Geplante Optimierung(Defrag) bei SSD

n4rti

Lieutenant
Registriert
Juni 2003
Beiträge
838
Ich kenn das so das man früher die Automatische Defrag Option unter Windows deaktivieren soll.
Jetzt hab ich gelesen das W11 SSd's automatisch erkennt und anstatt zu defragmentieren Trim ausführt
Stimmt das?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Das macht auch Windows 10 schon und ja das stimmt.

Das Windows 7 schon so weit war das automatisch zu erkennen hab ich tatsächlich auch ned gewusst
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Ok danke. Dann kann ich die geplante Optimierung ja wieder aktivieren
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
n4rti schrieb:
Jetzt hab ich gelesen das W11 SSd's automatisch erkennt und anstatt zu defragmentieren Trim ausführt
Stimmt das?
Das ist bereits seit 2010 so. Eingeführt mit einem Update für W7 damals.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ILoveShooter132 und wagga
Ja schon, allerdings beobachtete ich damals nach Wechsel HDD->SSD und Reaktivierung der Defragmentierung das auch einige Dateien auf der SSD zuerst defragmentiert wurden.
Praktisch wird aber nur der TRIM-Befehl verschickt und man sollte das aktiviert lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Defragmentierung von SSD verringert deren Lebensdauer.
Am besten Finger davon lassen.

SSD-Controller besitzen ausgefuchste und herstellerspezifische Algorithmen, damit die Dinger überhaupt eine gewisse Zeit halten. Dort mit irgendeiner Software hineinzupfuschen, ist keine gute Idee.
 
Spock37 schrieb:
Defragmentierung von SSD verringert deren Lebensdauer.
Richtig. Allerdings verschickt der Windows Defragmentierungs Task bei SDDs nur einen TRIM-Befehl an den Controller.
Externe Defragmentierungstools für HDDs sollten auf einer SSD nicht ausgeführt werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Engaged
Wenn man versteht was defragmentieren eigentlich macht, und weiß wie Daten von SSD und HDD gelesen werden, dann weiß man auch, warum defragmentieren einer SSD Unsinn ist.
TRIM ist wichtig, ist aber was ganz anderes als defragmentieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Spock37
Prinzipiell richtig was hier über das Defragmentieren und SSDs gesagt wird, man sollte aber auch erwähnen, das eine klassische Defragmentierung eine gute Methode ist, um ein Neuschreiben der (Nutzer)Daten zu erzwingen und diese damit aufzufrischen wenn z.B. eine externe SSD sehr lange stromlos rumlag.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland
Chuuei schrieb:
das eine klassische Defragmentierung eine gute Methode ist, um ein Neuschreiben der (Nutzer)Daten zu erzwingen und diese damit aufzufrischen wenn z.B. eine externe SSD sehr lange stromlos rumlag.

Wozu Du dann aber ein Tool nehmen muesstest was den eigentlichen Standard wie SSD behandelt werden sollen missachtet.

Und rein zum Mitueberlegen. Was willst Du auffrischen? Wenn Bit weg bei SSD dann Bit weg. SSD verlieren nicht langsam. Die verlieren von jetzt auf gleich. Ist schlieslich keine Magnetisierung.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ja_Ge
Chuuei schrieb:
Prinzipiell richtig was hier über das Defragmentieren und SSDs gesagt wird, man sollte aber auch erwähnen, das eine klassische Defragmentierung eine gute Methode ist, um ein Neuschreiben der (Nutzer)Daten zu erzwingen und diese damit aufzufrischen wenn z.B. eine externe SSD sehr lange stromlos rumlag.
Das funktioniert so aber auch nicht wirklich. Welche Speicherzellen wann wie oft beschrieben werden, weiß nur der SSD-Controller. Und der lässt sich von niemandem etwas sagen, schon gar nicht von "Langnasen", die nur am Schreibtisch hocken und Computermagazine lesen, anstatt selbst im Labor zu entwickeln... 😉
 
