News Gesetzentwurf: Regierung will Solarförderung deutlich einschränken

foofoobar schrieb:
Es gibt keinen verfügbaren Wasserstoff. Die Produktion ist wirtschaftlich nicht möglich. Das geplante deutsche Wasserstoffnetz steht derzeit mangels potentiell verfügbarem Wasserstoff auf Messers Schneide. Ich arbeite bei einem der größten deutschen Energieversorger, wir haben derzeit den Umbau gestoppt, da die Verfügbarkeit absolut unzureichend ist.
 
@dreas@base Erinnern wir uns an Aussagen der Energieversorger von 1993:

4Prozent.jpg
 
Einfach Solaranlage gar nicht erst angeben und einfach installieren. Fertig.
Prüft doch eh keiner, außer es kommt nen Elektriker zu dir. Und dann auch kein Strom einspeisen ins Stromnetz - weil dann wandert ja der Zähler Rückwärts. Nein, mit Batterie speichern und direkt Geräte anschließen oder sogar das E-Auto mit laden. Kühlschrank, Waschmaschine, Licht, Herd usw. würde ja weiterhin über das normale Stromnetz laufen. Würd ich gerne machen, aber zum einen kein Geld und zum anderen kein Platz und Miet-Wohnung.
 
Nazrael schrieb:
Das Problem ist, dies führt ja gar nicht zu eben jenem Effekt. So kurios es klingt: Wir haben bezogen auf die aktuellen Netz und Speicherkapazitäten viel zu viel EE in der Einspeisung, daher auch der Neubau von Gaskraftwerken und die Merit-Order, die die Strompreise endlos treiben.

Wir sind in Deutschland leider nicht mit endlos Bergen und Tälern gesegnet für genügend Pumpspeicherkraftwerke, die industriell skalierbaren und auch verfügbaren Speicher fehlen schlicht. Es sieht zumindest danach aus das sich dies in den nächsten 10-15 Jahren ändern könnte durch Fortschritte bei den Batteriespeichern, aber aktuell ist das wirklich schwierig und auch nicht mit "Mehr Geld" zu lösen. Funktioniert leider alles nicht so wie im Videospiel.
Eben. Deswegen jetzt besser Batteriespeicher fördern, damit die Haushalte lokal / dezentral die Energie speichern können oder Hydrolyse von Wasserstoff als Energiespeicher für Solar oder Windparks. Glaube nicht dass Merit order eine Folge von zuviel EE ist.
 
foofoobar schrieb:
Wo widerspricht dieses der Physik: https://www.google.com/search?q=h2+kavernenspeicher
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Ab 1,5 Kelvin mehr steigt das Risiko von kippenden Kipppunkten.
Wenn die kippen kannste dir Wirtschaft, Wachstum, emerging Markets und Shareholdervalue komplett in die Haare schmieren.
Moralisch ist man im Zelt der Kipppunkteverhinderer natürlich vorne dabei, erfriert dann aber vermutlich im Winter trotzdem, weil die Moral einfach nur die Pleite eingebracht hat.

Progressiv wäre dagegen, die Resilienz gegenüber der Erwärmung zu verbessern, statt weiter Wasser in den Brunnen zu kippen.
Mag egoistisch und falsch wirken, nützt aber in der Realität tatsächlich etwas.
 
Es ist echt krass wie offen Gas-Kathi mittlerweile arbeitet.
Die versucht ja nicht einmal mehr ihren Hintergrund zu verschleiern...
 
B226 schrieb:
Eben. Deswegen jetzt besser Batteriespeicher fördern, damit die Haushalte lokal / dezentral die Energie speichern können oder Hydrolyse von Wasserstoff als Energiespeicher für Solar oder Windparks. Glaube nicht dass Merit order eine Folge von zuviel EE ist.
Wenn das wirtschaftlich tragfähig ist, geh los und mach es. Sind wahrscheinlich alle nur zu unfähig, das endlich zu erkennen.
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Bulletchief schrieb:
Es ist echt krass wie offen Gas-Kathi mittlerweile arbeitet.
Die versucht ja nicht einmal mehr ihren Hintergrund zu verschleiern...
Ja manche überlegen halt, wie sie mit Steuergeldern bei leeren Kassen umgehen. Aber Bulletchief ist das sicher zu komplex.
 
