FuchsDerBaer
Lt. Junior Grade
- Registriert
- Juni 2009
- Beiträge
- 417
Hallo zusammen,
irgendwie werde ich aus dem Geschäftsmodell von Resellern nicht ganz schlau. Vielleicht kann mir das mal jemand erklären.
Nehmen wir als Beispiel an, dass ich einen Vodafone Red M und ein aktuelles Highend-Handy haben möchte, nehmen wir für dieses Beispiel ein Galaxy S3. Weiterhin gehen wir davon aus, dass ich Student bin (was ich bin
)
Ginge ich zu Vodafone direkt und würde oben genanntes in den Warenkorb legen, würde die Geschichte 47,99€/Monat (69,99€ Grundpreis abzgl. 10€ Studentenrabatt, 5€ Smartphone-Rabatt und 7€ Online-Vorteil) sowie einmalig 79,89€ (29,99€ Anschlussgebühr, 49,90 Galaxy S3). Sind auf 24 Monaten 1231,65€. Direkt und ohne Zwischenhandel an für Vodafone.
Nun bringen wir einen Reseller ins Spiel. Im Grunde verstehe ich Reseller als ausgelagerte selbstständige Vermarkter, die vermutlich auf Provisionsbasis arbeiten. Das finde ich als Kunde ja direkt schonmal ziemlich bescheuert. Gehe ich direkt als treuer Kunde zur Telefongesellschaft zahle ich den teuren Preis und krieg kein finanzielles Dankeschön, gehe ich hingegen zum Reseller bekomme ich den niedrigen Preis (weniger Geld für Vodafone) und der Reseller kassiert nochmal ne schicke Provision (so wie die teilweise mit aktuellen Handys um sich schmeißen sind das sicherlich einige 100€ pro Tarif).
Nehmen wir für unser Beispiel das folgende Angebot:
http://handyagent24.de/samsung-galaxy-s3-16gb-weiss-mit-vodafone-red-m-junge-leute.html
Gleicher Tarif, wobei sogar mit 1GB Datenvolumen, also eigentlich sogar besser. Die Geschichte gibt's dann für 34,99 (29,99€ Grundpreis + 5€ Gerätezuschlag) im Monat und einmalig 69€. Auf 24 Monaten sind wir hier bei 908,76€. Entspannte 322,89€ Ersparnis für mich als Kunden. Auf der anderen Seite aber auch weniger Umsatz für Vodafone. Ebenjene 322€ und der Provision für den Reseller.
Die ganze Nummer scheint sich ja für beide Seiten zu lohnen, sonst würde es das ja nicht in dem Umfang geben. Außerdem liegt der Schluss nahe, dass nur der "dumme, unwissende" Kunde - am besten mit entsprechendem Portmonee - direkt beim Netzbetreiber einen Tarif bestellen soll. Wer sich ein wenig im WWW auskennt, findet ja schnell entsprechend günstigere Angebote.
Die Frage, die sich mir nun stellt. Aus Sicht von Vodafone: wieso schalte ich einen Reseller dazwischen, der ja auch seinen Gewinn machen möchte, anstatt selber den Tarif zu guten Konditionen anzubieten. Vodafone hat ja selbst zig Läden und ist auch groß genug für Online-Vertrieb. Die Infrastruktur für den Vertrieb ist also durchaus vorhanden und kann genutzt werden. Die Einzig logische Erklärung wäre Reichweite. Wobei glaube ich im Allgemeinen Vodafone deutlich bekannter ist als diverse Online-Reseller. Mit ein bisschen Marketing wäre die Nummer ja eigentlich abgefrühstückt
Kurz zusammengefasst: wieso schiebt Vodafone dem Reseller keine Ahnung wieviel Geld Provision in den Popo und mir als potentiellem direkt zu Vodafone gehenden Kunden nicht? Und kassiert im gleichen Moment noch deutlich mehr Geld von mir? Ich würde mir veräppelt vorkommen...
Wieso wird lohnt sich dieses Geschäft mit den Resellern anscheinend so sehr? Normalerweise versuchen Unternehmen doch immer möglichst viele Zwischenstufen im Produktionsprozess wegzurationalisieren, um Gewinne zu maximieren - und Vodafone hat ja eben wie gesagt auch genügend große eigene Vertriebskanäle...
Sehr wirre Materie alles. Vielleicht kann ja jemand ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Im schlimmsten Fall heißt es wohl dann wieder: einfach akzeptieren und nicht hinterfragen...
