@Geisterwolf: Was wird bei dir so heiss? Die GPU VRM? Das ist der letzte Wert die 4 Werte in GPU-Z oder?
@All: Wollte ja noch einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben: Angefangen habe ich gestern um 19:10 Uhr. Schon nach den ersten 10 Schrauben stand ich vor dem ersten Problem: Der Rückseitenplatte. Sie wollte einfach nicht abgehen. Schlussendlich habe ich etliche Minuten gewackelt und die Karte wie oft gedreht und nach versteckten Schrauben gesucht. Endlich, nach gezielt eingesetzten Hebeln mit einer Plastikkarte löste sich die Rückseite endlich. Dabei vielen mir schon etliche Wärmeleitpads entgegen die sich in ihre Einzelteile auflösten.
Nächster Schritt: Der Serienlüfter. Hier löste ich vorn an der Frontblende zwei Schrauben und entgegen der Anleitung vom Hersteller noch zwei Andere auf der Platine. Wieder ein ewiges Gewackle und Zerrren bis ich endlich den zweiten Teil mit Lüfter in der Hand hatte.
Nun ging es ans Säubern der Chips. Mit etwas alkoholhaltiger Flüssigkeit, Wattestäbchen, einem Radiergummi und Papier habe ich die Chips von sämtlichen Rückständen befreit.
Danach konnte ich endlich den ersten Kühler anbringen. Hierfür habe die Noctua NT-H1 genommen, da dieser etwas besser als die beigelegte Wärmeleitpaste ist. Wie im Guide von computerbase beschrieben, die Paste hauchdünn auf den HSI-Chip aufgetragen und dann die beigelegten Kühler angebracht. Außerdem habe ich die beigelegte Kühlerplatte aufgeklept die nebenbei auch bombenfest hält und die RAM-Kühlkörper angebracht. Leider fehlen der GTX 260 ein Rambaustein wodurch einer der Kühlkörper nicht den vollen Halt bietet, da dieser für zwei Bausteine gedacht ist. Ich habe ihn leicht versetzt angebracht und hoffe das hält so.
Schlussendlich etwas Wärmeleitpaste, wieder hauchdünn aufgetragen, auf die GPU und den Kühlkörper draufgesetzt. Diesen sollte man auf der Rückseite mit den Schrauben nicht zu fest anziehen, da sich meine Karte durch das Gewicht des Kühlers schon etwas verzog und ich diesen Effekt dadurch nur noch verstärkt hätte. Also handfest anziehen reicht vollkommen. An dieser stelle hatte ich bereits 1,5 Stunden hintermir.
Nach einer kleinen Stärkung ging ich erneut ans Werk und wollte den 120mm-Lüfter befestigen. Wie schon erwartet ging dieses Vorhaben leider nicht so schnell wie erhofft. Die Klammern wollten, egal in welcher Form, nicht passen. Ich konnte zwar die Klammern mit der Zange etwas zurechtbiegen, aber in meinen Augen war das nur Fusch, weswegen ich mich für die guten alten Kabelbinder entschied die den Lüfter bombenfest halten. Noch schnell die restlichen Kühler auf der Rückseite aufgeklebt und ab damit in den PC.
Die Lautstärke ist einfach nur draufhaft. Um meine vorherigen Werte beim Spielen zu erreichen, musste ich den Lüfter auf 120rpm (Minimalwert) einstellen. Während Furmark 30 Minuten lief hörte man nur ein leises Summen der Lüfter. Wirklich sehr angenehm. Die Temperaturen mit 300rpm kennt ihr ja schon. Ich denke der Lüfter wird später etwa auf 600rpm laufen, aber das muss ich erst noch ausloten.
Wie eben schon erwähnt, biegt sich die Karte wirklich etwas (meiner Meinung nach etwas zu stark). Weswegen ich die Stromzuführung bzw. die Kabel mit einem Kabelbinder am Gehäuse fixiert habe. Nun ist die Grafikkarte wieder auf einer Linie.
Allles in allem bringt der HR-03 GTX eine beachtliche Kühlleistung. Für den stolzen Preis von 50 Euro erwarte ich allerdings mehr! Die beilegte Anleitung war schlichtweg nicht ausreichend. Der Guide auf der Thermalright-Seite war wirklich sehr hilfreich, stellte mich aber manchmal wirklich vor Fragen. Das Halterungssystem des 120mm-Lüfters schoss allerdings den Vogel ab.
Mein Fazit: Wer genug Geld (120mm-Lüfter kommt ja noch hinzu), starke Nerven besitzt, gewillt ist seine Garantie auf die Grafikkarte zu verlieren und sich ein paar Stunden Zeit nehmen will, der bekommt einen ganz ordentlichen Kühler abgeliefert dem es aber etwas an Feinschliff fehlt. Optisch hat mich die schwarze Serienbelüftung auf jeden Fall mehr gereitzt, aber die erzielten Ergebnisse sind einfach nicht von der Hand zu weisen.