Gibt es Festplatten, die die Rotationsgeschwindigkeit ändern?

Ich bin der Meinung das sind gute Werte.
 
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Autsch!

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coasterblog schrieb:
Die Motoren, die bei uns an den Frequenzumrichtern hängen und prozessbedingt ihre Drehzahl ändern sind die, die immer wieder kaputt gehen
Die Motoren gehen kaputt? Übrigens habe ich das aktuell naheliegendste vergessen, Elektroautos. 😎
Die werden eigentlich drehzahlvariabel ausgelegt. Häufig Drehstrom (Asynchron oder Synchron) gespeist von einem Wechselrichter, der aus dem Akku Gleichstrom entnimmt.

Edit: Ach so, die Übertragungsrate der HDD finde ich auch nicht schlecht.
 
Festplatten mit variabler Umdrehungszahl gibt es nicht und hat es nie gegeben.
Es ist auch sehr unwahrscheinlich das es so was jemals geben wird.
Vor allem nicht da SSDs immer preiswerter und größer werden.

Festplatten werden angetrieben durch einen Gleichstrommotor.
Es ist für die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit unerlässlich das diese Motoren eine absolut konstante Umdrehungsgeschwindigkeit haben.
z.B. damit die Schreib-/Lese-Köpfe in einem konstanten und stabilen Abstand über der Plattenoberfläche schweben ohne aufzuschlagen.
Dann laufen diese Motoren oft stundenlang. Das bedeutet spezielle Anforderungen an die Lager.
Uvm.

Eine variable Umdrehungszahl würde am Ende zu einer verminderten Haltbarkeit führen...
 
Wilhelm14 schrieb:
Die Motoren gehen kaputt?
Oh ja. Wie gesagt, Industrie! Und die Teile kosten ein Schweinegeld. Motoren an Pumpen, die teilweise 50 Jahre alt sind und fast immer durchliefen haben wir auch noch und sie wurden noch nicht ersetzt. Die mit Drehzahländerung fallen immer wieder aus.
 
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KnolleJupp schrieb:
Festplatten werden angetrieben durch einen Gleichstrommotor.
Nein, es sind Drehstrommotoren. Aus der Gleichspannung werden drei Phasen generiert und auf die entsprechenden Polpaare (3 oder Vielfaches) gelegt. Da es sich dann um eine Drehstrom-Synchronmaschine mit Permanentmagnet handelt, entfallen die Kohlebürsten.

coasterblog schrieb:
Oh ja. Wie gesagt, Industrie! Und die Teile kosten ein Schweinegeld. Motoren an Pumpen, die teilweise 50 Jahre alr sind und fast immer durchliefen haben wir auch noch und sie wurden noch nicht ersetzt. Die mit Drehzahländerung fallen immer wieder aus.
Oder die 50 Jahre alten Motoren sind hochwertiger und die neuen Motoren mit spitzem Bleistift eingekauft (was leider heutzutage üblich ist, weil BWLer ohne irgendwelche Kenntnisse über die Materie (hier Maschinenbau) das Sagen haben und keine Techniker)...

Auch brauchen Motore, die über Frequenzumrichter laufen, je nach Belastung und Drehzahlbereich eine Zwangskühlung, weil das normale Lüfterrad an der Rückseite oftmals zu wenig Luft fördert.

Davon mal abgesehen schreibst Du auch nicht, worin sich der Defekt äußert.

Übrigens halten die Motoren an CNC-Maschinen, wo die Drehzahl ständig geändert wird (insbesonders an den Achsantrieben) auch lange...
 
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Viel Auswahl gibt es nicht, aber das mit dem BWL´ern ist doch überall ein Problem ^^

Ich weiß es ist off-Topic aber evtl. von Interesse: hier so ein Motor für ein Rührwerk, mittelgroß

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@Robo32 Nein, die Motoren sind i.d.R. die Problemfälle. Manchmal der Frequenzumrichter oder andere Ansteuerungen, aber im Prinzip der Motor an sich.
 
Fallen die Motoren, oder die Steuerelektronik aus?
Die meisten Bauteile werden inzwischen so lange "verbessert" bis die Herstellung günstig genug ist um die Reichen möglichst schnell noch reicher zu machen... - Qualität war mal und wurde erfolgreich durch Quantität ersetzt. Das trifft inzwischen auf alle Bereiche zu und wird kaum besser werden, Industrie ist da keine Ausnahme.
 
