Haben Soundkarten noch eine Daseinsberechtigung?

Hi,
fand es interessant hier mitzulesen, da ich Infos zu meinem neuen Setup suche. Deshalb hab ich mir gedacht ich frag einfach mal hier drauf los.
Vorher hatte ich eine Asus Xonar DG, an diese waren Beyer DT 990pro 250ohm und Microlab SOLO15 angeschlossen.
Die Soundkarte ist nun samt alten PC weg und nun habe ich das Asus Maxi 8 Ranger mit der Supremefx/ALC1150.
Die Kopfhörer und Lautsprecher nutze ich für Spiele, Filme und Musik.

Eigentlich habe ich kein Problem mit diesem Setup, da die Lautstärke ausreicht und der Sound sich auch nicht sonderlich schlecht anhört, ABER irgendwie fehlt mir doch etwas, wenn ich meine Kopfhörer aufziehe. Vllt. ist es nur ein Placeboeffekt, da ich vorher eine Soundkarte hatte und mir einbilde, das der Sound etwas schlechter ist. Aber irgendwie fehlen mir beim Sound mit den Kopfhörer diese Details, wie der gewisse bums ohne verzerrt zu klingen oder beim Musik hören die kleinen Details in den Höhen und Tiefen. Kann es nicht genauer beschreiben, hoffe es ist verständlich. Ich bin kein Fachmann bei Audio und kenne die Fachbegriffe nicht :rolleyes:.

Meine Frage ist, was würde sich für ein Gerät/e für mich lohnen, intern/extern, am besten bei dem ich beide Geräte anschließen kann und einfach zwischen beiden wählen kann (Oder der Onboardsound reicht für die Boxen und nur ein Gerät für die Kopfhörer). Oder alles so lassen und ich bilde es mir nur ein :D? Ich möchte nicht mehr als 120€ ausgeben.

Danke im Voraus!
 
Zuletzt bearbeitet:
Fiio E10K, da kannst du auch deine Boxen + Kopfhörer dran anschließen und klingt besser als Onboard.

Die Fiio hat auf der Rückseite einen 3,5 mm Klinkenausgang über den kannst du per klinke auf Cinch zum Verstärker.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ernsthaft? Fand die Supreme auf meinem Rampage 4 Gene wesentlich schwächer als meine Fiio E10K.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich soll einfach bei der Onboardlösung für mein Setup bleiben?
 
Nein, einen brauchbaren Kopfhörerverstärker kaufen ;D

Oder einen ausgeachsenen Reciever (Eventuell gebraucht). Da kannst du dann mittels HDMI dein Sound verlustfrei senden. Da kannst du dann deine Boxen und Kopfhörer anklemmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wie sieht es hierbei mit der Gegnerortung bei Multiplayershootern aus. Die ganzen Verstärker, verstärken ja nur, wie der Fi0, oder sehe ich da was falsch. Darauf würde ich nicht verzichten wollen.

Ich rede von den CMSS in X-Fi Karten oder das DolbyHPhone in ASUS Karten.
 
Für die Ortung in Shootern find ich sowas ja eher hinderlich weil es verfälscht. Aber prinzipiell gibts von Razer eine Surroundsoftware die mit allem geht. Nutze ich selber auch ganz gern aber eher für RPGs
 
Jup, mir haben die ganzen 3D Sounds auch nicht wirklich gefallen.

Letzendlich macht es ja die AudioEngine des jeweiligen Game, was wie klanglich dargestellt wird. Was die Soundkarten da bei mixen ist halt nur noch der letzte Versuch räumliche Tiefe herauszuholen. Eine gute Soundengine wird durch sowas nur zerstört und ist für die räumliche Ortung nicht förderlich.

Grottige Engine OHNE 3D upmix = sehr schlechte Ortung
Grottige Engine MIT 3D upmix = schlechte Ortung
Brauchbare Enigne OHNE 3D = brauchbare Ortung
Brauchbare Engine MIT 3D = brauchbare Ortung
Sehr gute Engine OHNE 3D = sehr gute Ortung
Sehr gute Engine MIT 3D = brauchbare Ortung

Mit steigender Qualität des Eingangssingals verschlechtert sich der Effekt , bis er wirklich negativen Einfluss hat.

Das verhält sich ähnlich mit der Soundqualität ansich. Bei sehr schlechter Quali einer mp3 konnte mein Creative Crystalizer gefühlt ordentlich was raus holen. Bei meinen .flac und guten .mp3's hab ich den Effekt wieder ausgestellt, weil es mir einfach nicht gefallen hat, was da bei raus kam.
 
Ich denke gute Ortung war nie primäres Ziel bei der Entwicklung solcher HRTF-Filter wie CMSS. Da geht es um Atmosphäre. Und diese diese können solche Filter gefühlt schon deutlich aufwerten, wenn man mich fragt. In Titeln wo es auf Ortung ankommt, würde ich darauf aber generell verzichten. Ich könnte jetzt weit ausholen um zu erklären warum, aber ich habe keine Lust. Letztlich kann man sich merken, die 'Ortung' muss beim Abmischen der Audiodateien des Spiels bzw. beim Einbinden dieser in dessen Soundengine berücksichtigt, bzw. genau definiert werden. Das ist allein schon Buget-bedingt beim einen Game ausgeprägter, beim Anderen weniger. Es ist also von Spiel zu Spiel höchst individuell. Solche Filter wie CMSS sind allerdings nicht höchst indivduell, sondern höchst universal. Selbst in Titeln wo sowas im allgemeinen ganz nett ist, sind immer mal wieder Sounds, die sich mit einem solchen Filter einfach kacke anhören. Und wer jetzt fragt warum universal nicht so optimal ist, der stelle sich die Frage, ob z.B. eine Beidhänder-Maus so gut in der Hand liegt, wie eine spezifische Rechts, bzw. Linkshänder-Maus...

