Gibt es außerirdisches Leben (auf der Erde)?

Doch dazu wird es nicht kommen. Es ist schon eher wahrscheinlich das eine gewaltige, globale Energiekrise einen dritten Weltkrieg um Ressourcen auslösen könnte. In 50 Jahren sind große Teile der Öl und Gasvorkommen aufgebraucht, der unersättliche Energiebedarf der schnell wachsenden Schwellenländer wird sich vervielfacht haben, und ein Ersatz durch Kernfusion im großen Stil ist noch nicht beherrschbar, der Anteil an erneuerbarer Energie zu gering.
Ich hoffe ich habe Unrecht und werde es wahrscheinlich selbst nicht mehr erleben.

Davon ab, LS geht nicht. Auch annähernd LS geht nicht. Der Mensch ist auch nicht unendlich anpassungsfähig. Ich bezweifele dass Menschen die jahrelang in der Schwerlosigkeit leben noch fähig sind zu stehen, sitzen und von laufen wollen wir erst gar nicht reden. Auch das Skelett löst sich auf.
 
ich weiß nicht ob das schon besprochen wurde, aber das wasser könnte vermutlich von kometen stammen die in der frühen phase der erde eingeschlagen sind (grob gesagt). das könnte dann heißen das leben hat sich aus einer außerdischen "zutat" entwickelt. habe das schon öfters gelesen und gehört. ich weiß es nicht ob das schon bestätigt wurde oder obs schwachsinn ist ;)
 
Onkelhitman schrieb:
Punkt 1:
Einen Menschen über Lichtjahre zu "versenden" oder ein Generationenraumschiff bringt schier unendlich viele Faktoren zusammen, die so unmöglich sind. Wir bräuchten eine Gravitation auf diesen Generationenschiffen, wir bräuchten einen in sich geschlossenen Biokreislauf. Wir brauchen eine Athmosphäre, genug Energie und genug Ressourcen erst einmal darauf.
Hiervon sind nur die einmalig nötigen Baumaterialien ein echtes Problem. Da ist es billiger und leichter, einfach ein Habitat auf Mond, Mars oder gleich irgendwo in einem Orbit zu basteln.
- Gravitation: Wenn das Schiff permanent (bis zur Hälfte des Weges) beschleunigt, dann um 180° wendet und rückwärts fliegend verzögert, dann hast du eine konstante Gravitation. Alternativ gibts noch den Trick mit der Rotation.
- Biokreislauf ist nicht so schwer. Atmosphäre auch nicht. Energie... He3 wiegt nicht viel.

Daher ist es unwahrscheinlich, dass Menschen so weit jemals reisen werden/würden. Viel einfacher und logischer sehe ich immer noch die Idee mit den KIs.
Die Schaffung eines autonomen und lernfähigen Programms würde wohl kurz darauf in eine Singularität münden, jenseits der man keine noch so kühne Vorhersage treffen kann.
Ich bin massiv gegen KI-Forschung, hier wird mit Gefahren gespielt die wir uns nicht vorstellen können.

Wenn man das zulässt, dann kann man auch davon ausgehen oder die Wahrscheinlichkeit als groß erachten, dass wir vielleicht von irgendeinem Frühstadium eines anderen Planeten stammen, der aber eine sehr lange Zeit unterwegs gewesen sein muss.
Panspermie benötigt keine KI-Forschung, Hyperzivilisationen oder sonstwas. Sie löst lediglich (für diesen Planeten) die Frage nach "Woher kam die erste Zelle?".

Und wenn so eine Spezies so lange Reisen unternehmen kann, dann wahrscheinlich auch Dinge, die uns in unserem jetzigen Verständnis als "Magie und Unmöglich" erscheint.
Nur, wenn du ein religiöser Hinterwäldler bist. Ein offener Wissenschaftler wird nicht auf den ersten Blick erkennen, wie die Technologie funktioniert, er wird sie aber für Technologie halten.