B226 schrieb:
Eben. Deswegen jetzt besser Batteriespeicher fördern, damit die Haushalte lokal / dezentral die Energie speichern können oder Hydrolyse von Wasserstoff als Energiespeicher für Solar oder Windparks.
Du kannst nichts fördern was nicht existent ist, wir reden von industriell einsetzbaren Batteriespeichern, nicht von einigen Li-Ionen Akkus im heimischen Keller, auch wenn man beides "Batterien" schimpft, es ist in der technischen Umsetzung etwas völlig anderes.
 
Krik schrieb:
Wir spüren bereits die ersten Auswirkungen der Klimaerwärmung und die werden in Zukunft nur noch heftiger werden.
Stimmt.
Der Winter ist bei uns (600m Höhe über NN, Mittelgebirge) vorbei.

In meiner Jugend dauerte er so bis in den Mai, dann kamen die ersten Blätter an den Bäumen raus.

Krik schrieb:
Der "Ökoterror" wird uns noch viel mehr schwächen und die zukünftigen Generationen noch viel mehr belasten, als ein paar Subventionen heute.
Leider sieht das die geldgesteuerte Regierung wohl erst dann ein, wenn es den Lack auf dem Benz schon in der "normalen" Sommersonne wegbrennt.

Aber dann haben wir mehr Solarstromertrag - oder nicht?

Es waren mal vor 20 Jahren wassergekühlte Solarzellen im Gespräch, als ich das Zeug noch berechnet habe.
Die waren aber so brachial teuer, daß sich niemand die aufs Dach genagelt hat.

Man hatte gleichzeitig einen stabilen Stromertrag und warmes Wasser.
 
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dreas@base schrieb:
Wenn das wirtschaftlich tragfähig ist, geh los und mach es. Sind wahrscheinlich alle nur zu unfähig, das endlich zu erkennen.
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Ja manche überlegen halt, wie sie mit Steuergeldern bei leeren Kassen umgehen. Aber Bulletchief ist das sicher zu komplex.
Ja habe ich. 10kWh Stromspeicher zu meiner Solaranlage. Habe für einen 4-Personenhaushalt noch 350kWh im Jahr.
Klimaneutralität schaffe ich auch nicht ganz, aber wirksam ist es sofort. Wer bei solchen Themen Rendite ab dem ersten Tag haben will hat soziale Marktwirtschaft nicht verstanden.
Anträge dafür Stromzähler usw. waren jetzt auch nicht kompliziert. Man muss sich halt Mal damit beschäftigen und nicht jammern. Förderung soll jetzt auch kein einfaches Geschenk sein, sondern Investitionswillige unterstützen.
 
B226 schrieb:
besser Batteriespeicher fördern,
Das dürfen Käufern gerne selber bezahlen, ohne der Allgemeinheit in die Tasche zu greifen. Wenn es wirtschaftlich ist, werden Speicher gekauft, wenn nicht ist es nicht förderungswürdig.
 
Nazrael schrieb:
Du kannst nichts fördern was nicht existent ist, wir reden von industriell einsetzbaren Batteriespeichern, nicht von einigen Li-Ionen Akkus im heimischen Keller, auch wenn man beides "Batterien" schimpft, es ist in der technischen Umsetzung etwas völlig anderes.
Klar kann man das fördern und muss es geradezu, wenn der Weg ein hohes Risiko birgt. Quasi jedes gasbetriebene HKW wird gefördert. Und ja, die Förderbedingungen von Industrie und Wohnungsbau unterscheiden sich. Du wirst sehen. bald hängt an vielen Solarparks ein industrieller Speicher. Die Energiedichte muss nicht überall hoch sein. Sicherheit, hohe Zyklenzahl und billige Energiebereitstellung (z.B. Brennstoffzelle) reichen.
Demgegenüber stehen Infrastrukturkosten für Pipelines (sowohl zum HKW als auch von HKW weg), langfristige Lieferzusagen usw.
 