BFF schrieb:
Was willst Du auffrischen?
Z.B. den Read-Speed. Bei schlechteren SSDs o. wo es vlt. Firmwareprobleme gibt, sinkt diese nämlich bei sehr alten Daten. Ich frische die Daten meiner SSDs auch ca. alle 2 Jahre mit diskfresh auf. Mit einer Defragmentierungssoftware würde ich das bei SSDs aber nicht machen. Ob die SSDs von Read Speed Degradation betroffen sind, kann man mit dem SSD Read Speed Tester überprüfen. Betroffen sind bei mir die Samsung 870QVO's und etwas weniger die Samsung 980Pro. Die alten Samsung 840 Pro oder 970 Pro mit MLC-NAND-Flash sind z.B. überhaupt nicht betroffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
BFF schrieb:
Wenn Bit weg bei SSD dann Bit weg. SSD verlieren nicht langsam. Die verlieren von jetzt auf gleich. Ist schlieslich keine Magnetisierung.
Komplett im Gegenteil. Daten lesen vom Flash heißt Spannungslevel vergleichen und diese Spannungslevel sind abhängig von der Menge der eingelagerten Elektronen in der Flash Zelle und die Elektronen sind nicht für ewig gefangen, sondern entweichen durch verschiedene physikalische Effekte. Daher ändert sich der Spannungspegel auch über die Zeit und irgendwann werden die Daten dadurch halt nicht mehr richtig interpretiert.

(Das ist auf physikalischer Ebene auch die Ursache für die Diskussion rund um die Haltbarkeit der verschiedenen Flashtypen wie SLC vs. MLC vs. TLC vs. QLC. Der Flash ist auf physikalische Ebene quasi gleich gut. Es ist einzig und alleine die Schwierigkeit die Menge der verschiedenen Spannungslevel zuverlässig unterscheiden zu können.)

Lange Rede, kurzer Sinn. Eine FW kämpft ständig gegen "falsche" Daten weil sich Spannungslevel über die Zeit verschieben. Nähern sich die Daten einer Zelle dem Minimum und werden schwierig zu lesen (aka viel Fehlerkorrektur notwendig). Dann schreibt die FW die Daten in neue Zellen und diese sind damit so gut wie Neu bzgl. der Spannungslevel.

Und damit kommt auch die Defragmentierung ins Spiel. Wenn eine SSD ewig rumliegt und man diese anschließt, weiß die FW nicht wieviel Zeit vergangen ist. Es gibt keinen Mechanismus über SATA oder NVMe Zeit zu synchronisieren. Die FW merkt einzig beim Lesen von Daten, dass diese plötzlich arg schwierig zu lesen sind. Da eine SSD FW aber unnötiges Schreiben der Zellen vermeidet so gut wie es geht, wie die nie proaktiv einfach durch mal kurz anschließen tätig werden und alle Daten lesen. Und genau das kann man mit dem Defragmentieren erzwingen. Daten werden umkopiert und damit zwangsweise refresht.

Und damit kommt man auch zu dem Thema was @qiller verlinkt hat. Daten die viel Fehlerkorrektur erfordern, führen zu geringeren Datenraten. Damit kann man also in speziellen Fällen auch die Datenraten wieder auf normales Niveau heben.

Hier noch ein Whitepaper was auf das Thema Fehlerkorrektur bei SSDs eingeht.

Spock37 schrieb:
Das funktioniert so aber auch nicht wirklich. Welche Speicherzellen wann wie oft beschrieben werden, weiß nur der SSD-Controller.
Hier geht es wie beschrieben darum, dass sämtlicher Userdaten angefasst und umkopiert werden beim Defragmentieren. Wie diese auf Flashebene verteilt werden ist komplett egal, es geht darum dass die neu geschrieben werden müssen. Besser wäre natürlich ein Programm wo die SSD einfach nur über alle Sektoren liest und die SSD FW intern den Read Refesh macht, aber das haben ja noch weniger Leute rumfliegen als ne Defragmentierungssoftware.

Spock37 schrieb:
Und der lässt sich von niemandem etwas sagen, schon gar nicht von "Langnasen", die nur am Schreibtisch hocken und Computermagazine lesen, anstatt selbst im Labor zu entwickeln... 😉
Die Aussage ist für mich unglaublich amüsant, da ich ja weiß wo ich als was arbeite :) Tut hier im Forum nichts zur Sache. Wenn ich fachliche Fehler mache, gerne mich korrigieren mit Verweis auf entsprechende Quellen. So wie hier tragen solche Aussagen halt Null zum Thema bei.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: massaker, Tinu_CH, Snoop7676 und 2 andere
GTrash81 schrieb:
So arbeitet schon Windows 7 nach einem Update seit rund 2010.
Findet sich übrigens in der Aufgabenplanung, da sind unter W11 einige Tasks zur regelmäßigen Datenträger - Pflege zu finden, je nachdem was verbaut ist.
Muss also nix mehr händisch gemacht werden.
 
Habe eben aus Neugier die gute alte "FCKGW" CD-R mal rausgekramt.
images.jpg

Ergebnis: Wer will, kann seine HDD o. SSD auch heute noch oldschool defragmentieren. :cool_alt:

 
Alternate 1
Zurück
Oben