Lübke schrieb:
@Onkelhitman: bereits in einem radius von 40-50 lichtjahren befinden sich massereiche planeten in der habitablen zone um ihre sonne. wenn die einen flüssigen eisenkern haben und eis/wasser vorhanden ist, sind die wichtigsten grundvorraussetzungen wie sauerstoffatmosphäre und schwerkraft zur besiedlung schon gegeben. 50 jahre reisezeit sind machbar. das raumschiff müsste nur für eine einzige generation gebaut/ausgestattet sein.
50 Jahre von welchem Blickpunkt aus?
Erdzeit: Geht nicht, dann wäre das Schiff lichtschnell, was nun einmal mit Masse-behafteten Körpern nicht geht.
Bordzeit: OK, wenn du eine relativistische Geschwindigkeit erreichst (sagen wir mal 0,8c), dann kommst du in 50 Jahren Bordzeit RICHTIG weit, nicht nur 50 Lichtjahre weit.

und die menschliche anpassungsfähigkeit ist entgegen deiner vermutung sogar enorm hoch.
Die stärkste Anpassungs-Methode des Menschen ist sein Intellekt. Scheiße, hier ist kalt... ich mach mir Feuer und häute mir einen Bären. Mist, hier fliegt Sand rum, ich wickel mit ein Tuch vor das Gesicht.
 
@Lübke
bereits in einem radius von 40-50 lichtjahren befinden sich massereiche planeten in der habitablen zone um ihre sonne. wenn die einen flüssigen eisenkern haben und eis/wasser vorhanden ist, sind die wichtigsten grundvorraussetzungen wie sauerstoffatmosphäre und schwerkraft zur besiedlung schon gegeben. 50 jahre reisezeit sind machbar.
Alleine das hier geht schon nicht. Lichtgeschwindigkeit wird bisher nicht erreicht mit unseren "Raumschiffen".
kann noch keiner beantworten. aber wo ein wille ist...
Das schon eher. Es ist also eine Glaubensfrage. In meinen Augen noch alles sehr Science-Fiction. Ist aber genauso Science-Fiction wie meine K.I. Vorhersage.

Außerdem, mit Lichtgeschwindigkeit zu einem Planeten reisen, selbst wenn es 50 Jahre wären zu einem Planeten mit 50 Lichtjahren Entfernung. Der Knochenschwund, wo soll der wiederhergestellt werden? Dazu müsste man eine Gravitation in Raumschiffen entwickeln. Evtl. geht das mit Magneten die schnell rotieren und somit eine Kraft entwickeln in einem Kern. Sowas gab es glaube ich in "Event-Horizon" (obwohl der Film wohl nicht gerade sehr vorzeigekräftig ist durch Raumfaltung bzw. den "Nebenwirkungen" hehe). Dazu braucht man aber auch richtig Energie. Mit Atomkraft wohl mit einer begrenzten Menge an Menschen möglich und machbar.

Ansonsten bräuchten wir wirklich die Fusion. Dann wäre das tanken ja auch im Weltall möglich. Und dann eher realistisch. Aber wie sollen wir mit Lichtgeschwindigkeit fliegen?

Und wie du schon ansprichst, wir bräuchten auf der neuen Erde eine ähnliche Athmosphäre, wir bäuchten Landmassen und Wasser, wir brauchen Wolken und eine fast gleichmäßige Temperatur. Ein Magnetfeld wird nicht gebraucht, wohl hingegen in etwa dieselbe Masse, damit es dieselbe Gravitation gibt. Ein Eisenkern ist daher nicht nötig.

Aber, um das auszuführen und aufs Thema zurück zu kommen:
Vielleicht könnten wir hingegen Leben in geringerer Form dorthin senden, und aussähen. Das würde uns zu Schöpfern machen. Evtl. mit Überbleibseln für spätere Generationen (clevererweise mit etwas, was auch wiedergefunden werden kann). Damit die dortigen Lebensformen (wenn diese so lange existieren) wissen woher sie kommen.
 
Doch, auch ein Magnetfeld wird gebraucht.
 
Onkelhitman schrieb:
@Lübke

Alleine das hier geht schon nicht. Lichtgeschwindigkeit wird bisher nicht erreicht mit unseren "Raumschiffen".

Früher dachte man bei >18km/h in einer Eisenbahn würde der Tod eintreten...


Onkelhitman schrieb:
Außerdem, mit Lichtgeschwindigkeit zu einem Planeten reisen, selbst wenn es 50 Jahre wären zu einem Planeten mit 50 Lichtjahren Entfernung. Der Knochenschwund, wo soll der wiederhergestellt werden? Dazu müsste man eine Gravitation in Raumschiffen entwickeln. Evtl. geht das mit Magneten die schnell rotieren und somit eine Kraft entwickeln in einem Kern. Sowas gab es glaube ich in "Event-Horizon" (obwohl der Film wohl nicht gerade sehr vorzeigekräftig ist durch Raumfaltung bzw. den "Nebenwirkungen" hehe). Dazu braucht man aber auch richtig Energie. Mit Atomkraft wohl mit einer begrenzten Menge an Menschen möglich und machbar.

