triangolum schrieb:
Bekommt ein Kosmonaut/Astronaut/Taikonaout auf der ISS in einem 6 oder 12 Monate langen Aufenthalt wirklich all das was sein Körper bedarf um zu überleben?
Bis auf Gravitation? Ja. Muskelschwund ist das größte Problem "da oben", weil die ISS keine künstliche Gravitation hat.
Die frage ist, was der menschliche Körper zum leben bedarf. Kann er dauerhaft auf bestimmte Spurenelemente verzichten?
Natürlich kann er das nicht. Aber: er MUSS auch nicht.
Die Frage ist ganz einfach wie lange Menschen im All überhaupt überleben können fernab von wichtigen Spurenelementen.
Zum Beispiel Seelen oder bestimmte B Vitamine.
Ok, erst einmal Spurenelemente. Die sind genau WAS? Es steckt im Namen... und wir sind ja nicht mehr im Mittelalter. Es gibt nicht nur 4 Elemente... Also kurz und knapp: Spurenelemente sind
chemische Elemente, die in sehr geringen Anteilen für unseren täglichen Betrieb nötig sind. Zink, Eisen, Iod,... Tja, was haben wir in der Schule (hoffentlich) über Elemente und deren Entstehung gelernt?
1.) es gibt auf anderen Planeten nicht "andere" Elemente. Es gibt überhaupt keine "anderen" Elemente. Evtl. gibt es ein paar weitere instabile Elemente jenseits dessen, was wir im PSE bisher gelistet haben, aber deren chemische Eigenschaften lassen sich vorhersagen. Die sind, wenn sie existieren, so kurzlebig, dass sie umgehend zerfallen
2.) Alle Elemente entstehen in Sternen. Bis Eisen entstehen sie bei der regulären Kernfusion im "Regelbetrieb" eines Sterns. Jenseits von Eisen ist zur Erzeugung des Elements eine Supernova notwendig.
3.) Die Verteilung der Elemente im Universum ist leidlich ausgewogen.
Und Vitamine?
Alter Hut. Klar, sie sind lebensnotwendig. Aber müssen unsere Vitamine etwa wirklich aus Obst kommen? Müssen sie nicht! Ein gutes Beispiel ist die allseits beliebte Ascorbinsäure, auch bekannt als "Vitamin C". Denkst du wirklich, die Lebensmittelkonzerne schlachten Jahr für Jahr Millionen Zitronen, um ihre Softdrinks, Säfte etc. mit Ascorbinsäure anzureichern und zu säuern? Quatsch. Das Zeug wird schlichtweg synthetisiert.
Du kannst, mit entsprechendem technischen Wissen, alles synthetisieren.... und das ist, wenn du es erst einmal begriffen hast, auch noch viel leichter als es auf natürlichem Wege zu gewinnen.
triangolum schrieb:
Wenn du woanders hin reisen magst außer zum Mars, also weiter weg... bleibt dir nix anderes übrig.
Fleisch oder Fisch wird es dann nicht geben und auch nicht geben können.
Auch hier bleibt die Frage ob das dann auch alles liefert was der Körper bedarf.
Insekten sind verdammt nahrhaft (viele Proteine & leicht verdauliche Fette) und sind verdammt effizient hinsichtlich ihres Wachstums. Während eine Kuh vielleicht nur 10-20% ihrer aufgenommenen Biomasse in Wachstum und somit verwertbares Gewebe umwandelt (vieles wird statt dessen zu Abwärme und zu Methan), wandeln Heuschrecken, Mehlwürmer, Wasserkäfer & Co gut und gerne 90% in Wachstum um.
Oder anders: Eine Obstkiste voll Heuschrecken ist im Endeffekt ähnlich nahrhaft wie ein Schaf, wächst aber viel schneller, umweltschonender und kostengünstiger nach.
Und dann gibts da ja noch Synthese. Lass tierisches Gewebe direkt auf Nährböden wachsen, und du sparst dir den nutzlosen Rest der Kuh.
Lübke schrieb:
raketenantriebe, atomkraft... alles primitiv, resourcenfressend und gefährlich.
Das werden wir sehen... ok. Wir nicht... wir krepieren vorher.
Aber glaub mal nicht, dass unsere Technologie wirklich SOOOO weit ist, wie uns das Marketing gerne weiß macht.
Hier mal 2 Beispiele aus der Automobil-Industrie... in anderen Bereichen sieht es kaum besser aus.
- Der erste Plug-In - Hybrid war z.B. nicht der Opel Ampera. Nene, Ferdinand Porsche persönlich hat Anfang des 20. Jahrhunderts ein Auto gebaut, das von E-Motoren angetrieben wurde, die ihren Strom aus einem Verbrennungsaggregat bezogen.
- Adaptives Kurvenlicht? Hey, damit kann man sich heute toll brüsten, stimmts? Dafür ist derbste Hightech nötig... Pft, von wegen. Die alte Göttin, der Citroen DS, hatte Ende der 60er bereits serienmäßig ein Kurvenlicht.