LinuxMcBook schrieb:
zum Thema Geschwindigkeitsvorteil: Bringt es was, die Systempatition ans Ende zu legen, damit sich dort sozusagen die Scheibe (Patter) der Festplatte unterm Lesekopf schneller dreht?
Nein. Zum einen dreht sich die Scheibe bei keiner Position des Lesekopfes schneller als bei einer anderen. Die Scheibe dreht immer mit derselben Geschwindigkeit. Und zum anderen würdest du so die Systempartition in den langsamsten Bereich der Festplatte legen und nicht etwa in den schnellsten. Der Anfang des Speicherbereichs bzw. der Festplatte (also der äußere Rand der Magnetscheibe) ist der schnellste.
Die Spuren sind als konzentrische Kreise angelegt, deren Durchmesser umso kleiner wird, je näher sie zum Mittelpunkt der Magnetscheibe liegen. Je kürzer eine Spur ist, desto weniger Sektoren kann sie beinhalten. Bei gleichbleibender Umdrehungsgeschwindigkeit fliegen also immer weniger Sektoren unter dem S-/L-Kopf vorbei, je weiter es zum Mittelpunkt der Magnetscheibe geht. Das ist auch der Grund, weshalb die sequenzielle Transferrate einer Festplatte, die z.B. von HD-Tune gemessen wird, langsam aber stetig abfällt, je weiter es nach hinten geht.
Im übrigen hat das auch Auswirkungen auf die Zugriffszeit. Die Zugriffszeit, die durch Low-Level-Benchmarks (wie z.B. HD-Tune) gemessen wird, ist immer die
durchschnittliche Zugriffszeit, die über die gesamte Festplattenkapazität ermittelt wird. Die Zugriffszeit setzt sich aus der reinen Positionierungszeit der Köpfe und der Latenz, also der Zeit, die vergeht, bis der angeforderte Sektor unter dem Kopf vorbei fliegt, zusammen.
Je weiter ein Sektor hinten (im inneren Bereich der Magnetscheibe) liegt, desto länger ist der Weg für die Köpfe dorthin und desto länger dauert die Kopfbewegung. Andersherum wird weniger Zeit benötigt um ein Sektor zu erreichen, der ganz am Anfang (am äußeren Rand der Magnetscheibe) liegt.
Fazit: Je weiter die Systempartition vorne, am Anfang der Platte liegt, desto besser für die Geschwindigkeit.