Ich kann dir bereits heute künstliche Schwerkraft in der Schwerelosigkeit mit nem handelsüblichem Mixer für "fünfmarkfufzig" erzeugen.

Onkelhitman schrieb:
Ansonsten bräuchten wir wirklich die Fusion. Dann wäre das tanken ja auch im Weltall möglich. Und dann eher realistisch. Aber wie sollen wir mit Lichtgeschwindigkeit fliegen?

"Tanken im Weltall", so ohne weiteres? Wasserstoff ist zwar das häufigste Element, aber bis du da "Mal so nebenbei" deinen Tank gefüllt hast dauert das ein Weilchen.

Onkelhitman schrieb:
Ein Magnetfeld wird nicht gebraucht, wohl hingegen in etwa dieselbe Masse, damit es dieselbe Gravitation gibt. Ein Eisenkern ist daher nicht nötig.

Ernsthaft? Physik anyone?

Onkelhitman schrieb:
Aber, um das auszuführen und aufs Thema zurück zu kommen:
Vielleicht könnten wir hingegen Leben in geringerer Form dorthin senden, und aussähen. Das würde uns zu Schöpfern machen. Evtl. mit Überbleibseln für spätere Generationen (clevererweise mit etwas, was auch wiedergefunden werden kann). Damit die dortigen Lebensformen (wenn diese so lange existieren) wissen woher sie kommen.

Das ergibt keinen Sinn.
 
@daaron: ja ich mein von der erde aus mit unterlichtgeschwindigkeit, wobei ich auch für die anderen erwähnten alternativen offen bin wie du weißt. aber da wollte ich jetzt bewusst nicht näher drauf eingehen. gliese z. b. liegt grob 40 lichtjahre entfernt und bietet ja gleich mehrere kandidaten...

@Onkelhitman:
Alleine das hier geht schon nicht. Lichtgeschwindigkeit wird bisher nicht erreicht mit unseren "Raumschiffen".

ich hab bewusst nur recht grobe angaben gemacht. in 50 jahren mit 0,8c sollten meines wissens 3 der besagten planeten in rechweite liegen (ca. 40 lichtjahre also) und ein weiterer wird spekuliert.

was wirklich möglich sein wird, ist noch immer umstritten. ich hab ja ne ganze reihe von konventionellen und unkonventionellen methoden zur distanzüberbrückung erwähnt.

In meinen Augen noch alles sehr Science-Fiction.
richtig betont würde ich dir da sogar zustimmen ;)

Aber wie sollen wir mit Lichtgeschwindigkeit fliegen?
es gibt verschiedene modelle möglicher antriebe, die knapp unter lichtgeschwindigkeit fliegen möglich machen würden. wie gesagt, auf ein paar jahre genau würde ich mich da auch nicht festlegen lassen wollen, aber ab einem radius von grob 40 lichtjahren gehts ja mit den potentiellen kandidaten für eine solche kolonie los... eine distanz die imho in absehbarer zukunft zu überbrücken ist....

Ein Magnetfeld wird nicht gebraucht, wohl hingegen in etwa dieselbe Masse, damit es dieselbe Gravitation gibt. Ein Eisenkern ist daher nicht nötig.
ich glaub du wirfst da grad ein paar dinge durcheinander. eisenkern, masse, magnetfeld, atmosphäre... da gibts kausale zusammenhänge, da kann man nix weglassen ;)

Vielleicht könnten wir hingegen Leben in geringerer Form dorthin senden, und aussähen. Das würde uns zu Schöpfern machen. Evtl. mit Überbleibseln für spätere Generationen (clevererweise mit etwas, was auch wiedergefunden werden kann). Damit die dortigen Lebensformen (wenn diese so lange existieren) wissen woher sie kommen.

ist auch iwie ne interessante idee :) aber ich glaube, wenn wir das können, dann können wir auch selbst dahin gelangen. und sei es über generationsschiffe...