In diesem Sinne einen guten Rutsch,
Fuchs
irgendwie werde ich aus dem Geschäftsmodell von Resellern nicht ganz schlau. Vielleicht kann mir das mal jemand erklären.
Nehmen wir als Beispiel an, dass ich einen Vodafone Red M und ein aktuelles Highend-Handy haben möchte, nehmen wir für dieses Beispiel ein Galaxy S3. Weiterhin gehen wir davon aus, dass ich Student bin (was ich bin
Ginge ich zu Vodafone direkt und würde oben genanntes in den Warenkorb legen, würde die Geschichte 47,99€/Monat (69,99€ Grundpreis abzgl. 10€ Studentenrabatt, 5€ Smartphone-Rabatt und 7€ Online-Vorteil) sowie einmalig 79,89€ (29,99€ Anschlussgebühr, 49,90 Galaxy S3). Sind auf 24 Monaten 1231,65€. Direkt und ohne Zwischenhandel an für Vodafone.
Nun bringen wir einen Reseller ins Spiel. Im Grunde verstehe ich Reseller als ausgelagerte selbstständige Vermarkter, die vermutlich auf Provisionsbasis arbeiten. Das finde ich als Kunde ja direkt schonmal ziemlich bescheuert. Gehe ich direkt als treuer Kunde zur Telefongesellschaft zahle ich den teuren Preis und krieg kein finanzielles Dankeschön, gehe ich hingegen zum Reseller bekomme ich den niedrigen Preis (weniger Geld für Vodafone) und der Reseller kassiert nochmal ne schicke Provision (so wie die teilweise mit aktuellen Handys um sich schmeißen sind das sicherlich einige 100€ pro Tarif).
Nehmen wir für unser Beispiel das folgende Angebot:
http://handyagent24.de/samsung-galaxy-s3-16gb-weiss-mit-vodafone-red-m-junge-leute.html
Gleicher Tarif, wobei sogar mit 1GB Datenvolumen, also eigentlich sogar besser. Die Geschichte gibt's dann für 34,99 (29,99€ Grundpreis + 5€ Gerätezuschlag) im Monat und einmalig 69€. Auf 24 Monaten sind wir hier bei 908,76€. Entspannte 322,89€ Ersparnis für mich als Kunden. Auf der anderen Seite aber auch weniger Umsatz für Vodafone. Ebenjene 322€ und der Provision für den Reseller.
Die ganze Nummer scheint sich ja für beide Seiten zu lohnen, sonst würde es das ja nicht in dem Umfang geben. Außerdem liegt der Schluss nahe, dass nur der "dumme, unwissende" Kunde - am besten mit entsprechendem Portmonee - direkt beim Netzbetreiber einen Tarif bestellen soll. Wer sich ein wenig im WWW auskennt, findet ja schnell entsprechend günstigere Angebote.
Die Frage, die sich mir nun stellt. Aus Sicht von Vodafone: wieso schalte ich einen Reseller dazwischen, der ja auch seinen Gewinn machen möchte, anstatt selber den Tarif zu guten Konditionen anzubieten. Vodafone hat ja selbst zig Läden und ist auch groß genug für Online-Vertrieb. Die Infrastruktur für den Vertrieb ist also durchaus vorhanden und kann genutzt werden. Die Einzig logische Erklärung wäre Reichweite. Wobei glaube ich im Allgemeinen Vodafone deutlich bekannter ist als diverse Online-Reseller. Mit ein bisschen Marketing wäre die Nummer ja eigentlich abgefrühstückt
Kurz zusammengefasst: wieso schiebt Vodafone dem Reseller keine Ahnung wieviel Geld Provision in den Popo und mir als potentiellem direkt zu Vodafone gehenden Kunden nicht? Und kassiert im gleichen Moment noch deutlich mehr Geld von mir? Ich würde mir veräppelt vorkommen...
Wieso wird lohnt sich dieses Geschäft mit den Resellern anscheinend so sehr? Normalerweise versuchen Unternehmen doch immer möglichst viele Zwischenstufen im Produktionsprozess wegzurationalisieren, um Gewinne zu maximieren - und Vodafone hat ja eben wie gesagt auch genügend große eigene Vertriebskanäle...
Sehr wirre Materie alles. Vielleicht kann ja jemand ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Im schlimmsten Fall heißt es wohl dann wieder: einfach akzeptieren und nicht hinterfragen...
In diesem Sinne einen guten Rutsch,
Fuchs