KnolleJupp schrieb:
z.B. damit die Schreib-/Lese-Köpfe in einem konstanten und stabilen Abstand über der Plattenoberfläche schweben ohne aufzuschlagen.
Das tun sie ja überhaupt nicht! Die Oberflächengeschwindigkeit sinkt deutlich, je näher sich die Köpfe im Zentrum bewegen. Die Geschwindigkeit nimmt um fast 100% ab. Ähnlich wie die Datenübertragungsrate!
Ergänzung ()

KnolleJupp schrieb:
Es ist für die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit unerlässlich das diese Motoren eine absolut konstante Umdrehungsgeschwindigkeit haben.
Was ja auch nicht stimmt. Habe eine 13 Jahre alte Festplatte in der Schublade liegen, die ist sagenhafte 16.000 mal gestartet. Funktioniert immer noch.
 
Ich habe auch alte, funktionierende Platten. Und auch welche, die kein halbes Jahr gehalten haben. Zuletzt noch eine 4 TB WD. Und seinerzeit als HDD´s noch nicht groß und teuer waren hat eine 120GB Platte nach nur 30 Minuten mit Knall und Gedöns die Grätsche gemacht.

It depends... ^^
 
Ich versuche es nochmal. Mit einem komplizierteren Beispiel.

Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Platter muss absolut konstant sein, weil:
Die Geschwindigkeit, mit der sich die Platter unter den Schreib-/Leseköpfen bewegen, ist ein Maß dafür, wie viel Strecke in einer bestimmten Zeit dabei zurückgelegt wird,
und damit wie viele Bits in welcher Zeit gelesen werden.
Wenn nun ein bestimmter Bereich gelesen werden soll, muss die Festplatte haargenau wissen, wie lange gelesen werden muss, damit genau das und nur genau das, was gelesen werden soll, auch gelesen wird.
(oder geschrieben)
Die Festplatte fährt ja nicht auf Sicht.
Das sich die Platter innen schneller drehen als außen (unsauber formuliert), ist dabei einberechnet.

Wäre die Umdrehungsgeschwindigkeit variabel, würde die Schreib-/Leserate massiv einbrechen, weil:
Die Schreib-/Leseköpfe bewegen sich viel, viel schneller, als der Antrieb beschleunigen oder bremsen könnte.
Die Ansteuerung wäre massiv aufwändiger, weil berücksichtigt werden müsste das bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten in der gleichen Zeit mehr oder weniger Platteroberfläche an den Schreib-/Leseköpfen vorbeikommt.
Während der Zeitspanne der Beschleunigung oder Bremsung könnte nicht gelesen oder geschrieben werden.

Die "Flughöhe" der Schreib-/Leseköpfe über den Plattern wird bestimmt durch den sog. Bodeneffekt. Es entsteht durch die Rotation eine Art Luftkissen.
Geh mal davon aus das die Flughöhe bei modernen Festplatten bei höchstens 3nm liegt, ehr weniger. Das ist ein extrem kleiner Abstand.
Wäre er größer, könnten die sehr dicht gepackten Daten großer Festplatten nicht mehr richtig gelesen werden.
Kommt es zu einer Berührung "Headcrash", ist die Platte im Eimer.
Eine variable Umdrehungsgeschwindigkeit würde nicht gewährleisten können die exakte Flughöhe ständig aufrecht zu halten.

Dann ist ein großes Problem bei herkömmlichen Festplatten das thermische Management.
Und schneller drehende Festplatten (z.B. mit 15.000 U./Min.) haben sich u.a. deshalb nicht durchgesetzt.

Es gibt auch letztlich nur noch drei Hersteller von Festplatten: Western Digital, Seagate und Toshiba. Alle anderen sind heutzutage nur noch Handelsmarken dieser drei Hersteller.
Und was den Elektroauto-Vergleich angeht, so ist bei einem Auto sicher völlig uninteressant ob es mit 83,56km/h oder 83,57km/h fährt...
 
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KnolleJupp schrieb:
Wäre die Umdrehungsgeschwindigkeit variabel, würde die Schreib-/Leserate massiv einbrechen, weil:
Willst Du mir jetzt erklären, dass man es nicht technisch lösen kann, die Rotationsgeschwindigkeit mit der Datenauslesegeschwindigkeit zu synchronisieren?
 
