Naja, alles autark, aber dann doch irgendwie miteinander verbinden, um sich den zweiten Internetanschluss zu sparen. Das widerspricht sich.
Wie dem auch sei, beiden Hälften ihr eigenes Rack inkl Patchfeld und Switch zu verpassen, ist dann schon der richtige Weg. Mittelfristig sollten dann allerdings auch beide Seiten ein eigenes USG bekommen. Die Verbindung zwischen den beiden Netzwerken würde dann über eine neutrale Leitung zwischen den USG über den jeweils 3. LAN-Port gehen. Nu könnte man fragen warum 2 und nicht nur 1 USG und dort einfach das Nachbar-Netz direkt einstecken? Ganz einfach: Wenn nebenan früher oder später eine Fremdpartei wohnt, möchte die sicherlich ihrerseits nicht, dass der Nachbar einfach einen offenen Zugang zum LAN hat, weil da nun mal die Uplink-Strippe zum Internetzugang liegt. Hat jede Seite ihr eigenes USG - oder natürlich einen beliebigen sonstigen Router mit 3+ LAN-Schnittstellen (nicht Switch- sondern eigenständige Ports) - kann auch jede Seite für sich selbst definieren ob über den Uplink Daten rein- oder rausgehen. Klar, man könnte die eigene Seite des Kabels auch einfach abziehen, aber dann sind wir wieder bei Trennung vs gemeinsame Nutzung.
Das ist dasselbe Prinzip wie eine Doppel-Tür zwischen zwei Wohnungen. Hätte man nur eine Tür, könnte jeder mit Schlüssel einfach zum Nachbarn gehen. Hat aber jeder Nachbar nur einen Schlüssel für seinen Teil der Doppeltür, könnte er zwar seine Tür öffnen, stünde dann aber vor der verschlossenen zweiten Tür, die nur durch den Nachbarn zu öffnen ist. So auch beim LAN-Uplink zwischen den Hälften. Hängt da direkt der LAN-Zugang zur Nachbarhälfte, könnte man einfach rein ins Netzwerk, wenn man nur das Kabel einsteckt. Ist auf der anderen Seite des Kabels jedoch ein zweites USG, kann man das Kabel zwar einstecken, käme aber nicht durch das USG ins Nachbar-Netz durch.
Der Nachteil dieser Lösung liegt auf der Hand. Der Uplink zwischen den USGs wäre max 1 Gbit/s schnell. Intensiver Traffic zwischen den Hälften - solange sie noch eigenbewohnt sind - wäre damit limitiert. In diesem Szenario wäre dann natürlich ein schnellerer Uplink (zB 2,5 / 5 / 10 Gbit/s) oder auch mehrere Uplinks (1 Gbit/s * x via LAG) sinnvoll. Dies ist jedoch mit obiger Trennung nur schwierig in Deckung zu bringen solange man nicht auch einen Router (bzw. 2) dazwischen hängt, die untereinander mit 2,5/5/10 Gbit/s reden können.
UAP Decke vs Wall: Wie gesagt, das hängt primär vom Montageort ab. Ich weiß nicht inwiefern wir dir da helfen sollten. Der Montageort wiederum sollte natürlich auch entsprechend gut/sauber/unsichtbar mit LAN versorgt werden können. Das heißt im Klartext: Ein Decken-AP bekommt sein Kabel entweder direkt aus der (Zwischen-)Decke oder zB über eine LAN-Dose oben an der Wand. Ein Wand-AP sollte zwar tendenziell auch oben an der Wand platziert werden, wird jedoch nicht selten trotzdem unten montiert - jeder kennt die klassischen In-Die-Steckdose-APs. Die Werbe-Bilder der UAP Inwalls zeigen die Kisten ebenfalls in Bodennähe.
Angesichts dessen, dass es kein Neubau ist, stellt sich die Frage inwiefern bereits "oben" Dosen oder Kabel verlegt sind oder ob dies mit überschaubarem Aufwand bewerkstelligt werden soll/kann.
24er PoE-Switch vs 24+4: Bei 4 APs je Hälfte - was im übrigen etwas oversized klingt - kann auch ein nicht zu unterschätzender Traffic WLAN<->LAN entstehen. Dieser würde durch den Uplink zwischen dem 24er und dem PoE-Switch belasten oder sporadisch ggfs sogar überlasten. Da würde ich also eher zu einem 24er PoE-Switch raten, da ja potentiell auch später noch PoE-Kameras dazukommen, o.ä. Ansonsten kann man die UAPs auch über die mitgelieferten PoE-Adapter mit Energie versorgen. Bei 4 APs n bischen unhandlich, geht aber noch. Ob bei den IWs auch PoE-Adapter beilegen, weiß ich aber nicht.