Lübke schrieb:
ich hab bewusst nur recht grobe angaben gemacht. in 50 jahren mit 0,8c sollten meines wissens 3 der besagten planeten in rechweite liegen (ca. 40 lichtjahre also) und ein weiterer wird spekuliert.
Eine Reise von 40ly mit 0,8c würde für die Besatzung weit unter 50 Jahre dauern. 0,8c ist schon eine recht ordentliche relativistische Geschwindigkeit.
Onkelhitman schrieb:
Das Magnetfeld würde automatisch neu entstehen. Ein Eisenkern ist nicht nötig. Es muss nur dieselbe Masse vorhanden sein, damit wir dieselbe Anziehungskraft des Planeten hätten, da wir sonst eine andere hätten, und wie Lübke schon schrieb uns anpassen müssten evtl. eine stärkere Muskulatur, oder eben leichtere Knochenstruktur bekommen.
Weder die Bildung stärkerer Muskulatur noch eines leichteren Knochenbaues ist eine Herausforderung. Es ist ein etwas längerer Prozess, er kann aber innerhalb eines Menschenlebens schon ordentliche Erfolge zeigen. Spätestens in der nächsten Generation löst das entsprehcend gerichtete Wachstum der Babys die Probleme.
Wozu unser Genom und unser lebender "fertig entwickelter" Körper fähig sind sieht man z.B. an den Völkern des afrikanischen Hochlandes sowie der Anden. Pack n Mitteleuropäer für n paar Monate in die Anden oder nach Lhasa, und seine Lungenkapazität wird sich deutlich erhöhen, sein Sauerstoffbedarf sinken. Was denkst du, wieso verschiedene Ausdauer-Athleten in genau solchen Regionen trainieren? Wer in Kenia 20km rennen kann, der kanns in Berlin mal eben 40km weit.
@Damien White
Ok richtig, ich müsste schreiben, dass Aufgrund der momentan gültigen Wissenschaftsannahmen, die Lichtgeschwindigkeit die höchste Erreichbare Geschwindigkeit im Universum im Vakuum ist.
Der Raum selbst dehnt sich mit Überlicht aus. Quantenverschränkung ist überlichtschnell, evtl. sogar instant. Gravitation dürfte ebenfalls instant wirken.
Es gibt sehr wohl Prozesse, die sich um c einen feuchten Furz scheren.... nur haben die halt nichts mit dem Transfer von Masse/Energie oder Information zu tun.
Wenn es das gäbe, warum haben die das auf den Missionen im Weltall nicht?
Kostenfrage. Damits bequem ist müsste die Kiste etwas größer sein... aber du hast auf der ISS spätestens dann einen Hauch von Gravitation, wenn sie mal ihre Steuertriebwerke zünden muss, um nicht auf die Erde zu plumpsen.
Warum nicht? Wir selbst sind ebenso nur Sternenstaub, wieso sollten wir nicht dafür sorgen, dass andere Planeten eine Zivilisation oder Leben bekommen, in welche Richtung auch immer?
Wozu soll das gut sein?
Damien White schrieb:
1. Es wird auf dem Niveau von Schulphysik argumentiert, ohne auf langfristige Effekte, genaue Zahlen oder das Verhalten der Ionosphäre einzugehen.
Simple Antwort dazu: Dadurch, DASS das Erdmagnetfeld erwiesenermaßen regelmäßig kollabiert ist und sich dann neu gebildet hat, ohne dass es dabei jeweils zu einem Massensterben kam, hat es wohl keine Spätfolgen.
2. Kosmische Strahlung, insbesondere derZustand des Magnetfeldes bei sonnenabgewandter Seite, wird ausgelassen.
Jeder Strom geladener Teilchen löst in der ihm entgegen gesetzten Richtung ein Magnetfeld aus. Das ganze funktioniert analog dem Gesetz der Induktion: Die Kraft eines EM-Feldes wirkt entgegen der Richtung der Ursache und hemmt die Ursache. Deshalb musst du am Fahrrad auch stärker strampeln, wenn der Dynamo anspringt.
Die stärksten Probleme hätten Spezies, die die Feldlinien als Wanderführer nutzen. Brieftauben würden ratzfatz krepieren.
3. Größenverhältnisse werden ignoriert.
Die Venus ist genauso groß wie die Erde, nur etwas leichter. Was für die Venus gilt, gilt für die Erde genau so.
4. Es wird nicht auf die Regionen der Ionosphäre eingegangen. Ein hinreichend starkes Magnetfeld dürfte nur in den Äquatorialregionen möglich sein, an den Polkappen is Essig mit selbstinduziertem Magnetfeld.
An den Polkappen ist es auch Brühe mit dem regulären Magnetfeld... Was denkt du, warum bei jedem wirklich starken Sonnensturm in Kanada die Umspannwerke hoch gehen wie Chinaböller?
Diese selbstinduzierten Felder wirken genau da, wo die Ursache der Induktion ist. Der stärkste Teil des Feldes ist da, wo auch der stärkste Partikelstrom ankommt: schwankend zwischen nördlichem und südlichem Wendekreis.