H@rlekin schrieb:
Wenn es wirtschaftlich ist, werden Speicher gekauft, wenn nicht ist es nicht förderungswürdig.
Förderung und Wirtschaftlichkeit haben keinen zwingend kausalen Zusammenhang. Gefördert wird nicht, weil es wirtschaftlich ist, sondern um ein Lenkungsverhalten zu generieren oder damit es in Zukunft erst wirtschaftlich werden kann. Zudem werden Bereiche wie Forschung und Entwicklung auch gefördert, ohne das das Ziel dahinter eine Wirtschaftlichkeit ist. Ob etwas förderungswürdig ist, ist subjektiv.
Andere Energieträger wurden und werden ja auch subventioniert und gefördert, obwohl die sich von selbst gar nicht tragen würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
dreas@base schrieb:
Wenn das wirtschaftlich tragfähig ist, geh los und mach es. Sind wahrscheinlich alle nur zu unfähig, das endlich zu erkennen.
Hmm, du arbeitest lt. diesem Post bei einem Energieversorger und folgendes ist dir nicht bekannt?
Im Jahr 2024 wurden rund 3.800 Anschlusszusagen erteilt. Diese zugesagten Batteriespeicher verfügen zusammen über eine Leistung von etwa 25 GW und eine Speicherkapazität von rund 46 GWh.
https://www.smard.de/page/home/topi.../status-quo-der-batteriespeicheranfragen-2024
dreas@base schrieb:
Ja manche überlegen halt, wie sie mit Steuergeldern bei leeren Kassen umgehen. Aber Bulletchief ist das sicher zu komplex.
Netzspeicher werden privat finanziert.

Ist dein Arbeitgeber wirklich so schnarchig?
 
H@rlekin schrieb:
Das dürfen Käufern gerne selber bezahlen, ohne der Allgemeinheit in die Tasche zu greifen. Wenn es wirtschaftlich ist, werden Speicher gekauft, wenn nicht ist es nicht förderungswürdig.
Förderung ist ein Instrument, welches ausschließlich eingesetzt wird, wenn ein Vorhaben nicht wirtschaftlich ist. In diesem Fall geht es um Erhöhung der Unabhängigkeit bzw. Ausfallsicherheit. Das ist dann ein Nachhaltigkeitsgedanke.
Plädiere dafür Öl/Gas nicht einfach zu verheizen, sondern mit dem Energieträger was Wertvolles zu schaffen. Synthese von Materialien etc.
 
dreas@base schrieb:
Ja manche überlegen halt, wie sie mit Steuergeldern bei leeren Kassen umgehen. Aber Bulletchief ist das sicher zu komplex.
Leere Kassen, hmm? 😅

Wir haben Jahr für Jahr Rekordsteuereinnahmen und offensichtlichste Low hanging fruits wie Vermögenssteuer, progressive Kapitalertragssteuer, vernünftige Erbschaftssteuer und so weiter und so weiter sind noch gar nicht mal angetastet...

Und EE zu fördern ist schlicht und einfach auch faktisch das sinnvollste, weil Öl und Gas die teuersten Stromerzeugungsvarianten sind.
Wie soll denn da der Strompreise langfristig sinken und die Industrie entlastet werden?
Mit Gas-Kathis Plänen geht's langfristig den Bach runter, aber dafür dann umso härter 😅.
Glückwunsch.
Man kann die Realität halt auch mit Anlauf verweigern. Sieht ja unsere Autobranche gerade, wie gut das die letzten 15 Jahre funktioniert hat...
 
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B226 schrieb:
In diesem Fall geht es um Erhöhung der Unabhängigkeit bzw. Ausfallsicherheit.
Dann müßten ja Uran und Braunkohle gefördert werden.
B226 schrieb:
Plädiere dafür Öl/Gas nicht einfach zu verheizen, sondern mit dem Energieträger was Wertvolles zu schaffen. Synthese von Materialien etc.
Das eine schließt das andere nicht aus.
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s0undjan schrieb:
Für mich ist das Stimmenkauf bei den Nutzniessern der Förderung.
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Bulletchief schrieb:
Und EE zu fördern ist schlicht und einfach auch faktisch das sinnvollste, weil Öl und Gas die teuersten Stromerzeugungsvarianten sind.
Wenn EE denn so günstig ist, bräuchte es überhaupt keine Förderung.
Bulletchief schrieb:
Wie soll denn da der Strompreise langfristig sinken und die Industrie entlastet werden?
Dann soll die Industrie bitteschön ihren billigen Strom selber erzeugen, indemSie Solarparks und Windräder betreibt und von da den billigen Strom bezieht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zimmbo schrieb:
Keine Ahnung was du so Beruflich machst, aber die Energiedichten heutiger Speicher sind ein feuchter Furz, bei einer Dunkelflaute.
Was hat das mit meinem Beruf zu tun?