Was ich bei Mehrkanal Filmen/Spielen hingegen immer als Aufwertung empfinde, ist ein Stereo-Downmix. In Games kann das teilweise auch die interne Engine. Warum HiFi jetzt aber einen Equalizer zu vermeiden versucht, erschließt sich mir nicht. HiFi heißt ja nur hohe Präzision/Genauigkeit. Wenn die Crew beim Mastering besoffen war oder mit spärlichen Mitteln arbeiten musste, bin ich ganz froh, wenn ich mit hoher Präzision nachbearbeiten kann. Vorallem auch in Sachen Kopfhörer. Denn gemastert wird meist für Lautsprecher. Davon abgesehen, hat nicht nur fast jeder andere Lautsprecher, sondern nimmt auch die einzelnen Frequenzen mit unterschiedlicher Lautstärke wahr. Im Studio kann man also maximal ein gutes Mittel finden oder eben möglichst neutral Abmischen. Ich vertraue da jedenfalls auf meine Ohren, die wissen ganz gut mir gefällt. Und das in den seltensten Fällen eine schnurgrade Equalizer-Einstellung. Ein Setup ohne Equalizer wäre für mich also gar nicht altagstauglich. Generell is die Ausgangsleistung sicherlich ein Hauptgrund für eine Soundkarte. Schlechten Onboard-Sound gibt es aber leider auch im Jahre 2016 noch. Und für Kopfhörer lohnt sich eine Karte, in meinen Ohren, fast immer.
 
CMSS3D in Verbindung mit EAX hatte schon recht viele Möglichkeiten, da EAX meines Wissens ähnlich Objektbasiert arbeitete wie es jetzt z.B. Dolby Atmos macht. Sprich: jedes Geräusch konnte einzeln platziert werden, auch in der Höhe und CMSS3D hatte Zugriff auf diese Daten um es ins HRTF einfließen zu lassen. Leider saß Creative zu sehr auf ihrer proprietären Lösung ohne sie für andere zu öffnen und hat sie mittlerweile einfach fallen lassen...

Das einzige was da noch eine Chance hat heranzukommen ist ein HRTF direkt im Spiel (wie z.B. bei Battlefield). Leider machen das aber recht wenige.


Das mit dem EQ ist halt weil ein solcher Eingriff immer auch einen (leichten) Verlust der Qualität bedeutet. Deswegen sollte man schauen das man ihn im Normalfall nicht braucht, indem man sich passende Lautsprecher und Kopfhörer holt. Deren Bauweise wirkt ja quasi auch als voreingestellter EQ ;-)
 
A d00d schrieb:
Solche Filter wie CMSS sind allerdings nicht höchst indivduell, sondern höchst universal. Selbst in Titeln wo sowas im allgemeinen ganz nett ist, sind immer mal wieder Sounds, die sich mit einem solchen Filter einfach kacke anhören. Und wer jetzt fragt warum universal nicht so optimal ist, der stelle sich die Frage, ob z.B. eine Beidhänder-Maus so gut in der Hand liegt, wie eine spezifische Rechts, bzw. Linkshänder-Maus...

Was zum Teufel, hat der Sound und die Ortungstechnik mit der Maus zu tun??

Man kann doch nicht einfach, Äpfel und Birnen zusammenzählen...

Wenn ich unterirdisches Ausgangsmaterial habe, hört sich Alles kacke an..Logisch!!

Ich denke gute Ortung war nie primäres Ziel bei der Entwicklung solcher HRTF-Filter wie CMSS

"Ich denke" heißt nichts wissen und man sollte schon etwas forschen, bevor man solch einen Satz rauslässt...Meine Meinung!
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht dachte ich es auch, weil ich es weiß. Man weiß es nicht.
Da ich aber kein Profi bin, zumal ja auch grade erst angemeldet bin, lässt sich das ausschließen.
Von daher hast Du also vollkommen Recht. Wiedermal. :)

Der Vergleich war wirklich völlig daneben. Jezt wo ich ihn nochmals lese, verstehe ich das nichtmal selbst.
Forschungs-defizit, ich bitte um Nachsicht.
 
Grundsätzlich haben Soundkarten bzw. externe Audio-Interfaces natürlich eine Daseinsberechtigung.
Ob sie für den jeweiligen Nutzer einen Sinn machen, hängt jedoch von diversen Faktoren ab:

- Welcher Soundchip ist auf dem Board verbaut und wie gut sind die dazu verwendeten Peripherie-Bauteile bzw. deren Abschirmung?
- Wie gut ist die angeschlossene Hardware (Kopfhörer oder Boxen etc.)?
- Werden bestimmte Features genutzt/gebraucht wie z.B. Kopfhörerverstärker oder Phantomspeisung für Mikrofone?

Wer sich mit einem 20,- Kopfhörer oder 70,- Lautsprechern einen erheblich besseren Sound oder bessere Ortung durch eine separate Soundkarte ggü. einem nicht total vermurksten Onboard-Chip erhofft, der wird entweder schwer enttäuscht sein oder einen Placebo-Effekt verspüren. In dem Bereich ist die verwendete Emulation der wichtigste Punkt, nicht die Soundkarte.
Klangliche Vorteile wird man erst bei besseren Ausgabegeräten spüren.

Es kommt also auf die Verwendung und den gesamten Anspruch an. Die Kette muss halt passen...

Edit: Ohne mein Tascam US-144 könnte ich z.B. keine ernsthaften Messungen machen, das gibt der Onboard-Chip nicht her.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben