H@rlekin schrieb:
Im Winter ist da nicht viel Ertrag, Wind ist ebenfalls nicht Grundlastfähig und das EU-Verbundnetz erzeugt Abhängigkeiten von anderen Staaten.
Die Deutschen haben auf ihrem Staatsgebiet große Braunkohlevorkommen, Gas könnte im Bundesgebiet ebenfalls erfract werden.
Die gut funktionierenden Atomkraftwerke wurden bekloppterweise gesprengt.
Solar und Wind gerne, aber ohne Subventionen, wenn es wirtschaftlich ist wirde es gemacht, wenn nicht dann bleibt es Privatvergnügen.
Selten so einen verquerten Kommentar gesehen, aber bitte:
Also wenn du dir meine Grafik mal genau anguckst, dann reden wir immerhin von 400 kWh / 10kWp pro Monat. Ich weiß nicht, was dein Verbrauch so ist, aber damit kommt man schon ein Eck weit. Hier waren es etwa 1600 kWh in diesen Monaten, aber das ist der Hausstrom, Auto fahren und heizen zusammen, keine weiteren Energieträger benötigt. Würde man mich lassen - Paneele sind billig - ich würde nahezu autark auch im Winter sein.
Aber das andere ist interessanter: Bei Strom soll der Import also ein Problem sein. Dabei ist er eine Lösung, denn das wir hier in Deutschland eine Dunkelflaute haben bedeutet ja in gewissem Sinne einen Hoch- oder Tiefkern genau über uns, so dass wir in dem Windfreien Bereich liegen. Dazu dann noch eine Inversionslage. Ich sag mal so: bei der Größe Europas ist es nahezu unmöglich, dass wir metereologisch diese Struktur über ganz Europa haben - um diese Hochs- und Tiefs fließt der Wind ja drum herum. Wenn wir das also haben, dann ist ziemlich sicher, dass die Solaranlagen in Süditalien oder auch die Windkraftanlagen in Skandinavien gar nicht so schlecht laufen. Daher ist das Netz eben die Lösung für das Grundlastproblem und deutlich billiger, als selber genug Reservekraftwerke aufzubauen.
Zu den eigenen Ressourcen: Ja, da ist noch was, aber es ist endlich. Unsere konventionelle Gasförderung würde unseren eigenen Bedarf wirtschaftlich etwa 6 Monate versorgen können, dann ist ohne Importe Ende Gelände. Mit Fracking - teuer und Umwelttechnisch heikel - kommen wir vielleicht 20-25 Jahre weit... und dann? Mit der Braunkohle kämen wir tatsächlich noch recht weit, wenn man damit nur Strom machen will. Wobei wir ja damit rechnen, dass der Bedarf dort steigt ... dann wird auch das eng nach 30 Jahren. Und man muss dafür doch nicht ganz kleine Löcher graben. Davon abgesehen ist auch diese in den Gestehungskosten teurer als die Erneuerbaren. Vielleicht ist es besser nicht alle Reserven im Gallop zu verheizen... Uran haben wir im übrigen nahezu gar kein eigenes.
Das Ding ist halt: wir rechnen mit einem steigenden Stromverbrauch die nächsten Jahrzehnte. Und wenn man bei einem steigenden Verbrauch gerne keine Steigenden Preise haben will, dann muss man Erzeuger zubauen, deren Gestehungskosten unter dem aktuellen Durchschnittspreis liegen... nur da gehören bei Neuzubauten weder Atom- noch Kohle- noch Gasstrom dazu. Bei abgeschriebenen Kraftwerken kann das anders aussehen.
Bei den Subventionen findet sich sicher ein Weg. Aber dann für alle! Die Batteriespeicher werden ja heute schon ohne Subventionen gebaut, alle Ausschreibungen für Wind- und Solarstrom liegen deutlich unter den Durchschnittlichen Börsenpreisen, lediglich Biomasse liegt drüber. Hier findet man sicher eine Möglichkeit einen fairen Wettbewerb herzustellen.