Wir haben aktuell ca. 2 Millionen BEV zugelassen. Selbst wenn man da im Schnitt nur einen zur Pufferung nutzbaren Energieinhalt von 10 kWh im Schnitt annähme, wären allein das 20 GWh. Dazu kommen aktuell gut 25 GWh stationäre Speicherkapazität. Der durchschnittliche Endenergiebedarf (also wirklich alles) in Deutschland liegt aktuell bei ca. 6-7 TWh pro Tag inkl. all der ineffizienten fossilen Nutzungen. 2025 kamen selbst in einer Dunkelflaute ca. 100 GWh Strom am Tag aus erneuerbaren.
Bei konsequentem, massiven Ausbau der EE würde das noch deutlich steigen. Von der Steigerung der Speicherkapazität ganz zu schweigen. Denkt man dann nicht völlig isoliert, sondern z.B. in der EU gemeinsam, dann werden echte Dunkelflauten noch seltener und die Gesamtkapazitäten größer. Wenn man Speicher dann nicht nur mit Batterien gleichsetzt, sondern z.B. auch Wasserstoff aus Überschuss produziert und im Bedarfsfall in Turbinen nutzt, dann sieht es nochmal anders aus.

Wurde auch schon oft genug von renommierten Instituten (z.B. Frauenhofer ISE) vorgerechnet.

Es bleibt beim Nichtwollen.
 
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Was soll eigentlich der Smartmeterzwang bei Anlagen unter 7 kW Peak?! Das kapiere ich so garnicht. Zumal PW Module mittlerweile so billig geworden sind (Das kW für 150€) - da kann man sich selbst 4 kW aufs Dach und 4 kW für 600€ in den Keller legen^^ Ok, ich würde sie vielleicht an den Gartenzaun schrauben, da bekommt man auch noch einiges an Strom.
 
wuselsurfer schrieb:
Hast Du irgendwas verpaßt oder sagt Dir der Name Christian Lindner wirklich nichts?

Dieses intrigante Stück Mi.. nister hat erst die Koalitionsverhandlungen der ersten Regierungsbildung platzen lassen nach einem halben Jahr und dann drei Jahre gesucht, bis er die Ampel zerrissen hat.
Das war auch alles geplant von dem Sp ... ezialisten, was ganz klar belegt wurde.
Ja, von dem Typen halte ich auch absolut nichts. Generell, gute Politiker, in Deutschland sind rar gesät oder längst Geschichte... Leider.

wuselsurfer schrieb:
Faschisten haben keine Daseinsberechtigung als Befürworter einer "offenen terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten und am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals", sagte mal ein Bulgare.
Auch wenn es so nicht im Parteiprogramm steht, aber solchen Dreck lese ich grundsätzlich nicht.
Ich weiß nicht wer von Faschisten redet, aber die AfD einfach mal eben als Faschisten abzustempeln ist sicherlich ganz falsch. Aber ja, ansonsten haben Faschisten absolut keine Daseinsberechtigung verdient erst recht nicht in einer Demokratie. Und dafür bin ich auch!
Dann sollte man aber mit dem grünen und den linken ganz klar anfangen!
Zumal meine Vorfahren gegen Nazis gekämpft haben und ich hasse Nazis über alles!🤮

wuselsurfer schrieb:
In Geschichte scheint es auch ein paar riesengroße Wissenslücken zu geben.
Oder wie ist die Weimarer Republick noch mal untergegangen?
Nein, ich habe keine Rücken in der Geschichte. Es liegt nur ein Missverständnis in der Kommunikation vor denke ich.
 
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