@Big Baby Jesus: eine theorie, die meines wissens bisher nicht widerlegt werden kann. auf die erde bezogen spielts eigentlich auch keine rolle. wenn du aber darauf hinaus willst, dass von der gleichen ursprünglichen quelle mehrer planeten mit dem "lebensursprung" versorg wurden...
 
Zuletzt bearbeitet:
@Damien White
@MikeBe
Was wäre wenn - Erdmagnetfeld verschwindet
Teil 2

Das Magnetfeld würde automatisch neu entstehen. Ein Eisenkern ist nicht nötig. Es muss nur dieselbe Masse vorhanden sein, damit wir dieselbe Anziehungskraft des Planeten hätten, da wir sonst eine andere hätten, und wie Lübke schon schrieb uns anpassen müssten evtl. eine stärkere Muskulatur, oder eben leichtere Knochenstruktur bekommen.

@Damien White
Ok richtig, ich müsste schreiben, dass Aufgrund der momentan gültigen Wissenschaftsannahmen, die Lichtgeschwindigkeit die höchste Erreichbare Geschwindigkeit im Universum im Vakuum ist.

Ich kann dir bereits heute künstliche Schwerkraft in der Schwerelosigkeit mit nem handelsüblichem Mixer für "fünfmarkfufzig" erzeugen.

Wenn es das gäbe, warum haben die das auf den Missionen im Weltall nicht?

"Tanken im Weltall", so ohne weiteres? Wasserstoff ist zwar das häufigste Element, aber bis du da "Mal so nebenbei" deinen Tank gefüllt hast dauert das ein Weilchen.

Will ich nicht bestreiten. Aber es wird sicher am einfachsten bei Planetenringen möglich sein. Da diese von den Planeten in einem Orbit gehalten werden.

Das ergibt keinen Sinn.

Warum nicht? Wir selbst sind ebenso nur Sternenstaub, wieso sollten wir nicht dafür sorgen, dass andere Planeten eine Zivilisation oder Leben bekommen, in welche Richtung auch immer?
 
@Onkel Hitman
Alleine das hier geht schon nicht. Lichtgeschwindigkeit wird bisher nicht erreicht mit unseren "Raumschiffen".
Braucht man auch nicht. Nicht mal annähernd.

Aber wie sollen wir mit Lichtgeschwindigkeit fliegen?
An den Rand des Universums und wieder zurück. Wer mit Lichtgeschwindigkeit reisen kann, kann jeden Ort im Universum erreichen. Blöd ist nur, das währenddessen Millionen oder Milliarden Jahre außerhalb des eigenen Bezugssystems vergehen. Aber wenn dich das nicht stört ...

Außerdem, mit Lichtgeschwindigkeit zu einem Planeten reisen, selbst wenn es 50 Jahre wären zu einem Planeten mit 50 Lichtjahren Entfernung.
Wenn du mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs bist, vergehen für dich keine 50 Jahre.

Ein Magnetfeld wird nicht gebraucht, wohl hingegen in etwa dieselbe Masse, damit es dieselbe Gravitation gibt. Ein Eisenkern ist daher nicht nötig.
Ohne Magnetfeld bläst dir der Stern die Atmosphäre weg.

Wenn es das gäbe, warum haben die das auf den Missionen im Weltall nicht?
Weil du einen Torus von einigen dutzend bis hundert Metern Durchmesser benötigst, um eine für Menschen verträgliche künstliche Schwerkraft zu erzeugen. Andernfalls machen dir die auftretenden Gezeitenkräfte das Leben zur Hölle.

Will ich nicht bestreiten. Aber es wird sicher am einfachsten bei Planetenringen möglich sein. Da diese von den Planeten in einem Orbit gehalten werden.
In Planetenringen kreisen Objekte von der Größe eines Hauses oder noch größer. Das ist kein atomarer Staub, den du gemütlich aufsammeln kannst. Wenn du durch die Ringe des Saturn fliegst, bleibt von deinem Schiff nichts mehr übrig. Und ein Bussard-Kollektor, der Material in der Leere des Alls sammelt, muss mehrere hunderte Meter oder gar einige Kilometer groß sein, um einen Fusions-Reaktor befeuern zu können.

Die beste und vielleicht einzige Möglichkeit zu den Sternen ist, wenn man den Antrieb und Treibstoff nicht mitführen muss. Das erspart dir 90% Masse, die du andernfalls mitführen und beschleunigen müsstest.