MarcoMichel schrieb:
Willst Du mir jetzt erklären, dass man es nicht technisch lösen kann, die Rotationsgeschwindigkeit mit der Datenauslesegeschwindigkeit zu synchronisieren?
Jein. Das alles muss innerhalb von Milisekunden über die Bühne gehen. Allein die Masseträgheit würde daraus eher Hunderstel oder schlimmeres machen. Deshalb würde die Geschwindigkeit brutal einbrechen. Vor lauter Hin- und Herregelung käme die Platte nicht mehr zum Arbeiten.

Und der Grund, warum man auch nicht beliebig die Drehzahl erhöht liegt eben auch in der Vermeidung höherer Drehzahlen. Selbst 100 rpm machen schon eine Menge aus wenn da 7 Platter und mehr dranhängen. Das alles müsste bei der Dimensionierung der gesamten Mechanik einkalkuliert werden. Und wenn man die dafür auslegt, dann lässt man die Platte auch gleich dauerhaft schneller drehen. Dann kann man sich wenigstens die nötige Mess- bzw. Regelungselektronik sparen.

Es ergibt wirklich keinen Sinn da ständig an der Drehzahl zu spielen. Aufgrund vieler Aspekte, die hier alle schon genannt wurden.
 
Moep89 schrieb:
Das alles muss innerhalb von Milisekunden über die Bühne gehen
Bei 7200 Umdrehungen die Blöcke zu dem richtigen Zeitpunkt zu beschreiben, das funktioniert, aber eine steigende oder fallende Rotationsgeschwindigkeit anzupassen, das soll nicht funktionieren?

Da sind wir beide offenbar unterschiedlicher Meinung.
 
BmwM3Michi schrieb:
das erinnert mich an meinen diskman, da konnte man sehen, wie die CD immer schneller wurde,
je weiter innen der Lesekopf war! -)
Da eine CD von innen nach außen gelesen wird, kann das nicht sein.
 
MarcoMichel schrieb:
Bei 7200 Umdrehungen die Blöcke zu dem richtigen Zeitpunkt zu beschreiben, das funktioniert, aber eine steigende oder fallende Rotationsgeschwindigkeit anzupassen, das soll nicht funktionieren?
Du weißt was Trägheit ist? Und bedenkst auch, dass alles was du beschreibst zusätzlich zu all den Dingen passieren muss, die aktuell schon in HDDs passieren? Und hast außerdem im Hinterkopf, dass nur die Erstbeschreibung einer HDD linear erfolgen kann? Danach kommt immer mehr Fragmentierung hinzu. Allein das killt das Konzept bereits.
 
Moep89 schrieb:
Allein das killt das Konzept bereits.
Ich habe ja bereits geschrieben, dass es sicherlich Situationen gibt, wo eine Änderung der Rotationsgeschwindigkeit Nachteile bringt oder sogar nicht möglich ist.

Aber es gibt auch Schreibe und Lesesituationen, in der das technisch machbar ist und auch seinen Vorteil bringt.

Vor allem heute, bei großen Festplatten, die eher dazu benutzt werden, größere Datenmengen zu sichern oder wiederherzustellen.

Das willst Du doch wohl nicht in Abrede stellen?
Ergänzung ()

Mit einer intelligenten Firmware und einem Cache-Speicher, den Festplatten sowieso haben, kann eine Festplattensteuerung in die Zukunft schauen und entscheiden, wann wo der Festplattenkopf in der näheren Zukunft sein wird. In Abhängigkeit könnte man die Rotationsgeschwindigkeit anpassen oder eben fixiert lassen.
Ergänzung ()

Beim Lesen funktioniert das schlechter als beim Schreiben. Aber es funktioniert ohne Frage.
Ergänzung ()

Die Geschwindigkeit einer Festplatte ist ein elementares Thema, vor allem für professionelle Anwendungen. Wenn man eine größere Menge Daten wiederherstellen muss, ist es oft wirtschaftlich uninteressant, wenn man für die Herstellung von z. B. 16 TB einige Stunden benötigt. Wenn man durch eine variable Rotationsgeschwindigkeit die Geschwindigkeit um 20% erhöhen könnte, wäre das den technischen Aufwand wert. Nicht ohne Grund entwickelt Seagate den MultiActor.

Zu behaupten, das wäre unmöglich oder das würde keinerlei Sinn machen, halte ich sachlich gesehen für unhaltbar.

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Können wir uns zumindest mal drauf einigen, dass es wirtschaflich (= Entwicklungs- und Fertigungskosten vs. zu erwartender Mehrumsatz) keinen Sinn macht?
 
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