schon jemand genannt hat. In Oberklausen im Hirschbachtal sind die Reste einer Modellanlage des "Deutschen Stadions" zu sehen. Ist ne nette Wandergegend und man bekommt einen kleinen Einblick in das Ausmaß des geplanten Baus.

Die große Straße in Nürnberg ist übrigens eine gute Stelle, um im Winter die Eigenschaften eines ausbrechenden Fahrzeuges auf Schnee zu testen. Zumindest scheint mein Fahrlehrer der Meinung gewesen zu sein ;).
 
Die Autobahn A555 zwischen Bonn & Köln als Prototyp der Autobahnen.


MfG

tmkoeln
 
die a555 wurde zwischen 29 und 32 gebaut. also noch wärend der W-Republik.

Das hitler mit den autobahnen angefangen hat stimmt nicht, viele autobahnen wurden unter der weimarer republik gebaut. und diese wurden nach, nach dem regierungsantritt hitlers flugs umbenannt damit jeder denkt die autobahnen sind seine idee gewesen ;)
 
The_Jackal schrieb:
Kennt jemand andere offensichtliche Gebäude aus der Zeit?

Grüße,

wenn du dich mal genau informieren würdest,dann würdest du wissen das deutschland nach dem krieg größtenteil eine trümmerwüste war (zumindest die großen städte) und durch den sinnlosen krieg bzw. ausharren bis zum ende so gut wie alles zerstört war.
wäre der krieg zuende gewesen als absehbar war das er nicht zu gewinnen war (spätestens nach stalingrad) hätten solche bauten eventuell überlebt.
aber da man ja bis zuletzt an den "endsieg" glaubte war halt alles der zerstörung preisgegeben,und nach dem krieg hatte man verständlicher weise kein interresse mehr an einen wiederaufbau von nationalsozialistischen statussymbolen ;)
 
trotzdem findet man noch zu genüge gebäude und andere bauwerke aus der ns zeit.
bunker, pracht/prunkbauten, wiederaufgebaute burgen (triefels zb), hauptamt der luftwaffe in berlin usw usw
 
Ich glaube, viele machen es nach dem Fahrerfluchtprinzip. Irgendwas ist passiert und statt anzuhalten und zu schauen, was eigentlich los ist, verschwinden die Leute und versuchen das einfach totzuschweigen. Aus dem Auge, aus dem Sinn. Als wäre am besten gar nicht passiert.

Aber es ist passiert! Es ist Teil unserer Geschichte und die Gebäude sind es ebenfalls. Gebäude alleine begehen aber keine Gräueltaten. Das macht der Mensch dahinter und ich bin auch der Meinung, dass man sich diesem Teil der Geschichte nicht kategorisch verweigern sollte.

Wer sich für Architektur interessiert, analysiert die Formgebung und das Erscheinungsbild. Ich finde daran nichts Verwerfliches.
Ich glaube, meine ehemalige Berufsschule war auch mal ein Nazi-Bau. Der Eingang hat noch etwas mehr oder weniger Majestätisches auf subtiler Ebene, ist aber nicht so gewaltig wie diese wirklich markanten Bauten, die schon hier genannt wurden.
 
francodn schrieb:
wäre der krieg zuende gewesen als absehbar war das er nicht zu gewinnen war (spätestens nach stalingrad) hätten solche bauten eventuell überlebt.

Deutschland wurde nicht den Erdboden gleichgemacht wie einst Karthago.
Es gab zwar schlimme Schäden, aber nicht in jeder Stadt.
Auch blieben viele Gebäude heil, andere wurden wieder aufgebaut.
Wenn noch ein paar Mauern standen, dann setzte man die Gebäude wieder instand.

Warum sonst wohl gibt es in so vielen Städten eine historische Altstadt?


Nach dem Krieg hieß es Hakenkreuz ab und fertig.
 
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