Warum nicht? Wir selbst sind ebenso nur Sternenstaub, wieso sollten wir nicht dafür sorgen, dass andere Planeten eine Zivilisation oder Leben bekommen, in welche Richtung auch immer?
So funktionieren Zivilisationen und Gesellschaften nun mal nicht. WIR wollen zu den Sternen reisen, weil WIR fremde Welten mit UNSEREN Augen sehen wollen. Romantischer Idealismus reicht als Triebfeder nicht aus.


Damien White schrieb:
Früher dachte man bei >18km/h in einer Eisenbahn würde der Tod eintreten...
Ach, bitte nicht wieder diese Leier. Kein ernsthafter Wissenschaftler oder Ingenieur hat behauptet, dass der Mensch Geschwindigkeiten größer als 18 oder 50 km/h nicht überleben kann. Das wäre auch total Unsinn. Man konnte schon vor der Eisenbahn deutlich schneller unterwegs sein. Davon mal reden wir hier nicht über ein ingenieur- oder materialtechnisches Problem, sondern über ein grundsätzliches physikalisches Problem, das nicht mit einer neuen Metalllegierung o.Ä. gelöst wird.
 
GevatterTod schrieb:
Ach, bitte nicht wieder diese Leier. Kein ernsthafter Wissenschaftler oder Ingenieur hat behauptet, dass der Mensch Geschwindigkeiten größer als 18 oder 50 km/h nicht überleben kann. Das wäre auch total Unsinn. Man konnte schon vor der Eisenbahn deutlich schneller unterwegs sein. Davon mal reden wir hier nicht über ein ingenieur- oder materialtechnisches Problem, sondern über ein grundsätzliches physikalisches Problem, das nicht mit einer neuen Metalllegierung o.Ä. gelöst wird.

Das war mir schon klar, aber mit der Leistung heutiger Antriebsmethoden zu argumentieren, dass Reisen im All quasi unmöglich sind lief aufs gleiche Niveau hinaus.
 
@Onkelhitman: Du setzt Gravitation mit Magnetfeld gleich. Aber das sind 2 Paar Schuhe. Deshalb noch mal, ohne Magnetfeld wird es eng, verdammt eng für Leben.
 
Naja, es liegt an dem Bericht.

Dort wird vermittelt, dass nach einem völligem Zusammenbruch des Erdmagnetfeldes der Sonnenwind durch ionisierte Teilchen in der Ionosphäre innerhalb einer Stunde ein Magnetfeld erzeugt, welches die gleiche Stärke besitzt, wie das "normale" Erdmagnetfeld.

Begründet wird dies mit der Venus, welche ja über kein eigenes Magnetfeld verfügt.


Was mich an diesem Bericht stört:

1. Es wird auf dem Niveau von Schulphysik argumentiert, ohne auf langfristige Effekte, genaue Zahlen oder das Verhalten der Ionosphäre einzugehen.

2. Kosmische Strahlung, insbesondere derZustand des Magnetfeldes bei sonnenabgewandter Seite, wird ausgelassen.

3. Größenverhältnisse werden ignoriert.

4. Es wird nicht auf die Regionen der Ionosphäre eingegangen. Ein hinreichend starkes Magnetfeld dürfte nur in den Äquatorialregionen möglich sein, an den Polkappen is Essig mit selbstinduziertem Magnetfeld.

789px-Ionosphere-Thermosphere_Processes.jpg

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Ionosph%C3%A4re

Es ist alles sehr trivial gehalten. Sinn dieser Sendung war wohl die Angst vor einem "Polsprung" zu nehmen, welche ja insbesondere mit der 21.12.2012 Hysterie gerne angesprochen wird, ohne darauf einzugehen, dass ein Polsprung nur in kosmischen Maßstäben "schnell" von Statten geht.
 
Lübke schrieb:
ich hab bewusst nur recht grobe angaben gemacht. in 50 jahren mit 0,8c sollten meines wissens 3 der besagten planeten in rechweite liegen (ca. 40 lichtjahre also) und ein weiterer wird spekuliert.
Eine Reise von 40ly mit 0,8c würde für die Besatzung weit unter 50 Jahre dauern. 0,8c ist schon eine recht ordentliche relativistische Geschwindigkeit.

