SternburgExport schrieb:
Die Idee, dass die Leute mehr Bewusstsein für ihren Verbau entwickeln halte ich für Unsinn.
Ist auch nicht das Ziel. Smartmetering brauchen die Netzbetreiber, um den Netzausbau sinnvoll gestalten zu können.
Dynamischer Tarif und das ganze Kundengeschwätz ist nur dazu da, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu bekommen.
Die Netzbetreiber interessiert es nen scheiss, ob Omma Inge noch ne alte ineffiziente Waschmaschine hat.
das Problem ist die Transformation unseres Netzes. In den Medien wird es immer auf Verschiebung von Zentraler auf die Dezentrale Energieproduktion bezogen. Das ist aber in ein kleiner Teil.
Das Überthema ist, dass wir auch unsere Primärenergie über Strom hinbekommen wollen. Heißt Heizen und Verkehr über Strom. Aktuell heißt das in DE unser Stromnetz zu vervierfachen, wenn Strom unser zentraler Energieträger werden soll. Das kann keiner bezahlen. Das alte Netz im den alten Verbräuchen haben wir und es kann bis in alle Ewigkeit Weiterbetrieben werden.
Und genau deshalb werden die neuen Verbräuchern aus der Primärenergie (Heizen/Verkehr) solche Auflagen gemacht. Damit wir keine 4 Fachen Kapazitäten vorhalten sondern nur doppelte Kapazität. Dafür muss der Netzbetreiber, wie auch heute schon, Steuerungsoptionen erhalten.
Heutige Optionen sind auf Mittelspannungsebene (10kV). Da hat man ganze Stadtteile raus. Das ist aber wenig praktikabel. Daher will man ins KleinKlein.
Wenn man das verstanden hat, dann kann man weiter drüber nachdenken. Warum ist es in Frankreich kein Riesenthema? Die heizen schon seit Jahrzehnten mit Strom. Deren Primäranteil ist deutlich kleiner. Wir in DE haben wegen dem Gas/Öl/Kohle in der Heizung ein Riesen Berg zu stemmen.
Ein mahnendes Beispiel zum Schluss. Die Norweger haben wegen ihren nahezu 100% E Autos Blackouts gehabt. Es ist schon besser, dass wir vorsichtig sind, was das Thema netzstabilität angeht.