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Die MTBF ist ein theoretischer Rechnerwert, der noch dazu nur unter bestimmen, genau definierten Bedingungen gilt und eine Ausfallwahrscheinlichkeit angibt. Zu den Bengungen gehören Umgebungsbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Schwingungen) ebenso wie Einsatzbedingungen (Zugriffsart und -häufigkeit) aber vor allem der Zeitraum. Die Ausfallrate technischer Geräte ist am Anfang besonders hoch, fällt recht schnell deutlich ab, verhält sich eine Weile konstant und steigt gegen Lebensend, in der Wear-Out Phase dann kontinuierlich an. In dieser Badewannenfunktion ist die MTBF nur für den unteren Teil der Kurve definiert, was alleine schon die Umrechnung einer MTBF in einer Lebenserwartung verbietet, auch wenn man das so häufig im Internet liest, etwa auf au-ja.
Im Anhang findest Du meine 500GB Datenplatte, die schon 20.554 Stunden runter hat. Der normierte S.M.A.R.T. Werte steht auf 72 und dürfte mal bei 100 gestartet sein, die 20554 Stunden entsprechen also 28% der Betriebsstunden (etwa 74.000 Stunden, oder über 8 Jahre), die der Hersteller (WD) von dieser Platte erwartet. Schlimmer sind dagegen die Laden/Entladen Zyklen, da hat sie schon 77% der Zyklen verbraucht, die WD ihr zutraut.
Hier zum Vergleich eine etwa 9 Jahre alte Platte vom HTPC, auf die mit einer Pause von etwas über einem Jahr bis heute täglich 20-40GB Daten geschrieben und wieder gelesen wurden, bei annähernd gleichbleibenden 40-45°, bis auf einige Ausfälle des schon 4x getauschten Fans, wo sie dann bei 56° bloss zu spinnen begann und I/O Errors produzierte.
Läuft und läuft und läuft...