Onkelhitman schrieb:
Das Magnetfeld würde automatisch neu entstehen. Ein Eisenkern ist nicht nötig. Es muss nur dieselbe Masse vorhanden sein, damit wir dieselbe Anziehungskraft des Planeten hätten, da wir sonst eine andere hätten, und wie Lübke schon schrieb uns anpassen müssten evtl. eine stärkere Muskulatur, oder eben leichtere Knochenstruktur bekommen.
Weder die Bildung stärkerer Muskulatur noch eines leichteren Knochenbaues ist eine Herausforderung. Es ist ein etwas längerer Prozess, er kann aber innerhalb eines Menschenlebens schon ordentliche Erfolge zeigen. Spätestens in der nächsten Generation löst das entsprehcend gerichtete Wachstum der Babys die Probleme.
Wozu unser Genom und unser lebender "fertig entwickelter" Körper fähig sind sieht man z.B. an den Völkern des afrikanischen Hochlandes sowie der Anden. Pack n Mitteleuropäer für n paar Monate in die Anden oder nach Lhasa, und seine Lungenkapazität wird sich deutlich erhöhen, sein Sauerstoffbedarf sinken. Was denkst du, wieso verschiedene Ausdauer-Athleten in genau solchen Regionen trainieren? Wer in Kenia 20km rennen kann, der kanns in Berlin mal eben 40km weit.

@Damien White
Ok richtig, ich müsste schreiben, dass Aufgrund der momentan gültigen Wissenschaftsannahmen, die Lichtgeschwindigkeit die höchste Erreichbare Geschwindigkeit im Universum im Vakuum ist.
Der Raum selbst dehnt sich mit Überlicht aus. Quantenverschränkung ist überlichtschnell, evtl. sogar instant. Gravitation dürfte ebenfalls instant wirken.
Es gibt sehr wohl Prozesse, die sich um c einen feuchten Furz scheren.... nur haben die halt nichts mit dem Transfer von Masse/Energie oder Information zu tun.

Wenn es das gäbe, warum haben die das auf den Missionen im Weltall nicht?
Kostenfrage. Damits bequem ist müsste die Kiste etwas größer sein... aber du hast auf der ISS spätestens dann einen Hauch von Gravitation, wenn sie mal ihre Steuertriebwerke zünden muss, um nicht auf die Erde zu plumpsen.

Warum nicht? Wir selbst sind ebenso nur Sternenstaub, wieso sollten wir nicht dafür sorgen, dass andere Planeten eine Zivilisation oder Leben bekommen, in welche Richtung auch immer?
Wozu soll das gut sein?

Damien White schrieb:
1. Es wird auf dem Niveau von Schulphysik argumentiert, ohne auf langfristige Effekte, genaue Zahlen oder das Verhalten der Ionosphäre einzugehen.
Simple Antwort dazu: Dadurch, DASS das Erdmagnetfeld erwiesenermaßen regelmäßig kollabiert ist und sich dann neu gebildet hat, ohne dass es dabei jeweils zu einem Massensterben kam, hat es wohl keine Spätfolgen.

2. Kosmische Strahlung, insbesondere derZustand des Magnetfeldes bei sonnenabgewandter Seite, wird ausgelassen.
Jeder Strom geladener Teilchen löst in der ihm entgegen gesetzten Richtung ein Magnetfeld aus. Das ganze funktioniert analog dem Gesetz der Induktion: Die Kraft eines EM-Feldes wirkt entgegen der Richtung der Ursache und hemmt die Ursache. Deshalb musst du am Fahrrad auch stärker strampeln, wenn der Dynamo anspringt.

Die stärksten Probleme hätten Spezies, die die Feldlinien als Wanderführer nutzen. Brieftauben würden ratzfatz krepieren.

3. Größenverhältnisse werden ignoriert.
Die Venus ist genauso groß wie die Erde, nur etwas leichter. Was für die Venus gilt, gilt für die Erde genau so.

4. Es wird nicht auf die Regionen der Ionosphäre eingegangen. Ein hinreichend starkes Magnetfeld dürfte nur in den Äquatorialregionen möglich sein, an den Polkappen is Essig mit selbstinduziertem Magnetfeld.
An den Polkappen ist es auch Brühe mit dem regulären Magnetfeld... Was denkt du, warum bei jedem wirklich starken Sonnensturm in Kanada die Umspannwerke hoch gehen wie Chinaböller?

Diese selbstinduzierten Felder wirken genau da, wo die Ursache der Induktion ist. Der stärkste Teil des Feldes ist da, wo auch der stärkste Partikelstrom ankommt: schwankend zwischen nördlichem und südlichem Wendekreis.
 
Außen ein Torus als Wohnquartiere etc, wo man anständige Gravitation braucht. Im Inneren des Torus befindet sich dann das Maschinendeck etc, wo Gravitation unnötig ist oder sogar stört.

Oder du machsts halt wie ich gesagt hab: Du beschleunigst die erste Hälfte der Reise konstant und bremst dann, nach einem Wendemanöver, konstant ab. Das klappt natürlich nicht für beliebig lange Strecken, wäre aber z.B. ne Option um ohne Schwerkraft-Kasper in den Beinen Touristen auf den Mars zu ballern.
 
Demnach müsste so ein Torus dann etwa so aussehen: Hier drücken! Aber das Ding ist doch schon eine Totgeburt, weil es unmöglich ist, sowas zu bauen, wenn so ein Ding 20km Durchmesser hat oder so. o_O
 
Zuletzt bearbeitet:
ein generationenschiff kann schließlich nicht ganz mickerig sein, bedarf es doch eigener agrarbereiche um die menschen dauerhaft zu versorgen. größe und gewicht spielen im weltraum keine rolle. es müsste legiglich im weltraum endmontiert werden, da es in der größe nicht von der erde gestartet werden könnte.
 
Warum wird davon Ausgegangen das Größe und Gewicht keine Rolle spielen (?) Schauen wir doch mal auf die MIR.
Die MIR wurde wegen Verschleiß und Alter/Ermüdung der Bauteile verabschiedet. Die ISS wird noch bis 2020 oder 2025 in Betrieb sein. Die ISS oder die MIR stehen aber in Relation zu einem Generationenraumschiff wie ein Plastikdeckel einer Wasserflasche zu einem Smartphone.

Ein Generationenraumschiff erfordert mehrere Jahrzehnte Bauzeit. Also noch lange bevor die letzten Bauteile Montiert/Installiert wären müsste man die ersten teile bereits Erneuerern. Auf der Erde hat Schließlich keine einzige Firma aus Wirtschaftlichen Gründen ein Interesse daran Bauteile, Materialien und Technologien zu entwickeln die Nachhaltig sind. Profit kann man nur machen wenn man Zeugs verkauft das in Regelmäßigen Intervallen kaputt geht und Komplett ersetzt werden muss.

Die Größe Spielt in vielerlei Hinsicht eine Rolle. Die Tatsache das die ISS (Ein winziges Projekt im Vergleich und einem Generationenraumschiff) ebenfalls in absehbarer Zeit Stillgelegt werden wird, dies zeigt die Probleme auf. Man sollte meinen, erst wenn man es packt eine Raumstation wie die ISS zu konstruieren die 100+ Jahre in Betrieb ist dann kann man anfangen über etwas größeres Nachzudenken dessen Bauzeit schon mindestens 100 Jahre beträgt.
 
Die MIR wurde wegen Verschleiß und Alter/Ermüdung der Bauteile verabschiedet.

mal abgesehen davon, dass sich die mir in einer orbitalen umlaufbahn um die erde und nicht im freien weltraum befunden hat, in wie fern hat verschleiß was mit der größe oder dem gewicht des generationsschiffs im freien raum zu tun? wartungsarbeiten wären auch beim kleinsten schiff notwendig nur könnte so ein kleines schiff deutlich weniger ersatzteile und material mit sich führen, von fertigungsanlagen für ersatzteile ganz zu schweigen. aber auch ein interessantes problem. das generationsschiff müsste über eine fertigungsanalge verfügen, um schadhafte bauteile zu erneuern, da die ersatzteile auch limitiert sind und daher das material immer wieder eingeschmolzen und neu produziert werden müsste. es muss eben 100 % autak sein.

da kämen wir ja schon fast wieder auf den umgebauten meteoriten mit antrieb und habitat im inneren zurück, was natürlich enorm material und energie sparen würde...

wie gesagt, ein generationsschiff müsste aufgrund der vielzahl von aufgaben gewaltig sein. 20 km durchmesser für den äußeren ring wären gar nicht mal so unrealistisch...
 
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